Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen
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Hesse in the 19th and 20th Centuries

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  1. 27. September 1817: Gründung der evangelischen Union
    Im Jahr 1817 schließen sich die lutherischen und reformierten Kirchen zur evangelisch-christlichen Kirche im Herzogtum Nassau zusammen, um gemeinsam kirchliche Interessen gegenüber dem Staat zu vertreten. ... »Details
  2. 30. September 1817: Eröffnung des Lehrerausbildungsseminars in Friedberg für das Großherzogtum Hessen
    Anlässlich des 300. Jahrestages der Reformation ordnet Großherzog Ludewig I. von Hessen-Darmstadt (1753–1830) an, eine Lehrerausbildungseinrichtung in Friedberg zu eröffnen. Hier sollen angehende lutherische und reformierte Lehrer auf ihren Beruf vorbereitet werden. Wilhelm Friedrich Hesse (1789–1841) entwickelt den Ausbildungsplan, mit dem eine bessere Qualifikation des Lehrpersonals ... »Details
  3. 31. Oktober 1817: Herzogtum Nassau feiert 300-Jahr-Feier der Reformation und das Unions-Edikt
    In den evangelischen Gemeinden des Großherzogtums Nassau wird die 300-Jahr-Feier der Reformation festlich begangen. Gleichzeitig feiert man die durch das von Herzog Wilhelm (1792 -1839) erlassene Unions-Edikt vom 11. August 1817 vollzogene Vereinigung der lutherischen und reformierten Gemeinden zu einer „evangelisch christlichen“ Landeskirche.  ... »Details
  4. 22. November 1817: Gründung der „Senckenbergischen Naturforschenden Gesellschaft“ in Frankfurt
    Am 22. November 1817 wird die „Senckenbergische Naturforschende Gesellschaft“ in Frankfurt am Main gegründet. Die Bezugnahme auf den Frankfurter Arzt und Naturforscher Johann Christian Senckenberg (1707–1772) wird von der schon seit 1763 existierenden Senckenbergischen Stiftung ausdrücklich genehmigt. Einer der Hauptinitiatoren ist der Anatomielehrer der Stiftung Philipp Jacob Cretzschmar ... »Details
  5. Dezember 1817: Louis Spohr wird Kapellmeister am Stadttheater in Frankfurt
    Louis Spohr (1784–1859) war bereits ein international anerkannter Violinvirtuose, Dirigent und Komponist, als er im Dezember 1817 sein Amt als Leitender Kapellmeister am Stadttheater in Frankfurt am Main antritt und zugleich die Leitung des Orchesters des „Museums“, der späteren Frankfurter Museumsgesellschaft übernimmt. In dieser Funktion sorgte er für die regelmäßige Aufführung der ... »Details
  6. 1818: Mary Wollstonecraft Shelley veröffentlicht den Schauerroman „Frankenstein“
    Die englische Schriftstellerin Mary Wollstonecraft Shelley (1797–1851) veröffentlicht in England, zunächst anonym, den Roman „Frankenstein oder Der moderne Prometheus“, einen Schauerroman im Stil der englischen Romantik, der auch durch Verfilmungen weltweit bekannt wurde. ... »Details
  7. 1818: Gründung von Landesbistümern im Deutschen Bund
    Die im Wiener Kongress von 1815 bestätigten hessischen Staaten organisieren für ihre Region Bistümer, um die kirchenrechtliche und religiöse Versorgung der Bevölkerung sicher zu stellen und zu beeinflussen. Für das Großherzogtum Hessen wird ein Bistum Mainz, für das Herzogtum Nassau ein neues Bistum Limburg und für das Kurfürstentum Hessen das Bistum Fulda installiert.(RKr) ... »Details
  8. 1818: Christian Friedrich Deiker wird Hofmaler des Landgrafen Friedrich V. von Hessen-Homburg
    Im Jahr 1818 beruft Landgraf Friedrich V. von Hessen-Homburg (1748–1820) den aus Hanau stammenden Christian Friedrich Deiker (1792–1843) zu seinem Hofmaler und erlaubte ihm gleichzeitig, eine private Zeichenschule in Homburg vor der Höhe zu eröffnen.|Der an der Zeichenakademie Hanau und der Kasseler Kunstakademie ausgebildete Künstler war vor allem als Zeichenlehrer tätig und unterrichtete ... »Details
  9. 1818-1833: Landsynagogen
    Ein großer Teil der jüdischen Bevölkerung Hessens lebte auf dem Land. Da nicht jede Gemeinde ihre eigene Synagoge besaß, hielten die Gemeindemitglieder ihre Gottesdienste häufig in Privathäusern ab. Aufgrund wachsender Gemeinden wurden die Verhältnisse zu Beginn des 19. Jahrhunderts oftmals zu eng und es entstand die Notwendigkeit, größere Bethäuser zu errichten. ... »Details
  10. 1. Januar 1818: Der Maler Friedrich Bury wird Ehrenmitglied der Kunstakademie Kassel
    Am 1. Januar 1818 wird der aus Hanau stammende Maler Friedrich Bury (1763–1823) wegen seiner „ausgezeichneten Kunstfertigkeit im Fache der Malerei“ zum Ehrenmitglied der Kasseler Kunstakademie ernannt. 0=Urkunde im Stadtarchiv Hanau, siehe Heinz a. a. O. S. 140, Abb. 2.  ... »Details
  11. 22. Januar 1818: Großherzog Ludewig I. erlässt Denkmalschutzverordnung
    Auf Betreiben von Oberbaurat Georg Moller (1784–1852) erlässt Großherzog Ludewig I. von Hessen und bei Rhein (1753–1830) am 22. Januar 1818 in Darmstadt eine Verordnung zur „Erhaltung der Denkmäler der Baukunst und sonstiger Kunstwerke“ im Großherzogtum Hessen, eine der erste Denkmalschutzverordnungen auf deutschem Boden.|Der Architekt und Bauforscher Georg Moller, der 1814 an der ... »Details
  12. 17. Februar 1818: Regulativ des Kurfürsten von Hessen-Kassel zu den Schulen
    Mit dem Regulativ wird der Bildungsbereich in Kurhessen neu geordnet. Ein staatlicher Oberschulrat steht an der Spitze der Schulaufsicht, die weiter in den Händen der kirchlichen Institutionen verbleibt. Ihm sind alle Inspektionsberichte vorzulegen und mit ihm alle grundlegenden Schulfragen abzusprechen. Die Einführung des Lesebuches „Erstes Buch für Kinder“ von Adam Zeiß (1779–1870) ... »Details
  13. 24. März 1818: Allgemeine Schulordnung für die Volksschulen im Herzogtum Nassau
    Auf der Grundlage des Schulgesetzes von 1817 werden in der Allgemeinen Schulordnung des Herzogtums Nassau konkrete Fragen zum Schulalltag geregelt. Neben der Festlegung der Schulbezirke wird die Position des Lehrers, in einem weiteren Abschnitt die der Schüler rechtlich normiert. Alle für die Abhaltung von Unterricht notwendigen Fragen werden bedacht, Lehrpläne und Unterrichtsziele beschrieben. ... »Details
  14. 1. Juni 1818: Evangelische Synode beschließt Hanauer Kirchen-Union
    Ähnlich wie schon 1817 in Idstein für das Herzogtum Nassau kommt es im Jahr 1818 auch in Hanau zu einer evangelischen Kirchenunion der lutherischen und reformierten Gemeinden des ehemaligen Fürstentums Hanau. Die Vertreter der beiden Konsistorien unter Vorsitz des Hof- und Konsistorialrates Wilhelm Martin Reinhard Iber (1781–1851) beschließen in der Provinzialsynode am 1. Juni 1818 die ... »Details
  15. 24. Juli 1818: Gründung des späteren „Cäcilien-Vereins“ in Frankfurt
    Nach dem Vorbild von „Zelters Singakademie“ in Berlin wird auf Initiative des Sängers und Chorleiters Johann Nepomuk Schelble (1789–1837) am 24. Juli 1818 in Frankfurt am Main „Schelbles Frankfurter Musikakademie“, ein gemischter Chor aus Frankfurter Bürgern, gegründet. Gründungsmitglieder und eifrige Förderer waren unter anderem Marianne von Willemer (1784–1838), die auch als ... »Details
  16. 25. September 1818: Kurfürst Wilhelm I. trifft Zar Alexander
    Auf dem Weg zum Kongress der Heiligen Allianz in Aachen, bei dem die europäischen Großmächte über den Zustand in Deutschland nach dem Wiener Kongress beratschlagen wollten, trifft Zar Alexander I. von Russland (1777–1825) in Wilhelmsbad Kurfürst Wilhelm I. (1743–1821) zu einem „Arbeitsessen“.  ... »Details
  17. 15. November 1818: Eröffnung des „Herzoglich-Nassauischen Instituts der Landwirtschaft“
    Im Auftrag der nassauischen Regierung eröffnet der unter anderem bei Albrecht Thaer (1752–1828) ausgebildete Agrarwissenschaftler Wilhelm Albrecht (1785–1868) am 15. November 1818 in Idstein das „Herzoglich-Nassauische Institut der Landwirtschaft“ als höhere Bildungsanstalt für Landwirte. Bereits 1811 war im Hof Gassenbach im Auftrag der nassauischen Regierung eine Musterwirtschaft ... »Details
  18. 1819: Wilhelm Schulz verfasst literarische Kritik gegenüber politischer Lage in Deutschland
    In einer Petition fordern die 160 Volksabgeordneten der Provinz Starkenburg eine Verfassung. Die im Gasthof „Zum Löwen“ in Zwingenberg an der Bergstraße formulierte Aufforderung ist an Großherzog Ludewig I. (1753–1830) gerichtet und wird vom Darmstädter Hofgerichtsadvokaten Heinrich Karl Hofmann (1795–1845) sowie von Georg Rühl und Wilhelm Stahl (1793–1841) angeführt. Sie werden ... »Details
  19. 1819: Friedrich Christian Reinermann eröffnet eine Kunsthandlung in Frankfurt
    Der aus Wetzlar stammende Landschaftsmaler, Kupferstecher und Lithograf Friedrich Christian Reinermann (1764–1835) war auch sehr erfolgreich als Kunsthändler und Verleger tätig. Nachdem er 1818 eine Anstellung als Lehrer am neu begründeten Städelschen Kunstinstitut in Frankfurt am Main erhalten hatte, eröffnete er 1819 eine Kunsthandlung auf der Zeil, Ecke Hasengasse. Dort verkaufte er ... »Details
  20. 14. Februar 1819: Volksabgeordnete verfassen Petition an Ludewig I.
    In einer Petition fordern 160 Volksabgeordneten der Provinz Starkenburg auf einem „wilden Landtag“ eine Verfassung. Die im Gasthof „Zum Löwen“ in Zwingenberg an der Bergstraße formulierte Aufforderung ist an Großherzog Ludewig I. (1753–1830) gerichtet und wird vom Darmstädter Hofgerichtsadvokaten Heinrich Karl Hofmann (1795–1845) sowie von Georg Rühl und Wilhelm Stahl ... »Details