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Hesse in the 19th and 20th Centuries
- 1900
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- 1990
- 2000
- 9.-12. November 1918: Ausrufung der Republik in Darmstadt
Nach der Bildung eines Arbeiter- und Soldatenrats in Darmstadt rief dieser am 9. November 1918 die sozialistische Republik Hessen aus und setzte Großherzog Ernst Ludwig (1868–1937) ab. Eine Abdankung hatte der Großherzog abgelehnt. ... »Details - 10. November 1918: Proklamation der Hessischen Republik
Am Abend des 8. Novembers erreicht Darmstadt die Nachricht, dass im Griesheimer Lager Soldatenräte gewählt wurden.0=Vgl. Beier, Gerhard: Arbeiterbewegung in Hessen. Zur Geschichte der hessischen Arbeiterbewegung durch einhundertfünfzig Jahre (1834–1984), Frankfurt am Main 1984, S. 246 f. Noch in der Nacht ziehen die revolutionären Soldaten aus Griesheim nach Darmstadt, die dort anwesenden ... »Details - 10. November 1918: Aufruf des Frankfurter Arbeiter- und Soldatenrats an die ländliche Bevölkerung
Der Exekutiv-Ausschuss des Frankfurter Arbeiter- und Soldatenrats wandte sich in einem Aufruf an die ländliche Bevölkerung. In allen deutschen Städten hätten Arbeiter- und Soldatenräte die Macht übernommen haben und unterstützen die neue deutsche Regierung, „um unser Vaterland einer besseren und freieren Zukunft entgegenzuführen“. ... »Details - 10. November 1918: Aufruf zur großer Demonstrationsversammlung im Frankfurter Ostpark
In einem emphatischen Aufruf an die Arbeiter gibt der Exekutiv-Ausschuss des Frankfurter Arbeiter- und Soldatenrats bekannt, dass am Montag dem 11. November die Arbeit in allen Frankfurter Betrieben ruhen wird, ausgenommen in den Verkehrsbetrieben und bei der Lebensmittelversorgung. Jetzt sei der Tag da, den der Dichter der deutschen Revolution mit den Worten prophezeit habe: „Alle Räder stehen ... »Details - 10. November 1918: Bekanntmachungen und Aufrufe des Frankfurter Arbeiter- und Soldatenrats
Über Bekanntmachungen in Tageszeitungen informierte der Frankfurter Arbeiter- und Soldatenrat über die von ihm gefassten Beschlüsse sowie Neuigkeiten. So ließ der stellvertretende Polizeipräsident Dr. Hugo Sinzheimer (1875–1945) verlautbaren, dass das Das Verbot des „Nachtverkehrs“ nach 19.30 Uhr auch für alle Soldaten galt, „soweit sie nicht mit besonderen Ausweisen versehen oder im ... »Details - 10.-11. November 1918: Revolution in Marburg
Wie in vielen anderen Städten (beispielsweise in Darmstadt, Frankfurt, Offenbach, Wiesbaden, Hanau oder Erbenheim) bildete sich auch in Marburg ein Arbeiter- und Soldatenrat, der das Rathaus besetzte und dort am 10. November die rote Fahne hisste. Der Arbeiter- und Soldatenrat wird von Männern wie Hermann, Bruno Poersch und Erdenberger angeführt. Die Lage in der Stadt blieb ruhig.(OV/StF) ... »Details - 11. November 1918: Regierungsbildung durch Sozialdemokraten in Darmstadt
Der Hessische Arbeiter- und Soldatenrat gab am 11. November 1918 in Darmstadt bekannt, dass er den SPD-Reichstagsabgeordneten Carl Ulrich (1853–1933) zum Ministerpräsidenten und Minister des Äußeren der provisorischen Regierung Hessens ernannt hat. Die bisherige hessische Regierung erklärte daraufhin ihren offiziellen Rücktritt.0=Gießener Anzeiger, General-Anzeiger für Oberhessen, ... »Details - 11. November 1918: Hanauer Arbeiter- und Soldatenrat übernimmt die Macht
Der am 7. November in Hanau von 20 Mitgliedern der USPD und fünf Mitgliedern der SPD gegründete Arbeiter- und Soldatenrat unter Leitung von Fritz Schnellbacher (1884–1947; USPD) übernimmt die Vollzugsgewalt und ernennt Georg Wagner (1867–1935; USPD) zum kommissarischen Landrat. Soldatenräte entstehen auch in anderen hessischen Städten wie beispielsweise Darmstadt, Frankfurt, Offenbach, ... »Details - 11. November 1918: Aufruf des Hessischen Arbeiter- und Soldatenrates
Der Hessische Arbeiter-, Bauern- und Soldatenrat veröffentlicht folgenden Aufruf: ... »Details - 11. November 1918: Bildung eines Arbeiter- und Bauernrats in Erbenheim
Am Nachmittag des 11. November 1918 bildet sich laut der „Wiesbadener Zeitung“ in der Ortschaft Erbenheim nahe Wiesbaden ein Arbeiter- und Bauernrat, der sich zur Aufgabe macht, die Lebensmittelzufuhren in die Stadt auch nach Machtübernahme durch den Arbeiter- und Soldatenrat sicherzustellen (Soldatenräte entstehen auch in anderen hessischen Städten wie beispielsweise Darmstadt, Frankfurt, ... »Details - 11. November 1918: Frankfurter Arbeiter- und Soldatenrat fordert Auflösung von Studentenverbindungen
Nach Gründung eines Arbeiter und Soldatenrates in Frankfurt am Main am 9. November im Zuge der Novemberrevolution, kann dieser zwei Tage später auch die Universität Frankfurt übernehmen. Der Rat fordert daraufhin die Auflösung studentischer Verbindungen, in deren Statuten der Mensurzwang festgelegt ist und die somit „ungesetzliche Bestimmungen“ enthalten.0=Frankfurter Zeitung und ... »Details - 11. November 1918: Waffenstillstand
Im Zuge des Waffenstillstandes, der das Ende des Ersten Weltkrieges markiert, muss unter anderem das linke Rheinufer geräumt werden. Das bedeutet für die junge hessische Republik, dass Teile der Provinz Starkenburg und ganz Rheinhessen von französischen Truppen besetzt werden. Diese Gebiete (mit den Städten Mainz, Alzey und Worms) werden erst zum 1. Juli 1930 von den Franzosen geräumt – ... »Details - 12. November 1918: Die hessische Regierung verkündet ihren Rücktritt
Nach der Machtübernahme durch Arbeiter-, Bauern- und Soldatenräte in Hessen und der Ausrufung der Republik Hessen am 9. November 1918,0=Tobias Haren, Der Volksstaat Hessen 1918/1919. Hessens Weg zur Demokratie (Zeitgeschichtliche Forschungen 19), Berlin 2003, S. 95. veröffentlicht der „Gießener Anzeiger“ am 12. November 1918 eine offizielle Rücktrittserklärung der bisherigen hessischen ... »Details - Mitte November 1918: Bildung von Bauernräten im hessischen Umland
Nach der Gründung von Arbeiter- und Soldatenräten (beispielsweise in Frankfurt, Darmstadt, Offenbach am Main, Wiesbaden, Marburg, Hanau oder Erbenheim) als Ergebnis der revolutionären Umstürze Anfang November 1918, bildeten sich nach und nach auch in den ländlichen Regionen Hessens sogenannte Bauernräte als deren ländliche Entsprechung. Die Bauernräte arbeiteten eng mit den Arbeiter- und ... »Details - Mitte November 1918: Einführung des Achtstundentages
Im Zuge der Novemberrevolution wird für das gesamte Deutsche Reich nicht nur das Arbeitsschutzgesetz der Vorkriegszeit wieder in Kraft gesetzt, sondern zudem auch die Einführung des 8-Stunden-Tags in allen Betrieben beschlossen.0=Schneider, Michael, Streit um Arbeitszeit. Geschichte des Kampfes um Arbeitszeitverkürzung in Deutschland, Köln 1984, S. 98. Den Auftakt macht eine amtliche ... »Details - 13. November 1918: Absetzung des Fürsten Friedrich von Waldeck-Pyrmont
Fürst Friedrich von Waldeck-Pyrmont (1865–1946) wird durch ein Ultimatum des aus Kassel angereisten Arbeiter- und Soldatenrats abgesetzt. Er verzichtet damit auf die Ausübung der Regierungsgewalt, die auf den Arbeiter- und Soldatenrat übergeht. Das Ende der Monarchie im Fürstentum wird formell ohne Unterzeichnung einer Abdankungsurkunde vollzogen.(OV) ... »Details - 14. November 1918: Anweisung für Beamte und Bevölkerung zum Verbleib im zukünftig besetzten linksrheinischen Gebiet
Die „Darmstädter Zeitung“ veröffentlicht eine Bekanntmachung des Hessischen Staatsministeriums vom 14. November 1918, nach der es den Beamten nicht gestattet ist, ihre Posten in den von den alliierten Siegermächten zu besetzenden Gebieten zu verlassen. Der linksrheinisch wohnhaften Zivilbevölkerung sowie den Bewohnern der zehn Kilometer breiten entmilitarisierten Zone rechts des Rheins ist ... »Details - 14. November 1918: „Hanauer Anzeiger“ wird offizielles Publikationsorgan des Arbeiter- und Soldatenrates Hanau
Am 14. November 1918 und damit wenige Tage nach Gründung eines Soldaten- und Arbeiterrates in Hanau, wird die Lokalzeitung „Hanauer Anzeiger“ zum offiziellen Presseorgan des Rates umfunktioniert. Anstelle von „amtliches Organ für Stadt- und Landkreis Hanau“0=Hanauer Anzeiger, Amtliches Organ für Stadt- und Landkreis Hanau, 13.11.1918. trägt der „Hanauer Anzeiger“ ab dem 14. ... »Details - 14. November 1918: Volkszählung in Wetzlar
Im „Gießener Anzeiger“ vom 16. November 1918 wird über eine Volkszählung im Kreis Wetzlar berichtet. Demnach hat der Landkreis insgesamt 59.156 Einwohner, von denen 14.487 in den Städten Braunfels und Wetzlar leben, die restlichen 44.669 in den Landbürgermeistereien, die Aßlar, Atzbach, Braunfels, Greifenstein, Hohensolms, Launsbach, Rechtenbach und Schöffengrund umfassen. Aus der ... »Details - 15. November 1918: Erlass einer Amnestie im ehemaligen Großherzogtum Hessen
Die Regierung im ehemaligen Großherzogtum Hessen verkündet eine allgemeine Amnestie. Danach wird allen bereits verurteilten oder mit einem Strafbefehl versehenen Personen die Strafe erlassen, wenn sie noch nicht vollstreckt ist und höchstens drei Monate Gefängnis, drei Monate Festungshaft, Haft oder eine Geldstrafe von höchstens 1.000 Mark umfasst oder aus einem Verweis besteht. Bei noch ... »Details - 15. November 1918: Oberste Heeresleitung unter Feldmarschall von Hindenburg von Spa nach Kassel-Wilhelmshöhe verlegt
Die Oberste Heeresleitung des kaiserlichen Heeres wird von Spa (Belgien) nach Kassel-Wilhelmshöhe verlegt. Hauptmann Adalbert von Wallenberg, der (vermutlich) zum Stab des Feldmarschalls von Hindenburg gehörte, beschreibt die Fahrt nach Kassel und Zeit in Wilhelmshöhe aus eigener Erinnerung: ... »Details - 15. November 1918: Bildung einer Arbeitsgemeinschaft anstelle eines Arbeiterrates in Wetzlar
Anstelle von Arbeiter- und / oder Soldatenräten, die während der Novemberrevolution in vielen hessischen Städten gebildet werden, entsteht in Wetzlar eine sogenannte Arbeitsgemeinschaft für Übergangswirtschaft. Der „Gießener Anzeiger“ berichtet von einer Sitzung der „Arbeitsgemeinschaft“ am 14. November im Saal des Rathauses, die aus acht Arbeitgebern, 15 Arbeitnehmern und fünf ... »Details - 15. November 1918-31. Dezember 1918: Rückführung der Truppen von der Westfront von Kassel-Wilhelmshöhe aus organisiert
Nachdem die Oberste Heeresleitung unter Feldmarschall Paul von Hindenburg (1847–1934) und dem Ersten Generalquartiermeister Wilhelm Groener (1867–1939) ihr Quartier am 15. November von Spa nach Kassel-Wilhelmshöhe verlegt hat, wird die Rückführung der deutschen Truppen von der Westfront von Kassel-Wilhelmshöhe aus organisiert. Nach den Bestimmungen des am 11. November in Compiègne ... »Details - 16. November 1918: Auflösung des alten Hessischen Landtags (von 1911)
Die neu gebildete Staatsregierung der Republik Hessen löst im Einvernehmen mit dem Arbeiter- und Soldatenrat den am 17. November 1911 gewählten und wegen des Weltkriegs mehrfach um ein Jahr verlängerten Hessischen Landtag auf, der am 8. November 1918 zum letzten Mal getagt hat.(OV) ... »Details - 16. November 1918: Das preußische Kultusministerium erlässt Maßnahmen gegen Kriegsverherrlichung im Schulunterricht
Wie am 16. November 1918 im „Gießener Anzeiger“ abgedruckt, erlässt das preußische Kultusministerium, unter Kontrolle des Arbeiter- und Soldatenrates, Maßnahmen gegen Volksverhetzung und Kriegsverherrlichungen im Schulunterricht. Es erfolgt ein Verbot von tendenziösem und kriegsverherrlichendem Unterricht und der dazugehörigen Literatur sowie ein Verbot für Lehrpersonal, sich negativ ... »Details - 18. November 1918: Aufruf zur Bildung einer Bürgerwehr in Offenbach
Der Arbeiter- und Soldatenrat in Offenbach am Main ruft dazu auf, in der Stadt eine Bürgerwehr zu bilden. In dem Aufruf heißt es: ... »Details - 21. November 1918: Offenbacher Oberbürgermeister unterstellt Stadtverwaltung der provisorischen Regierung
Der Offenbacher Oberbürgermeister Dr. Andreas Dullo (1862–1945) erklärt vor den Stadtverordneten, dass er die Stadtverwaltung der am 14. November unter Leitung von Carl Ulrich (1853–1933) gebildeten provisorischen Regierung (der Republik Hessen) in Darmstadt unterstellt hat. ... »Details - 21. November 1918: Demokratisierung in der Kirche im Volksstaat Hessen
Das Darmstädter Oberkonsistorium beschließt, dass die neue, „volkstümlichere Entwicklung des kirchlichen Lebens“ zugleich eine „Steigerung der Beteiligung der Gemeindemitglieder“ bringen müsse.(LV) ... »Details - 23. November 1918: Arbeiter- und Soldatenräte lehnen Diktatur ab
Der am 9. November 1918 in Darmstadt konstituierte Darmstädter bzw. Hessische Arbeiter-, Bauern- und Soldatenrat, der Großherzog Ernst Ludwig (1868–1937) für abgesetzt erklärte und den Vorsitzenden der SPD-Fraktion Carl Ulrich (1853–1933) mit der Bildung einer Regierung beauftragte, verlangt im Einvernehmen mit der hessischen Regierung von der Reichsregierung die umgehende Einberufung der ... »Details - 23. November 1918: Bau einer Pontonbrücke über den Rhein zur Rückführung der deutschen Truppen
Die Oppenheimer Zeitung „Landskron“ veröffentlicht einen Aufruf des Kreisamts Oppenheim vom Vortag, wonach alle im Kreis wohnenden Schiffer aufgefordert werden, den Bau einer Pontonbrücke über den Rhein zwischen dem linksrheinischen Oppenheim-Nierstein und dem rechtsrheinischen Kornsand mit allen Mitteln zu unterstützen. Die Brücke ist notwendig geworden, um den aus Frankreich ... »Details
