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Hesse in the 19th and 20th Centuries
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- 15. September 1939: Einschränkungen bei der Nutzung von Kraftfahrzeugen
Für die Nutzung von Kraftfahrzeugen, die nicht für Kriegszwecke eingezogen wurden, werden Einschränkungen eingeführt. Für den Kreis Frankenberg erlässt der Landrat ein Verkehrsverbot mit entsprechenden Ausnahmegenehmigungen. Für die noch verbliebenen Kraftfahrzeuge verfügt der Landrat eine Umstellung auf Treibgas.(OV) ... »Details - Herbst 1939: Zahlreiche Zuhörer für Nachrichten ausländischer Sender
Der SS-Sicherheitsdienst berichtet, seit der „Septemberkrise“ (das heißt den Beginn des Krieges) würden von fast allen deutschen Hörerkreisen nach wie vor regelmäßig deutschsprachige Nachrichten und Sendungen ausländischer Sender gehört. Dabei handele es sich vor allem um die Sender London, Straßburg, Lille und Nizza. Demgegenüber würden die Meldungen von Radio Moskau von ... »Details - Herbst 1939: Aktivitäten und Veranstaltungen der katholischen Kirche gegen Alkoholmissbrauch
Das Sicherheitshauptamt der SS fasst in seinem Vierteljahresbericht die Nachrichten über die Aktivitäten in den Kirchen zusammen. Dabei werde unter anderem gemeldet, dass die katholische Kirche eine rege Tätigkeit auf dem Gebiet der Alkohol- und Rauschgiftbekämpfung entwickele. Im Anschluss an die Reichstagung „Gegen Alkohol und Nikotin zu Frankfurt/Main“ hätten vom Caritas-Verband als ... »Details - 29. September 1939: Weitere starke Einschränkungen für Juden im Alltagsleben
Juden werden in ihrer Bewegungsfreiheit und ihrem Alltagsleben weiter stark eingeschränkt. Die Juden in Frankenberg dürfen ihre Einkäufe nur noch dienstags und donnerstags von 16 bis 17 Uhr in den ihnen vorgeschriebenen Geschäften erledigen.(OV) ... »Details - 1. Oktober 1939: Wiederaufnahme des Lehrbetriebs an der Universität Marburg
An mehreren deutschen Universitäten, darunter an der Universität Marburg, wird der Lehrbetrieb wieder aufgenommen.(OV) ... »Details - 4. Oktober 1939: Flaggenschmuck und Glockenläuten zum Sieg über Polen
„Im Zeichen des Sieges“ über Polen wird für alle Städte und Dörfer eine Woche Flaggenschmuck angeordnet. In Darmstadt läuten täglich von 12 bis 13 Uhr die Kirchenglocken.(OV) ... »Details - 6. Oktober 1939: Frankenberger Amtgefängnis von Juden überfüllt
Der Gefängnisvorsteher am Amtsgericht in Frankenberg (Eder) berichtet, dass das Gefängnis mit verhafteten Juden überfüllt sei. Er bittet den Landrat, bei der weiteren Verhaftung von Juden zu veranlassen, dass sie baldmöglichst vernommen und in ein Lager abtransportiert werden.(OV) ... »Details - 10. Oktober 1939: Flugblattabwürfe über Frankfurt während der „Führerrede“
Der Bericht des SS-Sicherheitsdienstes zur innenpolitischen Lage meldet, dass am 10. Oktober während der Rede des Führers1=Am Nachmittag des 10. Oktober sprach Adolf Hitler (1889–1945) auf einer Volkskundgebung zur Eröffnung des Winterhilfswerks 1939 im Berliner Sportpalast. Dabei wiederholte er „zum allerletzten Mal“ seine Aufforderung an England, sein Angebot anzunehmen und Frieden zu ... »Details - 13. Oktober 1939: Eröffnung des Kriegswinterhilfswerks 1939/40 in Offenbach
In Offenbach am Main eröffnet Reichsstatthalter Jakob Sprenger (1884–1945) das Kriegswinterhilfswerk 1939/40 für den Gau Hessen-Nassau. Damit findet das seit Jahren bekannte „Winterhilfswerk des deutschen Volkes“ (kurz: „Winterhilfswerk“ oder WHW) der NS-Volkswohlfahrt (NSV) unter verändertem Namen auch nach Kriegsausbruch eine Fortsetzung. Die Sammelaktion, die 1933 vom ... »Details - 15.-17. Oktober 1939: Berichte über Abschüsse feindlicher Flugzeuge in Südhessen
Im vierteljährlichen geheimen Bericht des Reichssicherheitshauptamts zur innenpolitischen Lage vom 18. Oktober 1939 wird der Abschuss englischer und französischer Flugzeuge in Südhessen behandelt:Über Darmstadt und Mainz erschienen in der Nacht vom 15. zum 16. d.M. [Oktober] mehrere englische Flugzeuge. Die deutsche Flakartillerie setzte mit Abwehrfeuer ein und schoß bei Darmstadt in der ... »Details - 16. Oktober 1939: Absturz und Abschuss feindlicher Flugzeuge im Ried
Beim Abwurf von Flugblättern stürzt ein britisches Flugzeug bei Wallerstädten nahe Groß-Gerau ab. Am selben Tag schießt die deutsche Flak über der Rheinbrücke bei Gernsheim einen französischen Aufklärer ab. ... »Details - 18. Oktober 1939: Bericht über verdeckte Lebensmittelversorgung der Juden in Frankfurt
Im vierteljährlichen geheimen Bericht des Reichssicherheitshauptamtes (RSHA) zur innenpolitischen Lage vom 18. Oktober 1939 werden Informationen über die verdeckte Lebensmittelversorgung der jüdischen Bevölkerung in Frankfurt am Main wiedergegeben: ... »Details - 23. Oktober 1939: Kritik an bevorzugter Versorgung für kriegsgefangene Offiziere
Der Bericht des Sicherheitsdienstes der SS zur innenpolitischen Lage vom 23. Oktober 1939 beschäftigt sich unter anderem mit der Kritik an der Versorgung von Kriegsgefangenen. Nach den eingegangenen Meldungen werde die Lebensmittelzuteilung für Gefangene, insbesondere für Offiziere1=Es dürfte sich fast ausschließlich um gefangene Offiziere der polnischen Armee gehandelt haben. als ... »Details - 23. Oktober 1939: Bericht über stark gestiegenen Absatz ausländischer Zeitungen
Der Bericht des SS-Sicherheitsdienstes zur innenpolitischen Lage fasst die Meldungen über die Pressesituation im Reich zusammen. Auffallend sei demnach unter anderem, dass der Absatz der „Neuen Basler Zeitung“ rapide angestiegen sei. So werde beispielsweise aus Frankfurt am Main gemeldet, dass dort im August 1939 (das heißt vor Kriegsbeginn) täglich etwa 150 Exemplare der Zeitung verkauft ... »Details - 25. Oktober 1939: Goebbels interveniert wegen schlechten Theaterbesuchs in Wiesbaden
Reichspropagandaminister Dr. Joseph Goebbels (1897–1945) interveniert bei der Kulturgemeinde in Wiesbaden wegen des schlechten Besuchs des Deutschen Theaters in der Stadt. Er ordnet an, dass der Nationalsozialistischen Gemeinschaft (NSG) „Kraft durch Freude“ Plätze in den Vorstellungen für 50 Reichspfennige angeboten werden sollen. Das frühere Preußische Staatstheater befindet sich unter ... »Details - 25. Oktober 1939: Kritik an Bevorzugung der Geistlichen bei Einschränkungen der Kraftfahrzeugzulassungen
In seinem Bericht zur innenpolitische Lage vom 25. Oktober 1939 gibt das Sicherheitshauptamt der SS die Kritik an der Bevorzugung von Geistlichen bei der Kraftfahrzeugzulassung wieder: Einzelne Maßnahmen zur verkehrspolizeilichen Einschränkung der Zulassung von Kraftfahrzeugen aus Gründen der Brennstoffersparnis werden von der Bevölkerung noch hin und wieder bemängelt. Namentlich in der ... »Details - 25. Oktober 1939: Pferdekrankheit behindert Einquartierungen in Hessen
Das Sicherheitshauptamt der SS weist in seinem geheimen Bericht zur innenpolitischen Lage vom 25. Oktober 1939 auf die nach wie vor grassierenden Tierkrankheiten hin, die für die Landwirtschaft und das Wirtschaftsleben eine Gefahr darstellen. So sind Tierbestände in verschiedenen Kreisen etwa von der Maul- und Klauenseuche oder der Schweinepest befallen. In Hessen, so wird berichtet, ist ... »Details - 4. November 1939: Unterrichtsbeginn im Musischen Gymnasium in Frankfurt
In Frankfurt am Main nimmt das erste „Musische Gymnasium“ Deutschlands den Unterrichtsbetrieb auf.(OV) ... »Details - 4.-5. November 1939: Abwurf von britischen Flugblättern bei Wiesbaden
Der Bericht zur innenpolitischen Lage des SS-Sicherheitsdienstes berichtet, in der Nacht vom 4. zum 5. November und am Vormittag des 5. November seien in der Pfalz und in der Nähe von Wiesbaden unbemannte Ballons mit feindlichen Propagandaflugblättern angetrieben worden. Die Flugblätter seien noch in Päckchen gehüllt gewesen, weil der Mechanismus zur Öffnung offenbar nicht funktioniert ... »Details - 8. November 1939: Abwürfe feindlicher Flugblätter auch in Hessen
Das Sicherheitshauptamt der SS schildert in seinem geheimen Bericht zur innenpolitischen Lage die feindliche Flugzettelpropaganda mittels unbemannter Ballons in den letzten Tagen. Danach wurden feindliche Flugblätter in einem weiten Bereich zwischen Ostwestfalen und der Steiermark gefunden. In Hessen unter anderem in Marburg, Mücke und Grünberg. Die Flugblätter kommen aus England, was sich ... »Details - 8. November 1939: Erhebliche Probleme bei der Evakuierung der deutschen Bevölkerung aus den westlichen Grenzgebieten
Der Bericht des Sicherheitshauptamts der SS zur innenpolitischen Lage vom 8. November 1939 beschreibt und kritisiert die Probleme bei der Räumung der westlichen Grenzzone und der sogenannten Rückführung der dortigen Bevölkerung in das Reichsinnere. Die Aktion sei zwar gut vorbereitet gewesen, die Durchführung aber habe durch Organisationsmängel und Kompetenzüberschneidungen teilweise stark ... »Details - 10.-11. November 1939: Berichte über kleinere antifaschistische Aktionen in Kassel und Frankfurt
Im geheimen Bericht des Sicherheitshauptamts der SS zur innenpolitischen Lage vom 13. November 1939 werden die Nachrichten zu Aktivitäten der Gegner des Nationalsozialismus zusammengestellt. Dazu gehört unter anderem die Meldung: In der Nacht vom 10. zum 11.11.1939 wurde in Kassel eine an einem Gebäude einer Parteiortsgruppe angebrachte Hakenkreuzfahne heruntergerissen. [...] In Frankfurt a.M., ... »Details - 22. November 1939: Stimmungen im katholischen Klerus zum Elser-Attentat auf Hitler
Das Reichssicherheitshauptamt beschreibt in seinem geheimen Bericht zur innenpolitischen Lage vom 22. November 1939 die allgemeine Reaktion der Bevölkerung auf das versuchte Attentat Johann Georg Elsers auf Adolf Hitler im Münchner Bürgerbräukeller am 8. November 19390=Der aus Württemberg stammende Schreiner und Widerstandskämpfer Johann Georg Elser (1903–1945) verübte am 8. November 1939 ... »Details - 29. November 1939: Philipp Scheidemann stirbt in Kopenhagen
Der Sozialdemokrat und Reichstagsabgeordnete Philipp Scheidemann, der am 9. November 1918 in Berlin die Republik ausgerufen hatte, stirbt 74-jährig im Exil in Kopenhagen. Scheidemann gehörte vor und nach dem Ersten Weltkrieg zu den führenden sozialdemokratischen Politikern. Er wurde der erste Regierungschef (Ministerpräsident) der Weimarer Republik und war 1919 bis 1925 Oberbürgermeister ... »Details - 1. Dezember 1939: Bericht über defätistische Haltung katholischer Kreise zum Krieg
Im geheimen Bericht zur innenpolitischen Lage des Reichssicherheitshauptamtes der SS vom 1. Dezember 1939 wird beispielhaft an einem Geistlichen aus Fulda die defaitistische Haltung katholischer Kreise hervorgehoben: ... »Details - 2. Dezember 1939: Baubeginn des WASAG-Sprengstoffwerks in Allendorf
In Allendorf bei Marburg (heute Stadtallendorf) beginnt der Bau des Sprengstoff-Werks „Herrenwald“ der Westfälisch-Anhaltischen Sprengstoff AG (WASAG). Das Werk Allendorf der Dynamit-Nobel AG ist seit dem Vorjahr im Bau.(OV) ... »Details - 5. Dezember 1939: Eröffnung des Kaiser-Wilhelm-Instituts für Biophysik in Frankfurt
In Frankfurt am Main wird das neue Kaiser-Wilhelm-Institut für Biophysik offiziell eröffnet, nachdem bereits seit einiger Zeit die dort angesiedelten Institutsangehörigen ihre Arbeit aufgenommen haben. Das von dem in der Ukraine geborenen deutschen Strahlenforscher Boris Rajewsky (1893–1974) geleitete Forschungsinstitut untersucht insbesondere die Wirkung (und medizinische Nutzbarkeit) von ... »Details - 10. Dezember 1939: Gastspiel der Frankfurter Bühnen in Barcelona
Die Städtischen Bühnen der Stadt Frankfurt am Main gastieren vom 10. bis 23. Dezember mit vier Aufführungen der Mozartopern „Die Hochzeit des Figaro“ und „Die Entführung aus dem Serail“ am Gran Teatro del Liceo in der katalanischen Hauptstadt Barcelona. Es ist der erste in einer Reihe von Besuchen des kommunalen Frankfurter Theaters, das bis 1944 jährlich in Barcelona gastieren wird. ... »Details - 22. Dezember 1939: Türkische Studenten kehren trotz des Krieges an die Ingenieurschule Friedberg zurück
Nach den vom Reichssicherheitshauptamt zusammengestellten geheimen „Meldungen aus dem Reich“ vom 22. Dezember 1939 wurden die türkischen Studenten sofort bei Kriegsausbruch in ihre Heimat zurückgerufen. Nunmehr wird beispielsweise von der Ingenieurschule Mittweida und dem Adolf-Hitler-Technikum in Friedberg bei Frankfurt berichtet, daß die türkischen Studierenden zur Fortsetzung ihres ... »Details - 1. Januar 1940: Inkrafttreten der „Studentischen Dienstpflicht“
Auf Erlass des nationalsozialistischen Reichsstudentenführers Gustav Adolf Scheel (1907–1979) wird zum 1. Januar die „Studentische Dienstpflicht“ eingeführt, die von allen Studierenden in den ersten drei Semestern abgeleistet werden muss. Scheel kündigt an, dass die universitäre Ausbildung durch den Krieg auch unterbrochen werden könne.(OV) ... »Details - Anfang Februar 1940: Gerüchte über Abwurf von Bezugskarten für Lebensmittel durch die Alliierten
Nach dem Deutschland-Bericht des SPD-Exilvorstands gibt es im Reich Meldungen über einen Handel mit Lebensmittelkarten und Gerüchte über einen Abwurf von Bezugskarten durch die Alliierten: Für den schwunghaften Handel mit Karten ist der folgende Bericht aus Südwestdeutschland kennzeichnend: Hier kursierten Anfang Februar Gerüchte, daß die englischen und französischen Flieger in großen ... »Details - 13. Januar 1940: Gastspiel der Frankfurter Bühnen in Barcelona
Die Städtischen Bühnen der Stadt Frankfurt am Main gastieren mit Aufführungen der Oper Frankfurt unter Leitung ihres Generalintendanten Hans Meissner (1896–1958) am Gran Teatro del Liceo in der katalanischen Hauptstadt Barcelona. Auf dem Programm steht der gesamte Opernzyklus „Der Ring des Nibelungen“ von Richard Wagner (1813–1883) und andere Werke des deutschen Komponisten und ... »Details - 21. Januar 1940: Gestapo erzwingt Stempelung der Lebensmittelmarken jüdischer Einwohner
Die Frankfurter Gestapo erzwingt in einer Kontroverse mit dem Oberbürgermeister, dass die nur in zehn Einkaufsstellen gültigen Lebensmittelkarten jüdischer Einwohner mit „J“ gestempelt werden.(OV) ... »Details - 5. Februar 1940: Geheimer Bericht über die Lage an den Hochschulen
Die „Meldungen aus dem Reich“ des Sicherheitshauptamts der SS vom 4. Februar 1940 geben einen geheimen Bericht über die Lage an der Hochschulen im ersten Trimester 1940. Dabei wird hervorgehoben, dass sich die Wiedereröffnung sämtlicher Hochschulen „nach allen bisherigen Meldungen und Berichten günstig ausgewirkt“ hat. An allen Hochschulen wird der Lehr- und Forschungsbetrieb als ... »Details - 6. März 1940: Weiterhin umfangreiche feindliche Flugblattpropaganda auch in Hessen
Das Reichssicherheitshauptamt der SS berichtet in seinen „Meldungen aus dem Reich“ vom 6. März 1940: „Der Umfang der feindlichen Flugblattpropaganda ist nach wie vor sehr groß.“ Zu den Orten in vielen Teilen des Reiches, an denen in den letzten Tagen feindliche Flugblätter abgeworfen und gefunden wurden, gehören der Kreis Orb und südliche Stadtteile von Frankfurt. Im allgemeinen ... »Details - 17. März 1940: Premiere des Kultur-Werbefilms „Die Stadt im Walde“ in Darmstadt
Im Helia-Filmtheater in Darmstadt wird in Anwesenheit von Gauleiter Jakob Sprenger (1884–1945) zum ersten Mal der im Sommer 1938 gedrehte und kürzlich fertiggestellte Kultur-Werbefilm „Die Stadt im Walde“ gezeigt, mit dem die Stadt Darmstadt für sein sehenswertes Stadtbild und die große Zahl kultureller Errungenschaften und Sehenswürdigkeiten wirbt.(KU) ... »Details - 20. März 1940: Gerüchte über die Rückkehr Kaiser Wilhelms II. ins Reich
Der Sicherheitsdienst der SS berichtet in seinen Meldungen aus dem Reich, das schon seit längerer Zeit kursierende Gerücht, dass der frühere Kaiser Wilhelm II. (1859–1941) jetzt im Reich wohne, verbreite sich beständig in allen Teilen des Reiches weiter. Man bezeichne dabei meistens bestimmte Orte, darunter Kassel, Heidelberg und kleinere Ortschaften in Schlesien als seinen jetzigen ... »Details - 29. März 1940: Weiterhin feindliche Flugblattabwürfe auch über Kurhessen
Der Sicherheitsdienst der SS meldet, es gebe weitere Meldungen über feindliche Flugblattpropaganda. Die Westmächte hätten offenbar die Osterfeiertage zu ausgedehnter Flugzettelpropaganda im ganzen Reichsgebiet genutzt. Es würden jetzt Flugblattfunde aus Pommern, Sachsen und Kurhessen gemeldet. Die Zettel würden aus Flugzeugen, zum Teil aber auch aus Propagandaballons abgeworfen. Die Wirkung ... »Details - 31. März 1940: Gestapo-Statistik über Juden in Frankfurt
Nach einer auf den heutigen Tag terminierten Aufstellung der Geheimen Staatspolizei (Gestapo) sind in der Zeit vom 1. April 1939 bis zum 31. März 1940 aus Frankfurt am Main rund 8.500 Juden „ausgewandert“, davon im ersten Vierteljahr 1940 500. Die Zahl der in Frankfurt gegenwärtig verbliebenen jüdischen Einwohner wird in der Aufstellung mit 11.500 angegeben.(OV/KU) ... »Details - 1. April 1940: Einführung der Sommerzeit
Im Reich wird die Sommerzeit eingeführt. ... »Details - 9. April 1940: Abstellung von älteren SS-Angehörigen zur Verwaltung eingezogenen Kirchenguts
In einem geheimen Schreiben wendet sich der Inspekteur der Sicherheitspolizei und des SD (Sicherheitsdienst des Reichsführers SS) in Wiesbaden an das Hauptfürsorge- und Versorgungsamt der SS in Berlin. Er weist darauf hin, dass der Deutsche Reichsverein für Volkspflege und Siedlungshilfe e. V. in Berlin, der mit Einverständnis des Reichsführers SS (Heinrich Himmler) gegründet worden sei, die ... »Details - 6. Mai 1940: Bericht über die Finanzierung wissenschaftlicher Arbeit im Krieg
Die geheimen Meldungen des Sicherheitsdienstes der SS berichten über die Probleme der Finanzierung der wissenschaftlichen Arbeit an den Universitäten im Krieg. Aus verschiedenen Hochschulorten werde gemeldet, dass die Mittel der einzelnen Institute bisher nirgends so gekürzt worden seien, daß die Durchführung kriegswichtiger Forschungsarbeiten entscheidend in Frage gestellt worden wäre, wenn ... »Details - 12. Mai 1940: Tagung der Deutschen Gesellschaft für Innere Medizin in Wiesbaden
In Wiesbaden wird die Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Innere Medizin eröffnet. Die Tagung steht unter dem Thema „Medizin im Dienst der Arbeitsfähigkeit“.(OV) ... »Details - 23. Mai 1940: Bericht über die angespannte Ernährungslage und den Gemüsemangel im Reich
Der Sicherheitsdienst der SS berichtet in seinen geheimen Meldungen aus dem Reich vom 23. Mai von Stimmen aus der Bevölkerung zur Ernährungslage. So lägen über die mangelhafte Gemüseversorgung in verschiedenen Gebieten des Reiches neue Meldungen vor, darunter aus Kassel. Dort sei die Versorgungslage bei Gemüse sehr ungünstig und das Schlangestehen sei nach wie vor an der Tagesordnung. ... »Details - 27. Mai 1940: Zeitweilige Abschaltung der Radiosender während des Westfeldzugs
Der Sicherheitsdienst der SS berichtet in seinen geheimen Meldungen aus dem Reich, das Abschalten der Radiosender in Westdeutschland aus militärischen Gründen (während des Westfeldzugs vom 10. Mai bis 25. Juni) werde in der Bevölkerung absolut verstanden. So werde aus Kassel gemeldet: Nach der Bekanntgabe, daß einzelne Sender aus militärischen Gründen zeitweise ihre Sendungen unterbrechen ... »Details - 30. Mai 1940: Bericht über die Mitwirkung von Wissenschaftlern an der Kriegspropaganda
Der Sicherheitsdienst der SS berichtet in seinen geheimen Meldungen aus dem Reich unter anderem über die politische Aufklärungsarbeit durch das Vortragswesen. Auch im laufenden Trimester würden an den Universitäten, zum Beispiel in Frankfurt am Main, Gießen und Marburg die öffentlichen Vortragsreihen fortgesetzt. Während im vergangenen Trimester vor allem die Vertreter der ... »Details - 30. Mai 1940: Bericht über einen Vortrag der Frauenrechtlerin Gertrud Bäumer in Marburg
In einer geheimen Meldung des SS-Sicherheitsdienstes vom 30. Mai wird berichtet, in Dortmund, Bochum und Marburg habe in letzter Zeit die ehemalige demokratische Reichstagsabgeordnete Gertrud Bäumer0=Gertrud Bäumer (1873–1954) war seit Beginn des 20. Jahrhunderts zum Teil in führender Position in der bürgerlichen Frauenbewegung tätig. Für die Deutsche Demokratische Partei (DDP), die sie ... »Details - 30. Mai 1940: Berichte über eine schlechte Versorgung mit Kartoffeln
Die geheimen Meldungen des Sicherheitsdienstes der SS berichten von der schlechten Versorgung der Bevölkerung im Reich, vor allem mit Kartoffeln: ... »Details - 4. Juni 1940: Erster Angriff der britischen Luftwaffe auf Frankfurt
Der in der Nacht auf den 4. Juni, morgens zwischen 1:20 Uhr und 2:30 Uhr stattfindende erste Angriff der britischen Luftwaffe (Royal Air Force) auf die hessische Großstadt Frankfurt am Main1=Bereits vor dem Bombardement am 4. Juni 1940 waren in Frankfurt am Main Luftschutzübungen durchgeführt worden und es war zu Überflügen alliierter (englischer) Flugzeuge gekommen, ohne das die Maschinen ... »Details - 10. Juni 1940: Bericht über Klagen wegen unzureichenden Luftschutzes gegen feindliche Angriffe
Der Sicherheitsdienst der SS berichtet von den Auswirkungen feindlicher Bombenangriffe vor allem im Westen des Reiches. Auch in den letzten Nächten sei es hauptsächlich in den westlichen Gebieten zu zahlreichen Feindeinflügen gekommen. Meist seien durch die planlosen Bombenabwürfe wegen des geringen Umfangs keine größeren Schäden angerichtet worden. Nur in wenigen Fällen, wie zum Beispiel ... »Details
