Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen
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Hesse in the 19th and 20th Centuries

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  1. 25. Juni 1964: 13. Raketen- und Raumfahrttagung der Hermann-Oberth-Gesellschaft
    In Darmstadt wird die 13. Raketen- und Raumfahrttagung der „Gesellschaft zur Förderung der Erforschung und Erschließung des Weltraumes e. V.“, der Hermann-Oberth-Gesellschaft, eröffnet. Die Veranstaltung beginnt am heutigen Tage mit der Feier des 70. Geburtstags von Prof. Hermann Oberth (1894–1989). Oberth gilt als einer der bedeutendsten Begründer der wissenschaftlichen Raketentechnik ... »Details
  2. 27. Juni 1964: Eröffnung der documenta III in Kassel
    In Kassel wird die documenta III eröffnet, die bis zum 6. Oktober zum dritten Mal nach 1955 und 1959 dem Publikum einen Querschnitt durch die internationale Gegenwartskunst des 20. Jahrhunderts bieten will. Die Eröffnungsfeier ist – nach Grußworten des Kasseler Oberbürgermeisters Dr. Karl Branner (1910–1997; SPD) und des hessischen Ministerpräsidenten Georg August Zinn (1901–1976; SPD) ... »Details
  3. 2. Juli 1964: Wahl von Willi Brundert zum Frankfurter Oberbürgermeister
    Mit 63 von 75 Stimmen bei acht Stimmenthaltungen wird der Leiter der Hessischen Staatskanzlei, Prof. Dr. Willi Brundert (1912–1970; SPD), zum neuen Oberbürgermeister der Stadt Frankfurt am Main gewählt. ... »Details
  4. 2.-5. Juli 1964: 4. Hessentag in Kassel
    Die thematischen Schwerpunkte des vom 2. bis 5. Juli 1964 in der hessischen Großstadt Kassel stattfindenden Hessentags zeigen sich besonders in den (Kunst)ausstellungen, die den Hessentag beleiten und umrahmen: neben der Ausstellung „700 Jahre Hessen“, die zum Jubiläum der Stadt Kassel den Fokus auf die Landesgeschichte lenkt, wird eine internationale Rembrandt-Ausstellung gezeigt. Ebenfalls ... »Details
  5. 6. Juli 1964: Lauritz Lauritzen soll hessischer Finanzminister werden
    Nachdem der bisherige hessische Finanzminister Wilhelm Conrad (1911–1971; SPD) aus gesundheitlichen Gründen um seine Entlassung gebeten hat, soll der bisherige Justiz- und Bundesratsminister Lauritz Lauritzen (1910–1980; SPD) mit Zustimmung des SPD-Landesvorstands und der SPD-Landtagsfraktion zum neuen Finanzminister ernannt werden. Sein bisheriges Ministerium soll der Wiesbadener ... »Details
  6. 2. August 1964: Delegation der hessischen Jungdemokraten auf Besuch in Ost-Berlin
    Eine Delegation der hessischen Jungdemokraten wird in Ost-Berlin vom stellvertretenden Generalsekretär der Liberaldemokratischen Partei der DDR, Kurt Wünsche (geb. 1929), empfangen. Die staatliche DDR-Nachrichtenagentur Allgemeiner Deutscher Nachrichtendienst (ADN) meldet, die Aussprache erfolge auf einen Wunsch des Delegationsleiters der hessischen Jungdemokraten, Dietrich Dörr. Dörr (geb. ... »Details
  7. 27. August 1964: Einführung Willi Brunderts in das Amt des Frankfurter Oberbürgermeisters
    Der neue Frankfurter Oberbürgermeister Prof. Dr. Willi Brundert (1912–1970; SPD), bisher Chef der Hessischen Staatskanzlei, wird in sein Amt eingeführt. Er wird Nachfolger von Oberbürgermeister Werner Bockelmann (1907–1968; SPD), der zum Deutschen Städtetag gewechselt ist. Die Einführung Willi Brunderts beendet mehrmonatige politische Auseinandersetzungen um das Amt des ... »Details
  8. 28. August 1964: Goethe-Preis der Stadt Frankfurt an Benno Reifenberg
    Der Journalist, Schriftsteller und Publizist Benno Reifenberg (1892–1970) wird in der Frankfurter Paulskirche mit dem Goethepreis der Stadt Frankfurt am Main geehrt. Damit erhält zum zweiten Mal (nach Ernst Beutler 1960) ein Einwohner Frankfurts die renommierte Auszeichnung, die seit 1927 (anfangs jährlich, seit 1949 – mit einer Ausnahme – im Drei-Jahres-Rhythmus) an Persönlichkeiten ... »Details
  9. 4. September 1964: Schwierigkeiten bei der Umbildung der Hessischen Landesregierung
    Bei der Umbildung der hessischen Landesregierung (siehe 6. Juli 1964) ergeben sich unerwartete Schwierigkeiten. Der als Finanzminister vorgesehene bisherige Justiz- und Bundesratsminister Lauritz Lauritzen (1910–1980; SPD) soll Ministerpräsident Georg August Zinn (1901–1976; SPD) gebeten haben, von seiner Ernennung zum Minister der Finanzen abzusehen. Lauritzens Bitte soll mit einem in ... »Details
  10. 5. September 1964: Eröffnung der 13. „Woche der Heimat“ in Stadtallendorf
    In Stadtallendorf wird die 13. „Woche der Heimat“ eröffnet. Den Festvortrag hält der hessische Innenminister und stellvertretende Ministerpräsident Heinrich Schneider (1905–1980; SPD). Schneider betont in seiner Rede die Bedeutung des Heimat- und Selbstbestimmungsrechts der Menschen in Ost und West und die wichtige Funktion, die der „Tag der Heimat“ bzw. die „Woche der Heimat“ ... »Details
  11. 6. September 1964: SPD untersucht Vorwürfe gegen Justizminister Lauritzen
    Der Landesvorstand der SPD Hessen und die Landtagsfraktion der SPD beschäftigen sich mit den Vorwürfen gegen Justizminister Lauritz Lauritzen (1910–1980) (siehe 4. September 1964), die dessen Amtszeit als Kasseler Oberbürgermeister (bis Ende 1962) betreffen. In dieser Zeit hatte Lauritzen nach dem Beschluss der städtischen Körperschaften dem finanzschwachen Fußball-Regionalligaverein KSV ... »Details
  12. 13. September 1964: Ministerpräsident Zinn eröffnet den hessischen Kommunalwahlkampf
    Ministerpräsident Georg August Zinn (1901–1976; SPD) eröffnet auf einer Bezirksdelegierten-Konferenz der SPD in Treysa den Wahlkampf für die am 25. Oktober stattfindende Kommunalwahl in Hessen. Der Wahlkampf wird unter dem Motto „Hessen vorn – auch in den Gemeinden“ stehen. Zinn ruft als Vorsitzender des SPD-Bezirks Hessen-Nord alle Sozialdemokraten in Hessen auf, bei den Wahlen dafür ... »Details
  13. 16. September 1964: Umbildung der Landesregierung durch Ministerpräsident Georg August Zinn
    Mit der Umbildung der SPD-geführten Landesregierung mit Georg August Zinn (1901–1976) an der Spitze, übernehmen die beiden SPD-Mitglieder Albert Osswald (1919–1996) für den Bereich Finanzen und Rudi Arndt (1927–2004) im Ressort Wirtschaft und Verkehr die ministeriellen Aufgaben. Osswald wird damit an Stelle des nun mit Vorwürfen, die aus seiner Zeit als Kasseler Oberbürgermeister ... »Details
  14. 27. September 1964: Landesparteitag der hessischen CDU in Treysa
    Die hessische CDU veranstaltet ihren Landesparteitag in Treysa und eröffnet damit ihren Kommunalwahlkampf. Die Partei will dabei vor allem, wie der Landesvorsitzende Wilhelm Fay (1911–1980) vor dem Delegierten betont, „gegen die wachsende Tendenz zum Verwaltungsstaat in Hessen und für die eigene Verantwortung der Gemeinde in ihrem Tätigkeitsbereich“ eintreten. Das vordringlichste Problem ... »Details
  15. 29. September 1964: Stiftung der Wilhelm-Leuschner-Medaille des Landes Hessen
    Anlässlich einer Gedenkveranstaltung für den vor zwanzig Jahren von den Nationalsozialisten ermordeten ehemaligen hessischen Innenminister und Sozialdemokraten Wilhelm Leuschner stiftet Ministerpräsident Georg August Zinn (1901–1976) die Wilhelm Leuschner-Medaille. In Artikel 1 des entsprechenden Erlasses heißt es:Als ein Zeichen, daß wir das Erbe Leuschners, das politische Erbe, das uns ... »Details
  16. 29. September 1964: Hessen stärker als Geberland im Länderfinanzausgleich herangezogen
    Der nordrhein-westfälische Finanzminister Joseph Pütz (1903–1982; CDU) weist bei der Einbringung des Landeshaushalts darauf hin, dass sich in den kommenden Jahren im Länderfinanzausgleich deutliche Verschiebungen ergeben werden. Während bis 1961 Nordrhein-Westfalen mehr als die Hälfte der an andere Länder fließenden Mittel aufgebracht habe und Hamburg etwa ein weiteres Viertel der ... »Details
  17. 1. Oktober 1964: Anstieg der Bruttolöhne in Hessen
    Das Hessische Statistische Landesamt gibt bekannt, dass der durchschnittliche Bruttostundenlohn hessischer Industriearbeiter im Oktober 1964 mit 4,04 DM erstmals über der bisherigen Grenze von 4,00 DM liegt. Die Ungleichheit in der Bezahlung von Männern und Frauen in Arbeiterberufen bleibt indes erhalten: Während der Bruttostundenverdienst der Männer bei 4,28 DM liegt, erhielten die weiblichen ... »Details
  18. 5. Oktober 1964: Der Hessische Rundfunk eröffnet sein eigenes „Drittes“ Fernsehprogramm
    Im Beisein des hessischen Ministerpräsidenten Georg August Zinn (1901–1976; SPD) eröffnet der Intendant des Hessischen Rundfunks, Werner Hess (1914–2003), das Fernsehprogramm des Hessischen Rundfunks. Sitz des zunächst als „Hessisches Fernsehprogramm“ bezeichneten regionalen Fernsehprogramms ist Frankfurt am Main. Das Sendeprogramm beginnt mit der Ausstrahlung der Sendung ... »Details
  19. 17. Oktober 1964: Georg-Büchner-Preis an Ingeborg Bachmann
    Ingeborg Bachmann (1926–1973) erhält den Georg-Büchner-Preis der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung „für die in diesem Jahr erschienene erste Sammlung ihres Werkes, das in Gedicht, Erzählung und Essay dichterisch und philosophisch in großer Konzeption das Bild der Literatur des Jahrhunderts vorführt: Scharf von Erkenntnis und bitter von Sehnsucht.“0=Deutsche Akademie für ... »Details
  20. 25. Oktober 1964: Wahlmaschinen und Stimmengewinne der SPD bei Kommunalwahlen in Hessen
    Bei den hessischen Kommunalwahlen werden in Frankfurt am Main, Darmstadt und Hanau erstmals Wahlmaschinen eingesetzt. Trotz mehrerer Bemühungen und Anträge der Oppositionsparteien gibt es jedoch weiterhin keine Möglichkeit der Briefwahl. Die SPD, die gegen die Einführung der Briefwahl ist, begründet dies unter anderem mit der Würde der Wahl und dem Wahlgeheimnis. Die Union vermutet hinter ... »Details
  21. 5. November 1964: SPD und FDP in Hessen weisen Kritik des Vertriebenenpräsidenten an Hessischem Rundfunk zurück
    Die SPD und die FDP in Hessen reagieren auf einen offenen Brief, in dem der Präsident des Bundes der Vertriebenen, der SPD-Bundestagsabgeordnete Wenzel Jaksch (1896–1966) den Intendanten des Hessischen Rundfunks, Werner Hess (1914–2003), wegen einer Fernsehsendung über die deutschen Ostgebiet „erbittert“ angegriffen, ihm Amtsmissbrauch vorgeworfen und ihn zum Rücktritt aufgefordert hat. ... »Details
  22. 9. November 1964: Landesvorsitzender der hessischen GDP/BHE legt alle Ämter nieder
    Der hessische Landwirtschaftsminister Gustav Hacker (1900–1979) legt sein Mandat im Hessischen Landtag und den Landesvorsitz der Gesamtdeutschen Partei / Block der Heimatlosen und Entrechteten (GDP/BHE) nieder. Sein Nachfolger als Parteivorsitzender wird bis zum Landesparteitag im Frühjahr 1965 Walter Preißler (1915–2005) aus Wiesbaden. Der 64-jährige Hacker begründet seinen Schritt damit, ... »Details
  23. 11. November 1964: Explosion eines Sprengkörpers in Hanauer Schule
    Bei der Explosion eines Sprengkörpers auf dem Hof der Tümpelgartenschule in Hanau werden 55 Kinder zum Teil schwer verletzt. ... »Details
  24. 19. November 1964: Beisetzung des ehemaligen Bundesaußenministers von Brentano
    Der am 14. November verstorbene frühere Bundesaußenminister Heinrich von Brentano (1904–1964; CDU) wird in Darmstadt mit einem Staatsbegräbnis geehrt. Bei dem der Bestattung vorausgehenden Requiem in der St.-Ludwigs-Kirche sind neben den Angehörigen auch Bundespräsident Heinrich Lübke (1894–1972; CDU), Bundestagspräsident Eugen Gerstenmaier (1906–1986; CDU), der hessische ... »Details
  25. 26. November 1964: Einweihung des neuen Rechenzentrums der Honeywell GmbH in Frankfurt
    Die Honeywell GmbH, deutscher Ableger des schwerpunktmäßig im Bereich Regel- und Steuerungstechnik tätigen US-amerikanischen Konzerns Honeywell International Inc., weiht ihr erstes deutsches Rechenzentrum in Frankfurt am Main ein. Das Zentrum ist in einem neuen Hochhausbau des Unternehmens untergebracht und wird vorrangig zu Zwecken der technischen Demonstration, der Schulung von ... »Details
  26. Dezember 1964: Ausbau der innerdeutschen Grenze mittles Laternen
    DDR-Grenztruppen bauen entlang der Werrabrücke, vom Ortsteil Sachsenheim beginnend, sogenannte Peitschenlampen auf, damit auch in der Nacht die Grenztruppen einen Überblick über das Grenzgebiet in Philippsthal haben. Darüber hinaus errichten sie mehrere Scheinwerfer, Lautsprecher, Stolperdrähte, Signallampen, Feldtelefone und etwa eineinhalb Meter hohen Maschendraht entlang des ... »Details
  27. 2. Dezember 1964: Erneut anonyme Explosionsdrohung an einer Schule im Raum Hanau
    Drei Schüler der Theodor-Heuss-Schule in Steinheim am Main versetzen mit einem anonymen Anruf und der Behauptung, im Schulgebäude läge eine Bombe, Schulleitung und Ermittlungsbehörden in Aufregung. Die Steinheimer Stadtpolizei und die Kriminalinspektion Darmstadt überführen die Übeltäter jedoch bereits am darauf folgenden Donnerstag. Die Schule bleibt für diesen Tag jedoch vorsichtshalber ... »Details
  28. 5. Dezember 1964: Gründung der „Avifaunistischen Arbeitsgemeinschaft Hessen“ in Frankfurt
    Am 5. Dezember 1964 wird im Senckenberg-Museum in Frankfurt am Main die „Avifaunistische Arbeitsgemeinschaft Hessen“ gegründet. Der Leiter der Fechenheimer Vogelschutzwarte Werner Keil übernimmt das Amt des Vorsitzenden, Willy Bauer (1930–1991) wird der Schriftführer der neu gegründeten Arbeitsgemeinschaft. Vorrangige Ziele sind zunächst die Bestandsaufnahme hessischer Brutvögel, die ... »Details
  29. 14. Dezember 1964: Schwurgericht Frankfurt auf Ortstermin in Auschwitz
    Anlässlich eines Ortstermins im ersten Auschwitz-Prozess tagt das Schwurgericht Frankfurt am Main im ehemaligen Konzentrationslager Auschwitz in Südpolen. Angesichts des Kalten Krieges ist dies eine „spektakuläre Inaugenscheinnahme des KZ Auschwitz durch das Gericht“ (Fischer).(CP) ... »Details
  30. 16. Dezember 1964: Jahrhunderthalle der Farbwerke Hoechst mit Europas größter Gaststättenküche ausgestattet
    Fast zwei Jahre nach der feierlichen Einweihung der Jahrhunderthalle Hoechst, die zum 100-jährigen Jubiläum der Farbwerke Hoechst im Januar 1963 mit ca. 4.000 Gäste stattfand, hält die größte Gaststättenküche Europas Einzug in die Jahrhunderthalle. Die Kapazitäten liegen bei über 1.000 Plätzen und der Produktion von rund 3.000 Essensportionen an Werktagen.0=Vgl. Frankfurter Allgemeine ... »Details
  31. 20. Dezember 1964: Aufstellung der Flugbereitschaft der hessischen Polizei
    Der amtierende Innenminister des Landes Hessen, Heinrich Schneider (1905–1980; SPD), ordnet die Aufstellung der „Flugbereitschaft (FluB) der hessischen Polizei“ an. Sie ist dem Regierungspräsidium Darmstadt unterstellt und bildet bundesweit die zweite Landes-Polizeifliegerstaffel, nachdem das Land Nordrhein-Westfalen bereits 1962 die Hubschrauberstaffel „Rheinland“ mit zwei Helikoptern ... »Details
  32. 21. Dezember 1964: Pastor Martin Niemöller in Darmstadt verabschiedet
    Martin Niemöller (1892–1984), seit 1947 Präsident der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau, tritt nach 17-jähriger Amtszeit zurück. Seine feierliche Verabschiedung findet in der Otto-Bernd-Halle an der Technischen Hochschule in Darmstadt statt. Sein Ausscheiden aus der Kirchenleitung begründet Niemöller damit, dass er durch sein Doppelamt als einer der Präsidenten des ökumenischen ... »Details
  33. 21. Dezember 1964: Übergabe des ersten Hubschraubers an die hessische Landespolizei
    Der amtierende hessische Innenminister Heinrich Schneider (1905–1980; SPD) übergibt auf dem etwa 17 Kilometer südlich von Frankfurt am Main gelegenen Flugplatz Egelsbach zur Mittagszeit den ersten Hubschrauber der hessischen Landespolizei seiner Bestimmung. Am Vortag hatte Schneider die Aufstellung der „Flugbereitschaft (FluB) der hessischen Polizei“ angeordnet. ... »Details
  34. 24. Dezember 1964: Der Publizist Karl Korn ruft zur Erhaltung des Eltviller Rheinufers auf
    Der Publizist und Mitherausgeber der Frankfurter Allgemeinen Zeitung, Dr. Karl Korn (1908–1991), selbst im Rheingau aufgewachsen, veröffentlicht einen flammenden Appell zur Rettung des Rheinufers in Eltville. Er nimmt damit Stellung in der seit 15 Jahren anhaltenden öffentlichen Diskussion um eine Ortsumgehung von Eltville im Rheingau, in die unter anderem die Stadtverordnetenversammlung von ... »Details
  35. 1965-1967: Neue Künstlerkolonie in Darmstadt errichtet
    In Darmstadt wird in Anlehnung an die zur Jahrhundertwende erbaute Künstlerkolonie Mathildenhöhe die Künstlerkolonie Rosenhöhe im gleichnamigen Park errichtet. Der „Verein Neue Künstlerkolonie Rosenhöhe“ initiiert den Bau von insgesamt sieben zwischen 1965 und 1967 errichteten Atelierhäusern, die für Lebenszeit an verschiedene Künstler vermietet werden sollen.0=Vgl. Bredow/Cramer, ... »Details
  36. 5. Januar 1965: Verleihung des Bundesverdienstkreuzes an Gesundheitsministerin Elisabeth Schwarzhaupt
    Anlässlich ihres 65. Geburtstags erhält die aus Frankfurt am Main stammende CDU-Politikerin und amtierende Bundesministerin für das Gesundheitswesen Elisabeth Schwarzhaupt (1901–1986; CDU) als erste Frau in der Geschichte der Bundesrepublik das Großkreuz des Bundesverdienstkreuzes verliehen. Bundeskanzler Ludwig Erhard (1897–1977) nimmt die Verleihung vor. Die in Frankfurt geborene ... »Details
  37. 15. Januar 1965-31. Januar 1965: Postkartenaktion des Hessischen Rundfunks zur Leserumfrage gestartet
    Zur Ermittlung der Sehbeteiligung werden die Zuschauer des dritten Programms aufgefordert, eine Postkarte an den Hessischen Rundfunk zu senden, die nicht nur Auskunft über die Fernsehpräferenzen des Absenders geben, sondern zudem an einem Gewinnspiel teilnehmen kann. Aufgrund der schlechten Verwertbarkeit der aus der Postkartenaktion zu ermittelnden Informationen bleibt dies eine einmalig ... »Details
  38. 17. Januar 1965: Denkmal für J. F. Kennedy in Darmstadt aufgestellt
    Eine vom Bildhauer Knut Knudsen (1916–1998) zwei Jahre zuvor geschaffene Büste des erschossenen amerikanischen Präsidenten John F. Kennedy (1917–1963) ist in Darmstadt aufgestellt worden, die der Magistrat der Stadt erworben hatte.0=Vgl. Frankfurter Allgemeine Zeitung, 2.10.1965, S. 79: Zwischen Taunus und Odenwald; Frankfurter Allgemeine Zeitung, 18.1.1965, S. 12: Kennedy-Büste enthüllt. ... »Details
  39. 4. März 1965: Gründung eines Camping- und Caravan-Verbandes in Marburg
    Aus Protest gegen die Finanzpolitik und die inneren Verhältnisse des Deutschen Camping-Clubs (DCC) treten über 100 Delegierte des Landesverbands Hessen aus dem Club aus und gründen in Marburg den Camping- und Caravan-Verband Deutschlands (CCVD). Den bisherige Landesvorsitzenden des DCC, Franz Konrad aus Marburg, wählen sie zu ihrem ersten Verbandspräsidenten. Als wichtigste Aufgabe des neuen ... »Details
  40. 12. März 1965: Großer Hessenplan für die Entwicklung des Landes bis 1975 nahezu fertiggestellt
    Nach einer Meldung der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ ist der von Ministerpräsident Georg August Zinn (1901–1976) am 30. Januar 1963 angekündigte Große Hessenplan nahezu fertiggestellt und wird Anfang Mai druckreif sein. Die Landesregierung hat den Plan mit Ausnahme letzter Abschlusskorrekturen bereits gebilligt. Der Große Hessenplan enthält eine Vorschau auf die Entwicklungspolitik ... »Details
  41. 13. März 1965: Bericht der „Hessenschau“ über geheime Ballonpropaganda der Bundeswehr über der DDR
    Ein Fernsehbeitrag der „Hessenschau“ des Hessischen Rundfunks in Frankfurt am Main berichtet über den geheimen Einsatz von Ballons, mit denen die Bundeswehr politisches Propagandamaterial über der DDR verbreitet. Die Sendung schildert, dass Kinder aus dem unmittelbar an der innerdeutschen Grenze liegenden nordhessischen Dorf Altenburschla Flugblätter aus beiden deutschen Staaten gefunden ... »Details
  42. 18. März 1965: Richtfest für die Frankfurter Müllverbrennungsanlage
    Die Müllverbrennungsanlage der Frankfurter Nordweststadt, an die sowohl Teile der Stadt Frankfurt sowie weitere Gemeinden des Main-Taunus-Kreises, daneben auch die Stadt Bad Homburg angeschlossen werden sollen, feiert im März 1965 Richtfest.0=Vgl. Franz, Chronik Hessens; Frankfurter Allgemeine Zeitung, 10.11.1965, S. 30: Müll nach Frankfurt; Frankfurter Allgemeine Zeitung, 4.11.1965, S. 22: Bad ... »Details
  43. April 1965: In Seulberg wird das erste Altenzentrum Hessens errichtet
    Nach einjähriger Bauzeit wird in Seulberg das erste Altenzentrum im Hochtaunuskreis eingeweiht. Wie Bürgermeister Wilfried Frey versicherte, soll es ebenfalls als Treffpunkt für ältere Ortsbewohner dienen, die nicht in der Einrichtung leben. Das Altenzentrum umfasst neben neun bedarfsgerechten Wohnungen, eine Krankenpflegestation mit Schwesternwohnung, eine Tagesstätte mit Bücherei und ... »Details
  44. 4. April 1965: Rechenzentrum der Europäischen Organisation für Weltraumforschung kommt nach Darmstadt
    Das Rechenzentrum der Europäischen Organisation für Weltraumforschung (ESRO) wird in Darmstadt errichtet werden. Der hessische Finanzminister Albert Osswald (1919–1996; SPD) kündigt in Wiesbaden an, dass Hessen der ESRO dazu – vorbehaltlich der Zustimmung des Hessischen Landtages – die Genehmigung zum Bau des Datenzentrums erteilt hat. Bei der Entscheidung für das hessische Darmstadt ... »Details
  45. 27. April 1965: Gründung einer Interessengemeinschaft zur Bekämpfung des Fluglärms
    In Mörfelden im Kreis Groß-Gerau gründen Bürger aus den Gemeinden Kelsterbach, Walldorf, Mörfelden, Egelsbach und Groß-Gerau eine „Interessengemeinschaft zur Bekämpfung des Fluglärms e. V.“. Erster Vorsitzender der momentan 38 Mitglieder zählenden Gemeinschaft ist der evangelische Pfarrer Kurt Oeser (1928–2007) aus Mörfelden, auf dessen Anregung hin der Verein ins Leben gerufen ... »Details
  46. 27. April 1965: Bergung eines tödlich verunglückten Bauarbeiters in der Müllverbrennungsanlage Darmstadt
    In Darmstadt kommt es zur dramatischen Bergung eines tödlich verunglückten Bauarbeiters vom Schornstein der im Bau befindlichen Müllverbrennungsanlage. Der 24 Jahre alte Schornsteinbauer Gerhard Hempel aus Rheydt in Nordrhein-Westfalen (ab 1975 Teil von Mönchengladbach) wird bei Arbeiten auf der Schornsteinspitze von einer zusammengebrochenen Aufzugswinde getroffen. Der mit zwei Kollegen ... »Details
  47. 28. April 1965: Ministerpräsident Zinn legt „Großen Hessenplan“ vor
    Ministerpräsident Georg August Zinn (1901–1976; SPD) legt den „Großen Hessenplan“ als erstes Entwicklungsprogramm eines Bundeslands für Wirtschaft, Verkehr und Kultur vor. Als erstes Bundesland erhält Hessen mit dem von Ministerpräsident Zinn vorgelegten „Großen Hessenplan“ ein umfassendes Entwicklungsprogramm für Wirtschaft, Verkehr und Kultur.(OV) ... »Details
  48. 29. April 1965: Eröffnung der Stadt- und Universitätsbibliothek Frankfurt
    Die Eröffnung der neu erbauten Frankfurter Stadt- und Universitätsbibliothek findet Ende April 1965 statt. Unter den Ehrengästen ist auch der Bildhauer Ossip Zadkine (1890–1967). Er hat die im neuen Gebäude aufgestellte „Prometheus“-Statue geschaffen.0=Vgl. Frankfurter Allgemeine Zeitung, 30.12.1965, S. 23: Frankfurt am Main im Jahre 1965. Zur Eröffnung erhält die Bibliothek ... »Details
  49. 5. Mai 1965: „Tag der Streitkräfte“ beendet deutsch-amerikanische Freundschaftswoche in Frankfurt
    In Weiterführung des zum Ende des Zweiten Weltkriegs begonnenen Reeducation-Programms der amerikanischen Regierung, findet 1965 bereits zum zehnten Mal in Frankfurt am Main und weiteren nahe gelegenen hessischen Garnisonstädten die deutsch-amerikanische Freundschaftswoche statt. Die Veranstaltungen beginnen alljährlich um den 29. April und enden am 5. Mai und werden 1965 erstmals auf nationaler ... »Details
  50. 16. Mai 1965: Neuwahlen zum SPD-Bezirksvorstand Hessen-Süd
    In Eltville am Rhein findet der Parteitag des SPD-Bezirks Hessen-Süd statt. Bei den Wahlen zum Bezirksvorstand werden dessen bisherige Mitglieder zumeist bestätigt, jedoch ergeben sich Stimmverschiebungen, die nach der Ansicht politischer Beobachter die Machtverschiebung in der hessischen Regierungspartei deutlich machen. Als Vorsitzender wird der Hessische Minister für Arbeit, Volkswohlfahrt ... »Details