Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen
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Hesse in the 19th and 20th Centuries

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  1. 19. September 1951: Keine staatliche Sektkellerei auf Staatsdomäne im Rheingau
    Nach langen Verhandlungen zwischen der hessischen Regierung und deutschen Sektherstellern nimmt die hessische Landesregierung Abstand von ihrem Plan, auf der Staatsdomäne Rheingau eine staatliche Sektkellerei einzurichten. Die Trauben der Staatsdomäne gehen weiterhin an die Sektproduzenten.(MB) ... »Details
  2. 22. September 1951: Beendigung des Streiks der hessischen Metallarbeiter
    Der seit 27. August andauernde Streik der hessischen Metallarbeiter wird durch die Annahme eines am 19. September in Schönberg angenommenen Vermittlungsvorschlags beendet. Der Vermittlungsvorschlag sieht vor, dass die Tariflöhne der Metallarbeiter um durchschnittlich drei Pfennige pro Stunde erhöht werden. Als Sozialzulage sollen für den Hausstand ein Pfennig und für jedes Kind zwei Pfennige ... »Details
  3. 23. September 1951: Kommunisten rufen zur Fortsetzung des Metallarbeiterstreiks auf
    In der „Sozialistischen Volkszeitung“ rufen die hessischen Kommunisten zur Fortsetzung des Arbeitskampfes in der Metallbranche auf. Sie fordern eine Lohnerhöhung von zwölf Pfennig. Damit richtet sie sich direkt gegen das Schlichtungsergebnis aus Schönberg. Die Zeitung tritt mit dieser Forderung nach ihrem dreimonatigen Verbot erstmals wieder in Erscheinung.(MB) ... »Details
  4. 28. September 1951: Hausfrauenverband rät zur Einschränkung des Fleischverbrauchs
    Der Anstieg der Lebensmittelpreise und Jugendarbeitslosigkeit bestimmen die Diskussion. In Frankfurt am Main lädt der Hausfrauenverband zu einer öffentlichen Diskussion über die „Situation auf dem Fleischmarkt“ ein.(OV) ... »Details
  5. 8. Oktober 1951: Überschuss im hessischen Haushalt
    Das hessische Finanzministerium teilt mit, dass der Haushalt im September einen Überschuss von 61 Millionen DM aufweise. Einnahmen in Höhe von 169,3 Millionen DM, die aus unterschiedlichsten Steuern und Einnahmen stammen, stehen Ausgaben in Höhe von 108,3 Millionen DM gegenüber.(MB) ... »Details
  6. 10. Oktober 1951: Zweites hessisches Entnazifizierungsgesetz verabschiedet
    Der Hessische Landtag verabschiedet mit den Stimmen der SPD das zweite hessische Entnazifierungsgesetz. Die CDU-Fraktion enthält sich, BHE und FDP stimmen dagegen. Das Gesetz sieht vor, dass Personen der Gruppe I und II keinen Berufsbeschränkungen mehr unterliegen. Allerdings dürfen sie nicht als Lehrer, Prediger, Redakteur oder Rundfunkkommentator tätig sein.(MB) ... »Details
  7. 11. Oktober 1951: Zinnkann berichtet über hessische Bürger in ausländischer Gefangenschaft
    Der hessische Innenminister Heinrich Zinnkann (1885–1973; SPD) gibt im Landtag bekannt, dass noch immer 245 hessische Bürger in ausländischer Haft sitzen. 183 von ihnen sitzen im Ausland,0=Diese verteilen sich wie folgt: 68 in der Tschechoslowakei, 36 in Polen, 35 in Frankreich und 34 in Jugoslawien. Die übrigen sind in der Niederlande (1), in Belgien, Norwegen und Dänemark (je zwei) sowie ... »Details
  8. 17. Oktober 1951: Amerikaner bewerten sechs Jahre Hessen
    Zum sechsten Jahrestag der ersten Ernennung einer hessischen Regierung spricht Landeskommissar James R. Newman (1902–1964) auf dem Staatsempfang. In seiner Rede kritisiert er die wirtschaftliche Entwicklung des Landes, vor allem die gesunkene Produktivität und Löhne. Hingegen hob er die amerikanische Form des Kapitalismus positiv hervor, der den Lebensstandard erhöhe und dadurch eine gesunde ... »Details
  9. 21. Oktober 1951: Verleihung des Georg-Büchner-Preis an Gottfried Benn
    Die Deutsche Akademie für Sprache und Dichtung verleiht den Georg-Büchner-Preis an den Dichter und Essayist Gottfried Benn (1886–1956). ... »Details
  10. 24. Oktober 1951: Hessen wird im Bundesrat weiterhin Höchstpreise fordern
    Die hessischen Vertreter im Bundesrat werden dort auch weiterhin eine Festlegung von Höchstpreisen für Vieh, Fleisch und Lebensmittel fordern. Hessen will damit die finanziellen Belastungen für die Verbraucher eindämmen. Zudem sind zuvor ähnliche Maßnahmen für die Erzeuger der Lebensmittel und für die Viehhalter getroffen worden.(MB) ... »Details
  11. 28. Oktober 1951: Berufswettkampf der Deutschen Angestellten Gewerkschaft
    Insgesamt 30 hessische Ortsgruppen werden beim dritten bundesweiten Berufswettkampf der Deutschen Angestellten Gewerkschaft antreten. Ministerpräsident Georg August Zinn (1901–1976; SPD) und der Frankfurter Oberbürgermeister Walter Kolb (1902–1956; SPD) übernehmen die Schirmherrschaft über den Wettbewerb; Kultusminister Ludwig Metzger (1902–1993; SPD) und Minister a.D. Werner Hilpert ... »Details
  12. 5. November 1951: Innenminister Zinnkann spricht in Bad Nauheim über Kommunalwahlen
    In Bad Nauheim spricht der hessische Innenminister Heinrich Zinnkann (1885–1973; SPD) zu den Abgeordneten des Wahlkreises Friedberg-Usingen über die Vorbereitungen zur hessischen Kommunalwahl. Diese werde am 4. Mai 1952 und nicht, wie im Wahlgesetz angekündigt, am 27. April stattfinden; allerdings müsse dieser Termin durch den Hessischen Landtag noch bestätigt werden. Zudem spricht sich ... »Details
  13. 15. November 1951: Gründung der Landesgruppe Hessen des Deutschen Mittelstandsblocks in Wiesbaden
    In Wiesbaden gründet sich die Landesgruppe Hessen des Deutschen Mittelstandsblocks. Diese setzt sich aus dem hessischen Bauernverband, des Landesverbandes Hessen der Haus- und Grundbesitzer und dem hessischen Handwerkstag, welcher zur Zeit auch die Geschäfte der neuen Landesgruppe leitet, zusammen.(MB) ... »Details
  14. 16. November 1951: Hessischer Sparkassentag in Kassel
    In Kassel findet der hessische Sparkassentag statt. Der Vorsitzende hebt die wichtige Bedeutung dieser Geldinstitute für den Mittelstand und die Sicherung der Selbstständigkeit hervor. Zudem forderte Joseph Wagenbach (1900–1980; CDU) von der Bundesregierung den Zinssatz für die Ausgleichsforderungen anzuheben. Ebenso setzte er als neues Betriebsziel die Gewinnung neuer Sparer an.(MB) ... »Details
  15. 18. November 1951: Zinn spricht auf Landesdelegiertenkonferenz in Alsfeld
    Ministerpräsident Georg August Zinn (1901–1976) spricht auf der Landesdelegierten-Konferenz der hessischen SPD in Alsfeld. Zinn verweist auf die konträre wirtschaftliche Entwicklung in Deutschland. Zum einen werden durch die Besatzungsmächte die große Konzerne entflochten, zum anderen gäbe es aber eine stille Kartellisierung der deutschen Wirtschaft, da geheime Absprachen getroffen werden. ... »Details
  16. 19. November 1951: Zinn bittet um Freilassung des Deutschen Rudolf Ellwanger
    Der hessische Ministerpräsident Georg August Zinn (1901–1976; SPD) bittet den amerikanischen Landeskommissar für Hessen, James R. Newman (1902–1964), sich bei den französischen Behörden für den inhaftierten deutschen Antiquitätenhändler Rudolf Ellwanger einzusetzen und dessen Freilassung zu fordern. Dem Deutschen, der an die französischen Behörden ausgeliefert worden ist, wird ... »Details
  17. 21. November 1951: Hessen gedenkt am Buß- und Bettag der Opfer des Nationalsozialismus und des Krieges
    Am Buß- und Bettag werden in Hessen der Opfer des Nationalsozialismus und des Krieges gedacht. Die zentralen Gedenkveranstaltungen finden in der Frankfurter Paulskirche, geleitet von Oberbürgermeister Walter Kolb (1902–1956; SPD), und dem Wiesbadener Großen Haus des Hessischen Staatstheaters statt. An letzterer nehmen der Landtagspräsident Otto Witte (1884–1963; SPD), Vertreter der ... »Details
  18. 22. November 1951: Konstituierende Sitzung des Landesgesundheitsrates in Wiesbaden
    In Wiesbaden findet die konstituierende Sitzung des Landesgesundheitsrates statt. Dieser war vom Innenminister einberufen worden. An der Sitzung nehmen „Vertreter der Gewerkschaften, der Sozialversicherungen, der Sozialdemokratischen Partei, des Blocks der Heimatvertriebenen und Entrechteten, der Wohlfahrtsverbände, der Apothekerkammer, der Krankenanstalten, der kommunalen Spitzenverbände und ... »Details
  19. Dezember 1951: Eingabe der Landesregierung an den Staatsgerichtshof bezüglich der Klage der FDP
    Die hessische Landesregierung richtet eine Eingabe an den Staatsgerichtshof. Die Eingabe weist die erneute Klage der FDP, die auf Wiederaufnahme des Verfahrens um Artikel 41 beim Staatsgerichtshof plädiert, als unbegründet zurück. Sie begründet ihren Antrag damit, dass dem Laien die in der Klageschrift der FDP genannten Gründe für die Wiederaufnahme des Verfahrens sinnlos erscheinen ... »Details
  20. 4. Dezember 1951: Gründung des Deutschen P.E.N.-Zentrums in Darmstadt
    Das westdeutsche P.E.N.-Zentrum wird in Darmstadt gegründet und nimmt dort seinen Sitz. Zum ersten Vorsitzenden des P.E.N.-Zentrum Deutschland (Bundesrepublik) wird Erich Kästner (1899–1974). Die deutsche Sektion der 1921 in England als literarischer Freundeskreis gegründeten Vereinigung „Poets, Essayists, Novelists“ (P.E.N.) gründete sich (als zunächst interzonale Vereinigung) 1948 in ... »Details
  21. 5. Dezember 1951: Wiederaufnahme des Verfahrens um Artikel 41 der hessischen Verfassung beantragt
    Aufgrund neuer Beweise beantragt die hessische FDP die Wiederaufnahme des Verfahrens um Artikel 41 der hessischen Verfassung. In einem ersten Verfahren war die Klage der FDP vom hessischen Staatsgerichtshof abgewiesen worden. Da der Partei aber neue Beweise vorliegen, muss das Gericht erneut über Artikel 41 beraten. Die FDP bestreitet die Rechtsgültigkeit des Sozialisierungsartikels.(MB) ... »Details
  22. 5. Dezember 1951: Hessen lehnt Mietpreisreform ab
    Das hessische Kabinett lehnt die Mietpreisreform ab. Diese Reform wird von der Regierung als rechtsunwirksam eingeschätzt. Auch im Bundesrat wird das Land dagegen und für die Aufhebung der Verordnung stimmen. Falls die Verordnung nicht aufgehoben wird, will Hessen vor das Bundesverfassungsgericht ziehen.(MB) ... »Details
  23. 6. Dezember 1951: Ministerpräsident Zinn kündigt Klage gegen SPIEGEL an
    Im Zuge der von der FDP erneut angestoßenen Debatte um die Verfassungsmäßigkeit des Artikels 41 kündigt Ministerpräsident Georg August Zinn (1901–1976; SPD) eine Klage gegen das Nachrichtenmagazin DER SPIEGEL an. Dieser hatte berichtet, dass Zinn nach den Beratungen der Verfassunggebenden Versammlung Korrekturen am Wortlaut des Artikel 41 vorgenommen haben soll, die dann weitergeleitet ... »Details
  24. 6. Dezember 1951: Arbeitsgemeinschaft der Studienassessoren(innen) appelliert an Regierung und Landtag
    Die Arbeitsgemeinschaft der Studienassessoren(innen) appelliert an die hessische Landesregierung und an den Hessischen Landtag, die seit Herbst 1951 geübte Praxis, Studienreferendare nur noch in das Angestelltenverhältnis zu übernehmen und nicht mehr wie bislang als Assessor zu beschäftigen, aufzugeben, da sie keine Entlastung für den hessischen Haushalt bedeuteten. Vielmehr werde dadurch ... »Details
  25. 7. Dezember 1951: Wiedergründung der Farbwerke Höchst
    In Frankfurt am Main wird die erste Aktengesellschaft in der Nachfolge der ehemaligen I.G.-Farben wiedergegründet: Die Farbwerke Höchst vormals Meister Lucius und Brüning AG entsteht mit einem Aktienkapital von 100.000 DM. Zu den Farbwerken Höchst gehören die Chemische Fabrik Griesheim, die Naphtholchemie in Offenbach und die AG für Stickstoffdünger in Knapsack in Offenbach.(OV) ... »Details
  26. 7. Dezember 1951: Stellungnahme der FDP zur Debatte um Artikel 41 der hessischen Verfassung
    Die Bevollmächtigten der FDP geben in der Frage des Artikels 41 der hessischen Verfassung eine öffentliche Erklärung ab: Die Erklärung des Herrn Ministerpräsidenten ist bedeutsam durch das, was sie nicht enthält. Ministerpräsident Zinn hat nicht bestritten, daß die Landesregierung sich im Besitze der den Originaltext des Artikels 41 enthaltenden Urschrift der von der Landesversammlung ... »Details
  27. 7. Dezember 1951: Stellungnahme des SPIEGELs zur Berichterstattung über Zinn
    Folgende Erklärung gibt der SPIEGEL über seine Berichterstattung der gegen den hessischen Ministerpräsidenten Georg August Zinn (1901–1976; SPD) niedergelegten Vorwürfe:Entgegen der Meinung des Wiesbadener Vertreters des „Spiegel“ hat die Redaktion des ,Spiegel' die Formulierung, die hessische Regierung sei in den Anklageschriften der Freien Demokratischen Partei und der Kasseler ... »Details
  28. 9. Dezember 1951: Wetzlar wird vermutlich Segelflug-Zentrale
    Aufgrund der günstigen klimatischen Bedingungen wird die Stadt Wetzlar höchstwahrscheinlich die neue Segelflug-Zentrale. Nicht nur regionale, sondern auch bundesdeutsche und ausländische Segelexperten favorisieren den Standort. Ein englischer Segelclub bekundet bereits starkes Interesse an Wetzlar; er will im Frühjahr 1952 ein Hochleistungsflugzeug stationieren. Es wird die Idee der ... »Details
  29. 10. Dezember 1951: Neuer Sparversicherungsplan der hessischen Spar- und Girokassen
    In Hessen gilt seit dem 10. Dezember ein neuer Sparversicherungsplan, der von den öffentlich-rechtlichen Sparkassen angewandt wird. Er sieht vor, dass ein Sparvertrag mit der Sparkasse als auch ein besonderer Versicherungsvertrag mit einer Versicherungsgesellschaft, der öffentlich-rechtlichen Hessisch-Nassauische Lebensversicherungsgesellschaft, abgeschlossen wird. Die Sparer müssen für ... »Details
  30. 10. Dezember 1951: Verleihung des Emil-von-Behring-Preises an den französischen Immunologen Gaston Ramon
    In der Universitätsstadt Marburg wird der Emil-von-Behring-Preis zum ersten Mal an einen ausländischen Gelehrten, den französischen Veterinärmediziner und Immunologen Gaston Ramon (1886–1963) verliehen. Ursprünglich war die Verleihung des Preises an den am Institut Pasteur in Paris tätigen Wissenschaftler bereits für das Jahr 1950 vorgesehen gewesen. Die Auszeichnung wird vom Rektor der ... »Details
  31. 11. Dezember 1951: Haushaltsüberschuss in Hessen
    Der hessische Haushalt schließt mit einem Überschuss von 57,3 Millionen DM ab. Die Ausgaben lagen, nicht zuletzt aufgrund der starken Einsparungen, in den letzten acht Monaten bei 699,831 Millionen DM, die Einnahmen bei 757,216 Millionen DM. Zudem war das Steueraufkommen höher als erwartet.(MB) ... »Details
  32. 11. Dezember 1951: Hessen ordnet schnellere Auszahlungen von Baudarlehen an
    Mit sofortiger Wirkung beschließt die hessische Landesregierung die schnellere Auszahlungen von Baudarlehen für den sozialen Wohnungsbau. Durch Änderungen der Richtlinien sollen zudem die Baukosten gesenkt werden.(MB) ... »Details
  33. 13. Dezember 1951: Schulspeisungen in Hessen weiterhin für zehn Pfennig
    Das hessische Kabinett beschließt, dass in Hessen die Schulspeisung pro Portion weiterhin für zehn Pfennig angeboten wird. Damit wird vom geplanten neuen Preis von 15 Pfennig pro Portion Abstand genommen.(MB) ... »Details
  34. 13. Dezember 1951: Kabinett nimmt Gesetzesentwurf zu Familienstiftungen an
    Das hessische Kabinett nimmt einem Gesetzesentwurf über Familienstiftungen an. Das neue Gesetz sieht vor, dass die Veräußerungsfrist von Grundstücken nach Ablauf der Familien-Fideikommisse bis zum 31. Dezember 1954 verlängert wird.(MB) ... »Details
  35. 13. Dezember 1951: Kabinett beschließt neues Ortsgerichtsgesetz
    Vom hessischen Kabinett wird der Gesetzentwurf eines neuen Ortsgerichtsgesetz angenommen. Das neue Recht soll die Rechtsvereinheitlichung in den verschiedenen hessischen Landesteilen gewährleisten.(MB) ... »Details
  36. 18. Dezember 1951: Hessische CDU kritisiert die Regierungsvorlage über die neue Landkreisordnung
    Der Fraktionsvorsitzende der CDU, Werner Hilpert (1897–1957) bezieht in einer Pressekonferenz Stellung gegen die Regierungsvorlage zur neuen hessischen Landkreisordnung. Besonders die neue Funktion des Landrats stößt hier auf heftige Kritik. Hilpert findet die im Besonderen die Selbstständigkeit des Landrats bedenklich, dieser müsse vielmehr auch „den staatlichen starken Arm spüren“. ... »Details
  37. 18. Dezember 1951: CDU fordert Landesregierung Stellungnahme zum Schuman-Plan
    Der Abgeordnete der CDU, Erich Großkopf (1903–1977), fordert die hessische Regierung zu einer Stellungnahme über den Schuman-Plan auf, da dieser auch Artikel 41 der hessischen Verfassung berühre und diesem eine überregionale Bedeutung gebe.(MB) ... »Details
  38. 21. Dezember 1951: Konstituierende Sitzung der Vereinigung der Fachverbände des hessischen Handwerks
    In Frankfurt am Main findet die konstituierende Sitzung der Vereinigung der Fachverbände des hessischen Handwerks. Hessen 13 wichtigste Handwerksvereinigungen wohnen dieser Sitzung bei, die beschließt, im Januar kommenden Jahres eine Vollversammlung aller 52 hessischer Handwerksfachverbände abzuhalten. Dort soll der Geschäftsführende Vorstand gewählt werden. Das Ziel der Vereinigung ist die ... »Details
  39. 28. Dezember 1951: Hessischer Philologenverband kritisiert Schulpolitik
    Der hessische Philologenverband kritisiert in einer Stellungnahme die hessische Schulpolitik. Es wird darauf verwiesen, dass jetzt die geburtenstarken Jahrgänge das Alter der Aufnahme in die Sexta erreichen. Allerdings sei von der Politik weder eine Erhöhung der Lehrerstellen noch die Schaffung neuer Klassen vorgesehen, so dass vielen Kindern der Weg zu höheren Bildung versperrt bleiben werde. ... »Details
  40. 1952: Gründung des Instituts für Neue Technische Form in Darmstadt
    In Darmstadt wird das Institut für Neue Technische Form e. V. (INTEF) als erstes deutsches Design-Institut gegründet. Den Anstoß dazu gab insbesondere das – unter der Schirmherrschaft des Bundespräsidenten Theodor Heuss stehende – 3. Darmstädter Gespräch zum Thema „Mensch und Technik“, in dem der Wunsch nach einer ständigen Einrichtung entstand, die sich um die Darstellung und ... »Details
  41. 1952: Westdeutsche Bibliothek macht Marburg zum größten Bibliotheksstandort
    Mit der Aufstellung der Berliner Bestände der sogenannten Westdeutschen Bibliothek in der alten Marburger Universitätsbibliothek an der Universitätsstraße und im Marburger Schloss wird Marburg vorübergehend zur größten Bibliotheksstadt in Deutschland. ... »Details
  42. 3. Januar 1952: Stimmen hessischer Politiker zur Moskaureise Niemöllers
    Zur Moskaureise des evangelischen Theologen Martin Niemöller (1892–1984) äußern sich verschiedene Abgeordnete der im Hessischen Landtag vertretenen Parteien. Der Minister für Arbeit, Wirtschaft und Verkehr, Heinrich Fischer (1895–1973; SPD), äußert, dass die Reise für die Sowjetunion ein Propaganda-Erfolg sei, aber für den Westen und die Kirche ohne Nutzen bleiben werde. Die CDU ... »Details
  43. 4. Januar 1952: Ankündigung des ersten Parteitags der Deutschen Partei in Hessen
    Die Deutsche Partei kündigt an, am 26. Januar in Frankfurt am Main ihren ersten Parteitag außerhalb Norddeutschlands abzuhalten. Damit wird der Landesverband Hessen der Deutschen Partei in die hessische politische Landschaft eintreten. Auf dem Parteitag sollen Bundesminister Heinrich Hellwege (1908–1991), sowie die Abgeordneten Dr. Hans Joachim von Merkatz (1905–1982) und Albert Walter ... »Details
  44. 4. Januar 1952: Gebietsrückgabe der DDR an Hessen
    Die Gemeinde Philippsthal, unmittelbar an der Grenze zur DDR gelegen, erhält nach langen und schwierigen Verhandlungen zwischen Bonn und Ost-Berlin, eine kleine Fläche Grenzland zurück. Das Areal war 1946 eigenmächtig von der Sowjetunion ihrer Besatzungszone zugesprochen worden. Es handelt sich um das Grundstück, auf dem vormals die „Rhön-Zeitung“ und die „Hoßfeldschen ... »Details
  45. 13. Januar 1952: Untersuchung des Verhaltens des hessischen Abgeordneten Furtwängler im Bundestag
    Das Verhalten des hessischen Landtagsabgeordneten Franz Josef Furtwänglers (1894–1965; SPD) während einer Rede von Bundeskanzler Adenauer im Bundestag verursacht einen Eklat, den das Präsidium des Deutschen Bundestages untersucht. Furtwängler soll durch Gebung von Handzeichen an den sozialdemokratischen Bundestagsabgeordneten Karl Bielig (1898–1991) von der Tribüne des Bundestages ... »Details
  46. 14. Januar 1952: Hessische Zeitungsverleger reagieren auf die Zeitungskritik Martin Niemöllers
    Die hessischen Zeitungsverleger reagieren auf die in der Frankfurter Paulskirche vorgebrachten Kritik Martin Niemöllers (1892–1984) an den Medien, der diesen Käuflichkeit vorwarf. Der stellvertretende Vorsitzende des Verbandes hessischen Zeitungsverleger, Hans Johann Reinowski (1900–1977), nimmt in Darmstadt Stellung zu den Vorwürfen. Er fordert Niemöller auf, Beweise für seine ... »Details
  47. 15. Januar 1952: Kommunalpolitischer Ausschuss des Landtages gibt Termin der Kommunalwahl bekannt
    Der Kommunalpolitische Ausschuss des Hessischen Landtages gibt den 4. Mai als Tag der Kommunalwahlen bekannt. Vorschläge von Parteien oder Gruppen, die nicht im hessischen Landtag sitzen, müssen von mindestens 2 % der Wahlberechtigten bzw. 10 bis 300 Personen einer Gemeinde unterschrieben werden. FDP und CDU konnten die Beibehaltung der Regeln zur Urwahl in Gemeinden unter 3.000 Personen nicht ... »Details
  48. 15. Januar 1952: Landtagsabgeordneter Furtwängler wehrt sich erneut gegen Vorwürfe
    Der hessische Landtagsabgeordnete Franz Josef Furtwängler (1894–1965) wehrt sich erneut gegen die Vorwürfe, er habe Bundeskanzler Adenauer während dessen Rede im Bundestag in der Schuman-Debatte durch abfällige Handzeichen und Grimassen beleidigt. Seine Handzeichen seien vielmehr an der SPD-Abgeordneten Bielig gerichtet gewesen. Sein direkter Sitznachbar habe zudem keine der ... »Details
  49. 17. Januar 1952: Kommunalpolitischer Ausschuss des Landtages stimmt neuer hessischer Gemeindeordnung zu
    Die Vertreter der SPD im Kommunalpolitischen Ausschuss des Hessischen Landtages nehmen gegen die Stimmen der CDU und FDP und bei Enthaltung des Bundes der Heimatvertriebenen und Entrechteten die neue hessische Gemeindeordnung an. Die neue Ordnung sieht vor, dass Gemeinden, die mehr als 2.000 Einwohner haben, die Magistratsordnung einführen. Die Bürgermeisterverfassung gilt für Gemeinden unter ... »Details
  50. 17. Januar 1952: Hessische Kriegsopfer protestieren gegen Bundesjustizminister
    Auf einer nach Frankfurt am Main einberufenen Pressekonferenz äußert der Vorsitzende des hessischen Landesverbandes der Kriegsbeschädigten, Kriegshinterbliebenen und Sozialrentner Deutschlands, Abraham Sauer, seinen Unmut über die Aussage des Bundesjustizminister Dr. Thomas Dehler (1897–1967; FDP), „ein Drittel der Renten zu Unrecht ausbezahlt würden“. Der Vorsitzende fordert den ... »Details