Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen
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Hesse in the 19th and 20th Centuries

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  1. 8. Dezember 1875: Inbetriebnahme der neuen Wasserversorgung in Frankfurt
    Nachdem die Fernleitungen aus dem Spessart und dem Vogelsberg fertiggestellt worden waren, kann die Stadt Frankfurt am Main ab dem 8. Dezember 1875 täglich zusätzlich mit bis zu 18.000 m³ Wasser versorgt werden. Seit 1607 hatte die Stadt Quellwasser aus bleiernen und hölzernen, ab 1771 aus eisernen Röhren erhalten. Durch das Stadtwachstum seit dem Beginn den 19. Jahrhunderts war der ... »Details
  2. 1876: Erstmalig Lawn-Tennis im Homburger Kurgarten
    Im Kurgarten von Homburg praktizieren im Jahr 1876 englische Gäste das in England 1874 eingeführte Lawn-Tennis-Spiel, wie ein Foto (möglicherweise die älteste fotografische Darstellung des Tennisspiels) im Stadtarchiv Bad Homburg belegt1=LAGIS-Orte der Kur: Tennisspiel im Kurpark, Foto, 1876 . Das Spiel erfreute sich schnell einer großen Beliebtheit bei der wohlhabenden Gesellschaft und 1879 ... »Details
  3. 1. Januar 1876: Einführung der zivilen Trauung und der Standesamtsregister im Großherzogtum Hessen
    Mit der Übernahme der Reichsgesetze zur Neuordnung des Personenstandswesens führt das Großherzogtum Hessen die zivile Trauung und das Standesamtregister ein.(StH) ... »Details
  4. 10. Januar 1876: Neue Prüfungsordnung für Volkschullehrer und Volksschullehrerinnen im Großherzogtum Hessen
    Die neue Prüfungsordnung regelt die Voraussetzungen für eine Aufnahme in die Lehrerausbildungsstätten, deren Lehrplan und die Modalitäten der Abschlussprüfung. Ziele sind die Vereinheitlichung der Ausbildungsinhalte und eine Qualitätssicherung durch die staatlichen Prüfungen. Diese bestehen fortan aus drei Teilen, einer schriftlichen, mündlichen und praktischen Prüfung. An das bestandene ... »Details
  5. 1. Februar 1876: Verleihung des „Goldenen Löwen“ als großherzoglichen Orden
    Nach der Stiftung des Hausordens vom Goldenen Löwen im Jahr 1770 verleiht Großherzog Ludwig III. (1806–1877) diesen erstmals am 1. Februar 1876 als großherzoglichen Orden.(StH) ... »Details
  6. 23. Februar 1876: Einweihung der neuen liberalen Synagoge in Darmstadt
    Am 23. Februar 1876 wird in Darmstadt die Liberale Synagoge in der Friedrichstraße eingeweiht. Nachdem 1873 die orthodoxe Gemeinde ein neues Gotteshaus erhalten hatte, wurde von 1873 bis 1876 eine weitere Synagoge für die stetig anwachsende jüdische Bevölkerung in dem seit 1871 im Nordwesten der Stadt neu angelegten Johannesviertel erbaut. Dieses neue Quartier, bis zum Bau der Johanneskiche ... »Details
  7. 10. März 1876: Bergrutsch bei Kaub
    In seinem Bericht an den Kaiser vom 30. Juni 1876 schreibt der Wiesbadener Regierungspräsident Lothar von Wurmb (1824–1890), dass am 10. März 1876 gegen 11 Uhr ein großer Bergrutsch bei Kaub erfolgte.|Die Vorwärtsbewegung der Fels- und Geröllmassen im Distrikt Kalkgrube bei Kaub habe man schon seit längerem beobachtet. Auch seien Maßnahmen ergriffen worden, die einen plötzlichen Abrutsch ... »Details
  8. 21. Juni 1876: Feierliche Eröffnung des Grandhotel „Frankfurter Hof“
    Am 21. Juni 1876 wird das Hotel „Frankfurter Hof (Grand-Hôtel de Francfort)“ am Kaiserplatz in Frankfurt eröffnet. ... »Details
  9. 6. August 1876: Gründung des Wandervereins „Rhönklub“ in Gersfeld
    Nachdem bereits im Jahr 1868 von Frankfurter Bürgern ein Wander- und Touristenverein (der spätere „Taunusklub“) begründet worden war, folgt am 6. August 1876 die Gründung des „Rhönklubs“ in Gersfeld in der Rhön, initiiert vom Fuldaer Arzt Justus Schneider (1842–1904).  ... »Details
  10. 14. August 1876: Private Werksschulen
    Vor allem größere Unternehmen werden auf dem Gebiet der Arbeiterfürsorge aktiv. Dazu gehörte zum Beispiel die Schaffung von Krankenkassen oder Sparkassen für die Beschäftigten, aber auch die Einrichtung von Kindergärten und Schulen. ... »Details
  11. Herbst 1876: Der Maler Hans Thoma lässt sich dauerhaft in Frankfurt nieder
    Nachdem er bereits 1873 und 1874 einige Zeit in Frankfurt verbracht hatte, bezieht der Maler Hans Thoma im Herbst 1876 dort ein Atelier und eine Wohnung, die er mit seinem Freund und Kollegen Wilhelm Steinhausen (1846 -1924) teilt. Im Dezember 1877 wechselte er mit Mutter, Schwester und Ehefrau Bonicella, gen. Cella (1858-1901), die er im Juni des Jahres geheiratet hatte, in ein gemeinsames ... »Details
  12. 7. Oktober 1876: Amtsantritt von Konrad Duden als Direktor des Königlichen Gymnasiums in Hersfeld
    Am 7. Oktober 1876 tritt Konrad Duden (1829–1911) sein Amt als Direktor des 1570 gegründeten Gymnasiums in Hersfeld an. Von Anfang an verfolgte er als Anhänger der fortschrittlichen Erziehungsprinzipien des Schweizer Pädagogen Johann Heinrich Pestalozzi (1746–1827) die umfassende Erneuerung der traditionsreichen Schule („Alte Klosterschule“). Mit besonderer Aufmerksamkeit widmete er ... »Details
  13. 8. Oktober 1876: Engelbert Humperdinck erhält den Mozartpreis der Stadt Frankfurt
    Mit der Komposition eines Liedes und eines Streichquartettsatzes gewinnt der junge Komponist Engelbert Humperdinck (1854–1921) 1876 den Mozart-Preis der Stadt Frankfurt am Main, der mit einem gut dotierten vierjährigen Stipendium verbunden ist. Träger des Preises war die 1838 nach einem Sängerfest gegründete Mozart-Stiftung. ... »Details
  14. 10. Oktober 1876: Neugründung der Landwirtschaftsschule in Weilburg
    Am 19. Dezember 1876 berichtet der Wiesbadener Regierungspräsident Lothar von Wurmb (1824–1890) dem Kaiser, dass am 10. Oktober 1876 seitens der Stadtgemeinde die Landwirtschaftsschule in Weilburg eröffnet wurde. Hierzu habe es Beihilfe durch einen Staatszuschuss von 15.000 bis 18.000 Mark gegeben.|Die Landwirtschaftsschule soll nun jährlich stattfinden. Es stehe auch eine Winterschule damit ... »Details
  15. 14. Oktober 1876: Die Elisabethenschule wird als Höhere Mädchenschule in Frankfurt gegründet
    Als 1876 die Zahl der Schüler und Schülerinnen der 1803 gegründeten Musterschule in Frankfurt am Main auf 1.200 angewachsen war, initiierte Direktor Dr. Friedrich Eiselen (1825–1917) die Abtrennung einer Höheren Mädchenschule, der nach der Mutter Goethes Catharina Elisabeth Goethe (1731–1808) benannten Elisabethenschule. Sie diente gleichzeitig als Lehrerinnenseminar zur Ausbildung von ... »Details
  16. 20. Oktober 1876: Wahl zum Preußischen Abgeordnetenhaus
    Bei der Wahl zum Preußischen Abgeordnetenhaus bleiben die Nationalliberalen nach leichten Stimmengewinnen mit 178 Mandaten (1873: 175) wie schon seit 1870 erneut stärkste Kraft. Die katholische Zentrumspartei verliert zwar einen Sitz, bleibt aber mit 85 Mandaten zweitstärkste Fraktion, gefolgt von der Deutschen Fortschrittspartei, die einen Sitz gewinnt und nun 73 Abgeordnete in das Preußische ... »Details
  17. 19. Dezember 1876: Ältere Urkunden in Limburg gefunden
    In seinem Bericht an den Kaiser vom 19. Dezember 1876 schreibt der Wiesbadener Regierungspräsident Lothar von Wurmb (1824–1890), dass man im Archiv in Limburg an der Lahn auf einige ältere Urkunden gestoßen sei, welche von großem historischen Interesse seien. Datiert seien sie aus der Zeit der früheren Dynasten, der Herren von Limburg. Die älteste sei die des Limburger Grafen Erlach aus ... »Details
  18. 1877: Leben einer Tagelöhnerfamilie im Taunus
    Während seines Aufenthaltes in den Taunusdörfern Seelenberg, Ober- und Niederreifenberg, Schmitten und Arnoldshain im Jahr 1877 untersuchte Gottlieb Schnapper-Arndt (1846–1904) unter anderem die Lebensbedingungen des „N***“ und seiner Familie, den er als typischen besitzlosen Tagelöhner bezeichnete. N lebte zusammen mit seiner Ehefrau und fünf Kindern im Alter zwischen zwei und 16 Jahren ... »Details
  19. 1877: Theodor Reiffenstein überlässt der Stadt Frankfurt seine „Sammlung Frankfurter Ansichten“
    1877 vermacht der Maler Theodor Reiffenstein (1820–1893) seine „Sammlung Frankfurter Ansichten“ in sieben Klebebänden mit 1.692 Aquarellen und Zeichnungen und 2.600 Seiten Notizen zu Gebäuden der gesamten Altstadt gegen die Zahlung einer lebenslangen Leibrente dem Historischen Museum in Frankfurt am Main, das 1878 eröffnet wird. ... »Details
  20. 10. Januar 1877: Wahlen zum Deutschen Reichstag
    Bei den dritten Wahlen zum Deutschen Reichstag erleidet die Nationalliberale Partei deutliche Verluste, bleibt aber mit 128 (1874: 154) von insgesamt 397 Mandaten stärkste Kraft im Parlament. Zweitstärkste Kraft wird die katholische Zentrumspartei, die ihr Ergebnis von 1874 leicht verbessern kann und nun 93 Mandate bekleidet (1874: 91). Drittstärkste Kraft wird die Deutschkonservative Partei, ... »Details