Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen
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Hesse in the 19th and 20th Centuries

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  1. 7. Mai 1874: Katholischer Pfarrer Konrad Helfrich aus Haft entlassen
    Stürmische Kundgebungen für den aus der Haft entlassenen katholischen Pfarrer Konrad Helfrich sind Höhepunkt der „Fuldaer Krawalle“ gegen den Kulturkampf.(StH) ... »Details
  2. 16. Juni 1874: Volksschulgesetz im Großherzogtum Hessen
    Mit dem 1. Januar 1875 tritt das neue Gesetz, „das Volksschulwesen im Großherzogtum betreffend“ in Kraft inklusive der Ausführungsbestimmungen vom 14. November und 2. Dezember 1874. Alle Schulen im Großherzogtum Hessen werden Kommunalschulen; die an die Pfarreien angebundenen Konfessionsschulen werden damit aufgehoben und in Simultanschulen umgewandelt (1904 sind neunzig Prozent ... »Details
  3. 16. Juni 1874: Verwaltungsreformen im Großherzogtum Hessen in Kraft
    Im Großherzogtum Hessen treten Gesetze zur Reform der Städte- und der Landgemeindeordnung in Kraft. Sie bewirken eine Stärkung der kommunalen Selbstverwaltung.(StH) ... »Details
  4. 17. Juni 1874: Eröffnung des 5. Kommunallandtages des Regierungsbezirks Kassel
    Im Kasseler Ständehaus wird um 12 Uhr der 5. Kommunallandtag des Regierungsbezirkes Kassel durch den Königlichen Landtagskommissar, den Oberpräsidenten Ludwig von Bodelschwingh (1811–1879), eröffnet. Obervorsteher von Milchling wird zum Vorsitzenden des 5. Kommunallandtages ernannt, Oberamtsrichter Wolff von Gudenberg zu seinem Stellvertreter.|Der 5. Kommunallandtag des Regierungsbezirks ... »Details
  5. 24. Juni 1874: Konferenz preußischer Bischöfe in Fulda
    Die Bonifatiusstadt Fulda wird durch die Konferenz preußischer Bischöfe am 24. Juni 1874 zum Widerstandszentrum des Kulturkampfes und zur „Metropole der katholischen Bewegung“ ernannt.(StH) ... »Details
  6. 8. Juli 1874: Gründung des Diakoniewerkes Bethanien
    Die evangelisch-methodistische Kirche gründet in Bornheim das Bethanien-Krankenhaus. Es wird getragen durch das Diakoniewerk Bethanien e. V., das hier sein großes Mutterhaus aufbaut. Als Schwesternstationen werden im Wegweiser für die Evangelische Kirche in Hessen und Nassau, Ausgabe 1954 eine Vielzahl an Wirkungsstätten der Diakonissen (christliche Kräfte) aufgeführt.(RKr) ... »Details
  7. 22. Juli 1874: Ersatzwahl zum Preußischen Abgeordnetenhaus im Wahlkreis Unterlahnkreis
    Im Wahlkreis Wiesbaden 7: Unterlahnkreis findet eine Ersatzwahl zum Preußischen Abgeordnetenhaus statt. ... »Details
  8. Oktober 1874: Wilhelm II. wird Schüler des Kasseler Friedrichsgymnasiums
    Auf Empfehlung des Prinzenerziehers Dr. Georg Hinzpeter (1827–1907) besucht der spätere deutsche Kaiser Wilhelm II. (1859–1941) ab Oktober 1874 das Königliche Lyceum Fridericianum in Kassel. Der Besuch einer öffentlichen Schule durch einen Prinzen aus einem regierenden Haus war ein bis dahin nicht gekanntes Ereignis im Deutschen Reich. Neben dem Schulunterricht erhielt er noch zusätzliche ... »Details
  9. 1. November 1874: Streckeneröffnung der Kronberger Bahn
    Die Idee einer Bahnverbindung zwischen Frankfurt am Main und dem Luftkurort Kronberg im Taunus reicht bis ins Jahr 1853 zurück, als Edmund Heusinger von Waldegg (1817–1886) eine Zweigstrecke zur Homburger Bahn entwarf. 1869 fanden sich schließlich unter Führung des Frankfurter Kaufmanns Jaques Reiss (1807–1887) private Finanziers zusammen, die eine eigene Bahngesellschaft zum Bau der ... »Details
  10. 3. November 1874: Ersatzwahl zum Reichstag im Wahlkreis Wittgenstein – Siegen – Hinterlandkreis
    Im Reichstagswahlkreis Arnsberg 1: Wittgenstein – Siegen – Hinterlandkreis, an dem auch der ehemals Großherzoglich Hessische Landkreis Biedenkopf Anteil hat, findet eine Ersatzwahl statt. Im ersten Wahlgang erhalten dabei|Dr. phil. Louis Ernst (1839–1900; Nationalliberale Partei) 4.266 StimmenWilhelm Klein sen. (1811–1894; Deutsche Reichspartei) 3.400 StimmenEduard Heinrich Brasse ... »Details
  11. 12. November 1874: Durchsetzung der Schulpflicht in Preußen
    Um die allgemeine Schulpflicht nach einheitlichen Regeln durchzusetzen, wird in den Verfügungen der Abteilung für Kirchen- und Schulwesen der preußischen Regierung in Kassel festgelegt, dass die Lehrer eine Schulversäumnisliste führen müssen. Diese muss am Ende jedes Monats in Kopie durch jeden Lehrer an den Lokalschulinspektor und die jeweilige Polizeibehörde übergeben werden. Neben dem ... »Details
  12. 17. Dezember 1874: Schließung des Fuldaer Priesterseminars
    Das Fuldaer Priesterseminar wird per Gesetz geschlossen.(StH) ... »Details
  13. 24. Dezember 1874: Erste Ausgabe der „Neuen Offenbacher Zeitung“
    Die erste sozialdemokratische Parteizeitung im Großherzogtum Hessen erscheint erstmals am 24. Dezember 1874 in Offenbach am Main unter dem Titel „Neue Offenbacher Zeitung“. Nach der „Offenbacher Zeitung“ ist es die zweite Zeitung in der Stadt.(StH) ... »Details
  14. 1875: Bundesratsbeschluss zur Führung von Statistiken in Krankenhäusern – Ausbau der Krankenversorgung
    Seit der Reichsgründung wird die medizinische Versorgung der Bevölkerung als zentrale Aufgabe des Staates gesehen. Für die vielen neu entstandenen privaten und öffentlichen Krankenhäuser sollen vereinheitlichte Standards eingeführt werden. Als Grundlage beschließt der Bundesrat die Führung von Statistiken nach einem einheitlichen Muster. Man stellt sich somit die Aufgabe, die Bevölkerung ... »Details
  15. 1875: Neubauten in der Siedlung am Höchster Seeacker
    Die Farbwerke beginnen im Jahr 1875 mit der Errichtung von Arbeiterhäusern in Höchst am Main, genauer in der Siedlung am Seeacker.(StH) ... »Details
  16. um 1880: Arbeitsbedingungen in Nagelschmieden
    In der 1883 erschienenen Abhandlung „Fünf Dorfgemeinden auf dem Hohen Taunus“ befasste sich Gottlieb Schnapper-Arndt (1846-1904) ausführlich mit den Lebens- und Arbeitsbedingungen in den verarmten Dörfern Seelenberg, Ober- und Niederreifenberg, Schmitten und Arnoldshain im Taunus. Die Lektüre von Karl Marx‘ (1818-1883) Schriften hatte ihn angeregt, einen „Blick in die Wirklichkeit“ ... »Details
  17. um 1880: Ernährung in den Taunusdörfern
    Im Rahmen seiner Forschungen in Seelenberg, Ober- und Niederreifenberg, Schmitten und Arnoldshain beschrieb Gottlieb Schnapper-Arndt (1846-1904) die Ernährungsgewohnheiten in den Dörfern um 1880. Üblich waren fünf Mahlzeiten am Tag: erstes und zweites Frühstück, Mittagessen, Vesperimbiss und Abendbrot. Das Essen war nur wenig abwechslungsreich. Kartoffeln dominierten den Speiseplan und ... »Details
  18. um 1880: Die Filetstrickerei im Taunus
    Die Missernte des Jahres 1851 nahm der Frankfurter Jurist und Historiker Friedrich Scharff (1812–1881) zum Anlass, ein „Comité zur Unterstützung der Feldbergdörfer“ zu gründen, das zum Ziel hatte, die betroffenen Orte im Taunus mit dem Kauf von Saatkartoffeln und der Schaffung neuer Erwerbszweige zu unterstützen. Daneben strebte das Komitee an, für die Frauen und Kinder Beschäftigung ... »Details
  19. um 1880: Wohn- und Lebensverhältnisse in den Taunusdörfern
    Die Bevölkerung in den Taunusdörfern Arnoldshain, Schmitten, Nieder- und Oberreifenberg und Seelenberg, die sich ihren Lebensunterhalt durch die Herstellung von Nägeln, Filetstrickerei oder als Tagelöhner verdiente, lebte in ausgesprochen einfachen Verhältnissen. Die meisten Häuser besaßen nur eine beheizbare Stube, in der die ganze Familie leben, schlafen und oftmals arbeiten musste. ... »Details
  20. 1875-1890: Unfallverhütung am Arbeitsplatz
    Seit der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts gab es zunehmend Maßnahmen, die Erkrankungen und Unfälle am Arbeitsplatz verhindern sollten. 1884 wurde die Unfallversicherung eingeführt, um Arbeiter bei Arbeitsunfällen abzusichern. Die Betriebe erhielten zudem Vorgaben, die der Verhütung von Unfällen dienen sollten. Dazu gehörte zum Beispiel das Tragen von Schutzmasken oder die Anweisung, ... »Details