Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen
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Hesse in the 19th and 20th Centuries

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  1. 14. Mai 1954: CDU spricht sich im Wahlkampf klar gegen Große Koalition aus
    Der CDU-Landesvorsitzende Hessens, Dr. Wilhelm Fay (1911–1980) spricht sich auf einer Tagung der hessischen Akademie in Gießen eindeutig gegen eine Zusammengehen der CDU mit den Sozialdemokraten aus. Die Union trete mit dem klaren Ziel an, die SPD von der Macht zu verdrängen und stehe zu ihrem Bekenntnis zur FDP. Mit dieser habe sie zudem die Eckpunkte der künftigen Schulpolitik geklärt; ... »Details
  2. 15. Mai 1954: Botanische Aufnahme in den Bombentrümmern in Frankfurt
    Die „Frankfurter Rundschau“ berichtet über die vielen Wildpflanzen, die sich in den Ruinenfeldern von Frankfurt am Main angesiedelt haben. Sie zählt nicht weniger als 150 Arten in den Trümmern der Stadt. Das reicht von Weidenröschen bis zu Nutzpflanzen wie Kartoffeln. In den Ruinen finden sich auch Sträucher und meterhohe Bäume. Angesichts des rasanten Wiederaufbaus sieht das Blatt ... »Details
  3. 21. Mai 1954: Flüchtlingsbetriebe in der Glas- und Feinkeramik
    Etwa ein Drittel der Glas- und Feinkeramikbetriebe in Hessen ist in den Händen von Flüchtlingen.(OV) ... »Details
  4. 21. Mai 1954: Kein Wahlgesetzvorschlag des Gesamtdeutsche Blocks
    Der Fraktionsvorsitzende des Gesamtdeutschen Blocks im Hessischen Landtag, Klaus Stein (1890–1974), erklärt in der hessischen Landeshauptstadt, seine Partei werde keinen eigenen Wahlgesetzvorschlag vorlegen. Der seitens der SPD vorgelegte Entwurf mit seiner Tendenz zum Verhältniswahlrecht finde beim Block Anklang, auch wenn der endgültige Entwurf des Gesetzes, sobald dieser wörtlich ... »Details
  5. 27. Mai 1954: Ministerpräsident Zinn gibt Erklärung zu Ausführungsgesetz zu Artikel 41 im Landtag
    Bei der ersten Lesung des Ausführungsgesetz zu Artikel 41 gibt Ministerpräsident Georg August Zinn (1901–1976; SPD) im Hessischen Landtag eine Erklärung ab. Zunächst betont er, dass die Sozialisierung kein allein sozialdemokratisches Projekt war, sondern auch auf die Zustimmung in Teilen des bürgerlichen Lagers traf. Zudem habe sich am 1. Dezember 1946 die Bevölkerung Hessens mit rund 72 % ... »Details
  6. 2. Juni 1954: Hessischer Landtag wählt die Mitglieder der zweiten Bundesversammlung
    In der 65. Plenarsitzung des Hessischen Landtags werden die insgesamt 44 hessischen Vertreter für die zweite Bundesversammlung, die am 17. Juli 1954 zusammentreten wird, gewählt. Bei der Wahl entfallen auf die SPD 27 Mandate, auf die FDP sieben, die CDU darf sechs Vertreter nach Bonn entsenden, der Gesamtdeutsche Block / Bund der Heimatlosen und Entrechteten vier. ... »Details
  7. 4. Juni 1954: Großes Fischsterben im Altrhein durch Merck-Abwässer
    Giftige Abwässer der Firma Merck in Darmstadt verursachen im Altrhein ein großes Fischsterben (160 Zentner tote Fische werden geborgen) und Empörung in der Bevölkerung. In einer Sondersitzung fordert die Ginsheimer Gemeindevertretung von Merck Abhilfe binnen 14 Tagen. Vertreter der Firma treffen mit den zuständigen Behörden aus Darmstadt, Wiesbaden und Mainz zusammen. Dabei unterstreicht ... »Details
  8. 13. Juni 1954: Parteitag der SPD Hessen-Nord
    Auf dem Parteitag der SPD des Bezirks Hessen-Nord wird der hessische Ministerpräsident Georg August Zinn (1901–1976) als Vorsitzender wiedergewählt. In seiner Rede erteilt er dem Vorwurf die SPD erhöhe Lehrsätze zu Dogmen eine klare Absage. Da der Parteitag und dem Motto „Tag der Geistesfreiheit“ steht, mahnt Zinn die Verfolgung von Protestanten in Italien, Spanien und Kolumbien und das ... »Details
  9. 30. Juni 1954: Hessischer Haushalt verabschiedet
    Der Hessische Landtag verabschiedet den Haushalt für das Jahr 1954. Die SPD stimmt dafür, CDU und FDP dagegen und der Gesamtdeutsche Block enthält sich der Stimme. Die Einnahmen des Bundeslandes belaufen sich auf 1.701.562.800 DM und die Ausgaben auf 1.784.913.400 DM. Der ordentliche Haushalt weist einem Fehlbetrag von 83.350.600 DM auf. In der Debatte nutzt die FDP die Chance, die Arbeit der ... »Details
  10. Juli 1954: Hessen legt Gesetz zur elterlichen Mitarbeit an Schulen auf Eis
    Der hessische Kultusminister Arno Hennig (1897–1963; SPD) gibt auf einer Sitzung des Landeselternbeirates bekannt, dass das Gesetz zur elterlichen Mitarbeit an Schulen vor den anstehenden Landtagswahlen nicht mehr den Landtag passieren wird. Die SPD hat damit den Vorschlag der CDU aufgenommen, das Gesetz vor den Wahlen ruhen zu lassen. Das Gesetz sieht vor, dass in den einzelnen Klassen ... »Details
  11. 1. Juli 1954: Landtagsausschuss billigt das neue Wahlgesetz
    Der Hauptausschuss des Hessischen Landtages nimmt mit den Stimmen der SPD und des Gesamtdeutschen Blocks den Entwurf zum neuen Wahlgesetz an. CDU und FDP enthalten sich ihrer Stimme. Seitens der Opposition wird besonders die Erhöhung der Abgeordnetenzahl von 80 auf 96 kritisiert. Ebenso fordert diese – allerdings vergeblich –, die Bundeswahlkreise zu übernehmen, die Zahl der Unterschriften ... »Details
  12. 4. Juli 1954: Deutscher Mittelstandsblock und hessische Opposition nähern sich an
    Der hessische Landesverband des Deutschen Mittelstandsblock führt in Frankfurt am Main Gespräche mit den Vorsitzenden der hessischen Union und der hessischen FDP, in denen sie übereinkommen, während des Wahlkampfes und in der Zeit nach der Wahl zusammen zu arbeiten.(MB) ... »Details
  13. 6. Juli 1954: Einstellung der Sozialisierungsvorhaben durch Abschlussgesetz
    Mit dem hessischen Abschlussgesetz werden die Sozialisierungsvorhaben gemäß Artikel 41 der Landesverfassung eingestellt.(OV) ... »Details
  14. 6. Juli 1954: Gesamtdeutscher Block für neues Wahlgesetz
    In Arolsen beschließt die Fraktion des Gesamtdeutsche Blocks bei der bevorstehenden Abstimmung im Landtag für das neue Wahlgesetz zu stimmen.(MB) ... »Details
  15. 7. Juli 1954: Verabschiedung eines neuen Landtagswahlgesetzes
    Der Hessische Landtag in Wiesbaden verabschiedet nach zweiter und dritter Lesung (jeweils ohne Aussprache) das Gesetz zur Änderung des Landtagswahlgesetzes. Damit erfährt das bisherige Landtagswahlgesetz, das ein gemischtes Wahlsystem darstellte, eine starke Veränderung in Richtung auf ein reines Verhältniswahlsystem. Die neue Fassung sieht eine Erhöhung der Abgeordnetenzahl von 80 auf 96 ... »Details
  16. 11. Juli 1954: Deutsche Wählergesellschaft kritisiert neues Wahlgesetz
    Die Deutsche Wählergesellschaft übt in Frankfurt am Main starke Kritik an dem neuen hessischen Wahlgesetz. Im Kern trage das Gesetz „Zeichen eines mangelhaften Erzeugnisses: Keine der beteiligten Parteien hatte den Mut, die volle Verantwortung für die Gesetzinitiative zu übernehmen“. Vielmehr solle vor den Bürgern die Rückkehr zum reinen Verhältniswahlrecht verborgen werden, lediglich ... »Details
  17. 20. Juli 1954: Kultusminister stellt Aussagen zu suspendierten Hochschullehrern richtig
    Der hessische Kultusminister Arno Hennig (1897–1963; SPD) äußert sich während einer Veranstaltung in Offenthal in der Angelegenheit der 42 suspendierten Hochschullehrer. In den späteren Pressemeldungen zu diesem Auftritt wird der Eindruck erweckt, Hennig habe von diesen als „Nazi-Professoren“ gesprochen. Daher sieht sich der Minister zu einer Klarstellung veranlasst und betont, dass die ... »Details
  18. 28. Juli 1954: Land Hessen investiert
    Das Land Hessen stellt rund zwei Millionen DM zusätzlich an Haushaltsmitteln zur Förderung des nordhessischen Zonenrandgebiets zur Verfügung. Ebenso wird die Fortführung des dritten Bauabschnitts des Lahn-Ohm-Projektes im Marburger Landkreis beschlossen. Rund 35.000 DM sollen zur Unterstützung des Segelflugsports bereitgestellt.(MB) ... »Details
  19. 31. Juli 1954: „Klage an der Zonengrenze“
    Von 1945 bis 1952 ist sowohl der Personen-, als auch der Güterverkehr zwischen Vacha in Thüringen und dem hessischen Philippsthal auf der alten Reichsstraße (B 62) noch möglich. Arbeiter und Angestellte aus der Sowjetischen Besatzungszone (SBZ) und späteren DDR können ohne Probleme über die Grenzkontrollstellen (GKSt) in der Bundesrepublik ihrer Arbeit nachgehen. Oft trifft man sich auch ... »Details
  20. 3. August 1954: Bruderhilfe Ost in Wiesbaden muss schließen
    Die Wiesbadener Bruderhilfe Ost, die im gesamten Bundesgebiet Lebensmittel an Besucher aus der DDR austeilt und Pakte in selbige schickt, muss seine Arbeit komplett einstellen. Hessens Innenminister Heinrich Zinnkann (1885–1973; SPD) trifft diese Entscheidung in Übereinkunft mit dem Bundesministerium für Gesamtdeutsche Fragen und dem Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit, ... »Details