Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen
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Hesse in the 19th and 20th Centuries

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  1. 12. Januar 1951: Erste Sitzung des Kabinetts Zinn
    Georg-August Zinn (1901–1976; SPD) übernimmt offiziell das hessische Ministerpräsidentenamt von seinem Vorgänger Christian Stock (1884–1967; SPD) und leitet von nun an die Regierungsarbeit. Die erste Kabinettssitzung steht ganz im Zeichen des Hanauer Explosionsunglücks. Die Regierung beschließt, dass sie – falls nötig – bei solchen Unglücken unterstützend eingreifen wird. Auf der ... »Details
  2. 12. Januar 1951: Antrittsbesuch Zinns beim amerikanischen Landeskommissar für Hessen Newman
    Der neue hessische Ministerpräsident Georg August Zinn (1901–1976; SPD) erstattet dem amerikanischen Landeskommissar für Hessen James R. Newman (1902–1964) seinen Antrittsbesuch. Damit arbeitet die neue Regierung offiziell mit der Besatzungsbehörde zusammen. Newman hebt die Anstrengungen Hessen beim Wiederaufbau hervor und verleiht seinem Wunsch Ausdruck, dass sich andere Länder ebenso ... »Details
  3. 12. Januar 1951: Reaktionen auf die Wahl Eulers zum Ersten Vorsitzenden der FDP-Bundestagfraktion
    In den Reaktionen auf die Wahl August-Martin Eulers (1908–1966) zum Ersten Vorsitzenden der FDP wird betont, dass die Wahl nicht aus inhaltlichen Gründen erfolgt sei, sondern dass es eine reguläre turnusmäßige Wahl des Fraktionsvorstandes war. Mit Verweis auf die auf Euler entfallenen Stimmen wird hervorgehoben, dass es keine Neuwahl aus inhaltlichen Gründen war, da Euler eine Stimme mehr ... »Details
  4. 16. Januar 1951: Hessen erhebt Einspruch gegen das Lastenausgleichsgesetz
    Das hessische Kabinett weist die hessischen Bundesratsmitglieder an, gegen das bestehende Lastenausgleichsgesetz Widerspruch einzulegen. Hessen tritt dafür ein, dass nicht der Verlust der ehemaligen Besitztümer vorrangig entscheidend ist, sondern auch die soziale Lage der Personen zum heutigen Zeitpunkt berücksichtigt werden müsse. Nur so könne ein sozialer Ausgleich angestrebt werden. Das ... »Details
  5. 17. Januar 1951: Treffen zwischen Ministerpräsident Zinn und Unterstaatssekretär Davies
    Der hessische Ministerpräsident Georg August Zinn (1901–1976; SPD) und der englische Unterstaatssekretär Ernest Davies (1902–1991) erörtern auf einem Treffen die Frage des Wiederaufbaus und des Mitbestimmungsrechts. Das Treffen erfolgte im Rahmen einer Informationsreise von Davies durch Deutschland.(MB) ... »Details
  6. 18. Januar 1951: Versicherungsgesellschaft bietet Hessen Anleihe zum Wiederaufbau
    Als Reaktion auf die Regierungserklärung des Ministerpräsidenten Georg August Zinn (1901–1976; SPD) bietet eine Versicherungsgesellschaft der Regierung eine Kommunalanleihe über 500.000 DM an, deren Verwendungszweck der Hilfe zum Wiederaufbau dreier zerstörter hessischer Städte sein soll.(MB) ... »Details
  7. 21. Januar 1951: Beratungen über Einführung einer Feuerwehrdienstpflicht
    Im Hessischen Landtag wird der Entwurf des Gesetzes zur Einführung einer Feuerwehrdienstpflicht vorgelegt. Das Gesetz sieht vor, dass in Gemeinden, die aus Geldmangel keine Berufsfeuerwehr unterhalten und keine freiwilligen Wehren aufstellen können, eine Pfichtfeuerwehr geschaffen wird. Auch in Orten, in denen die freiwilligen Wehren nicht ausreichend besetzt sind, soll das Gesetz angewendet ... »Details
  8. 21. Januar 1951: Förderung des Wohnungsbaus in Hessen
    Der hessische Innenminister Heinrich Zinnkann (1885–1973; SPD) bekräftigt öffentlich, dass die hessische Regierung die Beseitigung der Wohnungsnot als eine ihrer Hauptaufgaben ansehe. Hessen erhält hierfür aus dem 300 Millionen DM umfassenden Bundesfonds 33 Millionen DM, von denen zehn Millionen DM zum Bau von Gebäuden für Flüchtlinge dienen sollen und 15 Millionen DM an die Städte und ... »Details
  9. 25. Januar 1951: Initiativgesetzentwurf der CDU zur Entnazifizierung
    Die Landtagsfraktion der CDU beabsichtigt einen Initiativgesetzentwurf zur Entnazifizierung auszuarbeiten, der die Entnazifizierung in Hessen beenden soll. Der Entwurf soll an die Empfehlungen des Bundestages anknüpfen, darüber hinaus aber auch weiterreichende Punkte enthalten, die besonders den Gnadenweg betrifft, auf den von der Entnazifizierung betroffene Personen bislang im Einzelfall ... »Details
  10. 26. Januar 1951: Illegaler Grenzgänger angeschossen
    Einem 30-jährigen Mann aus dem thüringischen Zella wird bei seinem Fluchtversuch über die Grenze nach Hessen von den DDR-Volkspolizisten in den Oberschenkel geschossen. Der Fluchtversuch ist damit gescheitert. Der Mann hatte die Absicht, über die Zonengrenze bei Thalhausen nach Philippsthal zu gelangen, da er hier Verwandte hat.(MW) ... »Details
  11. 29. Januar 1951: Förderung von „Einfachstwohnungen“ in Hessen
    Der hessische Innenminister Heinrich Zinnkann (1885–1973; SPD) gibt bekannt, dass in Hessen der Bau von „Einfachstwohnungen“ gefördert werden soll, um Übergangswohnungen zu schaffen, die den dringen Bedarf an Wohnraum lindern sollen. Der Preis für eine solche Wohnung, der bislang bei 10.000 DM lag, soll von nun an nicht mehr als 6.500 DM betragen.(MB) ... »Details
  12. 30. Januar 1951: Preisrat empfiehlt Aushang von Preistafeln für Lebensmittel
    Vom hessischen Preisrat unter Vorsitz des Ministers für Arbeit, Landwirtschaft und Wirtschaft, Heinrich Fischer (1895–1973; SPD), wird der Aushang von Preistafeln für Lebensmittel empfohlen. Die Gemeinden sollen Preislisten der Grundnahrungsmittel öffentlich aushängen, um Hausfrauen eine Vergleichsmöglichkeit der Preise beim Einkauf zu bieten. Darüber hinaus kritisiert der Preisrat die ... »Details
  13. 30. Januar 1951: Gründung der „Gesellschaft zur Gestaltung öffentlichen Lebens“
    Die „Gesellschaft zur Gestaltung öffentlichen Lebens“ wird gegründet. Finanziert wird sie durch amerikanische Regierungsgelder, die für diesen Zweck bereitgestellt worden sind. Mittels überparteilicher und überkonfessioneller Arbeit soll die Gesellschaft die Bevölkerung stärker am öffentlichen Leben teilnehmen lassen. Die Erziehung zum Staatsbürger stellt ihre zentrale Aufgabe dar. ... »Details
  14. 1. Februar 1951: Fertigstellung des Gesetzes zur Gründung eines Verfassungsschutzamtes
    In Hessen wird das Gesetz zur Gründung eines Amtes zu Schutz der Verfassung fertiggestellt. Im Kabinett stößt es auf positive Resonanz und soll dem Hessischen Landtag in seiner nächsten Sitzung vorgelegt werden.0=Der Hessische Landtag berät über das Gesetz in erster Lesung in seiner Sitzung am 28. Februar 1951. Vgl. Hessische Parlamentarismusgeschichte: Drucksachen des Hessischen Landtags. ... »Details
  15. 2. Februar 1951: Anfrage der CDU im Landtag zur Arbeit im Bundesrat
    Die CDU stellt im Hessischen Landtag den Antrag an die Regierung, das künftige Vorgehen des Landes im Bundesrat darzulegen. Verwundert zeigt sich die CDU darüber, dass das in der Regierungserklärung dargestellte Vorgehen der neuen Regierung im Bundesrat, besonders in der Frage des Lastenausgleichs, nicht in Abstimmung mit der Opposition erfolgte. Die Anfrage soll klären, wie das Verhältnis ... »Details
  16. 2. Februar 1951: Initiativantrag der FDP zur Entnazifizierung
    Die FDP stellt im Hessischen Landtag den Initiativantrag, der einen raschen Abschluss der Entnazifizierung beinhaltet. Der Antrag sieht vor, dass das Land auf den Einzug der noch nicht gezahlten Sühnegelder und Verfahrenskosten verzichtet, sowie alle noch offenen Verfahren einstellt. Betroffen hiervon sind die Personen, die in die Gruppen III bis V eingestuft worden sind. Stichtag der Anwendung ... »Details
  17. 2. Februar 1951: Antrag der FPD über Umgang der Steuerbehörden mit Patientendaten
    Die FDP fordert im Landtag Auskunft zur Frage, ob Ärzte verpflichtet seien, den Steuerbehörden Zugang zu Patientenkarteien zu gewähren. Die Partei will eine Änderung der bestehen Gesetzeslage erreichen.(MB) ... »Details
  18. 2. Februar 1951: Große Anfrage an Ministerpräsident zur Haltung der Regierung in Polizeifragen
    Der hessische Ministerpräsident Georg August Zinn (1901–1976; SPD) wird in einer Großen Anfrage um Auskunft über die Haltung der Regierung in Bezug auf die Bereitschaftspolizei und die Bundesgrenzschutzbehörden gebeten.(MB) ... »Details
  19. 2. Februar 1951: Wahl des kommunistischen Bürgermeisters in Dörnigheim ungültig
    Mit Verweis auf den Regierungserlass zur Sicherung der demokratischen Grundlagen des Staates erklärt Innenminister Heinrich Zinnkann (1885–1973; SPD) die Wahl des kommunistischen Bürgermeisters Walter Bley in Dörnigheim, Landkreis Hanau, für ungültig. ... »Details
  20. 7. Februar 1951: Arbeitsgerichtsdirektor Dr. Ebel neuer hessischer öffentlicher Landesschlichter
    Der bisherige hessische öffentliche Landesschlichter Heinrich Fischer (1895–1973; SPD) hat sein Amt niedergelegt, das nun von Arbeitsgerichtsdirektor Dr. August Ebel übernommen werden soll. Fischer ist als Minister für Arbeit, Landwirtschaft und Wirtschaft in das neue hessische Kabinett berufen worden.(MB) ... »Details
  21. 7. Februar 1951: Gewerkschaftsverbände äußern Bedenken gegen Mitbestimmungsrecht in Montanindustrie
    Die hessischen Bezirksverbände des Deutschen Gewerkschaftsbundes haben ihre Bedenken über den Gesetzentwurf des Mitbestimmungsrechts in der eisenschaffenden Industrie und im Kohlenbergbau geäußert. In der Kritik seitens der Gewerkschaft steht § 13 des Entwurfes. Ihre Stellungnahme hierzu wurde an die Regierung weitergegeben. Die Regierung schließt sich der Haltung der Bezirksverbände an und ... »Details
  22. 7. Februar 1951: Bericht über die Ernährungslage in Hessen
    Der hessische Minister für Arbeit, Landwirtschaft und Wirtschaft, Heinrich Fischer (1895–1973; SPD), gibt Auskunft über die Ernährungslage in Hessen. Bei den Grundnahrungsmitteln Kartoffeln, Gemüse und Obst, Fleisch sowie Getreide bestehe kein Anlass zur Sorge. Besonders Kartoffeln seien über die Maße vorhanden. Um eine bessere Überwachung der Preisvorschriften zu sichern, hat der ... »Details
  23. 7. Februar 1951: Unterstellung der Stadt Frankfurt unter die Landesregierung
    Die Stadt Frankfurt am Main soll der Landesregierung unmittelbar unterstellt werden, wie der hessische Innenminister Heinrich Zinnkann (1885–1973; SPD) in einer Dienstbesprechung äußert. (MB) ... »Details
  24. 8. Februar 1951: Brief des Thüringischen an den Hessischen Landtag
    Der Thüringische Landtag richtet an den Hessischen und den Bayerischen Landtag einen Brief, in dem eine Diskussion über die Fragen der deutschen Einheit sowie die Erhaltung des Friedens vorgeschlagen wird.(MB) ... »Details
  25. 10.-11. Februar 1951: Lehrgang für hessische Wasserballer in Darmstadt
    In Darmstadt findet am 10. und 11. Februar ein Lehrgang für hessische Wasserballer statt. Hierbei sollen Teilnehmer für die hessische Auswahl ermittelt werden, die am 18. Februar in einem Schwimmländer-Wettkampf gegen die bayerischen Vertreter teilnehmen. (MB) ... »Details
  26. 15. Februar 1951: Hessen kontrolliert Einreisen aus der DDR
    Als erstes Bundesland unterstellt Hessen Einreisen aus der DDR einer strengen Kontrolle.(MB) ... »Details
  27. 19. Februar 1951: Hessen intensiviert den sozialen Wohnungsbau
    Innenminister Heinrich Zinnkann (1885–1973; SPD) stellt den Plan zum Wohnungsbau in Hessen vor. Der Plan sieht vor, im Jahr 1951 25.000 neue Wohnungen entstehen zu lassen. Bereits im Jahr 1950 hatte das Land 30.000 Wohnungsbauten gefördert. Trotz der angespannten Haushaltslage – im Landeshaushalt fehlen rund 200 Millionen DM – stockt das Land die Zuschüsse für den Wohnungsbau von 4.000 ... »Details
  28. 19. Februar 1951: Landesversammlung der Europa-Union beschließt Gründung eines Landesrats
    Der Landesverband Hessen der Europa-Union beschließt auf seiner ordentlichen Landesversammlung in Frankfurt am Main die Gründung eines Landesrats der Europa-Union. Vertreter des Landesrats sollen mit beratender Stimme vertreten sein und aus allen maßgeblichen Gremien des Landes hervorgehen. Kultusminister Ludwig Metzger (1902–1993; SPD), Finanzminister a.D. Dr. Werner Hilpert (1897–1957; ... »Details
  29. 20. Februar 1951: Bundestagsabgeordneter Karl Rüdiger (FDP) tödlich verunglückt
    Der 54-jährige FDP-Bundestagsabgeordnete Karl Rüdiger aus Immenhausen verunglückt auf dem Weg von Kassel nach Bonn tödlich. Damit wird im Wahlkreis Hofgeismar – Wolfhagen – Waldeck, den Rüdiger über das Direktmandat vertrat, eine Nachwahl nötig, die Mitte April 1951 stattfindet und aus der der sozialdemokratische Pfarrer Hans Merten (1908–1967) als Sieger hervorgeht.(MB) ... »Details
  30. 21. Februar 1951: Beschwerde des hessischen Innenministers über die französische Gräberkommission
    Innenminister Heinrich Zinnkann (1885–1973; SPD) reicht beim amerikanischen Landeskommissar James R. Newman (1902–1964) eine Beschwerde über die französische Gräberkommission ein, die einen französischen Bürgermeister, der in Rauenthal beerdigt worden war, exhumiert und nach Frankreich überführt hat. Die deutschen Behörden waren über das Vorgehen nicht unterrichtet. Da weiteren ... »Details