Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen
Bitte beachten Sie: LAGIS hat eine neue Adresse: lagis.hessen.de. Für eine Übergangszeit stehen Ihnen ausgewählte Module über die bekannte Oberfläche zur Verfügung. Alle anderen sind über die neue Version des Informationssystems zugänglich. Bestehende Permalinks behalten ihre Gültigkeit und leiten bereits jetzt oder nach Abschluss aller Migrationsarbeiten automatisch auf das neue System um.

Hesse in the 19th and 20th Centuries

  • 1900
  • 1910
  • 1920
  • 1930
  • 1940
  • 1950
  • 1960
  • 1970
  • 1980
  • 1990
  • 2000
  1. 7. Oktober 1865: Ernst Leitz wird Teilhaber der optischen Werkstätte „C. Kellners Nachf: / Belthle & Leitz“ in Wetzlar
    Der junge Feinmechaniker Ernst Leitz (1843–1920) war Anfang 1864 in die von Carl Kellner (1826–1855) und Moritz Hensoldt (1821–1903) im Jahr 1849 gegründete und seit 1855 von Friedrich Belthle (1829–1869) geleitete optisch-mechanischen Werkstätte in Wetzlar eingetreten. Dort wurden hochwertige Mikroskope für biomedizinische Anwendungen und für industrielle Untersuchungen gefertigt.  ... »Details
  2. 1866: Erste Serie der „Bilder aus dem altjüdischen Familienleben“ erscheint in Frankfurt
    Auf Initiative des Verlegers Heinrich Keller erscheint 1866 in Frankfurt am Main die erste Lichtdruck-Serie der „Bilder aus dem altjüdischen Familienleben“ des vor allem für die Bankiersfamilie Rothschild tätigen Malers Moritz Daniel Oppenheim (1800–1882), der 1851 das Bürgerrecht in Frankfurt erhalten hatte. Als Vorlage dienten Grisaillen, die der Maler nach seinen Ölgemälden ... »Details
  3. 1866: Überlegungen Otto Bährs zur Annexion Kurhessens durch Preußen
    Otto Bähr (1817–1895) besuchte zunächst das Friedrichsgymnasium in Kassel, bevor er in Marburg, Göttingen und Heidelberg Rechts- und Staatswissenschaften studierte. Nach Abschluss des Studiums und des juristischen Vorbereitungsdienstes war er in Kassel zunächst als Richter auf Probe tätig, bevor er ab 1849 Obergerichtsrat wurde. Bähr war zudem Mitglied einer Kommission, deren Aufgabe es ... »Details
  4. 1866: Die Rolle des Großherzogtums Hessen im Deutschen Krieg
    Auf die Spannungen zwischen Österreich und Preußen, die schließlich zum Ausbruch des Einigungskrieges führten, wurde auch im Großherzogtum Hessen reagiert. Ministerpräsident Reinhard Carl Friedrich von Dalwigk zu Lichtenfels (1802–1880) wollte das Land auf einen möglichen Kriegseintritt an der Seite Österreichs vorbereiten. Ein von der Regierung beantragter Kredit zur Finanzierung eines ... »Details
  5. 16. Februar 1866: Auflösung der bestehenden Zünfte in Hessen
    Am 16. Februar 1866 werden die zwölf noch bestehenden Zünfte im Großherzogtum Hessen aufgrund der angeordneten Aufhebung aller „Beschränkungen des freien Gewerbebetriebs“ aufgelöst. Das Zunftvermögen der 73 Metzgermeister wurde auf den privatrechtlichen „Metzgerverein“ übertragen, ähnlich den Schuhmachern im Rahmen einer genossenschaftlichen „Bruderschaftskasse“. Die ... »Details
  6. März 1866: Großherzog Ludwig IV. von Hessen und bei Rhein bezieht das „Neue Palais“ am Wilhelminenplatz
    Nach der Hochzeit des späteren Großherzogs Ludwig IV. von Hessen und bei Rhein (1837–1892) mit der englischen Prinzessin Alice von Großbritannien und Irland (1843–1878) bezogen diese 1862 zunächst das „Alte Palais“ am Luisenplatz in Darmstadt. Schon bald planten sie aber die Errichtung eines neuen Stadtpalais auf dem Gebiet des ehemaligen botanischen Gartens in Darmstadt im Bereich der ... »Details
  7. 24. März 1866: Tod des letzten Landgrafen von Hessen-Homburg
    Am 24. März 1866 verstirbt der Landgraf Ferdinand von Hessen-Homburg (1783–1866) erbenlos. Gemäß des 1864 geschlossenen Hausvertrages zwischen Hessen-Homburg und Hessen-Darmstadt fällt das Landgraftum an die Darmstädter Hauptlinie unter Großherzog Ludwig III. (1806–1877) heim. Darmstadt erhält auch die Saline in Bad Nauheim. Am 12. August 1866 verhindert Zar Alexander II. von Russland ... »Details
  8. Juni 1866: Die Annexion Kurhessens durch Preußen
    Ursache des Preußisch-Österreichischen Krieges, der auch als zweiter Deutscher Einigungskrieg bezeichnet wird, war die Konkurrenz der beiden Mächte Österreich und Preußen innerhalb des Deutschen Bundes. Preußen strebte eine Neugestaltung des Bundes als Bundesstaat an, was von Österreich abgelehnt wurde. Die Verschärfung der Spannungen zwischen Österreich und Preußen hatten bereits im ... »Details
  9. 19. Juni 1866: Preußische Soldaten rücken in Kassel ein
    Am 16. Juni 1866 besetzen preußische Truppen unter Generalleutnant Gustav von Beyer (1812–1889) Kurhessen von Wetzlar aus, rücken am 19. Juni 1866 in das unverteidigte Kassel ein, internieren Kurfürst Wilhelm I. (1802–1875) im Schloss Wilhelmshöhe und bringen ihn als Kriegsgefangenen am 23 Juni 1866 nach Stettin. Am 14. Juni 1866 folgt eine Bundesmobilmachung, nach einem Antrag ... »Details
  10. 23. Juni 1866: Kurfürst Friedrich Wilhelm wird als Kriegsgefangener abgeführt
    Am 23. Juni 1866 wird der hessische Kurfürst Friedrich Wilhelm I. (1802–1875) nach Stettin abgeführt. Der Kasseler Kurfürst galt dabei als Kriegsgefangener.(StH) ... »Details
  11. Juli 1866: Besetzung und Annexion der Freien Stadt Frankfurt durch Preußen
    Die Freie Stadt Frankfurt sprach sich am 14. Juni 1866 für den Bundesbeschluss zur Mobilmachung gegen Preußen aus, einen Eintritt in kriegerische Auseinandersetzungen lehnte die Stadt jedoch ab. Allerdings interpretierte Preußen die Haltung Frankfurts als feindlich und besetzte am 16. Juli 1866 mit seinen Truppen unter General Eduard Vogel von Falckenstein (1797–1885) die Stadt. Erste direkte ... »Details
  12. 13. Juli 1866: Hessische und preußische Truppen kämpfen bei Frohnhofen
    Am 16. Juni 1866 hatten preußische Truppen unter Generalleutnant Gustav von Beyer (1812–1889) von Wetzlar aus Kurhessen besetzt. Sie rückten am 19. Juni 1866 in das unverteidigte Kassel ein, internierten Kurfürst Wilhelm I. (1802–1875) im Schloss Wilhelmshöhe und brachten ihn als Kriegsgefangenen am 23. Juni 1866 nach Stettin (heute Szczecin/Polen). Am 14. Juni 1866 folgte eine ... »Details
  13. 16. Juli 1866: Preußische Truppen besetzen Frankfurt
    Am 16. Juli 1866 rücken preußische Truppen in Frankfurt am Main ein.  ... »Details
  14. 1. August 1866: Waffenstillstand zwischen dem Großherzogtum Hessen und Preußen
    Der Waffenstillstand wurde zwischen dem Oberbefehlshaber der preußischen Main-Armee General Edwin von Manteuffel (1809–1885) und dem Bevollmächtigten des Großherzogtums Major von Lynker am 1. August 1866 in Eisingen bei Würzburg geschlossen und mündete in den Friedensvertrag vom 3. September 1866. Bekannt gegeben wurden die Bestimmungen der Öffentlichkeit fünf Tage später in der ... »Details
  15. 12. August 1866: Russische Intervention verhindert die preußische Annektion nordmainischer Gebiete
    Am 24. März 1866 verstirbt Landgraf Ferdinand von Hessen-Homburg (1783–1866), sodass das Gebiet an die Darmstädter Hauptlinie unter Großherzog Ludwig III. (1806–1877) fällt und Darmstadt die Saline in Bad Nauheim erhält.  ... »Details
  16. 3. September 1866: Hessisch-preußischer Friedensvertrag überträgt Gebiete an Preußen
    Am 24. März 1866 verstirbt der Landgraf Ferdinand von Hessen-Homburg (1783–1866), sodass das Gebiet an die Darmstädter Hauptlinie unter Großherzog Ludwig III. (1806–1877) fällt und Darmstadt die Saline in Bad Nauheim erhält. Am 12. August 1866 verhindert Zar Alexander II. von Russland (1818–1881) die geplante preußische Annektion der nordmainischen Gebiete des Großherzogtums von Otto ... »Details
  17. 3. September 1866: Friedensvertrag zwischen Preußen und dem Großherzogtum Hessen
    Nachdem Preußen und Österreich mit dem Prager Frieden vom 23. August 1866 bereits einen Friedensvertrag geschlossen hatten, kam es am 3. September 1866 auch zur Unterzeichnung eines Friedensvertrages zwischen dem Großherzogtum Hessen und Preußen. Das Großherzogtum musste unter anderem das hessische Hinterland mit den Kreisen Biedenkopf und Vöhl sowie einige Gemeinden aus den Kreisen Gießen ... »Details
  18. 5. September 1866: Anerkennung der preußischen Annexion von Kassel
    In einem Schreiben an das Preußische Abgeordnetenhaus in Berlin bekunden am 5. September 1866 zwölf liberale Abgeordnete der kurhessischen Ständeversammlung in Kassel ihr Einverständnis mit der preußischen Annexion Kurhessens. Am 31. Juli 1866 hatten bereits vierzig liberale Abgeordnete der Opposition sowie Industrielle im Herzogtum Nassau in Form einer Bittschrift um „rückhalt- und ... »Details
  19. 8. September 1866: Herzog Adolf von Nassau verabschiedet sich von den nassauischen Truppen
    Herzog Adolf von Nassau (1817–1905), der sein Land bereits am 15. Juli 1866 verlassen hatte, verabschiedet sich am 8. September 1866 von den nassauischen Truppen, die bei Günzburg an der Donau (Schwaben) lagern.|Mit dem heutigen Tage verlaßt Ihr die hiesige Gegend, um den Rückmarsch in die Heimat anzutreten.|Infolge des unglücklichen Krieges, den wir geführt, hat Mir der Sieger Mein Land, ... »Details
  20. 3. Oktober 1866: Eingliederung von Kurhessen, Nassau und Frankfurt in das Königreich Preußen
    In einem Schreiben an das Preußische Abgeordnetenhaus in Berlin bekundeten bereits am 5. September 1866 zwölf liberale Abgeordnete der kurhessischen Ständeversammlung in Kassel ihr Einverständnis mit der preußischen Annexion Kurhessens. Am 31. Juli 1866 hatten vierzig liberale Abgeordnete der Opposition sowie Industrielle im Herzogtum Nassau in Form einer Bittschrift um „rückhalt- und ... »Details