Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen
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Hesse in the 19th and 20th Centuries

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  1. Mitte November 1918: Bildung von Bauernräten im hessischen Umland
    Nach der Gründung von Arbeiter- und Soldatenräten (beispielsweise in Frankfurt, Darmstadt, Offenbach am Main, Wiesbaden, Marburg, Hanau oder Erbenheim) als Ergebnis der revolutionären Umstürze Anfang November 1918, bildeten sich nach und nach auch in den ländlichen Regionen Hessens sogenannte Bauernräte als deren ländliche Entsprechung. Die Bauernräte arbeiteten eng mit den Arbeiter- und ... »Details
  2. Mitte November 1918: Einführung des Achtstundentages
    Im Zuge der Novemberrevolution wird für das gesamte Deutsche Reich nicht nur das Arbeitsschutzgesetz der Vorkriegszeit wieder in Kraft gesetzt, sondern zudem auch die Einführung des 8-Stunden-Tags in allen Betrieben beschlossen.0=Schneider, Michael, Streit um Arbeitszeit. Geschichte des Kampfes um Arbeitszeitverkürzung in Deutschland, Köln 1984, S. 98. Den Auftakt macht eine amtliche ... »Details
  3. 13. November 1918: Absetzung des Fürsten Friedrich von Waldeck-Pyrmont
    Fürst Friedrich von Waldeck-Pyrmont (1865–1946) wird durch ein Ultimatum des aus Kassel angereisten Arbeiter- und Soldatenrats abgesetzt. Er verzichtet damit auf die Ausübung der Regierungsgewalt, die auf den Arbeiter- und Soldatenrat übergeht. Das Ende der Monarchie im Fürstentum wird formell ohne Unterzeichnung einer Abdankungsurkunde vollzogen.(OV) ... »Details
  4. 14. November 1918: Anweisung für Beamte und Bevölkerung zum Verbleib im zukünftig besetzten linksrheinischen Gebiet
    Die „Darmstädter Zeitung“ veröffentlicht eine Bekanntmachung des Hessischen Staatsministeriums vom 14. November 1918, nach der es den Beamten nicht gestattet ist, ihre Posten in den von den alliierten Siegermächten zu besetzenden Gebieten zu verlassen. Der linksrheinisch wohnhaften Zivilbevölkerung sowie den Bewohnern der zehn Kilometer breiten entmilitarisierten Zone rechts des Rheins ist ... »Details
  5. 14. November 1918: „Hanauer Anzeiger“ wird offizielles Publikationsorgan des Arbeiter- und Soldatenrates Hanau
    Am 14. November 1918 und damit wenige Tage nach Gründung eines Soldaten- und Arbeiterrates in Hanau, wird die Lokalzeitung „Hanauer Anzeiger“ zum offiziellen Presseorgan des Rates umfunktioniert. Anstelle von „amtliches Organ für Stadt- und Landkreis Hanau“0=Hanauer Anzeiger, Amtliches Organ für Stadt- und Landkreis Hanau, 13.11.1918. trägt der „Hanauer Anzeiger“ ab dem 14. ... »Details
  6. 14. November 1918: Volkszählung in Wetzlar
    Im „Gießener Anzeiger“ vom 16. November 1918 wird über eine Volkszählung im Kreis Wetzlar berichtet. Demnach hat der Landkreis insgesamt 59.156 Einwohner, von denen 14.487 in den Städten Braunfels und Wetzlar leben, die restlichen 44.669 in den Landbürgermeistereien, die Aßlar, Atzbach, Braunfels, Greifenstein, Hohensolms, Launsbach, Rechtenbach und Schöffengrund umfassen. Aus der ... »Details
  7. 15. November 1918: Erlass einer Amnestie im ehemaligen Großherzogtum Hessen
    Die Regierung im ehemaligen Großherzogtum Hessen verkündet eine allgemeine Amnestie. Danach wird allen bereits verurteilten oder mit einem Strafbefehl versehenen Personen die Strafe erlassen, wenn sie noch nicht vollstreckt ist und höchstens drei Monate Gefängnis, drei Monate Festungshaft, Haft oder eine Geldstrafe von höchstens 1.000 Mark umfasst oder aus einem Verweis besteht. Bei noch ... »Details
  8. 15. November 1918: Oberste Heeresleitung unter Feldmarschall von Hindenburg von Spa nach Kassel-Wilhelmshöhe verlegt
    Die Oberste Heeresleitung des kaiserlichen Heeres wird von Spa (Belgien) nach Kassel-Wilhelmshöhe verlegt. Hauptmann Adalbert von Wallenberg, der (vermutlich) zum Stab des Feldmarschalls von Hindenburg gehörte, beschreibt die Fahrt nach Kassel und Zeit in Wilhelmshöhe aus eigener Erinnerung: ... »Details
  9. 15. November 1918: Bildung einer Arbeitsgemeinschaft anstelle eines Arbeiterrates in Wetzlar
    Anstelle von Arbeiter- und / oder Soldatenräten, die während der Novemberrevolution in vielen hessischen Städten gebildet werden, entsteht in Wetzlar eine sogenannte Arbeitsgemeinschaft für Übergangswirtschaft. Der „Gießener Anzeiger“ berichtet von einer Sitzung der „Arbeitsgemeinschaft“ am 14. November im Saal des Rathauses, die aus acht Arbeitgebern, 15 Arbeitnehmern und fünf ... »Details
  10. 15. November 1918-31. Dezember 1918: Rückführung der Truppen von der Westfront von Kassel-Wilhelmshöhe aus organisiert
    Nachdem die Oberste Heeresleitung unter Feldmarschall Paul von Hindenburg (1847–1934) und dem Ersten Generalquartiermeister Wilhelm Groener (1867–1939) ihr Quartier am 15. November von Spa nach Kassel-Wilhelmshöhe verlegt hat, wird die Rückführung der deutschen Truppen von der Westfront von Kassel-Wilhelmshöhe aus organisiert. Nach den Bestimmungen des am 11. November in Compiègne ... »Details
  11. 16. November 1918: Auflösung des alten Hessischen Landtags (von 1911)
    Die neu gebildete Staatsregierung der Republik Hessen löst im Einvernehmen mit dem Arbeiter- und Soldatenrat den am 17. November 1911 gewählten und wegen des Weltkriegs mehrfach um ein Jahr verlängerten Hessischen Landtag auf, der am 8. November 1918 zum letzten Mal getagt hat.(OV) ... »Details
  12. 16. November 1918: Das preußische Kultusministerium erlässt Maßnahmen gegen Kriegsverherrlichung im Schulunterricht
    Wie am 16. November 1918 im „Gießener Anzeiger“ abgedruckt, erlässt das preußische Kultusministerium, unter Kontrolle des Arbeiter- und Soldatenrates, Maßnahmen gegen Volksverhetzung und Kriegsverherrlichungen im Schulunterricht. Es erfolgt ein Verbot von tendenziösem und kriegsverherrlichendem Unterricht und der dazugehörigen Literatur sowie ein Verbot für Lehrpersonal, sich negativ ... »Details
  13. 18. November 1918: Aufruf zur Bildung einer Bürgerwehr in Offenbach
    Der Arbeiter- und Soldatenrat in Offenbach am Main ruft dazu auf, in der Stadt eine Bürgerwehr zu bilden. In dem Aufruf heißt es:  ... »Details
  14. 21. November 1918: Offenbacher Oberbürgermeister unterstellt Stadtverwaltung der provisorischen Regierung
    Der Offenbacher Oberbürgermeister Dr. Andreas Dullo (1862–1945) erklärt vor den Stadtverordneten, dass er die Stadtverwaltung der am 14. November unter Leitung von Carl Ulrich (1853–1933) gebildeten provisorischen Regierung (der Republik Hessen) in Darmstadt unterstellt hat. ... »Details
  15. 21. November 1918: Demokratisierung in der Kirche im Volksstaat Hessen
    Das Darmstädter Oberkonsistorium beschließt, dass die neue, „volkstümlichere Entwicklung des kirchlichen Lebens“ zugleich eine „Steigerung der Beteiligung der Gemeindemitglieder“ bringen müsse.(LV) ... »Details
  16. 23. November 1918: Arbeiter- und Soldatenräte lehnen Diktatur ab
    Der am 9. November 1918 in Darmstadt konstituierte Darmstädter bzw. Hessische Arbeiter-, Bauern- und Soldatenrat, der Großherzog Ernst Ludwig (1868–1937) für abgesetzt erklärte und den Vorsitzenden der SPD-Fraktion Carl Ulrich (1853–1933) mit der Bildung einer Regierung beauftragte, verlangt im Einvernehmen mit der hessischen Regierung von der Reichsregierung die umgehende Einberufung der ... »Details
  17. 23. November 1918: Bau einer Pontonbrücke über den Rhein zur Rückführung der deutschen Truppen
    Die Oppenheimer Zeitung „Landskron“ veröffentlicht einen Aufruf des Kreisamts Oppenheim vom Vortag, wonach alle im Kreis wohnenden Schiffer aufgefordert werden, den Bau einer Pontonbrücke über den Rhein zwischen dem linksrheinischen Oppenheim-Nierstein und dem rechtsrheinischen Kornsand mit allen Mitteln zu unterstützen. Die Brücke ist notwendig geworden, um den aus Frankreich ... »Details
  18. 28. November 1918: Ausgabe des „endgültigen Notgelds“ in Offenbach
    In Offenbach am Main wird das in den Wochen vor und während des Umbruchs gedruckte und kursierende „provisorische Notgeld“, das aus einseitig bedruckten Scheinen bestand, durch ein „endgültiges Notgeld“ aus zweiseitigen Geldscheinen zu ersetzen. Die Scheine zeigen auf der Vorderseite das Offenbacher Stadtwappen, auf der Rückseite das Isenburger Schloss von der Mainseite.(OV) ... »Details
  19. Dezember 1918: Heimkehr der Truppen in das Großherzogtum Hessen
    Die Rückkehr der hessischen Truppen in das Großherzogtum Hessen wird weitgehend von der Heeresleitung ohne Mitwirkung der hessischen Regierung organisiert. Ein großer Teil der Truppen muss im Odenwald oder im nordöstlichen Teil von Oberhessen in Unterkunft gelegt werden, weil die Kasernen entweder im von den Alliierten besetzen Gebiet liegen oder bereits mit Ersatztruppen belegt sind.|Im ... »Details
  20. Dezember 1918 - Januar 1919: Wahlpropaganda für Frauen
    Nachdem es auch in Hessen wiederholt Forderungen nach einem allgemeinen und gleichen Wahlrecht und damit verbunden einem Wahlrecht für Frauen gegeben hatte (zum Beispiel in Frankfurt oder dem Großherzogtum Hessen), trat dieses schließlich mit der „Verordnung über die Wahlen zur verfassungsgebenden deutschen Nationalversammlung“ vom 30. November 1918 in Kraft. Besonders die Sozialdemokraten ... »Details
  21. 2. Dezember 1918: Feier für heimkehrende Soldaten in Frankfurt
    Die Stadt Frankfurt am Main feiert die aus dem Krieg heimkehrenden Truppen. Unter den Männern, die während des Krieges an die Front geschickt wurden, sind allein aus Frankfurt 10.753 Opfer zu beklagen.(OV) ... »Details
  22. 3. Dezember 1918: Verordnung über die Wahl zur verfassunggebenden Volkskammer der Republik Hessen
    Die provisorische Regierung des Volksstaates Hessen erlässt eine Verordnung über die Wahl zur verfassunggebenden Volkskammer der neu gegründeten Republik. Das Wahlrecht zur Mitbestimmung über die Zusammensetzung der politischen Vertreter im neuen Landesparlament besitzen demnach alle in Hessen beheimateten Männer und Frauen, die das 20. Lebensjahr vollendet haben. Im Gegensatz zur ... »Details
  23. 9. Dezember 1918: Der Arbeiter-, Bauern- und Soldatenrat in Darmstadt wird in Volksrat umbenannt
    Die Delegierten des 18. Korps-Bezirks beschließen auf einer Sitzung in Darmstadt, den Hessischen Arbeiter-, Bauern- und Soldatenrat mit Rücksicht auf die nach dem Waffenstillstand von Compiègne (11. November 1918) angeordneten Maßnahmen zur Entmilitarisierung in „Volksrat für die Republik Hessen“ umzubenennen. Ein im Anschluss gebildeter 18 Mitglieder zählender Vollzugsausschuss ... »Details
  24. 13. Dezember 1918: Einmarsch französischer Besatzungstruppen nach Wiesbaden
    Mit dem Einmarsch französischer Soldaten in Wiesbaden beginnt die Ausdehnung der Rheinlandbesetzung auf den „Brückenkopf Mainz“.(OV) ... »Details
  25. 16. Dezember 1918: Erster Reichskongress der Arbeiter- und Soldatenräte in Berlin
    Nachdem der Vollzugsrat der Berliner Arbeiter- und Soldatenräte am 23. November 1918 zum ersten Reichskongress der Arbeiter- und Soldatenräte aufgerufen hatte, trafen sich am 16. Dezember 1918 die 489 Delegierten in Berlin. Sie waren vorher zum Teil in den vom Vollzugsrat empfohlenen allgemeinen, gleichen, geheimen und direkten Wahlen gewählt worden, viele waren bereits aktiv in Arbeiter- und ... »Details
  26. 20. Dezember 1918: Publikation eines Programms für ein Groß-Hessen in Kassel
    In Kassel publiziert der Architekt Friedrich Stück mit der Schrift „Freistaat Hessen? Ein Mahnwort“ das „Großhessen“-Programm des Hessischen Volksbundes.(OV) ... »Details
  27. 20. Dezember 1918: Vorschlag der Stadt Frankfurt, die Nationalversammlung in Frankfurt tagen zu lassen
    Aus Frankfurt am Main kommt der Wunsch, die Nationalversammlung dort zu veranstalten.(OV) ... »Details
  28. Winter 1918: Überfüllung an den Universitäten durch Kriegsrückkehrer
    Durch die große Zahl von Studierenden, die aus dem Krieg heimkehren und an den Universitäten ihr Studium beginnen oder wiederaufnehmen, kommt es zur Überfüllung der Universitäten. Während in Marburg im letzten Kriegsjahr 1918 nur 2.446 Personen studierten, waren es 1919 insgesamt 3.906. Um der großen Zahl Herr zu werden richtet man zusätzliche Zwischensemester ein.(OV) ... »Details
  29. 28. Dezember 1918: Verordnung zur Ablieferung von Heeresgerät im Rahmen der Demobilmachung
    Das Hessische Landes-Arbeits- und Wirtschaftsamt in Darmstadt erlässt Ausführungsbestimmungen zum Reichsgesetz vom 14. Dezember 1918 (Reichsgesetzblatt 1918 Nr. 181) betreffend die Demobilmachung im Reich durch Bestimmungen zur Ablieferung von Heeresgerät. Waffen und Munition sind umgehend, anderes Gerät bis zum 14. Januar 1919 abzuliefern. Es wird festgestellt, dass andere Organe, wie z. B. ... »Details