Bitte beachten Sie: LAGIS hat eine neue Adresse: lagis.hessen.de. Für eine Übergangszeit stehen Ihnen ausgewählte Module über die bekannte Oberfläche zur Verfügung. Alle anderen sind über die neue Version des Informationssystems zugänglich. Bestehende Permalinks behalten ihre Gültigkeit und leiten bereits jetzt oder nach Abschluss aller Migrationsarbeiten automatisch auf das neue System um.
Hesse in the 19th and 20th Centuries
- 1900
- 1910
- 1920
- 1930
- 1940
- 1950
- 1960
- 1970
- 1980
- 1990
- 2000
- 27. Januar 1812: Die „Rauch-, Kautabak und Cigarrenfabrik Georg Philipp Gail“ wird in Gießen gegründet
Am 27. Januar 1812 gründet Georg Philipp Gail (1785–1865) die erste Gießener Rauchtabakfabrik mit zunächst nur acht Mitarbeitern. Neben Pfeifentabak wird auch Schnupftabak hergestellt, ab 1828 kommt Kautabak hinzu. Die Stadt Gießen gehörte zum Großherzogtum Hessen, wo es damals kein Tabakmonopol gab und eine vergleichsweise niedrige Tabaksteuer erhoben wurde. Aufgrund der günstigen ... »Details - 7. April 1812: Einrichtung einer neuen Polizei in Hessen-Kassel
Mit dem Edikt über die „Etatsgenehmigung der zur errichtenden Gendarmerie“ wird im Kurfürstentum Hessen für die Zeit nach den Befreiungskriegen gegen Napoleon das Polizeiwesen neu geordnet und umgesetzt. In jedem Landkreis wird eine Behörde mit einem Kreisbrigadier, zwei bis drei Offizieren und 14 bis 40 Gendarmen eingerichtet. Die Anzahl der Polizeibeamten richtet sich nach der Größe ... »Details - 7. Mai 1812: Hessische Truppen in britischer Gefangenschaft in Spanien
Von den 4.000 hessischen Soldaten, die am 24. August 1808 zum Einsatz nach Spanien gegen England geschickt wurden, geraten am 7. Mai 1812 an der südspanisch-portugiesischen Grenze bei Badajoz in britische Gefangenschaft. Die Truppen bestanden aus Soldaten des Großherzogtums Hessen („Groß- und Erbprinz“), des Herzogtums Nassau und der Truppen des Fürstprimas Karl von Dalberg (1744–1817). ... »Details - 9. Mai 1812: Der Kasseler Kunststudent Carl Heinrich Arnold trifft in Paris ein
Im April 1812 macht sich der an der Kunstakademie in Kassel ausgebildete Tapetenfabrikantensohn Karl Heinrich Arnold (1793–1874) zusammen mit dem Akademieprofessor Ludwig Hummel (1770–1840) und dessen Frau, der Malerin Marianne von Rohden (1785–1866) per Kutsche auf den Weg nach Paris. Ab Frankfurt am Main schloss er sich dann seinem Freund Justus Krauskopf (1787–1869) an, der zu Fuß ... »Details - 11. Mai 1812: Appell der „Landkriegskostenkommission“ für eine gerechte Verteilung der Kosten
Die „Großherzoglich Hessische Landkriegskostenkommission der Provinz Starkenburg“ fordert eine gleichmäßige Verteilung der „Einquartierungslast“ in Seligenstadt und Miltenberg, da die Kosten vor allem auf der Landbevölkerung liegen, die die Lebensmittel der Armee bereitstellen. Die Pferde werden dabei beschlagnahmt. Der Krieg hält nun fast zwanzig Jahre mit durchschreitenden Truppen ... »Details - 20. Mai 1812: Georg Moller legt Pläne für die Neue Vorstadt in Darmstadt vor
Der Aufstieg Darmstadts zur Residenz erfordert eine Stadterweiterung, um Wohnraum für zusätzliche Beamte und Räume für Gewerbe und Handel zu schaffen. Der seit März 1810 angestellte Hofbaumeister Georg Moller (1784–1852) präsentiert Großherzog Ludewig I. (1753–1830) deshalb am 20. Mai 1812 die Pläne für eine Neue Vorstadt, die sogenannte Mollerstadt. Westlich und südlich der ... »Details - 31. Juli 1812: Hinrichtung von „Hölzerlips“ in Heidelberg
Nach den mehreren hundert Delikten wird „Hölzerlips“, der Räuberhauptmann Georg Philipp Land (1770–1812) aus Rod am Berg, in Heidelberg durch Enthauptung hingerichtet.(StH) ... »Details - 9. September 1812: Mayer Amschel Rothschild verstirbt in Frankfurt
Der Hausbankier des Kasseler Kurfürsten, Mayer Amschel Rothschild (1743–1812), zu dieser Zeit einer der einflussreichsten Finanzmänner in Frankfurt am Main, verstirbt. Er war unter anderem der Initiator der Gründung des „Jüdischen Philanthropin“, einer Freischule für jüdische Kinder in ärmlichen Verhältnissen.|Bereits 1810 hatte er seine Söhne in einem Gesellschaftervertrag an ... »Details - 4. Oktober 1812: Sieg der „Großen Armee“ über Moskau in Hessen gefeiert
Die napoleonische „Große Armee“ hält einen siegreichen Einzug in Moskau, weswegen in allen hessischen Kirchen zur Zeit des Gottesdienstes gefeiert wird. Am 12. Oktober 1812 sollen die 5.250 Soldaten, insgesamt drei Regimenter, den Rückzug aus der brennenden Stadt antreten. Zu dem Regiment gehörten 2.000 Soldaten zu Dalberg (1744–1817). Im Juni marschierten sie, angeführt von Prinz Emil ... »Details - 9. November 1812: Das „Lyceum Carolinum“ in Frankfurt nimmt den Lehrbetrieb auf
Am 9. November 1812 nimmt das von Fürstprimas Karl Theodor von Dalberg (1744–1817), seit 1810 Großherzog von Frankfurt, begründete und nach ihm benannte „Lyceum Carolinum“ in Frankfurt am Main mit sieben Professoren seinen Lehrbetrieb auf. Ein viersemestriges, vorbereitendes Studium am Lyzeum soll die Voraussetzung für den Zugang zu den anderen Fakultäten der großherzoglichen ... »Details - Dezember 1812: Veröffentlichung des ersten Teils der „Kinder- und Hausmärchen“ der Brüder Grimm
Um die Wende vom 18. zum 19. Jahrhundert waren in Deutschland erste Sammlungen von Kinder- und Volksmärchen erschienen. Angeregt von Clemens Brentano (1778–1842) und Achim von Arnim (1781–1831) begannen die nach dem Studium an der Universität Marburg nach Kassel zurückgekehrten Brüder Jacob Grimm (1785–1863) und Wilhelm Grimm (1786–1859) ab 1806, derartige zumeist mündlich ... »Details - März 1813: Rückkehr der Überlebenden der „Großen Armee“
Die napoleonische „Große Armee“ hält einen siegreichen Einzug in Moskau, weswegen in allen hessischen Kirchen zur Zeit des Gottesdienstes gefeiert wird. Am 12. Oktober 1812 sollen die 5.250 Soldaten, insgesamt drei Regimenter, den Rückzug aus der brennenden Stadt antreten. Zu dem Regiment gehörten 2.000 Soldaten zu Dalberg (1744–1817). Im Juni marschierten sie, angeführt von Prinz Emil ... »Details - April 1813: Erste Reise des großherzoglich-hessischen Kunstagenten Georg Wilhelm Issel nach Paris
Der aus Darmstadt stammende Georg Wilhelm Issel (1785-1870), der auch als natürlicher und illegitimer Sohn des späteren Großherzogs Ludewig I. von Hessen-Darmstadt (1753-1830) bezeichnet wird, reist im April 1813 nach Paris, um als Kammersekretär im Auftrag Ludewigs I. Ankäufe für dessen Kunstsammlung zu tätigen. In der Korrespondenz mit dem Kabinettssekretär Ernst Christian Schleiermacher ... »Details - 28. September 1813: Kosaken unter General Tschernyschow belagern Kassel
Nach der katastrophalen Niederlage Napoleons im Russlandfeldzug 1812 und dem Rückzug der französischen Truppen zeichnet sich auch das Ende des Königreichs Westphalen ab. Am 28. September 1813 erreichen die von Alexander Iwanowitsch Tschernyschow (1786–1857) angeführten Kosaken Kassel. Nach kurzer Gegenwehr verlässt König Jérôme (1784–1860) mit den französischen Truppen die Stadt. ... »Details - 28. Oktober 1813: Karl Theodor von Dalberg dankt im Großherzogtum Frankfurt ab
Mit der Abdankung von Karl Theodor von Dalberg (1744–1817) am 28. Oktober 1813 zugunsten von Eugène de Beauharnais (1781–1824), dem von Kaiser Napoleon Bonaparte (1769–1821) designierten Nachfolgers, begann die Auflösung des Großherzogtums Frankfurt am Main. Am 6. November kann 1813 Franz I. von Österreich (1768–1835) in der ehemaligen Reichsstadt einziehen. ... »Details - 30.-31. Oktober 1813: Schlacht am Lamboywald bei Hanau
Nach der „Völkerschlacht bei Leipzig“ zwischen dem 16. und dem 19. Oktober 1813 zog die Hauptarmee von Kaiser Napoleon Bonaparte (1769–1821) ab und traf am 30. Oktober 1813 am Lamboywald bei Hanau auf den Widerstand der Truppen des Königreichs Bayern, das durch den Vertrag von Ried am 8. Oktober 1813 der Allianz gegen Frankreich beigetreten war. General Karl Philipp von Wrede (1767–1838) ... »Details - 2. November 1813: Großherzog Ludewig I. von Hessen schließt sich der Allianz gegen Frankreich an
Nach der Völkerschlacht bei Leipzig im Oktober 1813 schließt sich auch Großherzog Ludewig I. (1753–1830) als letzter der süddeutschen Fürsten am 2. November 1813 durch die Konvention von Dörnigheim, die von Freiherr Carl Wilhelm Heinrich du Bos du Thil (1777–1859) ausgehandelt wurde, der Allianz gegen Napoleon Bonaparte (1769–1821) an. Seine Regimenter hatten zuvor in der Schlacht bei ... »Details - 21. November 1813: Kurfürst Wilhelm I. kehrt nach Kassel zurück
Nachdem am 28. September 1813 russische Truppen die von der französischen Besatzung geräumte Stadt Kassel besetzt hatten, hält am 21. November 1813 der aus seinem Prager Exil zurückgekehrte Kurfürst Wilhelm I. (1743–1821) einen triumphalen Einzug in der Residenzstadt. Unter der regen Anteilnahme der Bevölkerung wird die Kutsche des Fürsten am Stadttor von begeisterten Bürgern ausgespannt ... »Details - 30. Dezember 1813: Schließung der Medizinisch-chirurgischen Spezialschule in Frankfurt
Unter Verwendung der Dr. Senckenbergischen Stiftseinrichtungen wurde ab 1812 die Medizinisch-chirurgische Spezialschule in Frankfurt am Main errichtet. Die „Großherzoglich Frankfurtische Universtät“ umfasste nach französischer Hochschulform mehrere nach Orten gesonderte Spezialschulen: Lyzeen in Frankfurt, Aschaffenburg und Fulda, die Universität in Aschaffenburg (die bis dahin in Mainz ... »Details - 1814-1838: Schulbesuch jüdischer Kinder
Um 1800 fand in vielen deutschen Staaten eine Reform des Schulwesens statt. Beeinflusst von den Ideen der Aufklärung wurde der schulischen Bildung eine größere Bedeutung beigemessen und zunehmend staatlich geregelt. Das betraf auch die jüdischen Schulen, die bisher eigenständig von den Gemeinden organisiert wurden und deren Hauptaugenmerk auf der religiösen Erziehung lag. ... »Details - 2. Februar 1814: Gründung des „Frankfurter Frauenvereins für wohltätige Zwecke“
Am 2. Februar 1814 konstituiert sich in Frankfurt am Main der im Herbst 1813 von Antonia Brentano (1780–1869) und Rosette Städel (1782–1845) begründete „Frauenverein für wohltätige Zwecke“, eine der frühesten Vereinsgründungen in Frankfurt. Den Vorstand bilden Frauen und Töchter des wohlhabenden Bürgertums. ... »Details - 18. März 1814: Stiftung des „Eisernen Helms“ von Kurfürst Wilhelm I.
Kurfürst Wilhelm I. (1743–1821) ermöglicht den kurhessischen Soldaten das Tragen des ehemals abgeschafften Grenadierzopfes und richtet einen neuen Orden ein: Der „Eiserne Helm“. Dieser ist an das preußische Eiserne Kreuz angelehnt.(StH) ... »Details - September 1814: Georg Moller entdeckt Fassadenriss des Kölner Doms auf dem Dachboden eines Gasthauses
Der Architekt und Hofbaumeister Georg Moller (1784–1852), der 1812 mit der Planung für die Neue Vorstadt in Darmstadt begonnen hatte, entdeckt im September 1814 einen Teil des Fassadenrisses des Kölner Doms auf dem Dachboden des alteingesessenen Gasthofs „Zur Traube“ und publiziert sie in einem Faksimile.|Bereits in den vorangegangenen Jahren hatte er sich mit der Baugeschichte des Doms ... »Details - 2. September 1814: Moderne Verfassung für das Herzogtum Nassau
Herzog Friedrich August (1738–1816) und Fürst Friedrich Wilhelm (1768–1816) erlassen für das Herzogtum Nassau durch das „Edikt über die landständische Verfassung“ eine moderne Repräsentativverfassung. ... »Details - 7. September 1814: Gründung der „Deutschen Gesellschaft“ in Idstein
In Idstein gründet der Nassauer Hofgerichtsadvokat Wilhelm Snell (1789–1851) am 7. September 1814 zusammen mit seinem Bruder Ludwig Snell (1785-1854) eine „Deutsche Gesellschaft“, die die nationalpatriotischen Ideen von Ernst Moritz Arndt (1769–1860) vertritt. In der später veröffentlichten Gründungsrede ruft Wilhelm Snell zu verstärkten Aktivitäten mit dem Ziel der Errichtung eines ... »Details - 18. Oktober 1814: Nationalpatriotische Freudenfeuer zum Jahrestag der Völkerschlacht in Hessen
Am Jahrestag der Völkerschlacht bei Leipzig werden am 18. Oktober 1814 in ganz Hessen Freudenfeuer entzündet, die an die Befreiung erinnern und gleichzeitig zur Schaffung einer nationalen Einheit aufrufen.|Der Rödelheimer Justizrat Dr. Karl Hoffmann (1770–1829) hatte in der „Nationalzeitung der Deutschen“ vom 5. Oktober 1814 zu einem „Befreyungsfest am Tage der Schlacht bey Leipzig“ ... »Details - 18. Oktober 1814: Johann Wolfgang von Goethe betrachtet vom Willemer-Häuschen aus die patriotischen Freudenfeuer im Taunus
Am 18. Oktober 1814 treffen sich der Frankfurter Bankier Johann Jakob von Willemer (1760–1838) und seine dritte Ehefrau Marianne (1784–1860) in ihrem Gartenhaus auf dem Mühlberg am östlichen Rand von Sachsenhausen mit dem befreundeten Johann Wolfgang von Goethe (1749–1832), um von dort aus die nationalpatriotischen Freudenfeuer auf dem Kamm des Taunus anlässlich des Jahrestages der ... »Details - 5. November 1814: Hinrichtung von Odenwälder Räuber in Darmstadt
In Darmstadt werden fünf Mitglieder der Odenwälder Räuber auf dem Richtplatz nahe der Stadtgrenze im Beisein zahlreicher Zuschauer hingerichtet. Die Gruppe wurde durch einen Steckbrief aufgrund ihrer Delikte, wie Straßenraub und Einbrüche, zu Kriegszeiten gesucht und schließlich mit dem Schwert exekutiert. Der „große Samuel“ Johann Adam Grasmann, gebürtig aus Hetzbach, war der ... »Details - 15. November 1814: Eröffnung des Neubaus der Entbindungsanstalt in Gießen
Bereits 1772 hatte der Professor für Chirurgie und Geburtshilfe Christoph Ludwig Wilhelm Nebel (1738–1782), den Antrag gestellt, einen Hebammenanstalt in Gießen zu errichten. Erst 1808 lag die Genehmigung für einen Neubau am Botanischen Garten auf einem Teil der geschleiften Befestigung vor. Die Bauarbeiten begannen 1809 und am 15. November 1814 wurde die von Prof. Georg Friedrich Wilhelm ... »Details - 17. November 1814: Gründung der „Teutschen Lesegesellschaft“ in Gießen
Im Zuge der nationalen Bewegung nach den Befreiungskriegen gründen siebzig Studenten unter dem Einfluss des seit 1809 in Gießen lehrenden Philologie-Professors Friedrich Gottlieb Welcker (1784–1868) am 17. November 1814 in Gießen die „Teutsche Lesegesellschaft zur Erreichung vaterländisch-wissenschaftlicher Zwecke“. Angeführt wurde die vorburschenschaftliche Vereinigung mit ... »Details - 1815: Festlegung der rechtlichen Sonderstellung der Stadt Wetzlar
Die bis 1803 freie Reichsstadt Wetzlar wird auf dem Wiener Kongress dem Königreich Preußen zugeschlagen. Die Region um Wetzlar mit dem Stadtzentrum gehört nun zum preußischen Regierungsbezirk Koblenz und damit zur preußischen Rheinprovinz. Sie bildet so ein „Immediatgebiet“, in dem Sonderentwicklungen begünstigt werden. Erst 1932 wird dieser Sonderstatus aufgehoben.|Die Beamten werden ... »Details - 1815: Umzug der Arnoldschen Tapetenfabrik an den Wilhelmshöher Platz in Kassel
Nach dem Ende des Königreichs Westphalen wurde 1813 das von Oberbaudirektor Heinrich Christoph Jussow (1754–1825) im Rahmen seiner Planung für eine repräsentative Gestaltung des Wilhelmshöher Platzes in Kassel entworfene langgestreckte Gebäude an der Südseite von Kurfürst Wilhelm I. (1743–1821) in Erbleihe an den Tapetenfabrikanten Johann Christian Arnold (1759–1842) vergeben. Dieser ... »Details - 1. März 1815: In Kassel finden sich die Landstände zur Besprechung der Verfassung ein
Um über eine Verfassung zu beraten, finden sich die Landstände, in denen seit dem 27. Dezember 1814 auch bäuerliche Repräsentanten vertreten sind, in Kassel zum Landtag ein. Allerdings wird am 10. Mai 1816 von Kurfürsten Wilhelm I. (1743–1821) der Landtag aufgelöst, was die Besprechungen bezüglich der neuen Landesverfassung seit März 1815 beendet. Ziel war es nach seinem siebenjährigen ... »Details - 15. März 1815: Johann Friedrich Städel stiftet das Städelsche Kunstinstitut in Frankfurt
Der wohlhabende Frankfurter Bankier Johann Friedrich Städel (1728–1816) hatte bereits in den 1760er Jahren damit begonnen, eine umfangreiche Sammlung von Gemälden, Zeichnungen, Druckgrafiken und Kleinplastiken zusammenzutragen.|Schon früh hegte er den Wunsch, diese Sammlung der Öffentlichkeit zugänglich zu machen. 1793 hielt er dies erstmalig in seinem Testament fest und bestätigte das ... »Details - Juni 1815: Gründung des „Germanenbundes“ („Gießener Schwarze“)
Sieben ehemalige Mitglieder der aufgelösten „Teutschen Lesegesellschaft“ gründen 1815 in Gießen eine radikal-nationale frühburschenschaftliche Bewegung, den „Germanenbund“ („Gießener Schwarze“). Neben Vorlesungen und Diskussionen über wissenschaftliche und nationalpolitische Themen gehörten auch Turnübungen zum regelmäßigen Programm des Studentenbundes.|Neben Karl Follen ... »Details - 8. Juni 1815: Frankfurt wird Sitz der Bundesversammlung des Deutschen Bundes
Am 8. Juni 1815 legen die beim Wiener Kongress versammelten Mächte mit der Deutschen Bundesakte die völkerrechtliche Grundlage des Deutschen Bundes, damals bestehend aus 39 Staaten. Die Stadt Frankfurt am Main wird zugleich Sitz der zentralen Bundesversammlung, wobei das Palais Thurn und Taxis, das 1805 bis 1813 als Residenz des Fürstprimas und Großherzogs von Frankfurt Karl Theodor von ... »Details - 9. Juni 1815: Vergrößerung des Herzogtums Nassau bestätigt
In der am 9. Juni 1815 unterzeichneten Wiener „Kongressakte“ wird festgelegt, wie die Grenzen der deutschen Territorien nach der Auflösung der napoleonischen Staaten verlaufen sollen. Die Umsetzung der Gebietsveränderungen erfolgt jeweils durch durch bilaterale Verträge zwischen den beteiligten Staaten. ... »Details - 6. September 1815: Die Universität Gießen verleiht die Ehrendoktorwürde an Josepha von Siebold
Am 6. September 1815 erhält die in Darmstadt ansässige Regina Josepha von Siebold (1771–1849), geb. Henning, verw. Heiland, als erste Frau in Deutschland überhaupt die Ehrendoktorwürde der Entbindungskunst an der Universität in Gießen.|Nach dem durch eine Ausnahmegenehmigung ermöglichten Studium in Würzburg bei ihrem Schwager Prof. Adam Elias von Siebold (1775–1828) und der praktischen ... »Details - Oktober 1815: Rückführung der unter Kaiser Napoleon in Kassel geraubten Kunstwerke aus Paris
Nachdem die französischen Truppen am 1. November 1806 die kurhessische Residenzstadt Kassel erreicht hatten, folgte ihnen umgehend der Generaldirektor des Pariser „Musée Napoléon“ (Louvre) Dominique-Vivant Denon (1747–1825), der aus den kurfürstlichen Sammlungen Kunstwerke auswählte, die nach Paris geschickt werden sollten. Der Rettungsversuch des Kurfürsten Wilhelm I. (1743–1821), ... »Details - 9.-11. November 1815: Edikt für das Herzogtum Nassau
Das Edikt legt die Grundlage für die Neuorganisation des neuen Staates Nassau. Seine Grenzen werden auf dem Wiener Kongress festgelegt. Als Leitbehörde wird das Staatsministerium gegründet, das durch einen Staatsrat beraten wird. In ihm sitzen hohe Beamte, die der Herzog beruft. In Wiesbaden residiert die Landesregierung. Diese Oberbehörde regelt und beaufsichtigt die gesamte Zivilverwaltung, ... »Details - 1816: Rücknahme der bürgerlichen Rechte für die Juden in Frankfurt
Ende 1811 erhielten die Juden in Frankfurt die gleichen bürgerlichen Rechte wie die christliche Bevölkerung – allerdings erst nach der Zahlung von 440.000 Gulden. Lange währte die Gleichstellung nicht. Nach dem Ende der napoleonischen Herrschaft wurden im Januar 1814 die Gesetze und die Verfassung wieder in Kraft gesetzt, die bis 1803 gültig waren. Damit konnten Juden keine Bürger mehr ... »Details - 1816: In Frankfurt erscheinen die ersten Kupferstiche des „Faust“-Zyklus von Peter Cornelius
Nachdem 1808 der erste Teil von Johann Wolfgang von Goethes (1749–1832) „Faust“ erschienen war, begannen sehr bald die Auseinandersetzungen zeitgenössischer Künstler mit der Tragödie. Der in Düsseldorf ausgebildete Peter Cornelius (1783–1867), der 1809 nach Frankfurt am Main gekommen war, begann dort Ende 1810 mit den ersten Federzeichnungen für einen auf zwölf Blatt angelegten ... »Details - 5. Februar 1816: Kurfürstentum Hessen erhält neues Territorium
Die am 9. Juni 1815 unterzeichnete Wiener „Kongressakte“ hatte die Grenzen der deutschen Territorien nach der Auflösung der napoleonischen Staaten festgelegt. Die Umsetzung der Gebietsveränderungen erfolgte jeweils durch bilaterale Verträge zwischen den beteiligten Staaten.|Der am 5. Februar 1816 zwischen Preußen und Kurfürst Wilhelm I. (1743–1821) geschlossene Vertrag garantiert ihm ... »Details - 15. Februar 1816: Standesherren fordern die Landstände
Der Großherzog von Hessen wird von den Standesherren schriftlich dazu aufgefordert, die Landstände wieder einzuberufen, die 1806 aufgelöst worden waren.(StH) ... »Details - 22. März 1816: Gründung der Wiesbadener Casino-Gesellschaft
Am 22. März 1816 genehmigt Herzog Friedrich August von Nassau-Usingen (1738–1816) die Gründung einer Casino-Gesellschaft in Wiesbaden.|Die ersten Casino-Gesellschaften waren zu Beginn des 19. Jahrhunderts in Frankreich als gesellschaftliche Vereine gegründet worden. Der Name leitet sich vom italienischen Wort „casino“ ab, das ursprünglich ein kleines Haus meint, in dem gesellige ... »Details - 19. April 1816: Fürstentum Waldeck erhält landständische Verfassung
Die Landständische Verfassungsurkunde für das Fürstentum Waldeck, der sogenannte Landesvertrag, wird am 19. April 1816 von Fürst Georg Heinrich von Waldeck und Pyrmont (1789–1845) und den Ständen in Arolsen unterzeichnet. Das Staatsgrundgesetz garantiert die landständischen Rechte und verfügt eine Umstrukturierung der Verwaltung. In die Landesvertretung ziehen nun neben den ... »Details - 10. Mai 1816: Kurfürst Wilhelm I. löst den Landtag in Kassel auf
In Kassel wird von Kurfürst Wilhelm I. (1743–1821) der Landtag aufgelöst, was die seit März 1815 andauernden Beratungen über eine Landesverfassung beendet. Ziel ist es, nach seinem siebenjährigen Exil die französische Fremdherrschaft durch die „alte Ordnung“ zu ersetzen. Durch den Akzessionsvertrag vom 2. Dezember 1813 soll eine Rekrutierung der Stände möglich sein. Eine vierte ... »Details - 18. Juni 1816: Ludwig Emil Grimm trifft in Rom ein
Am 18. Juni 1816 trifft der „Malerbruder“ der damals in Kassel lebenden Brüder Grimm, Ludwig Emil Grimm (1790–1863) in Rom ein. Er besucht die Stadt auf Einladung des befreundeten Frankfurter Kaufmanns Georg Brentano (1775–1851). Der in München studierende Künstler hatte schon länger den Plan gehegt, einen Studienaufenthalt in Italien zu verbringen. Die insgesamt nur sechswöchige ... »Details - 1. Juli 1816: Die Domäne Johannisberg im Rheingau wird Klemens Fürst von Metternich übertragen
Im Reichsdeputationshauptschluss von 1803 war das Klosterweingut Johannisberg mitsamt dem barocken Schloss, das als Sommerresidenz der Fürstäbte von Fulda gedient hatte, dem Haus Nassau-Oranien zugesprochen worden. Nach der Weigerung der Oranier, dem Rheinbund beizutreten, wurden sie jedoch 1806 von Napoleon Bonaparte (1769–1821) enteignet. 1807 schenkte Napoleon die Domäne seinem Marschall ... »Details - 8. Juli 1816: Das linksrheinische Reinhessen gelangt an das Großherzogtum Hessen
In der am 9. Juni 1815 unterzeichneten Wiener „Kongressakte“ werden die Grenzen der deutschen Territorien nach der Auflösung der napoleonischen Staaten festgelegt. Die Umsetzung der Gebietsveränderungen erfolgt jeweils durch bilaterale Verträge zwischen den beteiligten Staaten. ... »Details
