Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen
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Hesse in the 19th and 20th Centuries

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  1. 24. März 1933: Besetzung des Kasseler Rathauses und Absetzung des Oberbürgermeisters durch die SA
    Nachdem die Kasseler SA die Ein- und Ausgänge des Rathauses besetzt hat, dringt Roland Freisler (1893–1945) bis zu Oberbürgermeister Herbert Stadler (1880–1943; Oberbürgermeister seit 1925) vor und zwingt ihn zum sofortigen Rücktritt. Als sein Nachfolger wird der Nationalsozialist Gustaf Lahmeyer (1889–1968) ausgerufen. Städtische Beamte oder anwesende Stadtverordnete, die den ... »Details
  2. 24.-25. März 1933: Misshandlungen jüdischer Bürger in Kassel
    In Kassel werden mehrere bekannte jüdische Bürger wie Dr. Max Plaut oder die Bürger Dalberg, Strauß, Ball und Freudenstein in den Bürgersälen misshandelt. Max Plaut stirbt nur eine Woche später, am 31. März 1933. ... »Details
  3. 26. März 1933: Einrichtung einer ersten Schutzhaftstelle in Kassel
    In Kassel wird eine Baracke neben dem Karlshospital als Schutzhaftstelle zur Inhaftierung von Kommunisten, Gewerkschaftern, Sozialdemokraten, Juden oder anderen den Nationalsozialisten missliebigen Personen eingerichtet.(OV) ... »Details
  4. 27. März 1933: Verhaftung von Kommunisten in Frankenberg
    Von der städtischen Polizei in Frankenberg werden mehrere Kommunisten festgenommen, die sich bei der letzten Kommunalwahl auf einer Liste um einen Sitz beworben haben. Sie werden in das Amtsgerichtsgefängnis in Frankenberg eingeliefert, wohin auch festgenommene Kommunisten aus dem Landkreis gebracht werden. Zu den festgenommenen Personen gehört auch Paul Pickel, ein Funktionär der ... »Details
  5. 28. März 1933: NSDAP zwingt Marburger Oberbürgermeister zum Rücktritt
    Die NSDAP-Stadtverordneten im neugewählten Marburger Stadtparlament verhindern die konstituierende Sitzung des Gremiums, weil sie, wie sie erklären, zu Oberbürgermeister Johannes Müller (1880–1964) „in schärfster Opposition“ stehen und „sich nicht von ihm mit Handschlag verpflichten lassen wollen“ (Kessler). ... »Details
  6. 28. März 1933: Erste Terrormaßnahmen in Marburg gegen jüdische Geschäftsleute
    In Marburg kommt es zu ersten Terrormaßnahmen der NSDAP und der SA gegen jüdische Geschäftsleute. An ihren Schaufenstern werden Plakate angeklebt, die zum Boykott der Geschäfte aufrufen. SA-Posten vor den Geschäften halten potenzielle Käufer fern.(OV) ... »Details
  7. 28. März 1933: Erklärung der Fuldaer Bischofskonferenz zur politischen Lage
    Die Fuldaer Bischofskonferenz gibt die Erklärung ab, es sei nun anzuerkennen, dass der Reichskanzler und Führer der NSDAP öffentlich und feierlich erklärt habe, dass „der Unverletzlichkeit der katholischen Glaubenslehre und den unveränderlichen Aufgaben und Rechten der Kirche Rechnung getragen werden und die Staatsverträge der einzelnen Länder mit der Kirche ausdrücklich anerkannt ... »Details
  8. 28. März 1933: Hitler ordnet Boykott gegen Juden im Reich an
    Der Führer und Reichskanzler Adolf Hitler ruft alle Parteiorganisationen der NSDAP zum Boykott gegen Juden auf. Er propagiert: Das Deutschland der nationalen Revolution ist nicht das Deutschland einer feigen Bürgerlichkeit und ordnet für den 1. April „Schlag 10 Uhr“ den „Beginn eines allgemeinen Boykotts“ gegen das Judentum in Deutschland. Die Parteileitung der NSDAP gibt die Anordnung, ... »Details
  9. 29. März 1933: Hitler fordert Gleichschaltung der Länder mit dem Reich
    Reichskanzler Adolf Hitler (1889–1945) fordert in der Sitzung des Reichskabinetts eine grundlegende Reform im Verhältnis der Länder zum Reich. An der Spitze jedes Landes soll ein Staatspräsident stehen, der von der Reichsregierung ernannt und eingesetzt wird, womit eine vollkommene Gleichschaltung der Politik der Länder mit der des Reiches gesichert werde.(OV) ... »Details
  10. 30. März 1933: SPD-Stadtverordnete müssen vor NSDAP-Mehrheit in Eschwege kapitulieren
    In der zweiten Sitzung der Stadtverordneten in Eschwege gibt der sozialdemokratische Stadtverordnete Friedrich Hoßbach (1877–1971) die Erklärung ab, dass sich die Mitglieder seiner Fraktion „nicht mehr parteigebunden fühlten, sondern als Vertreter der Gewerkschaften anwesend seien. Er sagte ferner, daß sich diese Stadtverordneten hinter die vom Reichspräsidenten beauftragte und von der ... »Details