Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen
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Hesse in the 19th and 20th Centuries

  • 1900
  • 1910
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  • 2000
  1. 4. März 1848: Zusagen des Herzogs von Nassau
    Am 4. März 1848 findet in Wiesbaden eine große Volksversammlung statt, an der zwischen 30.000 und 40.000 Menschen aus dem gesamten Herzogtum Nassau teilnahmen. Als Herzog Adolf von Nassau (1817–1905), der sich auf der Rückreise aus Berlin befand, nicht eintrifft und die Menge unruhig wird, verkündet Minister Emil Freiherr von Dungern (1802–1862), dass er alle Forderungen gewähren würde. ... »Details
  2. 4. März 1848: Stürmung des Frankfurter Römers
    Die Revolutionsereignisse in Frankfurt am Main waren oftmals von größeren und kleineren Krawallen begleitet. Nach einer Volksversammlung am 3. März 1848 beschloss die Stadt am folgenden Tag die Aufhebung der Zensur. Dennoch versammelte sich am 4. März „ein Haufen Uebelgesinnter“ aus den „unteren Schichten des Volks“ zunächst auf dem Römerberg und drang schließlich in den Römer ein, ... »Details
  3. 4. März 1848: Zugeständnisse des Frankfurter Senats
    Nachdem in Frankfurt am Main unter anderem auf einer Volksversammlung eine Petition an den Frankfurter Senat verfasst wurde, fasst dieser bereits am 4. März 1848 die ersten entsprechenden Beschlüsse. Zuerst wurde die Abschaffung der Zensur bekannt gegeben, einen Tag später die Amnestie für politische Straftaten. Weitere Zusagen sollten bald folgen. Die Bevölkerung wurde über die Frankfurter ... »Details
  4. 5. März 1848: Ministerpräsident Bos du Thil wird durch Oppositionsführer von Gagern ersetzt
    Seit dem Sturz der Monarchie in Paris während der französischen Februarrevolution bildeten sich in Hessen ab dem 24. Februar 1848 Bürger- und Volksräte sowie Volksversammlungen. Zudem werden zahlreiche Petitionen verfasst. Das Zentrum der Aufstände war Ende Februar in Hanau. Schon am 2. März 1848 beantragte Theodor Reh (1801–1868) im Darmstädter Landtag einen Wechsel des ... »Details
  5. 6. März 1848: Zugeständnisse des Kurfürsten von Hessen
    Die treibenden Kräfte hinter der Revolution im Kurfürstentum Hessen wirkten nicht in der Residenzstadt Kassel, sondern hauptsächlich in Hanau. Nach dem Eintreffen der ersten Delegationen aus Hanau und Marburg in Kassel mit Forderungen an Kurfürst Friedrich Wilhelm I. von Hessen (1802–1875) reagierte dieser zunächst zurückhaltend. Am 6. März ließ der Kurfürst verlautbaren, dass er die ... »Details
  6. 7. März 1848: Antijüdische Ausschreitungen in Rimbach
    In Rimbach kommt es am 7. März 1848 zu Ausschreitungen, die sich vor allem gegen die jüdische Bevölkerung des Ortes richten. Der Angriff erfolgt offenbar nicht spontan, sondern nach Ankündigung. Die Angreifer kommen von außerhalb und schon vorher ging das Gerücht um, dass sie den Ort plündern und in Brand stecken wollten. Die Rimbacher bewaffneten sich jedoch und konnten den Angriff ... »Details
  7. 9. März 1848: „Hanauer Ultimatum“
    Nach dem Sturz der Monarchie in Paris durch die französische Februarrevolution entluden sich auch in Kurhessen politische Spannungen, wobei sich Hanau zu einem besonderen Brennpunkt entwickelte. ... »Details
  8. 9. März 1848: Zugeständnisse des Landgrafen von Hessen-Homburg
    Am 9. März 1848 erscheint in der Frankfurter Zeitung „Didaskalia“ eine „Resolution“ Landgraf Gustavs von Hessen-Homburg, die er am 6. März als Reaktion auf Forderungen der Homburger Bürgerschaft beschlossen hatte. Nach den Zusagen im Kurfürstentum Hessen, in der Freien Stadt Frankfurt und im Herzogtum Nassau war nun auch in der Landgrafschaft die Zensur aufgehoben, alle Untertanen ... »Details
  9. 10. März 1848: Demonstrationen vor den Schlössern in Erbach, Fürstenau und Schönberg
    Am 10. März 1848 finden Demonstrationen vor den Schlössern in Erbach, Fürstenau und Schönberg statt, auf denen der Verzicht der grundherrlichen Rechte gefordert werden. Auch wenn dieser Verzicht zuerst anerkannt wurde, wurde dieser von der Darmstädtischen Regierung widerrufen und als ungültig erklärt.(StH/StF) ... »Details
  10. 10. März 1848: Kommentar zur Pressefreiheit im Kurfürstentum Hessen
    Der Kasseler Journalist Salomon Hahndorf (1801–1890) veröffentlicht am 10. März 1848 einen Kommentar anlässlich der Einführung der Pressefreiheit im Kurfürstentum Hessen, der als Flugblatt veröffentlicht wird. Unter dem Titel „Todes- und Geburtsanzeige“ schreibt er einen satirischen Nachruf auf die Zensur. Die „Verblichene“ habe die „Posaune der Freiheit“ nicht ertragen. Die ... »Details
  11. 10. März 1848: Petition der Gemeinde Krumbach
    Die Revolution von 1848 war nicht nur ein städtisches Ereignis, sie ereignete sich in gleichem Maße in den ländlichen Gemeinden. Auch diese stellten Forderungen an die Regierung, wobei es sich oftmals nicht um politische Ziele, sondern konkrete Maßnahmen zur Verbesserung der eigenen Lebensumstände handelte. Solche Forderungen sind beispielsweise aus Düdelsheim und Langendiebach bekannt. ... »Details
  12. 11. März 1848: Religionsfreiheit im Kurfürstentum Hessen
    Am 11. März 1848 gewährt Kurfürst Friedrich Wilhelm I. (1802–1875) im Kurfürstentum Hessen „vollständige Religions- und Gewissensfreiheit und deren Ausübung“. Am 29. Oktober 1848 folgt das Gesetz, dass die „Ausübung aller bürgerlichen und staatsbürgerlichen Rechte, insbesondere die Bekleidung von Staats- und Gemeindeämtern“ unabhängig vom Glaubensbekenntnis sei. Für die ... »Details
  13. 11. März 1848: Der Kurfürst gibt den Hanauer Forderungen nach
    Am 11. März 1848 lenkt Kurfürst Friedrich Wilhelm I. von Hessen (1802–1875) ein und gewährte die geforderten Freiheiten. Er sagt zu, die Ministerien mit Männern zu besetzen, die das „Vertrauen des Volks“ besitzen. Pressefreiheit, eine Amnestie für politische Vergehen, Religions- und Gewissensfreiheit waren weitere wichtige Punkte, die ab sofort gelten sollten. In Hanau stieß die ... »Details
  14. 12. März 1848: Ausschreitungen in Alsfeld
    Am 12. März 1848 kam es in Alsfeld zu Ausschreitungen, die sich vor allem gegen jüdische Bewohner der Stadt richteten. Ähnliche Vorkommnisse gab es auch in Camberg, Hofgeismar, Langenselbold und Rimbach. Bereits in den Tagen zuvor gab es Androhungen von Gewalttätigkeiten gegen Behörden, weshalb die Schaffung einer Bürgergarde gefordert wurde. Kreisrat Fuhr beschrieb in einem Bericht an das ... »Details
  15. 12. März 1848: Dankesschreiben der Marburger Bürgerschaft an Kurfürst Friedrich Wilhelm I.
    Nach ersten Zugeständnissen des Kurfürsten Friedrich Wilhelm I. (1802–1875) wendet sich die Marburger Bürgerschaft mit einem Schreiben an ihn. Sie bedankte sich für die bereits gewährten Freiheiten, die ihrer Meinung nach zu einem engeren Bund zwischen dem Fürsten und dem Volk führen würden. Gleichzeitig forderten sie den Kurfürsten auf, noch weitere Zugeständnisse zu machen. Dabei ... »Details
  16. 13. März 1848: Unruhen in der Herrschaft Tann
    In der Herrschaft Tann, die seit 1814 zum Königreich Bayern gehörte, kam es im März 1848 zu Unruhen. Die Bevölkerung forderte die „Aufhebung des Feudalwesens“. Als sich die Bewohner der umliegenden Dörfer mit Knüppeln bewaffnet zum Schloss begaben, wurden „im Drange der Umstände“ ihre Forderungen gewährt. Darüber hinaus gab es Ausschreitungen gegen einen Bäcker und einen ... »Details
  17. 16. März 1848: Unruhen in der Herrschaft Solms-Braunfels
    Die Landgemeinden der Standesherrschaft Solms-Braunfels stellen auf einer Volksversammlung am 16. März 1848 in Wetzlar Forderungen an Fürst Ferdinand zu Solms-Braunfels (1797–1873). Dieser macht jedoch nicht die erhofften Zusagen und will einige Punkte neu verhandeln. Die Landbevölkerung beschloss daraufhin, nicht nur eine Delegation zum Fürsten zu schicken, sondern mindestens ein Mitglied ... »Details
  18. 18. März 1848: Die Sicherheitsgarde in Camberg
    In einem Brief vom 18. März 1848 schreibt Moritz Lieber (1790–1860), selbst aktiv als Zugführer in der Camberger Bürgerwehr, seinem Sohn Gisbert von Unruhen in Camberg, die sich in den ersten Märztagen 1848 ereignet hatten. ... »Details
  19. 23. März 1848: Aufruf des Centralvereins für religiöse Freiheit in Limburg
    Im Frühjahr des Revolutionsjahres bilden katholische Bürger in Limburg an der Lahn einen Centralverein, und stellen politische Forderungen. Sie rufen nach uneingeschränkter Durchsetzung der Religionsfreiheit und setzen sich für politische Mitbestimmung der katholischen Bevölkerung ein. Aufgefordert wird zur Bildung von politischen Vereinen in den Städten und kleineren Orten im Bistum ... »Details
  20. 25. März 1848: Die Stürmung des Schlosses in Lauterbach
    Lauterbach gehörte bis 1806 zur Herrschaft Riedesel, aber auch nach dem Übergang an das Großherzogtum Hessen blieben wesentliche Rechte der Herren von Riedesel bestehen. Das hatte zur Folge, dass Steuern und Abgaben nicht nur an das Land, sondern auch an die alten Standesherren gezahlt werden mussten. Die Landbevölkerung fühlte sich entsprechend ungerecht behandelt und stellte im März 1848 ... »Details