Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen
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Hesse in the 19th and 20th Centuries

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  1. 30. Juni 1954: Hessischer Haushalt verabschiedet
    Der Hessische Landtag verabschiedet den Haushalt für das Jahr 1954. Die SPD stimmt dafür, CDU und FDP dagegen und der Gesamtdeutsche Block enthält sich der Stimme. Die Einnahmen des Bundeslandes belaufen sich auf 1.701.562.800 DM und die Ausgaben auf 1.784.913.400 DM. Der ordentliche Haushalt weist einem Fehlbetrag von 83.350.600 DM auf. In der Debatte nutzt die FDP die Chance, die Arbeit der ... »Details
  2. Juli 1954: Hessen legt Gesetz zur elterlichen Mitarbeit an Schulen auf Eis
    Der hessische Kultusminister Arno Hennig (1897–1963; SPD) gibt auf einer Sitzung des Landeselternbeirates bekannt, dass das Gesetz zur elterlichen Mitarbeit an Schulen vor den anstehenden Landtagswahlen nicht mehr den Landtag passieren wird. Die SPD hat damit den Vorschlag der CDU aufgenommen, das Gesetz vor den Wahlen ruhen zu lassen. Das Gesetz sieht vor, dass in den einzelnen Klassen ... »Details
  3. 1. Juli 1954: Landtagsausschuss billigt das neue Wahlgesetz
    Der Hauptausschuss des Hessischen Landtages nimmt mit den Stimmen der SPD und des Gesamtdeutschen Blocks den Entwurf zum neuen Wahlgesetz an. CDU und FDP enthalten sich ihrer Stimme. Seitens der Opposition wird besonders die Erhöhung der Abgeordnetenzahl von 80 auf 96 kritisiert. Ebenso fordert diese – allerdings vergeblich –, die Bundeswahlkreise zu übernehmen, die Zahl der Unterschriften ... »Details
  4. 4. Juli 1954: Deutscher Mittelstandsblock und hessische Opposition nähern sich an
    Der hessische Landesverband des Deutschen Mittelstandsblock führt in Frankfurt am Main Gespräche mit den Vorsitzenden der hessischen Union und der hessischen FDP, in denen sie übereinkommen, während des Wahlkampfes und in der Zeit nach der Wahl zusammen zu arbeiten.(MB) ... »Details
  5. 6. Juli 1954: Einstellung der Sozialisierungsvorhaben durch Abschlussgesetz
    Mit dem hessischen Abschlussgesetz werden die Sozialisierungsvorhaben gemäß Artikel 41 der Landesverfassung eingestellt.(OV) ... »Details
  6. 6. Juli 1954: Gesamtdeutscher Block für neues Wahlgesetz
    In Arolsen beschließt die Fraktion des Gesamtdeutsche Blocks bei der bevorstehenden Abstimmung im Landtag für das neue Wahlgesetz zu stimmen.(MB) ... »Details
  7. 7. Juli 1954: Verabschiedung eines neuen Landtagswahlgesetzes
    Der Hessische Landtag in Wiesbaden verabschiedet nach zweiter und dritter Lesung (jeweils ohne Aussprache) das Gesetz zur Änderung des Landtagswahlgesetzes. Damit erfährt das bisherige Landtagswahlgesetz, das ein gemischtes Wahlsystem darstellte, eine starke Veränderung in Richtung auf ein reines Verhältniswahlsystem. Die neue Fassung sieht eine Erhöhung der Abgeordnetenzahl von 80 auf 96 ... »Details
  8. 11. Juli 1954: Deutsche Wählergesellschaft kritisiert neues Wahlgesetz
    Die Deutsche Wählergesellschaft übt in Frankfurt am Main starke Kritik an dem neuen hessischen Wahlgesetz. Im Kern trage das Gesetz „Zeichen eines mangelhaften Erzeugnisses: Keine der beteiligten Parteien hatte den Mut, die volle Verantwortung für die Gesetzinitiative zu übernehmen“. Vielmehr solle vor den Bürgern die Rückkehr zum reinen Verhältniswahlrecht verborgen werden, lediglich ... »Details
  9. 20. Juli 1954: Kultusminister stellt Aussagen zu suspendierten Hochschullehrern richtig
    Der hessische Kultusminister Arno Hennig (1897–1963; SPD) äußert sich während einer Veranstaltung in Offenthal in der Angelegenheit der 42 suspendierten Hochschullehrer. In den späteren Pressemeldungen zu diesem Auftritt wird der Eindruck erweckt, Hennig habe von diesen als „Nazi-Professoren“ gesprochen. Daher sieht sich der Minister zu einer Klarstellung veranlasst und betont, dass die ... »Details
  10. 28. Juli 1954: Land Hessen investiert
    Das Land Hessen stellt rund zwei Millionen DM zusätzlich an Haushaltsmitteln zur Förderung des nordhessischen Zonenrandgebiets zur Verfügung. Ebenso wird die Fortführung des dritten Bauabschnitts des Lahn-Ohm-Projektes im Marburger Landkreis beschlossen. Rund 35.000 DM sollen zur Unterstützung des Segelflugsports bereitgestellt.(MB) ... »Details
  11. 31. Juli 1954: „Klage an der Zonengrenze“
    Von 1945 bis 1952 ist sowohl der Personen-, als auch der Güterverkehr zwischen Vacha in Thüringen und dem hessischen Philippsthal auf der alten Reichsstraße (B 62) noch möglich. Arbeiter und Angestellte aus der Sowjetischen Besatzungszone (SBZ) und späteren DDR können ohne Probleme über die Grenzkontrollstellen (GKSt) in der Bundesrepublik ihrer Arbeit nachgehen. Oft trifft man sich auch ... »Details
  12. 3. August 1954: Bruderhilfe Ost in Wiesbaden muss schließen
    Die Wiesbadener Bruderhilfe Ost, die im gesamten Bundesgebiet Lebensmittel an Besucher aus der DDR austeilt und Pakte in selbige schickt, muss seine Arbeit komplett einstellen. Hessens Innenminister Heinrich Zinnkann (1885–1973; SPD) trifft diese Entscheidung in Übereinkunft mit dem Bundesministerium für Gesamtdeutsche Fragen und dem Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit, ... »Details
  13. 12. August - 27. August 1954: 9. Internationale Ferienkurse für Neue Musik in Darmstadt
    Vom 12. bis 27. August finden in Darmstadt zum neunten mal die „Internationalen Ferienkurse für Neue Musik“ statt.Die Liste der Dozenten umfasst eine eindrucksvolle Auswahl der wichtigsten Komponisten und Interpreten zeitgenössischer Musik: Ernst Krenek und Hermann Heiß (Komposition), Yvonne Loriod und Eduard Steuermann (Klavier), Rudolf Kolisch (Violine), Michael Mann (Viola), Ludwig ... »Details
  14. 15. August 1954: Deutsche Partei tritt in Hessen an
    Die Deutsche Partei kündigt an, in allen hessischen Wahlkreisen an der Landtagswahl teilzunehmen. Zudem werde sie eine Landesliste aufstellen und in einigen Wahlkreisen auch über Wahlbündnisse beraten.(MB) ... »Details
  15. 16. August 1954: Deutsche Partei erwägt Bündnis mit Opposition
    Der hessische Vorsitzende der Deutschen Partei, Dr. Helmut Schranz (1897–1968), äußert in Frankfurt am Main, seine Partei führe Verhandlungen mit CDU und FDP über mögliche Wahlbündnisse bei der Landtagswahl. Alle drei Vorsitzenden seien sich einig, dass bei einem Wahlsieg ihrer jeweiligen Partei mit Dritten nur gemeinsam verhandelt werden kann.(MB) ... »Details
  16. 17. August 1954: Landesregierung legt Wahltermin fest
    Die hessische Landesregierung gibt bekannt, dass die bevorstehende Landtagswahl am 28. November, und damit zwei Tage vor Ablauf der Legislaturperiode, durchgeführt wird. Die Oppositionsparteien CDU und FDP hatten den 7. November als Wahltermin präferiert. Insgesamt sind im politischen Wiesbaden beide Termine umstritten, da der 7. November zu wenig Zeit zum Wahlkampf lasse und der November durch ... »Details
  17. 17. August 1954: Gutachten über die Neugliederung des Bundeslandes Hessen erscheint in Buchform
    Das von der Landesregierung im Mai dem „Luther-Ausschuss“ vorgelegte Gutachten über die Neugliederung der hessischen Landesgrenzen erscheint nun in Buchform. Im Fokus steht hier besonders die Frage nach der Wiedereingliederung althessischer und altnassauischer Gebiete. Gemeint ist hier der linksrheinischen Teil der früheren Provinz Rheinhessen des Volksstaates Hessen, den heutigen ... »Details
  18. 19. August 1954: Offenbach wird Großstadt
    In Offenbach am Main wird der 100.000 Einwohner geboren, womit die Stadt Großstadt wird. Eine offizielle Feier findet zu diesem Anlass am 11. September im großen Messesaal statt. (OV) ... »Details
  19. 20. August 1954: Innenminister hebt Verbot für Internierten-Treffen auf
    Hessens Innenminister, Heinrich Zinnkann (1885–1973; SPD), hebt das verhängte Verbot des Treffens ehemaliger Internierter des Landes in Trutzhain wieder auf. Voraussetzung hierfür war die Absage des Landesvorsitzende der Organisation, Regierungs- und Gewerbeschulrat Schnell, gegen den ein Gerichtsverfahren wegen Verherrlichung des Nationalsozialismus anhängig ist. Schnell erklärt ... »Details
  20. 20. August 1954: FDP für Landtagswahl am 7. November
    Die hessische FDP spricht sich für die Durchführung der Landtagswahl am 7. November aus. Mittels eines Dringlichkeitsantrages versucht die Fraktion, die hessische Landesregierung zu diesem Termin zu bewegen. Die Partei begründet ihren Antrag mit der Häufung christlicher Feiertage im November. Daher scheiden einige Sonntage als Wahltage aus.0=Die Wahl zum 3. Hessischen Landtag findet ... »Details
  21. 20. August 1954: Hessischer Wirtschaftsminister eröffnet Aero-Lotto
    Hessens Wirtschaftsminister Heinrich Fischer (1895–1973; SPD) hat in Darmstadt die Groschenlotterie des Landesverbandes Hessen im Deutschen Aero-Club eröffnet. Diese Lotterie soll im Laufe des Jahres in allen größeren hessischen Städten durchgeführt werden. Mit dem Glücksspiel soll der Segelflugsport in Hessen unterstützt werden.(MB) ... »Details
  22. 24. August 1954: Zwischenbilanz zur Errichtung von Dorfgemeinschaftshäusern
    Das Hessische Wirtschaftsministerium legt eine Zwischenbilanz über die Errichtung von Dorfgemeinschaftshäusern vor. Seit Beginn des Programms zur sozialen Aufrüstung des Dorfes im Jahr 1952 haben sich 150 Gemeinden zur Errichtung eines solchen Gebäudes entschlossen. 75 Dorfgemeinschaftshäuser sind zu bauen begonnen worden, 40 davon konnten bereits in Betrieb genommen werden. Von den bereits ... »Details
  23. 27. August 1954: Wechsel in FDP-Landtagsfraktion
    In der hessischen FDP-Landtagsfraktion kommt es zu einem Personalwechsel. Der Abgeordnete Wilhelm Seipel (1898–1968) legt aufgrund eines Wechsels zum Sozialgericht Darmstadt sein Landtagsmandat nieder. Für ihn rückt der Fraktionssekretär der Partei im Hessischen Landtag, Walter Schroeder (1894–1976), nach. ... »Details
  24. 28. August 1954: CDU Hessen schließt Wahlabkommen mit der FDP
    Der Landesausschuss der hessischen CDU stimmt mit 57 gegen sieben Stimmen und fünf Enthaltungen dem mit der FDP vereinbarten Wahlabkommen zu. Der CDU-Landesvorsitzende Dr. Wilhelm Fay (1911–1980) erklärt dazu, wenn seine Partei bei der kommenden Landtagswahl mit der FDP siegten, würden die beiden Parteien vermutlich eine Koalition bilden. An eine große Koalition mit der SPD sei jedoch nicht ... »Details
  25. 31. August-5. September 1954: 76. Deutscher Katholikentag in Fulda
    In Fulda findet der 76. Deutsche Katholikentag unter dem Motto „Ihr sollt mir Zeugen sein bis an die Grenzen der Erde“ statt. Zu Gast in Fulda sind katholische Christen aus vielen Ländern der Erde. In einer Art Hörspiel, das von Rundfunk und Fernsehen übertragen wird, berichten sie am Schlusstag vom christlichen Bekenntnis in ihrer Heimat und singen Glaubenslieder in ihrer ... »Details
  26. September 1954: Extraordonarien fordern mehr Personal an Hochschulen
    Auf der Tagung des Landeskonvents der Nichtordinarienschaften an den hessischen Hochschulen als Berufsvertretung der außerplanmäßigen Hochschullehrer (sog. Extraordinarien) stellt dieser fest, dass im Vergleich zu anderen Bundesländern die Personaldecke an hessischen Hochschulen prekär sei: Obwohl mehrfach Forderungen, Pläne und Vorschläge durch die einzelnen Hochschulen und durch den ... »Details
  27. 1. September 1954: Mainz fordert Gebietsrückgabe
    Der Oberbürgermeister der Stadt Mainz, Franz Stein (1900–1967; SPD), fordert die rheinland-pfälzische Landesregierung auf, die nun zur Stadt Wiesbaden gehörenden rechtsrheinischen Gebiete wieder an das linksrheinische Gebiete anzuschließen. Die drei westlichen Oberkommissare haben dieser Herstellung der historischen Stadtgliederungen ihre Unterstützung zugesagt. Hessens Ministerpräsident ... »Details
  28. 1. September 1954: Wahltermin für Hessen bestätigt
    Der hessische Ministerrat bestätigt den 28. November als Termin für die anstehende Landtagswahl in Hessen.(MB) ... »Details
  29. 3. September 1954: Neuregelung zum Volkstrauertag
    Im Kulturpolitischen Ausschuss des Hessischen Landtages wird beschlossen, den Volkstrauertag unter die Regelung zu Sonn- und Feiertagen fallen zu lassen. Unklar bleibt allerdings, inwieweit Sportveranstaltungen am Nachmittag des Trauertages abgehalten werden dürfen. Hier ist keine Übereinkunft erzielt worden, die Mehrheit der Ausschussmitglieder fordert allerdings ein ganztägiges Gedenken.(MB) ... »Details
  30. 11. September 1954: Bundessozialgericht in Kassel nimmt die Arbeit auf
    Bundesarbeitsminister Anton Storch (1892–1975; CDU) eröffnet mit dem Bundessozialgericht ein weiteres höchstes Gericht der Bundesrepublik in Kassel. Bereits am 21. April 1953 war hier das Bundesarbeitsgericht eingerichtet worden. Kassel ist zudem Sitz des Hessischen Verwaltungsgerichtshofs und des Finanzgerichts. ... »Details