Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen
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Hesse in the 19th and 20th Centuries

  • 1900
  • 1910
  • 1920
  • 1930
  • 1940
  • 1950
  • 1960
  • 1970
  • 1980
  • 1990
  • 2000
  1. um 1880: Arbeitsbedingungen in Nagelschmieden
    In der 1883 erschienenen Abhandlung „Fünf Dorfgemeinden auf dem Hohen Taunus“ befasste sich Gottlieb Schnapper-Arndt (1846-1904) ausführlich mit den Lebens- und Arbeitsbedingungen in den verarmten Dörfern Seelenberg, Ober- und Niederreifenberg, Schmitten und Arnoldshain im Taunus. Die Lektüre von Karl Marx‘ (1818-1883) Schriften hatte ihn angeregt, einen „Blick in die Wirklichkeit“ ... »Details
  2. um 1880: Ernährung in den Taunusdörfern
    Im Rahmen seiner Forschungen in Seelenberg, Ober- und Niederreifenberg, Schmitten und Arnoldshain beschrieb Gottlieb Schnapper-Arndt (1846-1904) die Ernährungsgewohnheiten in den Dörfern um 1880. Üblich waren fünf Mahlzeiten am Tag: erstes und zweites Frühstück, Mittagessen, Vesperimbiss und Abendbrot. Das Essen war nur wenig abwechslungsreich. Kartoffeln dominierten den Speiseplan und ... »Details
  3. um 1880: Die Filetstrickerei im Taunus
    Die Missernte des Jahres 1851 nahm der Frankfurter Jurist und Historiker Friedrich Scharff (1812–1881) zum Anlass, ein „Comité zur Unterstützung der Feldbergdörfer“ zu gründen, das zum Ziel hatte, die betroffenen Orte im Taunus mit dem Kauf von Saatkartoffeln und der Schaffung neuer Erwerbszweige zu unterstützen. Daneben strebte das Komitee an, für die Frauen und Kinder Beschäftigung ... »Details
  4. um 1880: Wohn- und Lebensverhältnisse in den Taunusdörfern
    Die Bevölkerung in den Taunusdörfern Arnoldshain, Schmitten, Nieder- und Oberreifenberg und Seelenberg, die sich ihren Lebensunterhalt durch die Herstellung von Nägeln, Filetstrickerei oder als Tagelöhner verdiente, lebte in ausgesprochen einfachen Verhältnissen. Die meisten Häuser besaßen nur eine beheizbare Stube, in der die ganze Familie leben, schlafen und oftmals arbeiten musste. ... »Details
  5. 1875-1890: Unfallverhütung am Arbeitsplatz
    Seit der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts gab es zunehmend Maßnahmen, die Erkrankungen und Unfälle am Arbeitsplatz verhindern sollten. 1884 wurde die Unfallversicherung eingeführt, um Arbeiter bei Arbeitsunfällen abzusichern. Die Betriebe erhielten zudem Vorgaben, die der Verhütung von Unfällen dienen sollten. Dazu gehörte zum Beispiel das Tragen von Schutzmasken oder die Anweisung, ... »Details
  6. 6. Januar 1875: Ehemaliger Kurfürst Friedrich Wilhelm I. verstirbt in Prag
    Am 6. Januar 1875 verstirbt Friedrich Wilhelm I. (1802–1875), Mitregent in Kassel seit 1831 und als Kurfürst regierend von 1847 bis 1866, im ehemaligen Palais Windischgrätz in Prag. Im Juli 1867 hatte er sich mit seiner Familie dorthin ins Exil begeben, nachdem er zunächst 1866 als Kriegsgefangener nach Stettin abgeführt worden und nach der Unterzeichnung des Stettiner Vertrags am 17. ... »Details
  7. 17. Januar 1875: Eröffnung des 7. Kommunallandtages des Regierungsbezirks Wiesbaden
    In Wiesbaden wird um 12 Uhr der 7. Kommunallandtag des Regierungsbezirks Wiesbaden durch eine Ansprache des stellvertretenden königlichen Landtagskommissars, Regierungspräsident Lothar von Wurmb (1824–1890) eröffnet.|Der 7. Kommunallandtag des Regierungsbezirks Wiesbaden wird in insgesamt sieben öffentlichen Sitzungen bis zum 30. Januar 1873 tagen. Beraten wird unter anderem über die ... »Details
  8. 25. Februar 1875: Schloss Philippsruhe wird an Landgraf Friedrich Wilhelm von Hessen übergeben
    Am 25. Februar 1875 wird Schloss Philippsruhe bei Hanau laut des 1873 geschlossenen Staatsvertrags zwischen Preußen und den ehemaligen hessischen Kurfürsten an den Landgraf Friedrich Wilhelm von Hessen-Rumpenheim (1820–1884) übergeben. Das barocke Schloss, das ab 1701 von Graf Philipp Reinhard von Hanau (1664–1712) errichtet worden war, war nach dem Aussterben des Grafengeschlechts 1736 an ... »Details
  9. 9. April 1875: Otto von Bismarck wird Ehrenbürger in Offenbach
    Am 9. April 1875 wird der Reichskanzler Fürst Otto von Bismarck (1815–1898) von der Stadt Offenbach am Main zum Ehrenbürger ernannt. Die Lindenstraße am südlichen Stadtrand wird ihm zu Ehren im Jahr darauf in Bismarckstraße umbenannt.(StH) ... »Details
  10. 31. Mai 1875: Kulturkampf des preußischen Staates gegen die katholischen Orden und Kongregationen (Klostergesetz)
    Das Klostergesetz ist Teil des „Kulturkampfes“ im Deutschen Reich, hat aber nur in den preußischen Gebieten Gültigkeit. Auf der Grundlage des Gesetzes werden alle Orden, bis auf die Krankenpflegeorden, auf preußischem Gebiet geschlossen, die Schwestern und Brüder ausgewiesen. Damit bleiben die Klöster der Vinzentinerinnen, der Dernbacher Schwestern und der Barmherzigen Brüder bestehen, ... »Details
  11. 24. Juni 1875: Weiterhin verminderter Wohlstand in den Städten
    Am 24. Juni 1875 berichtet der Wiesbadener Regierungspräsident Lothar von Wurmb (1824–1890) dem Kaiser, dass der Wohlstand der Bevölkerung, vor allem in den Städten, weiterhin vermindert sei. Noch immer gäbe es Stockungen im Handel und in der Industrie. Man könne keine Unternehmungen, keine Luxusausgaben und keinen Verkauf von Häusern verzeichnen. Die Arbeiterbevölkerung hingegen, leide ... »Details
  12. 29. Juni 1875: Festakt zur Einweihung des Wilhelmsturmes in Dillenburg
    1865 bildete sich in Dillenburg ein Komitee, das ein Denkmal zu Ehren des in dieser Stadt geborenen Prinzen Wilhelm I. von Oranien (1533–1584) errichten wollte. Als Standort für den „Wilhelmsturm“ im historisierenden Stil nach Plänen des Wiesbadener Baurates Friedrich Albert Cremer (1824–1891) wählte man die Fundamente des im Siebenjährigen Krieg zerstörten Schlosses auf dem 270 m ... »Details
  13. Juli 1875: Erste „Kaiserregatta“ in Ems
    Zu Ehren von Kaiser Wilhelm I. (1797–1888), der regelmäßig zur Kur in Ems weilte, wird die seit 1858 hier zur Unterhaltung der Gäste stattfindende Ruderregatta 1875 in „Kaiserregatta“ umbenannt. ... »Details
  14. 4. Juli 1875: Umbettung Georg Büchners bei Zürich
    Nach der Abtragung des Friedhofs am Krautgarten, in dem der in 1837 in Zürich verstorbene Georg Büchner (1813–1837) beerdigt worden war, wird der Dichter auf den Germania-Hügel verlegt und am 4. Juli 1875 von der Gesellschaft deutscher Studierender im Rahmen einer „patriotischen Gedenkfeier“ gewürdigt.(StH) ... »Details
  15. 13. Juli 1875: Gründung von Fortbildungsschulen im Großherzogtum Hessen
    Das großherzoglich hessische Ministerium des Innern ordnet am 13. Juli 1875 die Einrichtung von Fortbildungsschulen in allen Gemeinden an. Es greift in seiner Verfügung auf die in zahlreichen Orten (zum Beispiel in Heppenheim, Waldmichelbach und Weiher) schon bestehenden Einrichtungen zurück und verpflichtet alle Gemeinden zur Gründung. Die Auswahl der Unterrichtsinhalte ist den Gemeinden ... »Details
  16. 5. August 1875: Der Hessische Verein für Geschichte und Landeskunde bestellt Ludwig Bickell zum Konservator
    Am 5. August 1875 bestellt der Verein für Hessische Geschichte und Landeskunde den Juristen und Heimatforscher Ludwig Bickell (1838–1901) zum Konservator ihrer ab November 1875 im Landgrafenschloss in Marburg ausgestellten „Alterthumssammlung“, in die er seine private Sammlung einbrachte. Diese in den Folgejahren weiter ausgebaute Sammlung bildete später den Grundstock des ... »Details
  17. 16. August 1875: Erste Pferdebahn in Wiesbaden
    Die erste Pferdebahn-Linie wird am 16. August 1875 in Wiesbaden in Betrieb genommen.(StH) ... »Details
  18. 18. August 1875: Ersatzwahl zum Preußischen Abgeordnetenhaus im Wahlkreis Kirchhain – Frankenberg
    Im Wahlkreis Kassel 9: Kirchhain – Frankenberg findet eine Ersatzwahl zum Preußischen Abgeordnetenhaus statt. ... »Details
  19. 29. September 1875: Auflösung der Franziskanerklöster in Fulda und Salmünster
    Die Franziskanerklöster in Fulda und Salmünster werden wegen des Kulturkampfgesetzes gegen die Ordensniederlassung am 29. September 1875 aufgelöst.(StH) ... »Details
  20. 3. Oktober 1875: Eröffnung des 8. Kommunallandtages des Regierungsbezirks Wiesbaden
    In Wiesbaden wird der 8. Kommunallandtag des Regierungsbezirks Wiesbaden durch eine Ansprache des stellvertretenden königlichen Landtagskommissars, Regierungspräsident Lothar von Wurmb (1824–1890) eröffnet. Zum Vorsitzenden des Kommunallandtages wurde Graf Hugo von Matuschka ernannt, zu seinem Stellvertreter Landrat Wilhelm von König. Als Schriftführer wegen die Abgeordneten Schirm und ... »Details
  21. 3. Oktober 1875: Eröffnung des 6. Kommunallandtages des Regierungsbezirks Kassel
    Im Kasseler Ständehaus wird um 12 Uhr der 6. Kommunallandtag des Regierungsbezirkes Kassel durch den stellvertretenden Landtagskommissar, den Regierungsvizepräsidenten Freiherr von Hardenberg (1824–1887), eröffnet. Obervorsteher von Milchling wird zum Vorsitzenden des 6. Kommunallandtages ernannt, Oberamtsrichter Wolff von Gudenberg zu seinem Stellvertreter.|Der 6. Kommunallandtag des ... »Details
  22. 11. Oktober 1875: Ersatzwahl zum Reichstag im Wahlkreis Diez – Hadamar – Limburg – Runkel – Weilburg
    Im Wahlkreis Regierungsbezirk Wiesbaden 4: Diez – Hadamar – Limburg – Runkel – Weilburg findet eine Ersatzwahl zum Deutschen Reichstag statt. Dabei erhalten|Hubert Hilf (1820–1909; Deutsche Fortschrittspartei) 9.467 Stimmen (67,6 %)Johannes Tripp (geb. 1835; Zentrum) 4.544 Stimmen (32,4 %)|Damit ist Hubert Hilf zum Reichstagsabgeordneten gewählt.|Die Wahl war nötig geworden, nachdem ... »Details
  23. 15. Oktober 1875: Ludwigs-Bahnhof in Darmstadt eröffnet
    Am 15. Oktober 1875 wird in Darmstadt der neue Kopfbahnhof der Hessischen Ludwigs-Eisenbahngesellschaft eröffnet. Er lag östlich des Main-Neckar-Bahnhofs an der Nordseite des heutigen Steubenplatzes. Das repräsentative Gebäude im Stil der Neorenaissance entstand nach den Entwürfen des Architekten Philipp Johann Berdellé (1838–1903), der auch für das benachbarte Eckgebäude der „Bank ... »Details
  24. 31. Oktober 1875: Bahnhof in Eschwege eröffnet
    Am 31. Oktober 1875 wird der Bahnhof in Eschwege und die ihn anbindende erste Teilstrecke Eschwege – Eschwege West (damals „Niederhone“) zusammen mit der Verbindung Göttingen – Bebra eröffnet. Diese waren Teil der im Bau befindlichen „Kanonenbahn“, der von der preußischen Regierung aus militärstrategischen Gründen geplanten Verbindung zwischen Berlin und Metz. Der zweite Abschnitt ... »Details
  25. 8. November 1875: Ersatzwahl zum Preußischen Abgeordnetenhaus im Wahlkreis Oberlahnkreis
    Im Wahlkreis Wiesbaden 8: Oberlahnkreis findet eine Ersatzwahl zum Preußischen Abgeordnetenhaus statt. ... »Details
  26. 8. Dezember 1875: Inbetriebnahme der neuen Wasserversorgung in Frankfurt
    Nachdem die Fernleitungen aus dem Spessart und dem Vogelsberg fertiggestellt worden waren, kann die Stadt Frankfurt am Main ab dem 8. Dezember 1875 täglich zusätzlich mit bis zu 18.000 m³ Wasser versorgt werden. Seit 1607 hatte die Stadt Quellwasser aus bleiernen und hölzernen, ab 1771 aus eisernen Röhren erhalten. Durch das Stadtwachstum seit dem Beginn den 19. Jahrhunderts war der ... »Details
  27. 1876: Erstmalig Lawn-Tennis im Homburger Kurgarten
    Im Kurgarten von Homburg praktizieren im Jahr 1876 englische Gäste das in England 1874 eingeführte Lawn-Tennis-Spiel, wie ein Foto (möglicherweise die älteste fotografische Darstellung des Tennisspiels) im Stadtarchiv Bad Homburg belegt1=LAGIS-Orte der Kur: Tennisspiel im Kurpark, Foto, 1876 . Das Spiel erfreute sich schnell einer großen Beliebtheit bei der wohlhabenden Gesellschaft und 1879 ... »Details
  28. 1. Januar 1876: Einführung der zivilen Trauung und der Standesamtsregister im Großherzogtum Hessen
    Mit der Übernahme der Reichsgesetze zur Neuordnung des Personenstandswesens führt das Großherzogtum Hessen die zivile Trauung und das Standesamtregister ein.(StH) ... »Details
  29. 10. Januar 1876: Neue Prüfungsordnung für Volkschullehrer und Volksschullehrerinnen im Großherzogtum Hessen
    Die neue Prüfungsordnung regelt die Voraussetzungen für eine Aufnahme in die Lehrerausbildungsstätten, deren Lehrplan und die Modalitäten der Abschlussprüfung. Ziele sind die Vereinheitlichung der Ausbildungsinhalte und eine Qualitätssicherung durch die staatlichen Prüfungen. Diese bestehen fortan aus drei Teilen, einer schriftlichen, mündlichen und praktischen Prüfung. An das bestandene ... »Details
  30. 1. Februar 1876: Verleihung des „Goldenen Löwen“ als großherzoglichen Orden
    Nach der Stiftung des Hausordens vom Goldenen Löwen im Jahr 1770 verleiht Großherzog Ludwig III. (1806–1877) diesen erstmals am 1. Februar 1876 als großherzoglichen Orden.(StH) ... »Details
  31. 23. Februar 1876: Einweihung der neuen liberalen Synagoge in Darmstadt
    Am 23. Februar 1876 wird in Darmstadt die Liberale Synagoge in der Friedrichstraße eingeweiht. Nachdem 1873 die orthodoxe Gemeinde ein neues Gotteshaus erhalten hatte, wurde von 1873 bis 1876 eine weitere Synagoge für die stetig anwachsende jüdische Bevölkerung in dem seit 1871 im Nordwesten der Stadt neu angelegten Johannesviertel erbaut. Dieses neue Quartier, bis zum Bau der Johanneskiche ... »Details
  32. 10. März 1876: Bergrutsch bei Kaub
    In seinem Bericht an den Kaiser vom 30. Juni 1876 schreibt der Wiesbadener Regierungspräsident Lothar von Wurmb (1824–1890), dass am 10. März 1876 gegen 11 Uhr ein großer Bergrutsch bei Kaub erfolgte.|Die Vorwärtsbewegung der Fels- und Geröllmassen im Distrikt Kalkgrube bei Kaub habe man schon seit längerem beobachtet. Auch seien Maßnahmen ergriffen worden, die einen plötzlichen Abrutsch ... »Details
  33. 21. Juni 1876: Feierliche Eröffnung des Grandhotel „Frankfurter Hof“
    Am 21. Juni 1876 wird das Hotel „Frankfurter Hof (Grand-Hôtel de Francfort)“ am Kaiserplatz in Frankfurt eröffnet. ... »Details
  34. 6. August 1876: Gründung des Wandervereins „Rhönklub“ in Gersfeld
    Nachdem bereits im Jahr 1868 von Frankfurter Bürgern ein Wander- und Touristenverein (der spätere „Taunusklub“) begründet worden war, folgt am 6. August 1876 die Gründung des „Rhönklubs“ in Gersfeld in der Rhön, initiiert vom Fuldaer Arzt Justus Schneider (1842–1904).  ... »Details
  35. 14. August 1876: Private Werksschulen
    Vor allem größere Unternehmen werden auf dem Gebiet der Arbeiterfürsorge aktiv. Dazu gehörte zum Beispiel die Schaffung von Krankenkassen oder Sparkassen für die Beschäftigten, aber auch die Einrichtung von Kindergärten und Schulen. ... »Details
  36. Herbst 1876: Der Maler Hans Thoma lässt sich dauerhaft in Frankfurt nieder
    Nachdem er bereits 1873 und 1874 einige Zeit in Frankfurt verbracht hatte, bezieht der Maler Hans Thoma im Herbst 1876 dort ein Atelier und eine Wohnung, die er mit seinem Freund und Kollegen Wilhelm Steinhausen (1846 -1924) teilt. Im Dezember 1877 wechselte er mit Mutter, Schwester und Ehefrau Bonicella, gen. Cella (1858-1901), die er im Juni des Jahres geheiratet hatte, in ein gemeinsames ... »Details
  37. 7. Oktober 1876: Amtsantritt von Konrad Duden als Direktor des Königlichen Gymnasiums in Hersfeld
    Am 7. Oktober 1876 tritt Konrad Duden (1829–1911) sein Amt als Direktor des 1570 gegründeten Gymnasiums in Hersfeld an. Von Anfang an verfolgte er als Anhänger der fortschrittlichen Erziehungsprinzipien des Schweizer Pädagogen Johann Heinrich Pestalozzi (1746–1827) die umfassende Erneuerung der traditionsreichen Schule („Alte Klosterschule“). Mit besonderer Aufmerksamkeit widmete er ... »Details
  38. 8. Oktober 1876: Engelbert Humperdinck erhält den Mozartpreis der Stadt Frankfurt
    Mit der Komposition eines Liedes und eines Streichquartettsatzes gewinnt der junge Komponist Engelbert Humperdinck (1854–1921) 1876 den Mozart-Preis der Stadt Frankfurt am Main, der mit einem gut dotierten vierjährigen Stipendium verbunden ist. Träger des Preises war die 1838 nach einem Sängerfest gegründete Mozart-Stiftung. ... »Details
  39. 10. Oktober 1876: Neugründung der Landwirtschaftsschule in Weilburg
    Am 19. Dezember 1876 berichtet der Wiesbadener Regierungspräsident Lothar von Wurmb (1824–1890) dem Kaiser, dass am 10. Oktober 1876 seitens der Stadtgemeinde die Landwirtschaftsschule in Weilburg eröffnet wurde. Hierzu habe es Beihilfe durch einen Staatszuschuss von 15.000 bis 18.000 Mark gegeben.|Die Landwirtschaftsschule soll nun jährlich stattfinden. Es stehe auch eine Winterschule damit ... »Details
  40. 14. Oktober 1876: Die Elisabethenschule wird als Höhere Mädchenschule in Frankfurt gegründet
    Als 1876 die Zahl der Schüler und Schülerinnen der 1803 gegründeten Musterschule in Frankfurt am Main auf 1.200 angewachsen war, initiierte Direktor Dr. Friedrich Eiselen (1825–1917) die Abtrennung einer Höheren Mädchenschule, der nach der Mutter Goethes Catharina Elisabeth Goethe (1731–1808) benannten Elisabethenschule. Sie diente gleichzeitig als Lehrerinnenseminar zur Ausbildung von ... »Details
  41. 20. Oktober 1876: Wahl zum Preußischen Abgeordnetenhaus
    Bei der Wahl zum Preußischen Abgeordnetenhaus bleiben die Nationalliberalen nach leichten Stimmengewinnen mit 178 Mandaten (1873: 175) wie schon seit 1870 erneut stärkste Kraft. Die katholische Zentrumspartei verliert zwar einen Sitz, bleibt aber mit 85 Mandaten zweitstärkste Fraktion, gefolgt von der Deutschen Fortschrittspartei, die einen Sitz gewinnt und nun 73 Abgeordnete in das Preußische ... »Details
  42. 19. Dezember 1876: Ältere Urkunden in Limburg gefunden
    In seinem Bericht an den Kaiser vom 19. Dezember 1876 schreibt der Wiesbadener Regierungspräsident Lothar von Wurmb (1824–1890), dass man im Archiv in Limburg an der Lahn auf einige ältere Urkunden gestoßen sei, welche von großem historischen Interesse seien. Datiert seien sie aus der Zeit der früheren Dynasten, der Herren von Limburg. Die älteste sei die des Limburger Grafen Erlach aus ... »Details
  43. 1877: Leben einer Tagelöhnerfamilie im Taunus
    Während seines Aufenthaltes in den Taunusdörfern Seelenberg, Ober- und Niederreifenberg, Schmitten und Arnoldshain im Jahr 1877 untersuchte Gottlieb Schnapper-Arndt (1846–1904) unter anderem die Lebensbedingungen des „N***“ und seiner Familie, den er als typischen besitzlosen Tagelöhner bezeichnete. N lebte zusammen mit seiner Ehefrau und fünf Kindern im Alter zwischen zwei und 16 Jahren ... »Details
  44. 1877: Theodor Reiffenstein überlässt der Stadt Frankfurt seine „Sammlung Frankfurter Ansichten“
    1877 vermacht der Maler Theodor Reiffenstein (1820–1893) seine „Sammlung Frankfurter Ansichten“ in sieben Klebebänden mit 1.692 Aquarellen und Zeichnungen und 2.600 Seiten Notizen zu Gebäuden der gesamten Altstadt gegen die Zahlung einer lebenslangen Leibrente dem Historischen Museum in Frankfurt am Main, das 1878 eröffnet wird. ... »Details
  45. 10. Januar 1877: Wahlen zum Deutschen Reichstag
    Bei den dritten Wahlen zum Deutschen Reichstag erleidet die Nationalliberale Partei deutliche Verluste, bleibt aber mit 128 (1874: 154) von insgesamt 397 Mandaten stärkste Kraft im Parlament. Zweitstärkste Kraft wird die katholische Zentrumspartei, die ihr Ergebnis von 1874 leicht verbessern kann und nun 93 Mandate bekleidet (1874: 91). Drittstärkste Kraft wird die Deutschkonservative Partei, ... »Details
  46. März 1877: Das Botanisch-pharmacognostische Institut der Universität Marburg ist fertiggestellt
    Nachdem Julius Wilhelm Albert Wigand (1821-1886) 1861 die Professur für Botanik an der Universität Marburg, die nunmehr nicht mehr der Medizin sondern der philosophischen Fakultät zugeordnet wurde, erhalten hatte, bemühte er sich um den Bau eines botanisch-pharmakognostischen Instituts. Als Standort bot sich ein Gelände am Rande des ab 1811 von Georg Wenderoth neu angelegten Botanischen ... »Details
  47. 19. März 1877: Eröffnung des 9. Kommunallandtages des Regierungsbezirks Wiesbaden
    In Wiesbaden wird der 9. Kommunallandtag des Regierungsbezirks Wiesbaden durch den stellvertretenden königlichen Landtagskommissar, Regierungspräsident Lothar von Wurmb (1824–1890) eröffnet. Zum Vorsitzenden des Kommunallandtages wurde Graf Hugo von Matuschka ernannt, zu seinem Stellvertreter Karl Schellenberg. Als Schriftführer werden die Abgeordneten Schirm und Schneider ... »Details
  48. 22. März 1877: Einfluss der öffentlichen Stimmung auf die Reichstagswahl
    In seinem Schreiben an den Kaiser vom 22. März 1877 berichtet der Wiesbadener Regierungspräsident Lothar von Wurmb (1824–1890), dass die anhaltend schlechten Geschäftsverhältnisse sich auf die Stimmung der Bevölkerung auswirken. In Frankfurt am Main hatte dies auch Einfluss auf die Reichstagswahl am 10. Januar 1877. Die Unzufriedenen hätten für die Demokratische und die ... »Details
  49. 25. März 1877: Die „Gründerkrise“
    Nach einigen Jahren der Hochkonjunktur führte der weltweite Zusammenbruch der Börsen 1873 zu einer Wirtschaftskrise. Steigende Produktion hatte zu einem Überangebot an Waren und zu einem Preisverfall geführt. Eine Wende setzte erst ab 1879 ein. ... »Details
  50. 23. Mai 1877: Eröffnung des 7. Kommunallandtages des Regierungsbezirks Kassel
    Im Kasseler Ständehaus wird um 12 Uhr der 7. Kommunallandtag des Regierungsbezirkes Kassel durch den Königlichen Landtagskommissar, den Oberpräsidenten Freiherr von Ende (1815–1889), eröffnet. Gemäß Allerhöchstem Erlass wird Obervorsteher von Schutzbar genannt Milchling erneut zum Vorsitzenden ernannt, Oberamtsrichter Wolff von Gudenberg zu seinem Stellvertreter.|Der 7. Kommunallandtag ... »Details