Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen
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Hesse in the 19th and 20th Centuries

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  1. 28. April 1849: Friedrich Wilhelm IV. von Preußen lehnt die Erbkaiserwürde ab
    Nach der Ablehnung des Angebots der Erbkaiserwürde der Nationalversammlung, also der Kaiserkrone, am 28. April 1849 von König Friedrich Wilhelm IV. von Preußen (1795–1861) entsteht die letzte Revolutionskarikatur des Frankfurter Zeichners Ernst Schalck (1827–1865), welcher später für die „Frankfurter Latern“ arbeitete. Der „Deutsche Michel“ hustet stark durch die Kaiserpfeife, ... »Details
  2. 28. April 1849: Die Reichsverfassungskampagne
    Am 28. April 1849 lehnte der preußische König Friedrich Wilhelm IV. (1795-1861) endgültig die Kaiserwürde ab. Damit begannen oftmals bewaffnete Auseinandersetzungen um die Anerkennung der Verfassung, die die Frankfurter Nationalversammlung ausgearbeitet hatte. In Hanau kam es zu einem gemeinsamen Aufruf aller politischer Vereine zum Aufbau einer Freischar für einen bewaffneten Kampf. Es blieb ... »Details
  3. Mai 1849: Schließung der Spielbank in Homburg
    Zum 1. Mai 1849 wurde in der Frankfurter Nationalversammlung ein Gesetz verabschiedet, das öffentlichen Spielbanken den Betrieb untersagte. Glücksspiel galt als „Mittel zur Beförderung des Volkselends“, ein Verbot als wirksame Maßnahme gegen die Spielsucht. ... »Details
  4. Mai 1849: Der Künstler Karl (Charles) Nahl wandert nach Amerika aus
    Mitte Mai 1849 schiffen sich der einer angesehenen Kasseler Künstlerfamilie entstammende Carl Nahl (1818–1878) und sein Halbruder Hugo Arthur Nahl (1833–1889) von Le Havre nach New York ein, wo sie Ende Juni ankommen. Neben Mutter und Geschwistern begleitete sie auch Friedrich August Wenderoth (um 1819–1884), der ebenso wie sie an der Akademie in Kassel ausgebildet worden war. Zusammen mit ... »Details
  5. 23. Mai 1849: Volksversammlungen in Erbach und Ober-Laudenbach
    Ende April 1849 hatte der preußische König Friedrich Wilhelm IV. (1795–1861) endgültig die Kaiserkrone abgelehnt. Nachdem einige Staaten des Deutschen Bundes die von der Nationalversammlung ausgearbeitete Verfassung nicht angenommen hatten, kam es zu Aufständen. Radikale Gruppen versuchten mit Waffengewalt, die Verfassung durchzusetzen. Baden war der Hauptschauplatz der Auseinandersetzung, ... »Details
  6. 26. Mai 1849: Gründung des neuen Hospitals in Fritzlar
    Seit dem Mittelalter besteht ein Armenhospital der Stadt in Fritzlar nahe an der Spitalsbrücke am Mühlgraben. Mit der Säkularisation erhält dieses Heilig-Geist-Hospital das nahe gelegene Gebäude des Franziskanerklosters und Besitzanteile des Petrus-Stiftes überwiesen. Der Stadtrat vereinigt damit die alte Hospitalstiftung mit der Armenstiftung. Zu Beginn des 19. Jahrhunderts leben elf arme ... »Details
  7. 2. Juni 1849: Zustoß zu den Badischen Aufständen durch die Hanauer Turnerwehr
    In Erbach beschlossen 6.000 Odenwälder bei einer Volksversammlung am 23. Mai 1849 für die Frankfurter Reichsverfassung in Baden teils bewaffnet zu kämpfen.  ... »Details
  8. 7. Juni 1849: Rücktritt von August Hergenhahn und Ende der nassauischen März-Regierung
    Da Preußen den Widerruf der Reichsverfassung, welche in der Frankfurter Nationalversammlung beschlossen wurde, erzwingt, tritt am 7. Juni 1849 der nassauische Ministerpräsident August Hergerhahn (1804–1874) zurück. Sein Nachfolger wird der Konservative Freiherr Friedrich von Wintzingerode (1799–1870). Daraufhin flohen Anfang Juli Karl Vogt (1817–1895) und Wilhelm Schulz (1797–1860) mit ... »Details
  9. 10. September 1849: Inbetriebnahme des Fürstenbahnhofs Hanau-Wilhelmsbad
    Am 10. September 1849 wird der Bahnhof Wilhelmsbad bei Hanau im Zusammenhang mit der Eröffnung der Bahnstrecke der Frankfurt-Hanauer-Eisenbahn in Betrieb genommen. ... »Details
  10. 19.Dezember 1849: Einweihung des Bahnhofs Guntershausen als kurhessischer Eisenbahnknotenpunkt
    Unweit der im gleichen Jahr fertiggestellten Eisenbahnbrücke über die Bauna befindet sich der Bahnhof Guntershausen, seinerzeit der erste Bahnknotenpunkt in Kurhessen. Hier wurden die west-östliche verlaufende Friedrich-Wilhelms-Nordbahn und die nord-südliche verlaufende Main-Weser-Bahn zusammengeführt. Bis zur Fertigstellung der direkten Linie Frankfurt-Bebra im Jahr 1868 wurde der gesamte ... »Details
  11. 29. Dezember 1849: Der Bahnhof Wahlershausen (Wilhelmshöhe) wird in Betrieb genommen
    Als Bahnstation für die kurfürstliche Familie besaß das Empfangsgebäude in Wahlershausen (heute Kassel-Wilhelmshöhe) eine besondere Bedeutung. Es lag unterhalb des Schlossparks Wilhelmshöhe südlich des Kreuzungspunktes von Bahntrasse und Wilhelmshöher Allee ungefähr dort, wo sich heute der moderne Fernbahnhof Wilhelmshöhe befindet.|Der Direktor der kurhessischen Staatsbahnen Julius Eugen ... »Details
  12. 1850: Julius Eugen Ruhl wird erster Generaldirektor der Staatseisenbahnen in Kurhessen
    Am 5. Juli 1850 ernennt Kurfürst Friedrich Wilhelm I. (1802–1875) den Kasseler Hofbaudirektor Julius Eugen Ruhl (1796–1871), der schon seit 1846 als Referent für Eisenbahnangelegenheiten tätig war, zum Generaldirektor für die hessischen Staatseisenbahnen.|Zahlreiche repräsentative Empfangsgebäude im Kurfürstentum Hessen wurden von ihm geplant. Entlang der Friedrich-Wilhelms-Nordbahn ... »Details
  13. 1850: Gründung des Evangelischen Vereins für Innere Mission in Nassau
    1850 gründet sich EVIM, der Evangelische Verein für Innere Mission in Nassau, um der christlichen kirchlichen Sozialarbeit einen organisatorischen Rahmen zu geben. Er besteht noch heute und bietet für Kinder und Jugendliche, Kranke, Alte und Arme soziale Hilfen und Unterstützung an. Im 19. Jahrhundert werden in sogenannten Rettungshäusern Kinder und Jugendliche aufgenommen, um ihnen eine ... »Details
  14. 1850: Carl Morgenstern malt im Auftrag des Frankfurter Senats eine Stadtansicht von der Mainseite
    1850 erhält der Maler Carl Morgenstern (1811–1893) vom Rat der Stadt Frankfurt am Main den Auftrag, eine Ansicht der Stadt von der Mainseite anzufertigen. Das 162 cm breite Bild, für das er 1.000 Gulden erhält, wird zu seinem berühmtesten Werk, das er aufgrund des Erfolges noch in zahlreichen weiteren Versionen anfertigte.|Carl Morgenstern entstammte einer seit mehreren Generationen in ... »Details
  15. 1850: Anzeigen von Auswanderungsagenten
    Für Auswanderungsagenten boten Zeitungsannoncen eine gute Möglichkeit, ihre Dienste anzupreisen. Um die Mitte des 19. Jahrhunderts fanden sich fast täglich Anzeigen in den hessischen Zeitungen. Die Angebote beschränkten sich auf eine Auswanderung nach Übersee, wer innerhalb Deutschlands oder Europas eine neue Zukunft suchte, musste in der Regel seine Reise alleine organisieren.(StF) ... »Details
  16. Februar 1850: Ludwig Emil Grimm verfasst die „Schweinerolle“
    Als Geschenk für seine Tochter Friederike (1833–1914) verfasst Ludwig Emil Grimm (1790–1863), jüngster Bruder von Jacob (1785–1863) und Wilhelm Grimm (1786–1859) und Professor für Zeichenkunst an der Akademie in Kassel, im Februar 1850 die „Kurze Lebensbeschreibung einer merkwürdigen und liebevollen Sau, geboren in Ihringshausen 1849“, eine 810 cm lange und 10,5 cm hohe ... »Details
  17. Februar 1850: Die Sektkellerei Kupferberg beginnt die Produktion in Mainz
    Im Februar 1850 siedelt sich Christian Adalbert Kupferberg (1824–1876) mit einer eigenen Sektkellerei in Mainz-Laubenheim an. Bereits zwei Jahre nach Firmengründung wird die Marke „Kupferberg Gold“ eingetragen und zählt damit zu den ältesten deutschen Marken. ... »Details
  18. 10. Februar 1850: Erster Bezirkstag der geeinten Arbeitervereine in Offenbach
    Am 10. Februar 1850 versammeln sich die durch die „Arbeiterverbrüderung“ geeinten Arbeitervereine des Rhein-Main-Gebiets zum ersten Bezirkstag in Offenbach am Main.(StH) ... »Details
  19. 23. Februar 1850: Ludwig Hassenpflug wird zum zweiten Mal Regierungschef in Kassel
    Am 23. Februar 1850 ersetzt Kurfürst Friedrich Wilhelm I. (1802–1875) in Kassel den infolge des „Hanauer Ultimatums“ von 1848 eingesetzten Innenminister Bernhard Eberhard (1795–1860) durch Ludwig Hassenpflug (1794–1862), der bereits zwischen 1832 und 1837 faktisch als kurhessischer Ministerpräsident amtiert hatte.  ... »Details
  20. 4. März 1850: Inbetriebnahme des Bahnhofs Kirchhain
    Zeitgleich mit der Inbetriebnahme der Teilstrecke von Kirchhain nach Marburg der Main-Weser-Bahn wurde am 5. April 1850 das Stationsgebäude in der 12 km östlich von Marburg gelegenen Kleinstadt Kirchhain eröffnet.|Der Kasseler Architekt Julius Eugen Ruhl (1796–1871) konzipierte einen variierten Typenbau aus rotem Backstein im zeittypischen Rundbogenstil. Der durch einen erhöhten ... »Details
  21. 12. Juni 1850: Auflösung der kurhessischen Ständeversammlung
    Nachdem Kurfürst Friedrich Wilhelm I. (1802–1875) im Februar 1850 den allgemein unbeliebten Ludwig Hassenpflug (1794–1862) wieder als Staatsminister eingesetzt hatte, kam es zu Protesten und Auseinandersetzungen mit der Ständeversammlung in Kassel. Der Landtag verweigerte die Zustimmung zu dem vorgelegten Landeshaushalt mit den vorgesehenen Steuererhebungen. Daraufhin wird der Landtag am 12. ... »Details
  22. 30. Juni 1850: Entlassung von Staatsminister Carl Jaup in Darmstadt
    Großherzog Ludwig III. (1806–1877) ernennt nach der Entlassung von Carl Jaup (1781–1860) Freiherr Carl Friedrich Reinhard von Dalwigk (1802–1880) in Darmstadt zum Direktor des Ministeriums des Innern und damit zum Chef der Regierung. Mithilfe des konservativen Politikers schmiedete der Großherzog konkrete Pläne, die nachrevolutionären Unruhen in Kurhessen zu einer Vereinigung beider ... »Details
  23. 8. August 1850: Enthüllung des Denkmals der „Hygieia“ in Wiesbaden
    Am 8. August 1850 wird in Wiesbaden die von dem in Rom bei Bertel Thorvaldsen (1770–1844) ausgebildeten Bildhauer Karl Hoffmann (1816–1872) aus Carrara-Marmor angefertigte Figurengruppe der „Hygieia“ festlich enthüllt. Sie zeigte die griechische Göttin der Gesundheit, begleitet von zwei kindlichen Schutzbefohlenen und befand sich damals direkt neben dem 1823 neu gefassten Kochbrunnen. ... »Details
  24. 28. August 1850: Weihe der katholischen Kirche St. Mariae Namen in Hanau
    Der Bau einer ersten Kirche für die katholische Gemeinde in Hanau, die zu Beginn des 19. Jahrhunderts nur über einen kleinen Betsaal verfügte, wurde lange geplant. In den 1830er Jahren begannen schließlich die konkreten Planungen für den von der kurhessischen Regierung zur Verfügung gestellten Bauplatz im Bangert, dem ehemaligen gräflichen Baumgarten zwischen der Alt- und Neustadt in Hanau. ... »Details
  25. 31. August 1850: Vollendung des Rosental-Viadukts bei Friedberg
    Das 275 m lange Rosentalviadukt, eine Eisenbahnbrücke der Main-Weser-Bahn überspannt das Tal der Usa zwischen Friedberg und Bad Nauheim. Erbaut wurde sie zwischen 1847 und 1850 nach den Plänen des Eisenbahningenieurs Peter Hochgesand (1818–1896), der damals Sektionsingenieur in Friedberg war. ... »Details
  26. 1. September 1850: Neueröffnung des Bundestags
    Der 1848 aus dem Dienst enthobene Bundestag wird am 9. September 1850 in Frankfurt am Main neu eröffnet.(StH) ... »Details
  27. 7. September 1850: Ausnahmezustand in Kurhessen
    Nachdem Kurfürst Friedrich Wilhelm I. (1802–1875) den Staatsminister Bernhard Eberhard (1795–1860) durch den allgemein unbeliebten Ludwig Hassenpflug (1794–1862) ersetzt hatte, kam es zu Protesten und wiederholten Auseinandersetzungen mit der Ständeversammlung in Kassel.  ... »Details
  28. 7. Oktober 1850: Einberufung einer „außerordentlichen Ständeversammlung“ in Darmstadt
    Reinhard Freiherr von Dalwigk (1802–1880), 1848 von Großherzog Ludwig III. (1806–1877) in Darmstadt zum Direktor des Ministeriums des Innern ernannt, setzt am 7. Oktober 1850 mit einer Verordnung das geltende Wahlrecht außer Kraft und verordnet eine an den vorrevolutionären Zuständen orientierte Wahlordnung für eine „außerordentliche“ Ständeversammlung. Diese hob die Entscheidungen ... »Details
  29. 10. Oktober 1850: Kurhessische Offiziere reagieren auf gewaltsame Regierungspolitik nicht
    Am 10. Oktober 1850 verweigern kurhessische Offiziere unter Berufung auf den Verfassungseid die gewaltsame Umsetzung der Regierungspolitik. Dabei verlangen 241 der 277 Offiziere den Abschied. Aufgrund der kurhessischen Verfassungskrise hatte der Frankfurter Bundestag eine Bundesexekution beschlossen, bestehend aus bayerisch-österreichischen Truppen von 10 000 Mann, die am 1. November 1850 in ... »Details
  30. 1. November 1850: Bayerisch-österreichische Truppen dringen in Kurhessen ein
    Am 10. Oktober 1850 verweigern kurhessische Offiziere unter Berufung auf den Verfassungseid die gewaltsame Umsetzung der Regierungspolitik. Dabei verlangten 241 der 277 Offiziere ihren Abschied. Aufgrund der kurhessischen Verfassungskrise beschloss der Frankfurter Bundestag eine Bundesexekution, bestehend aus bayerisch-österreichischen Truppen von 10.000 Mann, die am 1. November 1850 in Kurhessen ... »Details