Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen
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Hesse in the 19th and 20th Centuries

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  1. 25. Juli 1805: Christian Zais nach Wiesbaden berufen
    Am 25. Juli 1805 wird der in Stuttgart ausgebildete Architekt Christian Zais (1770–1820) als Bauinspektor in die aufstrebende nassauische Kurstadt Wiesbaden berufen.|Mit der wachsenden Bedeutung des Kurwesens und der Bestimmung von Wiesbaden zur Hauptstadt des Herzogtums Nassau 1816 wuchsen auch die Bauaufgaben. Eines der ersten größeren Projekte war die Planung eines „neuen Badehauses vor ... »Details
  2. 1806: Lodge im Kurpark von Nenndorf errichtet
    Die 1546 erstmals erwähnte Schwefelquelle in Nenndorf im Landkreis Schaumburg wurde auf Befehl des Landgrafen Friedrich II. von Hessen-Kassel (1720–1785) eingefasst. Sein Nachfolger Landgraf Wilhelm IX. (1743–1821) überzeugte sich 1786 persönlich von dem Wert der Schwefelquelle und ließ nach einem Gesamtplan des Hofarchitekten Simon Louis du Ry (1726–1799) den „Nenndorfer ... »Details
  3. 7. Januar 1806: Französischer Einmarsch in Südhessen
    Um Hessen-Darmstadt zum Anschluss an den von Napoleon geplanten Rheinbund zu zwingen, rückt ein von Marschall Pierre François Augereau (1757–1816) geführtes und 20.000 Mann starkes französisches Armeekorps, in Südhessen ein. Die Stadt Darmstadt bleibt bis in den Sommer 1806 besetzt.(StH/LV) ... »Details
  4. 1. Juli 1806: Franz und Georg Brentano kaufen einen Hof in Oestrich-Winkel (Brentano-Haus)
    Am 1. Juli 1806 unterzeichnet der Frankfurter Kaufmann Franz Brentano (1765–1844) zusammen mit seinem Halbbruder Bruder Georg Brentano (1775–1851) den Kaufvertrag für ein um 1850 errichtetes, unweit des Rheins gelegenes Anwesen in Winkel. Das ländliche Domizil besteht aus einem Wohnhaus mit Hof und Nebengebäude sowie einem langestreckten Garten, der sich bis hinunter zum Fluss zieht. ... »Details
  5. 12. Juli 1806: Unterzeichnung der „Rheinbundakte“ in Paris
    In Paris wird die „Rheinbundakte“ zur Gründung des Rheinbundes vom hessen-darmstädtischen Gesandten August Wilhelm Freiherr von Pappenheim (1759–1826) unterschrieben. Somit werden monatelange diplomatische Abhandlungen beendet, Klein- und Kleinstherrschaften aufgelöst und der Landgraf von Darmstadt und dessen badischer Vetter zum Großherzog ernannt, was an den „Gran duca“ von Toskana ... »Details
  6. 13. August 1806: Annahme des Titels Großherzog von Hessen
    Mit dem sogenannten Besitzergreifungspatent für die im Rheinbund-Vertrag vom 12. Juli 1806 neuerworbenen Gebiete, zu denen auch die Odenwald-Grafschaft Erbach und die Stadt Friedberg zählen, wird Landgraf Ludwig X. (1753–1830) als „Großherzog Ludewig I. von Hessen“ souveränder Herr seines beträchtlich vergrößerten Landes.(StH/LV) ... »Details
  7. 30. August 1806: Gründung des Herzogtums Nassau
    Die am 12. Juli 1806 unterzeichnete Rheinbundakte gewährt auch den beiden nassauischen Fürsten Friedrich August von Nassau-Usingen (1738–1816) und seinem Vetter Friedrich Wilhelm von Nassau-Weilburg (1768–1816) territoriale Gewinne. Um die Selbstständigkeit ihres Territoriums besser verteidigen zu können, beschlossen die beiden Fürsten im Anschluss, die Fürstentümer zu einem Herzogtum ... »Details
  8. September 1806: Berufung von Conrad Westermayr an die Zeichenakademie in Hanau
    Als Nachfolger seines ehemaligen Lehrers Jean Louis Gallien (1730–1809) tritt Conrad Westermayr (1765–1834) im September 1806 in Hanau die ihm von Landgraf Wilhelm IX. (1743–1821) schon länger zugesagte Stelle als Lehrer an der 1772 gegründeten Zeichenakademie an. Die von ihm eingeleiteten Reformen führten dazu, dass sich bereits 1808 die Anzahl der Akademieschüler von anfänglich 60 auf ... »Details
  9. 10. September 1806: Der Fürstprimas des Rheinbundes Karl von Dalberg übernimmt die Herrschaft in Frankfurt
    Nachdem die „Rheinbundakte“ am 12. Juli 1806 in Paris unterschrieben worden war, übernimmt Fürstprimas Carl Theodor von Dalberg (1744–1817) am 10. September 1806 mit einer feierlichen Zeremonie im Kaisersaal des Römers die Herrschaft in Frankfurt am Main. Er residiert im 1732 bis 1741 erbauten Palais Thurn und Taxis. ... »Details
  10. 1. Oktober 1806: Neuordnung des Großherzogtums Hessen
    Nach der Unterzeichnung der „Rheinbundakte“ im Juli 1806 beginnt Großherzog Ludewig I. von Hessen (1753–1830) mit der Umgestaltung und Modernisierung der bisherigen Landgrafschaft Hessen-Darmstadt. ... »Details
  11. 27. Oktober 1806: Ende des Fürstentums Fulda
    Mit dem Einmarsch der französischen Truppen 1806 in Fulda endet die erst seit 1802 bestehende Herrschaft von Wilhelm Friedrich von Nassau-Oranien (1772–1843).  ... »Details
  12. 31. Oktober 1806: Französische Truppen stehen vor Kassel
    Kurfürst Wilhelm I. von Hessen (1743–1821) hatte in den Auseinandersetzungen zwischen Frankreich und Preußen zunächst versucht, Neutralität zu wahren. Noch im April 1806 führte der hessische Botschafter Carl Otto Johann von der Malsburg (1742–1821) in Paris Verhandlungen über eine Allianz mit Frankreich. Am 18. April und erneut am 18. Mai wurde Kurhessen ein Angebot vorgelegt, das neben ... »Details
  13. November 1806: Kaiser Napoleon befiehlt die Schleifung der Befestigung in Hanau
    Nur wenige Tage nachdem die französischen Truppen in Hanau einmarschiert waren, erließ Kaiser Napoleon (1769–1821) am 5. November 1806 den Befehl, die alte Befestigung in Hanau zu schleifen. Vor allem die Festungswälle wurden abgetragen, während die Stadttore zum Teil noch einige Jahre erhalten blieben. Die Arbeiten dauerten bis 1829, als Kurfürst Wilhelm II. (1777-1847) die ... »Details
  14. 5. November 1806: Pläne zur Umgestaltung der Frankfurter Wallanlagen
    Im Auftrag des seit 1806 in Frankfurt am Main residierenden Fürstprimas Carl Theodor von und zu Dalberg (1744–1816) verfasst Jakob Guiollett (1746–1815), der bereits die Entfestigung in Regensburg geleitet hatte, eine Denkschrift über die „Schleifung hiesiger Festungswerke“, die am 5. November 1806 erscheint. Darin propagiert er die Demolition des Frankfurter Festungsgürtels, um an ... »Details
  15. 27. Dezember 1806: Widerstand gegen die napoleonische Herrschaft in Marburg
    Noch vor der Errichtung des Königreichs Westphalen am 18. August 1807 erheben sich in Marburg ehemals kurhessische Soldaten und Bauern aus der Region gegen die französische Besatzung und die angeordnete Rekrutierung von Soldaten. In der Nacht zum 27. Dezember 1806 versammelt sich ein kleiner Trupp in der Stadt und zieht zum Schloss, um die dort stationierten Soldaten zu überraschen. Der Angriff ... »Details
  16. 1807: Pockenimpfung im Großherzogtum Hessen
    Im Großherzogtum Hessen wird die Impfpflicht gegen die Pockenerkrankung eingeführt. Alle Kinder müssen sich impfen lassen. Eltern, die für ihre Kinder die Impfung verweigern, müssen für vier Wochen ins Gefängnis.(RKr) ... »Details
  17. 1807: Beginn der Anlage eines Landschaftsparks auf den Wallanlagen in Rinteln
    Im Jahr 1807 beginnt der ehemalige kurhessische Hofgärtner Georg Wilhelm Homburg (um 1765–nach 1817) mit dem Entwurf und der Neuanlage eines Gartens im englischen Stil auf den im November 1806 auf Weisung von Kaiser Napoleon I. (1769–1821) geschleiften Festungsanlagen der kurz zuvor eroberten Stadt Rinteln, die seit 1648 zur Landgrafschaft Hessen-Kassel gehört hatte und nun Teil des ... »Details
  18. 1807-1870: Jüdische Kurgäste
    Schon im 17. und 18. Jahrhundert lassen sich jüdische Gäste in den hessischen Kurbädern nachweisen. Auch im 19. Jahrhundert blieb der Kurbesuch eine beliebte Beschäftigung nicht nur für die wohlhabenden Frankfurter oder Mainzer Juden, sondern auch für überregionale Besucher. Die Zahl der Kurgäste stieg bis zum Ende des Jahrhunderts stetig an. ... »Details
  19. 12. Februar 1807: Der Kunstschreiner David Roentgen verstirbt in Wiesbaden
    Der in der Herrnhuter Brüdergemeine Herrnhaag in der Wetterau geborene Kunstschreiner David Roentgen (1743–1807) verstirbt im Alter von 63 Jahren in Wiesbaden.|Sein Vater Abraham Roentgen (1711–1793) hatte im Jahre 1740 in Herrnhaag eine Möbelwerkstatt gegründet, die nach Auflösung der Brüdergemeine 1750/1753 in die herrnhutische Neugründung in Neuwied verlagert wurde. Die dort ... »Details
  20. 18. Februar 1807: Die Schriftstellerin Sophie von La Roche stirbt in Offenbach
    Die angesehene Schriftstellerin Sophie von La Roche (1730–1807), die vor allem durch ihren Roman „Geschichte des Fräuleins von Sternheim“ (1771) berühmt geworden war, stirbt am 18. Februar 1807 in Offenbach am Main. Mit ihrem Werk gilt sie als Begründerin des deutschen Frauenromans und war zudem Herausgeberin der ersten deutschen Frauenzeitschrift „Pomona für Teutschlands Töchter“ ... »Details
  21. 1. August 1807: Neuregelung der Standesherren durch Deklaration
    Nachdem die Rheinbundakte am 13. Juli 1806 unterzeichnet wurde und in Kraft trat, wurden Klein- und Kleinststaaten aufgelöst. Die „mediatisierten“ Fürsten und Grafen verloren ihre Lande, jedoch gibt es ab dem 1. August 1807 eine neue Regelung durch die Großherzoglich Hessische Deklaration. Veröffentlicht wurde sie in Darmstadt und betrifft die staatsrechtlichen Verhältnisse. Die ... »Details
  22. 18. August 1807: Kaiser Napoleon dekretiert die Errichtung des Königreichs Westphalen
    Nach dem im Juli 1807 geschlossenen Frieden von Tilsit verkündet Kaiser Napoleon Bonaparte (1769–1821) am 18. August 1807 die Errichtung des neuen Königreichs Westphalen mit Kassel als Hauptstadt, das von seinem jüngsten Bruder Jérôme Bonaparte (1784–1860) regiert werden sollte, der am 10. Dezember 1807 seinen offiziellen Einzug in der Stadt hielt. Das Königreich zählt ca. zwei ... »Details
  23. 25. August 1807: Ermöglichung von Verdienstorden durch Ludwig I.
    Großherzog Ludwig I. (1753–1830) stellt Gelder für einen Verdienstorden zur Verfügung. Dieser wird nach dessen Tode in „Ludewigsorden“ umbenannt.(StH) ... »Details
  24. September 1807: Karikatur über die Gleichstellung der Juden im Königreich Westphalen
    Die Gleichberechtigung der Juden im Königreich Westphalen führte auch zu Reaktionen im europäischen Ausland. Im September 1807 erschien bei dem Londoner Verleger Thomas Tegg (1776-1845) eine Radierung des Karikaturisten George Moutard Woodward (1765-1809), der sich mit dem Thema auseinandersetzte. ... »Details
  25. 15. November 1807: Gleichstellung der Juden im Königreich Westphalen
    Mit der Gründung des Königreichs Westphalens im Jahr 1807 waren weitreichende Veränderungen nach französischem Vorbild verbunden. Dazu gehörte auch die Gleichberechtigung aller Untertanen, die in der Verfassung vom 15. November 1807 verkündet wurde. Damit war erstmals in einem deutschen Staat die jüdische Bevölkerung der christlichen gleichgestellt, die bisherigen Einschränkungen und ... »Details
  26. 7. Dezember 1807: Verfassung des Königreichs Westphalen in Kraft gesetzt
    Als eine seiner ersten Amtshandlungen setzt König Jérôme von Westphalen (1784–1860) am 7. Dezember 1807 die nach französischem Vorbild gestaltete „Constitution des Königreichs Westphalen“ in Kraft. Damit kann eine reguläre Regierung nach den Bestimmungen der Verfassung ihre Tätigkeit beginnen.|Nachdem Kaiser Napoleon Bonaparte (1769–1821) am 18. August 1807 die Errichtung des neuen ... »Details
  27. 10. Dezember 1807: König Jérôme von Westphalen hält Einzug in Kassel
    Nachdem Kaiser Napoleon Bonaparte (1769–1821) im August 1807 die Einrichtung des neuen Königreichs Westphalen mit Kassel als Hauptstadt verkündet hatte, hält am 10. Dezember 1807 sein jüngster Bruder König Jérôme Bonaparte (1784–1860) mit seiner Gemahlin Katharina von Württemberg (1783–1835) festlichen Einzug in der Stadt. Das Schloss Wilhelmshöhe wird in „Napoleonshöhe“ ... »Details
  28. 1808: Neue Handelskammer soll in Frankfurt gebildet werden
    Im Jahr 1808 soll eine neue Handelskammer für Frankfurt am Main eingerichtet werden, was der Fürstprimas Karl von Dalberg (1744–1817) verordnete.(StH) ... »Details
  29. 1808: Das israelitische Konsistorium im Königreich Westphalen
    Nach erfolgter Gleichberechtigung der Juden im Königreich Westphalen wurde auch hier nach französischem Vorbild ein israelitisches Konsistorium als zentrale Aufsichts- und Verwaltungsbehörde begründet, deren Präsident der Braunschweiger Bankier und Rabbiner Israel Jacobsson (1768-1828) war und das am 19. Dezember 1808 seine Arbeit aufnahm. Das Konsistorium sollte die Einhaltung der neuen ... »Details
  30. 1808: Georg Brentano erwirbt einen Landsitz in Rödelheim
    Mit dem Ankauf eines kleinen repräsentativen Landhauses mit Garten an der Nidda durch Georg Brentano (1775–1851) im Jahre 1808 beginnt die Geschichte des heutigen Brentanoparks in Rödelheim.  ... »Details
  31. 1. Januar 1808: Abschaffung der Leibeigenschaft im Herzogtum Nassau
    Nach der Gründung des vereinten Herzogtums Nassau 1806 verordneten die beiden Landesherren Friedrich August von Nassau-Usingen (1738–1816) und Friedrich Wilhelm von Nassau-Weilburg (1768–1816) eine Reihe von Reformen, deren Ausarbeitung vor allem dem Staatsminister Freiherr Ernst Marschall von Bieberstein (1770–1834) oblag. Dazu zählt auch die Abschaffung der Leibeigenschaft, die ab dem 1. ... »Details
  32. 11. März 1808: Gründung des Frankfurter „Museums“ (der späteren Museums-Gesellschaft)
    1808 gründen Bürger in Frankfurt am Main das „Museum“, eine Gesellschaft zur Förderung der schönen Künste, das heißt von Literatur, Bildender Kunst und Tonkunst. Zu den Gründern gehörten unter anderem der von dem damaligen Großherzog Carl Theodor von Dalberg (1744–1817) zum Kurator der Kunst und Lehranstalten ernannte Historiker Johann Nikolaus Vogt (1756–1836), der Fuldaer ... »Details
  33. 7. Juli 1808: „Rechtsschule“ in Wetzlar gegründet
    Als Kaiser Franz II. (1768–1835) am 6. August 1806 die Reichskrone niedergelegt und alle Reichsangehörigen von ihren Pflichten entbunden hatte, war damit auch die Auflösung des Reichskammergerichts in Wetzlar verbunden. ... »Details
  34. 10. Juli 1808: König Jérôme von Westphalen ordnet Umbau des Museums Fridericianum in einen „Palast der Stände“ an
    Der seit seit 1807 regierende König Jérôme von Westphalen (1784–1860) beschließt am 10. Juli 1808, das Museum Fridericianum am Friedrichsplatz in Kassel in einen „Palast der Stände“ als Sitz des westphälischen Parlaments umzubauen. Die neueingerichtete Ständeversammlung basiert auf der Verfassung des von Kaiser Napoleon Bonaparte errichteten Königreichs Westphalen.|Der durch die ... »Details
  35. 10. August 1808: Gründung der „Wetterauischen Gesellschaft für die gesamte Naturkunde zu Hanau“
    Am 10. August 1808 wird die „Wetterauische Gesellschaft für die gesamte Naturkunde zu Hanau“ von naturwissenschaftlich interessierten Bürgern gegründet. Die Vereinigung zählt somit zu den ältesten naturkundlichen Gesellschaften Deutschlands und ist heute Hessens ältester eingetragener Verein. ... »Details
  36. 24. August 1808: Napoleon sendet Truppen nach Spanien
    4.000 Soldaten werden von Napoleon Bonaparte (1769–1821) zum Einsatz in Spanien im Krieg gegen England geschickt. Dazu gehören auch die Truppen des Großherzogtums Hessen („Groß- und Erbprinz“), des Herzogtums Nassau und der Trupp des Fürstprimas Karl von Dalberg (1744–1817). Getarnt als gleichmäßige Instruktion sollen die Soldaten für König Joseph Bonaparte (1768–1844) kämpfen. ... »Details
  37. Oktober 1808: Die Malerin Ursula Reinheimer führt nach dem Tod ihres Vaters die Prestelsche Kunsthandlung in Frankfurt zusammen mit ihrem Bruder weiter
    Nach dem Tode ihres Vaters Johann Gottlieb Prestel (1739–1808) führt die Malerin und Grafikerin Ursula Magdalena Reinheimer (1777–1845) zusammen mit ihrem Bruder Christian Erdmann Gottlieb (1773–1830) die renommierte Kunsthandlung in Frankfurt, die für ihre Faksimiledrucke in „prestelscher Manier“ bekannt war, weiter. In der Werkstatt der Eltern ausgebildet, hatte sie 1805 einen ... »Details
  38. 11. Dezember 1808: Verbrennung englischer Ware in Marburg
    Napoleon (1769–1821) führt durch seine „Kontinentalsperre“ einen Handelskrieg gegen Großbritannien, den er nach der Vernichtung seiner Flotte bei Trafalgar im Oktober 1805 beginnt. Um seinen Bruder zu unterstützen, verfügt Jérôme von Westphalen (1784–1860) die Verbrennung von britischer Ware in Marburg. Die aus dem Wetzlarer Handelshaus Wendecker & Co. beschlagnahmte Ware soll auf ... »Details
  39. 23. April 1809: Dörnberg-Aufstand bei der Knallhütte vor Kassel niedergeschlagen
    Das 1807 von Kaiser Napoleon eingerichtete Königreich Westphalen wurde von vielen Einwohnern des neuen Staates, vor allem dem hessischen Adel, als französische Fremdherrschaft empfunden. Deshalb formierten sich schon früh Widerstände in der Bevölkerung, die zu Unruhen und Aufständen führten.  ... »Details
  40. 24. April 1809: Kommende in Marburg wird aufgelöst
    Große Veränderungen treten durch die Aufhebung des Deutschen Ordens ein. Darunter fällt vor allem die Auflösung der Kommenden in Marburg, die die Verantwortung des Grabes der Heiligen Elisabeth (1207–1231) übernommen hatte. Zudem wird das St.-Elisabeth-Hospital zum Landeskrankenhaus und zur Universitätsklinik. Das Erbe von Landgraf Philipp I. (1504–1567) wird ab dem 3. Juni 1810 ... »Details