Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen
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Hesse in the 19th and 20th Centuries

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  1. 2. November 1949: Regierungskommission Adenauers wegen Unterbringungsmöglichkeiten von Bundesorganen in Hessen
    Bundeskanzler Konrad Adenauer (1876–1967; CDU) erklärt in Bonn, dass eine Regierungskommission Frankfurt am Main und andere hessische Städte mit dem Auftrag besucht habe, „die Möglichkeiten einer Unterbringung der Bundesorgane in Frankfurt, Offenbach und Bad Homburg zu prüfen“. Die hessische Landesregierung sei vom Eintreffen dieser Kommission in Frankfurt am Main und den anderen ... »Details
  2. 3. November 1949: Entscheidung für Bonn als Bundeshauptstadt gegen Frankfurt
    In Bonn fällt die Entscheidung zugunsten Bonns als Sitz der Bundesorgane gegen den Vorschlag, Frankfurt am Main zur Bundeshauptstadt zu machen. 200 Abgeordnete stimmen für Bonn, 176 für Frankfurt am Main, drei enthalten sich der Stimme. Elf Stimmzettel sind ungültig. Gegen die Stimmen der SPD, der KPD, der Bayernpartei, der Wiederaufbauvereinigung und eines Teils der FDP wird geheim ... »Details
  3. 4. November 1949: FDP-Antrag auf Verlegung der Landeshauptstadt nach Frankfurt
    Der FDP-Landtagsabgeordnete Karl Theodor Bleek (1898–1969) fordert gegenüber dem Landtagspräsidenten die Verlegung des Sitzes des Hessischen Landtags von Wiesbaden nach Frankfurt am Main als ersten Punkt auf die Tagesordnung der Landtagssitzung vom 9. November 1949 zu setzen.(OV) ... »Details
  4. 4. November 1949: Festlegung der Diäten für die Mitglieder des Hessischen Staatsgerichtshofs
    Das Gesetz über die Entschädigung der Mitglieder des Hessischen Staatsgerichtshofs wird im Rechtsausschuss des Hessischen Landtags beraten. Der Ausschuss schlägt vor, dem Präsidenten des Staatsgerichtshofs Diäten von 200 DM monatlich zu zahlen, dem Vizepräsidenten des Gerichtshofs und dem Landesanwalt eine Entschädigung von 150 DM und dem Stellvertretenden Landesanwalt 100 DM pro Monat zu ... »Details
  5. 8. November 1949: Direktor der amerikanischen Landeskommission für Wiesbaden als Landeshauptstadt
    In der Diskussion über eine Verlegung des Sitzes der Hessischen Landesregierung von Wiesbaden nach Frankfurt am Main (vgl. 4. November 1949) tritt der Direktor der amerikanischen Landeskommission für Hessen, Col. Dr. James R. Newman (1902–1964), grundsätzlich dafür ein, den Sitz der Landesregierung in Wiesbaden zu belassen. Würde der Regierungssitz nach Frankfurt verlegt, würde dadurch ... »Details
  6. 8. November 1949: Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit beklagt Antisemitismus in Hessen
    Die Gesellschaften für Christlich-jüdische Zusammenarbeit in Frankfurt am Main und Wiesbaden fordern den hessischen Innenminister Heinrich Zinnkann (1885–1973; SPD) in einem gemeinsamen Schreiben auf, gegen antisemitische Umtriebe in Hessen einzuschreiten. „Wenn Friedhofsschändungen immer wieder fast ausschließlich auf Übermut und Ahnungslosigkeit spielender Kinder zurückgeführt ... »Details
  7. 9. November 1949: Regierungserklärung von Ministerpräsident Stock im Landtag
    Der hessische Ministerpräsident Christian Stock (1884–1967; SPD) stellt dem Hessischen Landtag in seiner 68. Plenarsitzung sein neues Kabinett vor und gibt dazu eine Regierungserklärung ab. Er teilt mit, dass die Landesregierung in Zukunft nur noch aus dem Ministerpräsidenten und vier Fachministern bestehen wird, nämlich den Ministern für Inneres, für Finanzen, für Erziehung, Volksbildung ... »Details
  8. 9. November 1949: Erste Sitzung des Interministeriellen Ausschusses für Ausfuhrgarantien und Ausfuhrbürgschaften
    In Frankfurt-Höchst trifft sich der Interministerielle Ausschuss (IMA) für Ausfuhrgarantien und Ausfuhrbürgschaften, das Entscheidungsgremium für die Vergabe von Exportkreditgarantien der Bundesrepublik Deutschland zu seiner konstituierenden Sitzung. Der Ausschuss, der sich aus Vertretern der Bundesregierung (der Bundesministerien für Wirtschaft und der Finanzen), Sachverständigen und dem ... »Details
  9. 10. November 1949: Gründung des Deutschen Koordinierungsrats der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit
    Die Gesellschaften für Christliche Jüdische Zusammenarbeit in München, Wiesbaden, Frankfurt am Main, Stuttgart und Berlin gründen einen Deutschen Koordinierungsrat der Gesellschaften für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit als bundesdeutschen Dachverband. Er nimmt seinen Sitz in Bad Nauheim.(OV) ... »Details
  10. 13. November 1949: Statistische Angaben zum sozialen Wohnungsbau in Hessen
    Die Wiederaufbauabteilung der Hessischen Landesregierung hat die Zahl der bezugsfertig gewordenen Wohnungen, die aus den für den sozialen Wohnungsbau bewilligten Mitteln von 15 Millionen DM gebaut worden sind, kreisweise erfasst. Danach sind statt der vorgesehenen Zahl von 1.909 Wohnung insgesamt 2.773 bezugsfertig hergerichtet worden, die meisten davon im Regierungsbezirk Kassel, weitere in den ... »Details
  11. 13. November 1949: Wahl eines Präsidenten der Landwirtschaftskammer
    Nach langdauerndem Streit zwischen dem Hessischen Bauernverband und der Landwirtschaftskammer Kurhessen kommt es endlich zur Wahl eines neuen Präsidenten der Landwirtschafskammer. Der Hessische Bauernverband hofft, dass mit der Wahl des Herrn von Scharfenberg endlich eine einheitliche landwirtschaftliche Organisation möglich wird.(OV) ... »Details
  12. 21. November 1949: Keine Tagung des Nauheimer Kreises in der Frankfurter Paulskirche
    Der Magistrat der Stadt Frankfurt lehnt die Bitte des Vorsitzenden des Nauheimer Kreises, Prof. Ulrich Noack (1899–1974) ab, die Paulskirche für eine Tagung des Kreises zur Verfügung zu stellen, die in Rengsdorf verboten worden ist. Der Magistrat verweist darauf, dass die vertraglichen Bestimmungen über die Verwendung der Paulskirche eine solche Tagung nicht möglich machen. Dem Beschluss des ... »Details
  13. 22. November 1949: Kabinettsbeschluss zur Haftentschädigung ehemaliger politischer Häftlinge
    Das hessische Kabinett beschließt, dass jedem ehemaligen politischen Häftling für jeden Monat erlittener Haft eine Entschädigung von 150 DM zustehen soll. ... »Details
  14. 27. November-3. Dezember 1949: Erster Nachkriegskongress der deutschen Kunstlehrer in Fulda
    Im Fuldaer Amerika-Haus findet der seit 1933 erste Kongress der deutschen Lehrer aller Kunstzweige statt. Die Tagung wird vom Hessischen Kultusministerium und der Abteilung für Erziehung und kulturelle Angelegenheiten im (Amerikanischen) Oberkommissariat finanziert.(OV) ... »Details
  15. 1. Dezember 1949: Staatsakt in Wiesbaden zum Jahrestag der Verfassung
    Zum dritten Jahrestag der Annahme der Hessischen Verfassung (1946) veranstaltet die Hessische Landesregierung einen Staatsakt im Großen Haus des Staatstheaters Wiesbaden. Innenminister Heinrich Zinnkann (1885–1973; SPD) begrüßt die Vertreter der hessischen Landesregierung, des Hessischen Landtags, der kommunalen Behörden und Angehörige der amerikanischen Landeskommission in Hessen. Der ... »Details
  16. 1. Dezember 1949: Entwurf für ein Schul-Wiedergutmachungsgesetz fertiggestellt
    Das Ministerium für Erziehung und Volksbildung leitet dem Kabinett einen Gesetzentwurf für ein Schul-Wiedergutmachungsgesetz zu. Nach dessen Bestimmungen können in Gemeinden, die vor dem 30. Januar 1933 Bekenntnisschulen oder bekenntnisfreie Schulen hatten und die danach (in nationalsozialistischer Zeit) abgeschafft wurden, diesen Zustand wiederherstellen, wenn die Mehrheit der ... »Details
  17. 3.-4. Dezember 1949: Landesdelegiertentagung der National-Demokratischen Partei in Alsfeld
    In Alsfeld findet die Landesdelegiertentagung der National-Demokratischen Partei Hessens statt. Dem neu gewählten Landesvorstand gehören als Erster Vorsitzender der Bundestagsabgeordnete Dr. Heinrich Leuchtgens, als geschäftsführender Vorsitzender Karl Schäfer (Alsfeld) und als gleichberechtigte Mitglieder des Vorstands Wolf Herrmann (Kassel), Arthur Martini (Wiesbaden) und Rudolf Hafer ... »Details
  18. 4. Dezember 1949: Genehmigungsfreier Autoverkehr jetzt auch an Sonntagen
    Das Hessische Wirtschaftsministerium teilt mit, dass die sogenannte Kraftfahrzeugbenutzungsverordnung am 31. Dezember 1949 ausläuft, nach der für den Kraftfahrzeugverkehr an Sonntagen eine Genehmigung eingeholt werden musste. Damit ist der Kraftfahrzeugverkehr in Hessen auch an Sonntagen genehmigungsfrei möglich. ... »Details
  19. 5. Dezember 1949: Gründung der Sozialistischen Reichspartei in Witzenhausen
    Die Abteilung für politische Angelegenheiten bei der amerikanischen Landeskommission für Hessen teilt mit, dass in Witzenhausen die Sozialistische Reichspartei als neue politische Partei gegründet worden ist. Sie ist, wie die Deutsche Rechtspartei in der britischen Zone, dem äußersten rechten Flügel zuzurechnen.(OV) ... »Details
  20. 5. Dezember 1949: Innenministerium will mehr Informationen aus Hessen sammeln
    Das Hessische Innenministerium teilt mit, dass es seine Pressestelle und deren Aufgaben erweitern will. Die neue Stelle solle Nachrichten sammeln, „um die Landesregierung fortlaufend über das politische, wirtschaftliche und soziale Leben im Landes zu unterrichten“. Das Ministerium weist jedoch darauf hin, dass keine Kontrolle der Presse oder eine geheime Polizei geplant seien.(OV) ... »Details
  21. 6. Dezember 1949: Debatte um die Steuerbefreiung der Weihnachtsgratifikation
    In der politischen Diskussion um die Steuerbefreiung der Weihnachtsgratifikation (des „Weihnachtsgeldes“) für Arbeitnehmer dementiert der hessische Finanzminister Dr. Werner Hilpert (1897–1957; CDU) Meldungen aus Bonn, Hessen habe sich gegen eine Steuerbefreiung von 300 DM der Weihnachtsgratifikation ausgesprochen. Der hessische Standpunkt in dieser Frage werde erst in der Sitzung des ... »Details
  22. 7. Dezember 1949: Ministerpräsident fordert Rückgliederung von Rheinhessen
    Bei einem Staatsakt zum Antrittsbesuch von Bundespräsident Theodor Heuss (1884–1963; FDP) in Wiesbaden meldet Ministerpräsident Christian Stock (1882–1967; SPD) den Anspruch Hessens auf Rückgliederung der Provinz Rheinhessen an.(OV) ... »Details
  23. 8. Dezember 1949: Weihnachtsaufruf zugunsten der Kriegsheimkehrer in Hessen
    Der hessische Innenminister Heinrich Zinnkann (1885–1973; SPD) ruft die Regierungspräsidenten, Landeshauptleute, Oberbürgermeister, Landräte und die Vertreter der Landes- und Bezirksfürsorgeverbände dazu auf, zu Weihnachten die Notlage der zurückgekehrten Kriegsgefangenen in Hessen zu lindern, insbesondere der der kranken und arbeitslosen Heimkehrer. Das Land wird an Weihnachten entlassene ... »Details
  24. 11. Dezember 1949: Arbeits- und Wirtschaftsminister Wagner stellt Probleme des Ministeriums vor
    Auf einer Pressekonferenz in Wiesbaden gibt der neue hessische Minister für Arbeit, Wirtschaft und Landwirtschaft, Albert Wagner (1885–1974; SPD), einen Überblick über den Zuschnitt und die aktuellen Probleme seines „Sammelministeriums“. Die Planung, 25 % des Personals des Ministeriums zu entlassen, könne noch verändert werden. Die Ernährungsämter B würden zum 31. Dezember 1949 ... »Details
  25. 14. Dezember 1949: Tumulte bei Demonstration des VVN vor dem Hessischen Landtag
    Bei einer Demonstration der Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes (VVN) in Hessen kommt es zu tumultartigen Szenen vor und im Wiesbadener Schloss, in dem zu dieser Zeit der Hessische Landtag eine Plenarsitzung abhält. Der Landesvorstand des VVN hatte die Mitglieder in Hessen zu einem Marsch nach Wiesbaden aufgerufen, um mit Nachdruck auf Forderungen der Vereinigung auf Abänderung des ... »Details
  26. 14. Dezember 1949: CDU-Kreisverbände wünschen Auflösung der Wiesbadener Regierungskoalition mit der SPD
    Nach einer dpa-Meldung vom 14. Dezember 1949 haben die nordhessischen und mittelhessischen Kreisverbände der CDU in einem Schreiben an den Landesvorsitzenden und die Landtagsfraktion den Wunsch geäußert, die bestehende Regierungskoalition mit der SPD aufzulösen. Die Pressemeldung wird kurz darauf als teilweise falsch zurückgewiesen0=Neitzke, Die CDU Hessen 1950–1967, S. 30. und der genaue ... »Details
  27. 15. Dezember 1949: Wiedereröffnung der Autobahnbrücke über das Lahntal bei Limburg
    Die amerikanische Landeskommission für Hessen teilt am 9. Dezember mit, dass die Autobahnbrücke auf der Strecke Frankfurt am Main–Köln über das Lahntal bei Limburg, die zur Zeit größte Autobahnbrücke in Hessen, am 15. Dezember vom hessischen Ministerpräsidenten Christian Stock (1884–1967; SPD) wieder eröffnet wird. Sie war in den letzten Kriegstagen durch Soldaten vor den anrückenden ... »Details
  28. 18. Dezember 1949: Staatsgerichtshof lehnt Gutachten zum Fall Lewin in Offenbach ab
    Der Hessische Staatsgerichtshof erklärt, dass er zum Fall des Offenbacher Chefarztes Dr. Herbert Lewin (1899–1982) kein Gutachten abgeben werde, da er nicht berufen sei, in die Tätigkeit der Spruchkammer einzugreifen, auch nicht durch die Erstattung von Gutachten. Der Staatsgerichtshof war von der Spruchkammer I in Frankfurt am Main um eine Entscheidung gebeten worden, ob sieben Mitglieder des ... »Details
  29. 18. Dezember 1949: Finanzminister Hilpert kritisiert Vorfälle bei der VVN-Demonstration vor dem Landtag
    In Königstein kritisiert der hessische Finanzminister Werner Hilpert (1897–1957; CDU) die Vorfälle bei der Demonstration der Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes am 14. Dezember vor dem Hessischen Landtag in Wiesbaden. Das Parlament, so betont er, dürfe „nicht durch die Straße terrorisiert werden“. Man werde durch geeignete Maßnahmen dafür sorgen, dass in Zukunft nur nach ... »Details
  30. 19. Dezember 1949: Deutsche Wählergesellschaft drängt auf Ausführungsbestimmungen zum Volksbegehren
    Die Deutsche Wählergesellschaft erneuert ihre Forderungen an den Hessischen Landtag, endlich ein Ausführungsgesetz über das Verfahren des in der Hessischen Verfassung vorgesehenen Volksbegehrens zu verabschieden. Landtagspräsident Otto Witte (1884–1963; SPD) hat der Wählergesellschaft mitgeteilt, er habe ihre Forderung an den Hauptausschuss des Landtags überwiesen. Der Hauptausschuss habe ... »Details