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Hesse in the 19th and 20th Centuries
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- 14. Februar 1933: Breites Angebot der Opel-Werke in Rüsselsheim
Die Opel-Werke in Rüsselsheim bieten ihren Kunden mit 17 verschiedenen Personenwagen-Modellen ein breites Angebot. Dazu gehören Fahrzeuge mit 1 Liter, 1,2 Liter und 1,8 Liter Hubraum. Die günstigste Limousine kostet 1.990 Reichsmark ab Werk.(OV) ... »Details - 15. Februar 1933: Massendemonstration der Eisernen Front in Kassel
Die „Eiserne Front“ organisiert eine Massendemonstration in Kassel. Den Demonstranten wird jedoch von der Polizei das Singen von Kampfliedern verboten.(OV) ... »Details - 16. Februar 1933: Wahlveranstaltung der NSDAP in Darmstadt mit Prinz August Wilhelm von Preußen
Auf einer ersten offiziellen Wahlveranstaltung der NSDAP in Darmstadt spricht Prinz August Wilhelm von Preußen (1887–1949; NSDAP), der vierte Sohn Kaiser Wilhelms II. Nach einem zusammenfassenden Bericht des „Darmstädter Tagblatts“ stellte er in seiner Rede fest: Die Nationalsozialisten würden nicht mehr aus der Regierung gehen, denn wer sollte nach ihnen kommen? Alles sei durchprobiert ... »Details - 17. Februar 1933: Verbot des sozialdemokratischen „Kasseler Volksblatts“ für eine Woche
Das „Kasseler Volksblatt“, die sozialdemokratische Zeitung in Kassel, wird für eine Woche verboten.(OV) ... »Details - 23. Februar 1933: Großkundgebung der NSDAP in den Marburger Stadtsälen
Im Rahmen des Wahlkampfs für die Wahlen zum Deutschen Reichstag veranstaltet die Marburger NSDAP eine Großkundgebung in den Stadtsälen. Im Anschluss an die Kundgebung wird vom Rundfunk eine Rede Adolf Hitlers übertragen.(OV) ... »Details - 24. Februar 1933: Wahlkundgebung der „Eisernen Front“ in Kassel
Die 1931 auf Initiative des Reichsbanners Schwarz-Rot-Gold gegründete, gegen die antidemokratisch-nationalistischen Kräfte in der Weimarer Republik gerichtete „Eiserne Front“ veranstaltet eine Wahlkundgebung in Kassel. Der vorgesehene Redner, der SPD-Reichstagsabgeordnete Arthur Crispien (1875–1946), erhält jedoch Redeverbot.(OV/KU) ... »Details - 27. Februar 1933: Brand des Deutschen Reichstags in Berlin
Am Abend bricht im Reichstagsgebäude in Berlin Feuer aus, das das gesamte Gebäude schwer beschädigt. Die Schuld am Brand wird sofort den Kommunisten angelastet. Noch in der Nacht werden zahlreiche Personen verhaftet. Joseph Goebbels notiert in sein Tagebuch: Nun ist der entscheidende Augenblick gekommen. Göring ist ganz groß in Fahrt.(OV) ... »Details - 27.-28. Februar 1933: Zuspitzung der innenpolitische Lage nach dem Reichstagsbrand
Nach dem Reichstagsbrand vom 27./28. Februar spitzt sich die politische Lage im Reich dramatisch zu. Die Notverordnung zum Schutze von Volk und Staat wird von den Nationalsozialisten und den von ihnen bereits kontrollierten Behörden genutzt, um gegen die Kommunisten vorzugehen. Im Reich werden etwa 12.000 Funktionäre und Mitglieder der KDP verhaftet.(OV) ... »Details - 28. Februar 1933: Polizeiliche Durchsuchung der KPD- und SPD-Geschäftsstellen in Marburg und Kassel
Die Polizei durchsucht in Marburg die Geschäftsstellen der KPD am Barfüßertor und der SPD in der Biegenstraße und beschlagt dabei Wahlkampfmaterial für die anstehende Reichstagswahl. ... »Details - 28. Februar 1933: Durchsuchungen bei Kommunisten und Reichsbanner in Eschwege
Die Ortsgruppe Eschwege der NSDAP ruft mit großformatigen Anzeigen zu einer politischen Kundgebung in der großen Festhalle auf. ... »Details - März 1933: Baubeginn der Umgehungsstraße für Marburg
Im Rahmen von Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen werden Arbeiten an einer Umgehungsstraße auf dem östlichen Lahnufer zwischen Hauptbahnhof und Südbahnhof begonnen. Die neue Straße erhält den Namen „Hindenburgstraße“ (später Krummbogen). ... »Details - März 1933: Erstes Lager des Freiwilligen Arbeitsdienstes in Hersfeld
In Hersfeld entsteht als erstes Lager im Landkreis ein offenes Arbeitsdienstlager. Bald darauf wird unter Oberfeldmeister des Arbeitsdienstes Laas in der Hersfelder Jugendherberge, später im Anhydratwerk, ein geschlossenes Arbeitsdienstlager gegründet. Mit der Übernahme des Arbeitsdienstes durch die NSDAP im August 1933 zieht der Arbeitsdienst in die Räume der ehemaligen Kriegsschule in ... »Details - 1. März 1933: Der Nationalsozialist Roland Freisler spricht zum Wahlkampf in Marburg
Im Rahmen des Reichstagswahlkampfs spricht der nationalsozialisitische Landtagsabgeordnete und spätere Präsident des Volksgerichtshofs, der Kasseler Rechtsanwalt Dr. Roland Freisler (1893–1945), in den Marburger Stadtsälen zum Thema „Der 5. März der Tag der Abrechnung!“ ... »Details - 2. März 1933: Zeitweiliges Verbot mehrerer Zeitungen auch in Hessen
Die „Frankfurter Zeitung“ meldet am 3. März, dass die in Frankfurt am Main erscheinende sozialdemokratische „Volksstimme“ am Vortag bis einschließlich zum 15. März 1933 verboten worden ist. Vom Kasseler Polizeipräsidium wird das sozialdemokratische „Kasseler Volksblatt“ bis zum 16. März verboten.(OV) ... »Details - 3. März 1933: Erhebliche Einschränkungen für freie Zeitungen
Der Herausgeber des in Marburg erscheinenden liberal-demokratischen „Hessischen Tagblatts“, Hermann Bauer (1897–1986), lässt in einem Kommentar unter der unverdächtigen Überschrift „Rundfunkreden“ erkennen, dass die kritische Berichterstattung durch die Zeitungen schon stark eingeschränkt sei und es nicht möglich ist, zu Reden der nationalsozialistischen Führung kritisch Stellung ... »Details - 3. März 1933: Durchsuchungen, Zeitungs- und Kundgebungsverbot in Kassel
In Kassel wird das sozialdemokratische „Kasseler Volksblatt“ endgültig verboten (siehe das vorübergehende Verbot vom 17. Februar 1933). Das Kasseler Gewerkschaftshaus wird durchsucht, eine Kundgebung der Eisernen Front wird verboten.(OV) ... »Details - 3. März 1933: Staatspräsident Adelung wendet sich gegen Einschüchterung
Unter der Überschrift „Nicht einschüchtern lassen! Mahnruf des hessischen Staatspräsidenten.“ berichtet die „Frankfurter Zeitung“ von einer Wahlkampfrede des hessischen Staatspräsidenten Bernhard Adelung (1876–1943; SPD) am Vortag in Mainz. Nach einem großen Demonstrationszug der Eisernen Front spricht Adelung in der überfüllten Mainzer Stadthalle. Die Demonstration sei die ... »Details - 3. März 1933: Wahlkampfrede des Vizekanzlers von Papen nach Frankfurt übertragen
Die „Frankfurter Zeitung“ gibt in ihrer Ausgabe vom 4. März einen Ausschnitt aus einer Wahlkampfrede des Vizekanzlers Franz von Papen (1879–1969) wieder, die von München aus telefonisch in den Zoo (wohl in das Zoo-Gesellschaftshaus) nach Frankfurt am Main übertragen wurde. Von Papen plädiert in seiner Rede für eine dauerhafte Reichsregierung, da man sich keine Regierung leisten könne, ... »Details - 5. März 1933: Wahlen zum Deutschen Reichstag
Bei der Reichstagswahl erhält die NSDAP in Hessen 49,5 % der Stimmen. ... »Details - 5. März 1933: Reichstagswahlen in Marburg ohne Zwischenfälle
In Marburg verlaufen die Reichstagswahlen (wie in vielen anderen Städten) ohne Zwischenfälle. Die Polizei wird erstmals durch die neugebildete Hilfspolizei unterstützt, die zumeist aus Mitgliedern der SA besteht.(OV) ... »Details - 5. März 1933: Toni Sender emigriert in die Tschechoslowakei
Die in Biebrich geborene Reichstagsabgeordnete und Schriftstellerin, die jüdische Sozialdemokratin Toni Sender (1888–1964), emigriert nach massiven Morddrohungen von nationalsozialistischer Seite in die Tschechoslowakei, von wo aus sie 1935 nach New York geht.(OV) ... »Details - 5. März 1933: Ergebnisse der Preußischen Landtagswahl in Hessen-Nassau
Zeitgleich mit der Wahl zum Deutschen Reichstag findet in der preußischen Provinz Hessen-Nassau eine Neuwahl des Preußischen Landtages statt. ... »Details - 6. März 1933: Nationalsozialist Heinrich Müller übernimmt Polizeigewalt im Volksstaat Hessen
Der NSDAP-Landtagsabgeordnete Dr. Heinrich Müller (1896–1945) übernimmt als Reichskommissar die Regierungs- und Polizeigewalt im Volksstaat Hessen. ... »Details - 6. März 1933: Hissen der Hakenkreuzfahne auf dem Kasseler Rathaus
Die SA hisst, eine Woche vor den Wahlen zur Stadtverordnetenversammlung, auf dem Kasseler Rathaus die Hakenkreuzfahne. NSDAP-Gauleiter Karl Weinrich (1887–1973) kündigt an: Wir werden dafür sorgen, daß die roten Bonzen für immer verschwinden..(OV) ... »Details - 6. März 1933: „Hessisches Tageblatt“ veröffentlicht kritischen Artikel zur NS-Agitation zu den Reichstagswahlen
Die in Marburg erscheinende liberal-demokratisches Zeitung „Hessisches Tageblatt“ veröffentlicht einen Beitrag, der sich kritisch mit dem Vorgehen der Nationalsozialisten im Vorfeld der am vorhergehenden Sonntag durchgeführten Reichstagswahl auseinandersetzt. Darin heißt es: „Die Straße war beherrscht von den uniformierten SA-Leuten, wie ja überhaupt bei dieser Wahl als Folge der ... »Details - 7. März 1933: Erstürmung und Demolierung des Kasseler Gewerkschaftshauses
Nur zwei Tage nach den Reichstagswahlen und den gleichzeitig abgehaltenen Landtagswahlen stürmen gewalttätige Nationalsozialisten unter der Führung Roland Freislers (1893–1945) das Kasseler Gewerkschaftshaus und beschädigen dessen Einrichtung. Die Polizei greift dagegen nicht ein, sondern sieht tatenlos zu. Vom Balkon des Gebäudes aus erklärt der spätere Präsident des Volksgerichtshofs ... »Details - 7. März 1933: SA und Stahlhelm hissen die Hakenkreuzfahne auf dem Limburger Rathaus
Am Abend hissen Angehörige der SA und des Stahlhelm auf dem Limburger Kreishaus und anschließend auf dem Limburger Rathaus die Hakenkreuzfahne und eine schwarz-weiß-rote Fahne. Den Behörden vor Ort ist diese Aktion durch einen Funkspruch des Innenministers angekündigt worden mit dem Hinweis, das Hissen der Hakenkreuzfahne solle entsprechend dem Willen der Bevölkerung geduldet werden. Der ... »Details - 7. März 1933: Anordnungen für Flaggengebrauch am Volkstrauertag
Die Reichsbehörden ordnen an, dass in allen Ländern am Volkstrauertag (12. März als Gedenktag für die Gefallenen) neben den derzeitigen Reichsfarben Schwarz-Rot-Gold auch die früheren Reichsfarben Schwarz-Weiß-Rot auf Halbmast aufgezogen werden sollen. Das Zeigen von marxistischen Flaggen an Dienstwohnungen ist verboten. ... »Details - 8. März 1933: Hakenkreuzfahnen über Marburger Amtsgebäuden
In Marburg wehen über zahlreichen öffentlichen Gebäuden wie dem Rathaus, dem Schloss, dem Landratsamt, der Universität oder dem Finanzamt nicht mehr die schwarz-rot-goldene Fahne, sondern die Hakenkreuzfahne. Nur der Direktor der Allgemeinen Ortskrankenkasse verweigert zunächst, die Hakenkreuzfahne aufzuziehen. ... »Details - 9. März 1933: Boykottmaßnahmen gegen jüdische Geschäfte in Kassel
In Kassel kommt es zu massiven Boykottmaßnahmen gegen jüdische Geschäfte. Kunden, die dennoch jüdische Geschäfte betreten, werden fotografiert.(OV) ... »Details
