Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen
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Hesse in the 19th and 20th Centuries

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  1. 1. Februar 1918: Verdunkelungsmaßregeln gegen Fliegerangriffe in der Darmstädter Zeitung
    In der „Darmstädter Zeitung“ wird eine Anordnung zu Verdunkelungsmaßregeln gegen Fliegerangriffe veröffentlicht: „Nach § 2 der Bekanntmachung Großherz. Polizeiamt (...) sind Innenbeleuchtung der Wohnungen, der Wirtschaften, Vergnügungsstätten, Arbeitsräume usw. ferner alle Oberlichter, insbesondere der Fabriken mit Nachtbetrieb, durch Anbringen von Vorhängen aus dunklem Stoff oder ... »Details
  2. 10. Februar 1918: Ansprache Kaiser Wilhelms II. im Bad Homburger Schloss zum Sonderfrieden mit der Ukraine
    Etwa 4.000 Bürgerinnen und Bürger der Stadt Bad Homburg vor der Höhe versammeln sich im oberen Schlosshof, um eine Ansprache von Kaiser Wilhelm II. zu verfolgen, der sich von einem Balkon an die Anwesenden wendet. Er verkündet den am Vortag mit der Ukraine (der Ukrainischen Volksrepublik, Ukrajinska Narodna Respublika, kurz UNR) abgeschlossenen Separatfrieden und erklärt seine Verbundenheit ... »Details
  3. 13. Februar 1918: Beratungen der Militärführung in Bad Homburg
    In Bad Homburg beraten führende Politiker des Reichs und die Oberste Heeresleitung darüber, ob die militärischen Angriffe gegen Sowjetrussland wiederaufgenommen werden sollen. Sie hoffen, damit zum Sturz der Sowjetmacht beizutragen und die Ausbreitung der revolutionären Gedankens im Reich aufzuhalten. Am 16. Februar kündigte das deutsche Oberkommando den Waffenstillstand von Brest-Litowsk ... »Details
  4. 17. Februar 1918: Konzert ukrainischer Kriegsgefangener in Gießen
    Am 17. Februar 1918 findet in der Aula der Universität Gießen ein Konzert ukrainischer Kriegsgefangener statt. Der im Wetzlaer Kriegsgefangenenlager für Ukrainer gegründete Musikverein „Lyssenko“ umfasst unter der Leitung des Gymnasialprofessors Eugen Turula ein Orchester und einen Gesangschor bestehend aus Insassen und wird von der Abteilung Kriegsgefangenenhilfe des Roten Kreuzes ... »Details
  5. 17.-24. Februar 1918: Propagierung der Hessischen Juwelen- und Goldwoche
    Während des Ersten Weltkrieges galt es, den Außenwert der Reichsmark möglichst stabil zu halten. Ein Ziel, das nur durch eine entsprechende Golddeckung zu erreichen war. Mithin wurden immer wieder sogenannte Goldwochen veranstaltet, in denen die Bevölkerung aufgefordert war, ihr Gold bzw. in ihrem Besitz befindliche goldhaltige Wertgegenstände (Münzen, Schmuck etc.) zu speziell dafür ... »Details
  6. 5. März 1918: Schulfrei für hessische Schüler zum Friedensschluss von Brest-Litowsk
    Aus Anlass des am 3. März 1918 besiegelten Friedensschlusses zwischen den Mittelmächten und dem seit Herbst 1917 bestehenden Sowjetrussland (dem vormaligen russischen Zarenreich) erhalten die hessischen Schüler – wie im ganzen Reich – schulfrei. Mit der Unterzeichnung des im Verlauf mehrerer Verhandlungsrunden in der Stadt Brest-Litowsk am Westlichen Bug zustande gekommenen ... »Details
  7. 9. März 1918: Bildung einer Darmstädter Ortsgruppe des Bundes deutscher Tabakgegner
    In Darmstadt wird im Anschluss an einen Vortrag von Prof. Heinrich Molenaar (1870–1965) im Physiksaal der Landesbaugewerkschule über „Jugend und Tabak“ eine Darmstädter Ortsgruppe des Bundes deutscher Tabakgegner gebildet. Der Redner stellt nach dem Bericht des Darmstädter Tagblatt vom 12. März anhand von Anschauungsmaterial und Statistiken die Schäden des Tabakgenusses, insonderheit ... »Details
  8. 22. März 1918: Aufruf des Bankhauses Baruch Strauß zur Zeichnung von Kriegsanleihen
    Das Marburger und das Frankfurter Bankhaus Baruch Strauß veröffentlichen in der „Frankfurter Zeitung“ eine ganzseitige Anzeige, die mit einer Zeichnung des Marburger Malers Otto Ubbelohde (1867–1922) geschmückt ist. Sie werben damit in fast emphatischen Worten für die Zeichnung einer neuen Kriegsanleihe: ... »Details
  9. 15. April 1918: Kanonendonner von der Westfront in Frankenberg zu hören
    Wie schon am 26. Februar 1916 und 1917 ist auch Anfang April 1918 Kanonendonner von der Westfront, die etwa 300 Kilometer entfernt ist, in Frankenberg deutlich zu hören.(OV) ... »Details
  10. 26. April 1918: Verleihung der Ehrenbürgerschaft der Stadt Wetzlar an Dr. Ernst Leitz
    Der „Gießener Anzeiger“ berichtet am 27. April 1918, dass Dr. Ernst Leitz an seinem 75. Geburtstag (26. April 1918) das Ehrenbürgerrecht der Stadt Wetzlar verliehen wurde.0=Gießener Anzeiger. General-Anzeiger für Oberhessen, 27.4.1918, Nr. 98, S. 3: Kreis Wetzlar. ... »Details
  11. 29. April 1918: Eröffnung des 43. Kommunallandtages des Regierungsbezirks Kassel
    Im Kasseler Ständehaus wird der 43. Kommunallandtag des preußischen Regierungsbezirkes Kassel durch die Ansprache des Königlichen Landtagskommissars, den Oberpräsidenten August von Trott zu Solz (1855–1938), eröffnet. Dieser führt in seiner Ansprache unter anderem aus: ... »Details
  12. 1. Mai 1918: Eröffnung des 13. Provinziallandtages der Provinz Hessen-Nassau
    Im Kasseler Ständehaus wird um 17 Uhr der 13. Provinziallandtag der preußischen Provinz Hessen-Nassau mit einer Ansprache des Königlichen Landtagskommissars, des Oberpräsidenten der Provinz Hessen-Nassau August von Trott zu Solz (1855–1938), eröffnet: ... »Details
  13. 6. Mai 1918: Eröffnung des 52. Kommunallandtages des Regierungsbezirkes Wiesbaden
    Um 18 Uhr wird im Kommunallandtagssitzungssaal des Landeshauses in Wiesbaden der bis zum 15. Mai in fünf öffentlichen Sitzungen tagende 52. Kommunallandtag des preußischen Regierungsbezirkes Wiesbaden eröffnet. In seiner Eröffnungsansprache führt der stellvertretende Königliche Landtagskommissar, der Wiesbadener Regierungspräsident Dr. Wilhelm von Meister (1863–1935), unter anderem aus: ... »Details
  14. 1. Juni 1918: Zahlreiche Rüstungsbetriebe und Rüstungsarbeiter in Frankfurt
    Am 1. Juni 1918 sind in Frankfurt am Main 640 als Rüstungsbetriebe anerkannte Firmen tätig, von denen 629 zur eigentlichen Metallindustrie zählen. Insgesamt arbeiten in den Rüstungsunternehmen in der Mainmetropole 71.229 Menschen, die der Metallbranche zuzurechnenden Unternehmen allein beschäftigen 58.021 Arbeiterinnen und Arbeiter. Damit sind in den mit Aufträgen für das Militär befassten ... »Details
  15. 10. Juni 1918: Verhandlungen über die Abgabe von Glocken in Frankenberg
    Wie viele andere Städte und Gemeinden soll auch die Stadt Frankenberg (Eder) Glocken zur Metallgewinnung für Kriegszwecke abliefern. In der Stadtverordnetenversammlung wird mitgeteilt, dass wegen der vorgesehenen Abgabe der Glocken aus der lutherischen Pfarrkirche mit der Metallmobilmachungsstelle verhandelt werde. Dabei würde vom Magistrat die Ablieferung der großen Glocke, der sogenannten ... »Details
  16. 11. Juni 1918: Erlaubnis zur Beförderung von Gütern in der Gießener Straßenbahn
    Das Großherzogliche Finanzministerium in Darmstadt gibt bekannt, dass Großherzog Ernst Ludwig (1868–1937) am 5. Juni der Stadt Gießen die Konzession zum Bau und Betrieb einer elektrischen Straßenbahn erteilt habe, womit auf Antrag der Betreiberin nicht nur Personen und Gepäck, sondern auch Gütern transportiert werden dürften. Dass die Konzession zur Güterbeförderung mit dem Kriegsbedarf ... »Details
  17. 16. Juni 1918: Uraufführung des Antikriegsstücks „Ein Geschlecht“ in Frankfurt
    In Frankfurt am Main kommt es zur Uraufführung des expressionistischen Dramas und Antikriegsstücks „Ein Geschlecht“ des deutschen Schriftstellers Fritz von Unruh (1885–1970). Zuvor war die bereits für 1917 geplante Uraufführung des Werkes in Berlin und Darmstadt gescheitert. Die vom Verein Frankfurter Kammerspiele ermöglichte, halbprivate (das heißt im Sinne einer „geschlossenen ... »Details
  18. 7. Juli 1918: Jahreskonferenz der USPD in Frankfurt
    In Frankfurt am Main hält die Unabhängige Sozialdemokratische Partei Deutschlands (USPD) für den Bezirk Südwestdeutschland ihre Jahreskonferenz ab. Die 64 anwesenden Delegierten vertreten Mitglieder in etwa 270 Orten aus 33 Wahlkreisen zwischen Offenburg in Baden und Kassel. Aus dem Großherzogtum sind Vertreter der Kreise Frankfurt am Main, Hanau, Höchst am Main, Wiesbaden, Wetzlar, ... »Details
  19. 16. Juli 1918: Tod der aus Darmstadt stammenden Zarin bei der Ermordung der Zarenfamilie
    In Jekaterinburg (Swerdlowsk) wird die russische Zarenfamilie ermordet, darunter die aus Darmstadt stammende Zarin Alexandra. Ihre Schwester, Großfürstin Elisabeth, Äbtissin eines orthodoxen Klosters in Moskau, stirbt am 18. August in einem Bergwerksschacht in Alapajewsk.(OV) ... »Details
  20. 16. Juli 1918: Ersatzwahl zum Preußischen Abgeordnetenhaus im Wahlkreis Hofgeismar – Wolfhagen
    Im Wahlkreis Kassel 2: Hofgeismar – Wolfhagen findet eine Ersatzwahl zum Preußischen Abgeordnetenhaus statt. ... »Details