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Hesse in the 19th and 20th Centuries
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- 20. Juni 1948: Einführung der Deutschen Mark im Rahmen der Währungsreform
Im Rahmen einer Währungsreform wird in den drei Westzonen die in Folge des Krieges und Nachkriegselends wertlos gewordene Reichsmark durch die Deutsche Mark ersetzt. Hiermit „erhalten auch die Hessen neues Geld“.0=Franz (Hrsg.), Die Chronik Hessens, Dortmund 1991, S. 414. Im Tausch für 40 alte Reichsmark erhalten die Bürger an den Lebensmittelkartenstellen 40 DM „Kopfgeld“. Die ... »Details - 26. Juni 1948: Aufnahme der Luftbrücke zur Versorgung Berlins
Die Westalliierten beginnen das von der Sowjetunion abgeriegelte Westberlin durch eine Luftbrücke zu versorgen, die überwiegend von der Rhein-Main-Air Base in Frankfurt ausgeht, welche „zeitweise zum europäischen Zentralflughafen der US-Truppen erklärt“0=Eiler, Hessen – eine starke Geschichte, Wiesbaden 2005, S. 61 wird. Nachdem die Blockade Berlins nach knapp einem Jahr wieder ... »Details - 1. Juli 1948: Übergabe der „Frankfurter Dokumente“ an die Ministerpräsidenten
Im I.G.-Farben-Haus (Poelzig-Bau) in Frankfurt werden um 11:30 Uhr in einem formellen Akt die sogenannten Frankfurter Dokumente an die Ministerpräsidenten der Länder in den Westzonen übergeben. Damit wird die Gründung der Bundesrepublik Deutschland eingeleitet. Die drei alliierten Militärgouverneure Lucius D. Clay (USA), Brian H. Robertson (Großbritannien) und Pierre Koenig (Frankreich) ... »Details - 3. Juli 1948: Verstärkung der Grenztruppen in der Sowjetisch Besetzten Zone
Auf Befehl der Sowjetischen Militäradministration in Deutschland (SMAD) werden die nach dem Befehl vom 1. Dezember 1946 aufgestellten Grenztruppen entlang der Grenze der Sowjetischen Besatzungszone (SBZ) verstärkt. Die Aufrüstung der Truppen an der Grenze betrifft nicht nur ihre zahlenmäßige Verstärkung, sondern auch die Verbesserung und Aufstockung des Waffen- und Kraftwagenarsenals. Der ... »Details - 10.-25. Juli 1948: Stadtjubiläum in Gießen
Gießen feiert das 700. Stadtjubiläum. Zur Eröffnung der Festwoche vom 10. bis 25. Juli findet ein Festakt in der Gießener Stadthalle statt. Die Präsidiums-Sitzung des Deutschen Städtetags ist indessen eher kurzfristig nach Gießen verlegt worden. Hier ergreift unter anderem die amtierende Oberbürgermeisterin von Berlin, Louise Schroeder (1887–1957; SPD), das Wort, um für die Wahrung der ... »Details - 13. Juli 1948: Aufenthaltsgenehmigung für den Besuch in der Sowjetischen Besatzungszone
Auf Beschluss der Sowjetischen Militäradministration in Deutschland (SMAD) ist der Besuch und Verkehr von Bürgern der drei westlichen Besatzungszonen in der Sowjetischen Besatzungszone (SBZ) nur noch mit Aufenthaltsgenehmigungen möglich, die man bei sowjetzonalen Behörden erhält. Außerdem ist weiterhin ein Interzonenpass erforderlich. ... »Details - 31. Juli - 1. August 1948: Gründung des Nauheimer Kreises
Der Würzburger Historiker und zum konservativen CDU-Flügel gehörende Ulrich Noack (1899–1974) begründet in Bad Nauheim den überparteilichen Nauheimer Gesprächskreis, der für die Neutralität Deutschlands im Systemkonflikt des Kalten Krieges eintritt. ... »Details - 11. August 1948: Genehmigung des hessischen Betriebsrätegesetzes – in entschärfter Form
Ein Kompromiss zwischen Hessens Ministerpräsident Christian Stock (1884–1967) und US-Militärgouverneur Lucius D. Clay (1898–1978) ermöglicht die Genehmigung des im Mai 1948 vom Hessischen Landtag mit breiter Mehrheit verabschiedeten Betriebsrätegesetzes. Den amerikanischen Bedenken gegen das Gesetz, es schränke die unternehmerische Freiheit zu stark ein, wird entsprochen, indem die ... »Details - 19. August 1948: Erstes Bürgerforum im Darmstädter Amerikahaus
Auf Anregung der amerikanischen Besatzungsmacht hin wird im Darmstädter Amerikahaus ein Forum zur Erörterung akuter Fragen des öffentlichen Lebens eingerichtet. Nach einem Jahr gibt es in rund 400 Orten in Hessen „Bürgerforen“.(OV) ... »Details - 22. August 1948: 1. Deutsches Turnfest nach dem Krieg in Frankfurt
In Frankfurt am Main endet das 1. Deutsche Turnfest nach Kriegsende, zu dem rund 4.000 Turner zusammenkamen. Im Mittelpunkt stand die Förderung des Nachwuchses. Zur Unterbringung der Teilnehmenden wurden im Stadtwald Zelte aufgestellt, die rund 1.000 Menschen einen Schlafplatz boten. Frankfurts Oberbürgermeister Walter Kolb (1902–1956; SPD) erinnerte anlässlich des Turnfests „an die ... »Details - 1. September 1948: Ministerpräsident Stock eröffnet Parlamentarischen Rat in Bonn
Der hessische Ministerpräsident Christian Stock (1884–1967) eröffnet in seiner Eigenschaft als Vorsitzender der Ministerpräsidentenkonferenz im Museum Koenig in Bonn die Beratungen des Parlamentarischen Rats. In seiner Ansprache weist er auf eine Veränderung des Verhältnisses zwischen Besatzern und Besetzten hin:Wir sind ein von Siegern besetztes Land und haben noch nicht die volle ... »Details - 22. September 1948: Beschluss zur Errichtung des Hessischen Rundfunks
Der Hessische Landtag beschließt mit dem „Gesetz über den Hessischen Rundfunk“ die Errichtung einer Landesrundfunkanstalt als Anstalt des öffentlichen Rechts. Nachdem das unmittelbar bei Kriegsende wirksame alliierte Gesetz Nr. 191 vom 24. November 1944 die mediale Verbreitung öffentlicher Kommunikation auf ein amerikanisch-britisch kontrolliertes Monopol beschränkt hatte, und den über ... »Details - 1. Oktober 1948: Spruchkammer zur Entnazifizierung in Offenbach beendet ihre Arbeit
In Offenbach am Main beendet die Spruchkammer zur Entnazifizierung ihre Arbeit, nachdem von ihr 62.755 Fälle behandelt worden sind. Von den betroffenen Personen werden 13 der Gruppe I der „Hauptschuldigen“ zugeordnet (0,02 %), 94 als „Belastete“ (Gruppe II) zugewiesen (0,15 %) und 566 als „Minderbelastete“ (Gruppe III) (0,9 %) eingestuft. 2.310 Personen (3,68 %) gelten der ... »Details - 1. Oktober 1948: Noch etwa 82.000 Displaced Persons in Hessen
In Hessen leben nach einer Erfassung durch die Behörden zum 1. Oktober 1948 noch etwa 82.000 Displaced Persons. Zu ihnen gehören vor allem ehemalige russische Kriegsgefangene, die nicht in die Sowjetunion Stalins zurückkehren können oder wollen, und jüdische Überlebende des Holocaust, die auf eine Einwanderungsmöglichkeit nach Palästina bzw. den am 14. Mai 1948 neu gegründeten Staat ... »Details - 3. Oktober 1948: Erste Frankfurter Herbstmesse nach der Währungsreform
In Frankfurt am Main wird die erste Herbstmesse nach der Währungsreform eröffnet.(OV) ... »Details - 8. Oktober 1948: Frankfurter Herbstmesse mit Erfolg beendet
Die am 3. Oktober eröffnete Herbstmesse in Frankfurt am Main, die erste nach der Währungsreform, schließt ihre Pforten; die Abschlüsse erreichen ein Volumen von 600 Millionen DM.(OV) ... »Details - 5. November 1948: Flüchtlingszug verunglückt bei Bensheim
In der Nacht auf den 5. November verunglückt ein mit Flüchtlingen besetzter Zug bei Bensheim im Kreis Bergstraße. Wie die Zeitungen berichten, stößt der Zug auf einen auf die Einfahrt in den Bahnhof Weinheim wartenden Güterzug. Dabei schieben sich einige Wagen des Flüchtlingszugs aus dem Gleis. Zwei Wagen werden von einem auf dem Gegengleis vorbeifahrenden Zug erfasst und zertrümmert, ... »Details - 6. November 1948: Neubegründung des Automobilklubs von Deutschland (AvD) in Königstein
In Königstein im Taunus wird der 1934 aufgelöste „Automobilklub von Deutschland e. V.“ (AvD) neubegründet. Um der Gleichschaltung im Nationalsozialistischen Kraftfahrtkorps (NSKK), einer paramilitärischen Unterorganisation der NSDAP, zu entgehen gab sich der AvD 1934 eine andere satzungsgemäße Zweckbestimmung und firmierte in „Deutscher Ausland Club“ (DAC) um. Kraft der notgedrungen ... »Details - 11. Dezember 1948: Zusammenschluss der liberalen Parteien der Westzonen zur Freien Demokratischen Partei (FDP)
Im kurfürstlichen Amtshaus in Heppenheim an der Bergstraße schließen sich die liberalen Parteien der Westzonen zur Freien Demokratischen Partei (FDP) zusammen. Beteiligt an der Vereinigung zu einer Gesamtpartei sind die FDP von Hamburg, Bayern, Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen und Schleswig-Holstein,0=Hier bestanden bereits liberale Parteiverbände, die sich die Bezeichnung „Freie ... »Details - 2. Januar 1949: Kreditanstalt für Wiederaufbau in Frankfurt nimmt die Arbeit auf
Die neu gegründete Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) nimmt in Frankfurt am Main ihre Arbeit auf. Das am 18. November 1948 gegründete Kreditinstitut hat den Auftrag, mittels der Vergabe von zinsgünstigen Darlehen den Wiederaufbau der deutschen Wirtschaft zu finanzieren. Die KfW ist die erste vom deutschen Gesetzgeber nach dem Krieg geschaffene öffentlich-rechtliche Bank. Zugleich ist sie ... »Details - 10. Januar 1949: Gewerbelizenzierung in Hessen auf Anordnung der amerikanischen Militärregierung aufgehoben
Auf Anordnung der amerikanischen Militärregierung wird die Gewerbelizenzierung in Hessen mit Wirkung zum 10. Januar 1949 aufgehoben. Ausgenommen davon bleiben Angelegenheiten, die die öffentliche Gesundheit, die öffentliche Sicherheit und öffentliche Wohlfahrt berühren, vorausgesetzt, die Normen des Lizenzerwerbs für diese das öffentliche Interesse berührenden Bereiche sind in der ... »Details - 28. Januar 1949: Gründung des Hessischen Rundfunks in Frankfurt
In Frankfurt am Main wird der Hessische Rundfunk gegründet. In Anwesenheit des Militärgouverneurs der US-amerikanischen Besatzungszone, General Lucius D. Clay (1897–1978), wird Radio Frankfurt – mit der Aushändigung der amerikanischen Lizenzurkunde an Intendant Eberhard Beckmann (1905–1962) – offiziell in deutsche Hände übergeben.(OV) ... »Details - 3. Februar 1949: Gründung der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit in Frankfurt
Nach längeren Bemühungen verschiedener Gruppen und Persönlichkeiten, zu denen unter anderem der Amerikanische Hochkommissar in Deutschland John Jay McCloy (1895–1989), der von der National Conference of Christians and Jews nach Deutschland entsandte methodistische Pfarrer Carl F. Zietlow und der Verleger der Frankfurter Neuen Presse, Dr. Hugo Stenzel (1901–1964), gehören, wird in Frankfurt ... »Details - 2. März 1949: Blockade des Gebäudes der sowjetischen Repatriierungskommission in Frankfurt
Die US-Militärpolizei blockiert das Gebäude der sowjetischen Repatriierungskommission in Frankfurt am Main, die am 4. März vorübergehend abgezogen wird.(OV) ... »Details - 18. März 1949: Bilanz der Bodenreform vom Oktober 1946
Das Ernährungsministerium zieht die Bilanz der mit Gesetz vom 15. Oktober 1946 geregelten Bodenreform.(OV) ... »Details - 10. Mai 1949: Bonn statt Frankfurt provisorischer Sitz der Bundesregierung
Zwei Tage nach der Annahme des Grundgesetzes bestimmte der von den Ministerpräsidenten der deutschen Länder der drei westlichen Besatzungszonen auf Anweisung der drei Westmächte eingesetzte Parlamentarische Rat die am Rhein gelegene Stadt Bonn zum „vorläufigen Sitz der Bundesorgane“. Die Wahl Bonns zum provisorischen Sitz der Bundesregierung enttäuscht die Hauptstadt-Hoffnungen der Stadt ... »Details - 20. Mai 1949: Hessischer Landtag stimmt Grundgesetz zu
Der 1946 konstituierte Hessische Landtag1=Der Hessische Landtag war am 19. Dezember 1946 zu seiner konstituierenden Sitzung im Stadtschloss zu Wiesbaden zusammengekommen. stimmt mit 73 gegen acht Stimmen von KPD-Abgeordneten für die Annahme des Grundgesetzes. ... »Details - 13. Juni 1949: Fälscherwerkstatt für Lebensmittelmarken in Frankfurt aufgedeckt
In einer Druckerei in Frankfurt am Main wird die bisher größte in Westdeutschland entdeckte Fälscherwerkstatt für Lebensmittelkarten ausgehoben.(OV) ... »Details - 14. Juni 1949: Konferenz der Ministerpräsidenten in Schlangenbad zur Bundestagswahl
Die elf westdeutschen Ministerpräsidenten treffen zu einer Konferenz in Schlangenbad zusammen. Sie verkünden das Wahlgesetz für die Wahl zum Deutschen Bundestag in seiner endgültigen Form und setzen als Termin der Wahl den 14. August 1949 fest.(OV) ... »Details - 19. Juni 1949: Großloge der Freimaurer in Frankfurt neu gegründet
Die 1933 von den Nationalsozialisten verbotene Großloge der deutschen Freimaurer wird in Frankfurt am Main neugegründet.(OV) ... »Details
