Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen
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Hesse in the 19th and 20th Centuries

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  1. Februar - März 1919: Aktivitäten der Freikorps-Truppen in Hessen
    Die neu gebildeten Truppen des Freikorps Hessen werden zunächst teilweise im „Grenzschutz“ eingesetzt, das heißt in der Kontrolle der Grenze zwischen dem alliierten Brückenkopf um Koblenz (und Mainz ?) im Westerwald. Hier sind vor allem die beiden Bataillone des Regiments 117 eingesetzt. In der Provinz Starkenburg fällt der Grenzschutz mit dem Sicherheitsdienst in der neutralen Zone ... »Details
  2. 3. Februar 1919: Zugunglück am Ostbahnhof in Offenbach
    Auf dem Gelände des Ostbahnhofs in Offenbach am Main stoßen zwei Züge zusammen. Ein Mensch kommt dabei ums Leben, 19 Menschen werden verletzt.(OV) ... »Details
  3. 11. Februar 1919: Auflösung des Volksrats in Darmstadt zugunsten der Volkskammer
    Der Hessische Volksrat in Darmstadt löst sich auf. Er überträgt die gesetzgebende Gewalt auf die neugewählte und für den 13. Februar einberufene Volkskammer.|Der Volksrat fasst in seiner letzten Sitzung die Resolution:|Der Volksrat der Republik Hessen löst sich mit dem heutigen Tage auf, um der aus den freien Wahlen hervorgegangenen Volkskammer die gesetzgebende Gewalt zu übergeben.(OV) ... »Details
  4. 11. Februar 1919: Wahl Friedrich Eberts zum Reichspräsidenten
    Die Deutsche Nationalversammlung in Weimar wählt den Sozialdemokraten Friedrich Ebert (1871–1925) zum vorläufigen Reichspräsidenten. Ebert erhält 277 von 379 abgegebenen Stimmen (73,1 %).(OV) ... »Details
  5. 12. Februar 1919: Hindenburg und die Oberste Heeresleitung verlassen Kassel
    Feldmarschall Paul von Hindenburg (1847–1934) verlässt mit der Obersten Heeresleitung das bisherige Hauptquartier in Kassel-Wilhelmshöhe und begibt sich nach Kolberg in Pommern (heute Kołobrzeg/Polen). ... »Details
  6. 13. Februar 1919: Eröffnung der Hessischen Volkskammer in Darmstadt
    Ministerpräsident Carl Ulrich (1853–1933; SPD) eröffnet in seiner Eigenschaft als Alterspräsident die erste Sitzung der am 26. Januar gewählten Volkskammer der Republik Hessen im Darmstädter Ständehaus. Er gibt einen kurzen Rückblick auf seine eigene parlamentarische Tätigkeit und erklärt seinen Werdegang vom Schlossergesellen zum Ministerpräsidenten als ein Symbol für den Aufstieg ... »Details
  7. 20. Februar 1919: Verabschiedung einer Vorläufigen Verfassung für den Freistaat Hessen
    Die am 26. Januar 1919 gewählte erste verfassunggebende Volkskammer des Volksstaates Hessen (der Hessische Landtag) in Darmstadt verabschiedet in ihrer dritten Sitzung eine Vorläufige Verfassung des Freistaats Hessen (Notverfassung).0=Vgl. Verfassungen der Welt: Gesetz über die vorläufige Verfassung für den Freistaat (Republik) Hessen vom 20. Februar 1919 (eingesehen am 15.7.2020). Nach der ... »Details
  8. 20. Februar 1919: Uraufführung des Hasenclever-Stücks „Antigone“ in Frankfurt
    In Frankfurt am Main wird die Tragödie „Antigone“ von Walter Hasenclever (1890–1940) zum ersten Mal aufgeführt, nachdem sie bei der Uraufführung des Stücks 1917 in Leipzig unter das Zensurverbot gefallen war. Der Gegenwartsbezug des Stücks zur politischen Situation wird unter der Regie von Richard Weichert (1880–1961) noch erhöht. In der Aufführung tritt unter anderem der ... »Details
  9. 21. Februar 1919: Gewaltsame Beendigung der sogenannten Spartakisten-Herrschaft in Hanau
    Nachdem der Hanauer Arbeiter- und Soldatenrat im November 1918 die Macht in der Stadt übernommen hatte, traten weiterhin zahlreiche Konflikte zwischen dem Rat und der bisherigen Regierung auf. Im Februar 1919 kam es zu gewaltsamen Ausschreitungen und Plünderungen. Regierungstruppen besetzten am 21. Februar die Stadt, die Führer des Arbeiter- und Soldatenrats wurden verhaftet. Der ... »Details
  10. 21. Februar 1919: Regierungsbildung im Volksstaat Hessen
    Die hessische Volkskammer bestätigt auf der Grundlage der am 20. Februar 1919 angenommenen Notverfassung den bisherigen Ministerpräsidenten, den Sozialdemokraten Carl Ulrich (1853–1933) mit 46 von 57 Stimmen wieder zum Ministerpräsidenten. Ulrich übernimmt in der von ihm geführten Regierung zugleich das Ressort des Äußeren. Gegen die Stimmen des Hessischen Bauernbunds und der Deutschen ... »Details
  11. März 1919: „Spartakisten“ wollen angeblich in Marburg Gefangene befreien
    Im Februar 1919 kam es in Hanau zu gewaltsamen Ausschreitungen, für die Spartakisten verantwortlich gemacht wurden. Die in Hanau Festgenommenen sollten in Marburg vor Gericht gestellt werden. In Marburg verbreitete sich das Gerücht, dass Spartakisten die Gefangenen befreien wollten. Bürger und Studenten griffen daraufhin zu den Waffen. Kurze Zeit später beschloss die Marburger Studentenschaft, ... »Details
  12. 8. März 1919: Vorbereitung einer Luftpostverbindung Berlin - Frankfurt
    Zwischen den Flugplätzen Berlin und Frankfurt am Main wird eine Luftpostverbindung vorbereitet. Die Flugzeit zwischen den Städten beträgt vier Stunden.(OV) ... »Details
  13. 9. März 1919: Wahlen zur Landesversammlung von Waldeck-Pyrmont
    Bei den freien und gleichen Wahlen zur Landesversammlung von Waldeck-Pyrmont, an der erstmals auch Frauen teilnehmen können, erhalten die Parteien der sogenannten Weimarer Koalition (SPD, DDP und Zentrum) mit 54,5 % der abgegebenen Stimmen und elf von 21 Sitzen die Mehrheit, obwohl das katholische Zentrum im evangelischen Waldeck-Pyrmont keine größere Rolle spielt. Die Parteien der Rechten ... »Details
  14. 18. März 1919: Entbindung der hessischen Beamten vom Eid gegenüber dem Großherzog
    Der „Kölnischen Zeitung“ wird aus Darmstadt gemeldet, der Vorstand des Kabinetts des Großherzog von teile dem Hessischen Ministerium mit: ... »Details
  15. Frühjahr-Sommer 1919: Gründung der jüdischen Studentenverbindung Hassia in Marburg
    In Marburg wird die jüdische Studentenverbindung „Hassia“ gegründet. Der Zusammenschluss, der zum Zeitpunkt seiner Gründung 17 Mitglieder zählt, sieht sich in der kleinen mittelhessischen Universitätsstadt von Beginn an einem ausgesprochen feindlich gesinnten korporierten Milieu gegenüber. Passenderweise gibt sich die farbentragende und unbedingt Satisfaktion gebende (das heißt ... »Details
  16. 24. März 1919: Eröffnung des 44. Kommunallandtages des Regierungsbezirks Kassel
    Im Kasseler Ständehaus wird um 17 Uhr der 44. Kommunallandtag des preußischen Regierungsbezirkes Kassel durch die Ansprache des Königlichen Landtagskommissars, den Oberpräsidenten August von Trott zu Solz (1855–1938), eröffnet. Dieser führt in seiner Ansprache unter anderem aus: ... »Details
  17. 29. März 1919: Reichskonferenz der KPD in Frankfurt
    Nach einer Mitteilung der Zentrale der am 1. Januar 1919 gegründeten Kommunistischen Partei Deutschlands (KPD) an ihre Ortsgruppen findet am 29. März eine Konferenz der Partei in Frankfurt am Main statt, die von Vertretern der größeren Ortsgruppen beschickt ist. Da ein fruchtbares Arbeiten in Berlin wegen der Unruhen derzeit ausgeschlossen erscheint, wird die Zentrale der Partei nach Beschluss ... »Details
  18. April 1919: Zweiter Reichskongress der Arbeiter- und Soldatenräte in Berlin
    Der Zweite Reichskongress der Arbeiter- und Soldatenräte tagt in Berlin. Er steht im Zeichen zunehmender politischer Radikalisierung nach links. Aufgrund der Einsicht in die faktische Wirkungslosigkeit der Versammlung aufgrund der Konstitution der Reichsregierung und vermutlich auch wegen der sich überall im Reich anbahnenden Unruhen reiste mehr als ein Fünftel der Abgeordneten vor Ende des ... »Details
  19. 3. April 1919: Reichskonferenz der Eisenbahn-Arbeiterräte in Frankfurt
    In Frankfurt am Main wird die dreitägige Reichskonferenz der Arbeiterräte der deutschen Eisenbahner eröffnet, an der rund 100 Delegierte teilnehmen. ... »Details
  20. 8. April 1919: Gründung des Bühnenvolksbundes in Frankfurt
    Aus dem Verband zur Förderung deutscher Theaterkultur entsteht in Frankfurt am Main der Bühnenvolksbund zur Theaterpflege im christlich-deutschen Volksgeist (BVB). Ihm schließen sich Lehrer- und Studentenvereine, der Caritas-Verband, der Katholische Frauenbund, kaufmännische Vereine und die Leo-Filmgesellschaft an. Der Bühnenvolksbund erhält seinen Sitz in Frankfurt.(OV) ... »Details
  21. 8. April 1919: Zusammentreten der Verfassunggebenden Waldeck-Pyrmonter Landesversammlung
    In Arolsen tritt die am 9. März 1919 neugewählte Verfassunggebende Waldeck-Pyrmonter Landesversammlung zusammen. Ihre Mitglieder wurden nach dem neu eingeführten Verhältniswahlrecht und dem Frauenwahlrecht bestimmt. ... »Details
  22. 18. April 1919: Karfreitagsputsch in Offenbach
    Die kommunistische Partei Offenbach rief mit einem Flugblatt zu einer Kundgebung am Karfreitag, dem 18. April 1919, auf. Grund waren die wirtschaftlichen und sozialen Probleme in der Stadt, für die der Volksrat, der aus dem Arbeiter- und Soldatenrat hervorgegangen war, verantwortlich gemacht wurde. Der Termin wurde auf den arbeitsfreien Feiertag gelegt, damit möglichst viele Menschen teilnehmen ... »Details
  23. 24. April 1919: Erklärung des 1. Mai 1919 zum Feiertag
    Das hessische Gesamtministerium gibt bekannt, dass der 1. Mai 1919 durch Beschluss der verfassunggebenden Volkskammer des Freistaates Hessen vom 11. Mai 1919 und durch Beschluss der Deutschen Nationalversammlung vom 15. Mai ein allgemeiner Feiertag ist und von der Bevölkerung wie insbesondere auch von den Behörden und Schulen, als allgemeiner Feiertag [...] zu beachten ist. ... »Details
  24. 28. April 1919: 1. Hessischer Volkshochschulkursus an der Technischen Hochschule Darmstadt
    Der „1. Hessische Volkshochschulkursus“ an der Technischen Hochschule Darmstadt legt den Grundstein zum weiteren Ausbau der Volkshochschulen.(OV) ... »Details
  25. 28. April 1919: Kommunallandtag des Regierungsbezirkes aufgrund der Besetzung beschlussunfähig
    Der auf den heutigen Tag in das Landeshaus in Wiesbaden einberufene 53. Kommunallandtag des Regierungsbezirkes Wiesbaden wird aufgrund seiner Beschlussunfähigkeit wieder aufgelöst. Die Abgeordneten, die im unbesetzten Teil des Regierungsbezirkes Wiesbaden leben, erhielten von der französischen Besatzungsbehörde keine Einreisegenehmigung in das besetzte Gebiet und können daher nicht nach ... »Details
  26. 1. Mai 1919: 1. Mai zum ersten Mal gesetzlicher Feiertag
    Der 1. Mai 1919 ist auf Beschluss der in Weimar tagenden Nationalversammlung zum ersten Mal – und zum einzigen Mal bis 1933 – als Tag der Arbeit ein gesetzlicher Feiertag. Er wird in Stadt und Land offensichtlich unterschiedlich gefeiert.In Frankenberg zieht ein langer Zug von Teilnehmern unter Führung der Kapelle Herguth vom Gasthaus Zarges in der Neustädter Straße zur „Alten Hütte“ ... »Details
  27. 6. Mai 1919: Erste Reden von weiblichen Abgeordneten in der Hessischen Volkskammer
    Nach der Einführung des Frauenwahlrechtes im Zuge der Novemberrevolution, der erstmaligen Beteiligung von Frauen an hessischen Landtagswahlen am 21. Januar 1919 und dem Einzug von fünf weiblichen Abgeordneten in die verfassunggebende „Volkskammer“ des Volksstaates Hessen am 13. Februar 1919, werden in der 19. Plenarsitzung die ersten Reden von den weiblichen Abgeordneten gehalten. ... »Details
  28. 16. Mai 1919: 6,8 Millionen Gefallene, Verwundete oder Kriegsgefangene im Reich
    Es wird gemeldet, dass nunmehr zum 30. April 1919 die Zahl der Kriegstoten, Verletzten und Kriegsgefangenen auf Seiten des Reiches festgestellt wurde. Danach wurden 1.676.696 Menschen getötet. 373.770 gelten als vermisst, von denen neun Zehntel als tot betrachtet werden müssen, sodass über zwei Millionen Deutsche als Opfer des Krieges zu beklagen sind. Es wurden 4.207.028 Menschen als verwundet ... »Details
  29. 18. Mai 1919: Große Protestversammlung gegen den Versailler Vertrag in Fulda
    In Fulda findet im großen Stadtsaal eine politische Protestveranstaltung statt, bei der sich Vertreter aller Fuldaer Parteien gegen den „Gewaltfrieden von Versailles“ protestieren. Auf der Versammlung spricht auch der bisherige Oberbürgermeister von Saarbrücken, Emil Mangold (1867–1945), der von der französischen Besatzungsmacht im Saarland verhaftet und abgeschoben wurde und sich jetzt ... »Details
  30. 24. Mai 1919: Marburg wird zum Sammelpunkt von Corps und Burschenschaften
    Die Universitätsstadt Marburg mit ihren zahlreichen Corps und Burschenschaften wird nach Ende des Weltkrieges zum Sammelpunkt mehrerer Verbindungen. Am 24. Mai 1919 wird in Marburg das bisher in Straßburg ansässige Corps Rhenania wiedereröffnet, nachdem es mit dem Ende der deutschen Universität in Straßburg seine Wirkungsstätte verloren hat. Wenige Tage später, am 30. Mai 1919 findet auch ... »Details