Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen
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Hesse in the 19th and 20th Centuries

  • 1900
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  • 1969
  1. 27. Oktober 1965: Hessischer Staatsgerichtshof sieht keine Pflicht zum Schulgebet
    Der sogenannte Schulgebetsstreit, der sich von der Diesterwegschule in Frankfurt am Main bis vor das Bundesverfassungsgericht nach Karlsruhe zog, ist nun beigelegt.1=Vgl. Frankfurter Allgemeine Zeitung, 26.2.1966, S. 69: Das Schulgebet muß nochmals vor den Richter; Franz, Chronik Hessens, S. 452. Der Frankfurter SPD-Stadtverordnete Diether Hoffmann (1929–2017) hatte vor dem Hessischen ... »Details
  2. 12. November 1965: Hindemith-Ausstellung in Frankfurt eröffnet
    Zu Ehren des 1963 verstorbenen Frankfurter Komponisten und Dirigenten Paul Hindemith wird die Ausstellung „Paul Hindemith, Emigration und Rückkehr nach Europa“ am 12. November 1965 eröffnet. In 23 Vitrinen wird das Leben und musikalische Wirken von Hindemith sowie die Auswirkungen der politischen Veränderungen in den 1930er und 1940er Jahren auf seine (internationale) musikalische ... »Details
  3. 13. November 1965: Frankfurter Ornithologe wird in Stuttgart zum Vorsitzenden des Bundes für Vogelschutz (BfV) gewählt
    Der ehemalige Direktor der Frankfurt am Mainer Vogelschutzwarte Sebastian Pfeifer (1898–1982) wird im Alter von 67 Jahren zum Vorsitzenden des Bundes für Vogelschutz (BfV) gewählt. Damit tritt er die Nachfolge von Hermann Hähnle (1879–1965) an, dessen Mutter Lina (1851–1941) den BfV am 1. Februar 1899 in Stuttgart gegründet hat. Auf der Mitgliederversammlung in Stuttgart, die noch vor ... »Details
  4. 13. Dezember 1965: Erste elektronische Fernsprechvermittlung in Frankfurt in Betrieb
    Die erste elektronisch gesteuerte Fernsprechvermittlungsstelle in Hessen wird durch Bundespostminister Richard Stücklen (1916–2002; CSU) in Betrieb genommen. Neben der hessischen Anlage in Frankfurt am Main-Eckenheim in sind bereits weitere Anlagen in Stuttgart und München in Betrieb. Die für rund 1000 Anschlüsse ausgelegte Anlage wird zunächst nur für die Vermittlung von 300 Frankfurter ... »Details
  5. 17. Dezember 1965: Hessischer Landtag verabschiedet Haushaltsgesetz 1966
    Der Hessische Landtag verabschiedet das „Gesetz über die Feststellung des Haushaltsplans des Landes Hessen für das Rechnungsjahr 1966 (Haushaltsgesetz 1966)“. Der Gesamtplan für 1966 sieht Einnahmen und Ausgaben von je 4,903335 Milliarden DM vor. Davon umfasst der ordentliche Haushalt 4,328536 Milliarden DM und der außerordentliche Haushalt 574.799300 Millionen DM. Der größte Einzelplan ... »Details
  6. 20. Dezember 1965: Durchführung der Kurzschuljahre in Hessen
    In Hessen wird, wie in anderen Bundesländern, der Schuljahresbeginn in den Spätsommer verlegt, sodass es notwendig wird, Kurzschuljahre einzuschieben. Aufgrund eines Beschlusses der Kultusministerkonferenz von 1948 begann das Schuljahr bisher auch in Hessen an Ostern. Zur Anpassung an die Regelungen in den europäischen Nachbarländern und in Bayern wurde im Hamburger Abkommen vom 28. Oktober ... »Details
  7. 28. Dezember 1965: Antrag auf Baugenehmigung einer neuen Startbahn auf dem Frankfurter Flughafen
    Die Frankfurter Flughafen-Gesellschaft beantragt beim Hessischen Minister für Wirtschaft und Verkehr den Neubau einer Startbahn nach Süden.Mit dem Antrag wird ein langjähriger Planungs- und Bauprozess mit erheblichen Bürgerprotesten und heftigen Auseinandersetzungen eingeleitet. Erst 1984 ist die umstrittene Startbahn 18 West für den Start einer ersten Maschine fertiggestellt.Siehe 26. März ... »Details
  8. 1966: Einrichtung einer Gartenbauschule in Wiesbaden
    Für den Bau der neuen Gartenbauschule im Wiesbadener Stadtteil Klarenthal stehen rund zwei Millionen DM zur Verfügung, erklärte der Vorsitzende des Landesverbands Hessen-Süd des Gemüse-, Obst- und Gartenbaus Wilhelm Wollrab. Sobald die Schule ihren Betrieb aufgenommen hat, sollen im Gebiet des Landesverbandes Hessen-Süd des Gemüse-, Obst- und Gartenbaues ausschließlich Gärtner den ... »Details
  9. 1966: 100-jähriges Jubiläum der Landwirtschaftsschule Darmstadt
    Die heutige Landwirtschaftsschule in Darmstadt wurde im Jahr 1866 als Ackerbauschule vom landwirtschaftlichen Verein für Starkenburg gegründet. Träger der Einrichtung ist die Land- und Forstwirtschaftskammer Hessen-Nassau. Erst zwei Jahre zuvor erfolgte fand die Verlegung des Standortes von Groß-Gerau nach Darmstadt.0=Frankfurter Allgemeine Zeitung, 23.11.1966, S. 20, Seit hundert Jahren; ... »Details
  10. 1. Januar 1966: Der Hessische Rundfunk dehnt die Ausstrahlung seines Programms auf fünf Wochentage aus
    Der Hessische Rundfunk dehnt die Ausstrahlung seines Fernsehprogramms auf fünf Wochentage aus. Insgesamt wird 1966 ein Jahresvolumen von 598 Sendestunden erreicht, 378 Stunden davon sind Eigenproduktionen. Gegenüber dem Vorjahr sinken die durchschnittlichen Produktionskosten pro Sendeminute von 462 DM auf 333 DM, da vermehrt Fernsehproduktionen vom Bayerischen Rundfunk und vom Norddeutschen ... »Details
  11. 1. Januar 1966: Protest gegen Schließung des Darmstädter Kennedy-Hauses
    Proteste einer Gruppe Darmstädter Bürger haben die bekannt gewordenen Schließungsvorhaben einiger Amerika-Häuser in Hessen durch die Washingtoner Regierung ausgelöst. Zum kommenden Jahr sollen die Haushaltsmittel des amerikanischen Informationsdienst (USIS), das gemeinsam mit dem Bund, dem Land Hessen und der Stadt Darmstadt Träger des Darmstädter Amerika-Hauses ist, deutlich gekürzt ... »Details
  12. 25. Januar 1966: Frankfurter Magistrat beschließt zeitweiligen Abriss der Hauptwache
    Aufgrund des Beschlusses des Frankfurter Magistrats, alle Anlagen rund um den Bau der U- und S-Bahn in einem Zeitfenster zu bauen und dem Risiko des durch die unter der Hauptwache geplanten Bauarbeiten für die Errichtung einer Einkaufspassage, wird die Hauptwache zeitweilig entfernt. Während die Frontseite dem Vorverkaufskiosk der Städtischen Bühnen Frankfurt für die Zeit der Bauarbeiten zur ... »Details
  13. 30. Januar 1966: 46 Tote bei Absturz eines Lufthansa-Passagierflugzeugs auf dem Flug Frankfurt-Bremen
    Beim Absturz eines zweimotorigen Passagierflugzeugs der Deutschen Lufthansa in der Nähe des Flughafens Bremen sterben alle 46 Insassen, 42 Passagiere und vier Besatzungsmitglieder. Die Maschine vom Typ Convair CV 440 Metropolitan1=Die Lufthansa beschaffte ab 1957 insgesamt sieben Exemplare dieses Typs und nutzte sie bis 1968. Die Convair CV 440 ist ein von zwei Kolbenmotoren angetriebenes ... »Details
  14. 17. Februar 1966: Tarifkonflikt in der Metallindustrie bringt 40-Stunden-Woche
    Der Gewerkschaftsvorsitzende der IG Metall, Otto Brenner (1907–1972), hatte letztmalig Ende 1965 für die insgesamt 3,6 Millionen Beschäftigten in der Bundesrepublik die Einführung der 40-Stunden-Woche bis spätestens zur Jahresmitte 1966 gefordert.1=Vgl. Frankfurter Allgemeine Zeitung, 4.12.1965, S. 4: Brenner besteht auf 40-Stunden-Woche. Als Stichtag für die Umsetzung der verkürzten ... »Details
  15. 24. Februar 1966: Studentische Demonstration in Frankfurt gegen den Vietnamkrieg
    Auf dem Frankfurter Opernplatz beginnt eine Demonstration gegen den Krieg in Vietnam, die vom Sozialistischen Deutschen Studentenbund (SDS), dem Liberalen Studentenbund Deutschlands (LSB), dem Sozialdemokratischen Hochschulbund (SHB), der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW), der Gewerkschaftlichen Arbeitsgemeinschaft (GAG) und der Humanistischen Studenten-Union (HSU) veranstaltet wird. ... »Details
  16. 1. März 1966: Erstes Satellitenfoto beim Deutschen Wetterdienst ausgewertet
    Das Zentralamt des Deutschen Wetterdienstes (DWD) in Offenbach am Main empfängt zum ersten Mal eine fotografische Aufnahme der Erdoberfläche des amerikanischen Wettersatelliten „ESSA-2“0=ESSA ist die Abkürzung der 1965 gegründeten amerikanischen Betreiberbehörde Environmental Science Services Administration, vgl. Wikipedia (eng.): Environmental Science Services Administration (eingesehen ... »Details
  17. 18. März 1966: Vorschläge der DDR zu Verhandlungen über die Atmosphäre an der innerdeutschen Grenze
    Joachim Herrmann (1928–1992), Staatssekretär für Gesamtdeutsche Angelegenheiten der DDR, schlägt in einem Schreiben die SPD-Fraktionsvorsitzenden in Bayern, Hessen und Niedersachsen vor, sich bei der Bundesregierung und ihren Landesregierungen für Verhandlungen zwischen beiden deutschen Staaten einzusetzen, um die Lage in den westdeutschen Kreisen an der ehemaligen Zonengrenze zu verbessern. ... »Details
  18. Frühjahr 1966: Hessen gibt den Bezug von DDR-Zeitungen frei
    So wie die Freie und Hansestadt Hamburg (am 20. April) gibt auch Hessen den Bezug von Zeitungen und anderen politischen Publikationen aus der DDR frei, der nach § 93,1 des Strafgesetzbuches (siehe unten) bislang verboten war. Nach den Worten des Sprechers der Bundesregierung, Staatssekretär Karl-Günther von Hase (1917–2021), bedauert die Bundesregierung den Schritt Hamburgs (und Hessens), die ... »Details
  19. 30. März 1966: Hessischer Landtag beschließt das Hessische Stiftungsgesetz
    Der Hessische Landtag verabschiedet das Hessische Stiftungsgesetz, das für rechtsfähige Stiftungen des bürgerlichen Rechts und des öffentlichen Rechts gilt, die ihren Sitz in Hessen haben. Im Gesetz werden unter anderem die Genehmigungen für Stiftungen des bürgerlichen Rechts (§ 3), der Inhalt der Verfassung (§ 4), die Verwaltung der Stiftung (§ 5), das Stiftungsvermögen (§ 6), die ... »Details
  20. 31. März 1966: Treffen von Vertretern der LDP der DDR mit der FDP in Bad Homburg
    In Bad Homburg treffen die drei Vertreter der Liberaldemokratischen Partei in der DDR und Mitglieder der Nationalen Front im Bezirksausschuss in Erfurt, Reinhold Heinicke (geb. 1925), Gerhard Kalmring (geb. 1919) und Joachim Radecker (geb. 1928), mit Vertretern der hessischen FDP zu einem öffentlichen Gespräch zusammen. Auf Seiten der FDP nehmen daran Wolfgang Mischnick (1921–2002), der ... »Details