Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen
Bitte beachten Sie: LAGIS hat eine neue Adresse: lagis.hessen.de. Für eine Übergangszeit stehen Ihnen ausgewählte Module über die bekannte Oberfläche zur Verfügung. Alle anderen sind über die neue Version des Informationssystems zugänglich. Bestehende Permalinks behalten ihre Gültigkeit und leiten bereits jetzt oder nach Abschluss aller Migrationsarbeiten automatisch auf das neue System um.

Hesse in the 19th and 20th Centuries

  • 1900
  • 1910
  • 1920
  • 1930
  • 1940
  • 1950
  • 1960
  • 1970
  • 1980
  • 1990
  • 2000
  1. 23. Juli 1923: Krawalle gegen Lebensmittelverteuerung in Frankfurt
    Bei Krawallen nach einer Kundgebung gegen die Lebensmittelverteuerung in Frankfurt am Main erschießen randalierende Demonstrationsteilnehmer einen Staatsanwalt. ... »Details
  2. 23. Juli 1923: Ausschreitungen und Plünderungen in Frankfurt
    In Frankfurt am Main und an verschiedenen anderen Orten im Reich kommt es zu Ausschreitungen und Plünderungen. Dabei gibt es mehrere Todesopfer. Die preußische Regierung verbietet Versammlungen unter freiem Himmel.(OV) ... »Details
  3. 23. Juli 1923: Bannerweihe des Jungdeutschen Ordens in Marburg unter Beteiligung der SA
    Die Ballei Marburg des Jungdeutschen Ordens veranstaltet in der Universitätsstadt eine feierliche Bannerweihe. Im Anschluss an einen Festzug steuert die Ordensfeier bei einem anschließenden Gottesdienst ihrem Höhepunkt, der eigentlichen Weihe, entgegen. Unter den an Festzug, Versammlung und Weihe beteiligten Personen befinden sich auch mehrere Dutzend Männer der örtlichen SA-Formation. Ein ... »Details
  4. August 1923: Inflation macht Lohnauszahlung problematisch
    In Offenbach am Main und in anderen Städten ist im August die Lohnauszahlung für die Industrie schwierig, weil Geldscheine fehlen. Eine Zeitung bringt dazu die Überschrift: Kein Geld – Der Schrecken des Papiergeldmangels.(OV) ... »Details
  5. 4. August 1923: Erstürmung von Metzger- und Lebensmittelläden in Wiesbaden
    In Wiesbaden werden Metzger- und Kolonialwarenläden gestürmt.(OV) ... »Details
  6. 11. August 1923: Erste Verleihung des Georg-Büchner-Preises in Darmstadt
    In Darmstadt wird der neu geschaffene Staats- oder Georg-Büchner-Preis der hessischen Landesregierung, der mit drei Millionen Markt dotiert ist, und an Dichter, Künstler, Schauspieler und Sänger vergeben wird, erstmals verliehen. Er geht an den Kirchenmusikmeister der Evangelischen Landeskirche in Hessen, Professor Arnold Mendelssohn (1855–1933), und den Arzt und Schriftsteller Dr. Adam ... »Details
  7. 14. August 1923: Unruhen in Offenbach wegen der enormen Teuerung
    Auf dem Wochenmarkt in Offenbach am Main kommt es zu Unruhen und einer bedrohlichen Situation wegen der hohen Preise durch die galoppierende Inflation. Dabei kommt es beinahe zu Tätlichkeiten. Eine Gruppe aufgebrachter Frauen zieht demonstrierend zum Rathaus, wo Oberbürgermeister Granzin eine Abordnung von ihnen empfängt. ... »Details
  8. 30. August 1923: Verbot der „Frankfurter Zeitung“ im besetzten Rheinland für weitere drei Monate
    Die „Frankfurter Zeitung“ berichtet in einer kurzen Notiz von der Mitteilung der Oberpostdirektion, dass die Frankfurter Zeitung vom 27. August an auf weitere drei Monate im altbesetzten französischen und belgischen Gebiet verboten worden ist.(OV) ... »Details
  9. 30. August 1923: Einweihung des Fliegerdenkmals für im Ersten Weltkrieg gefallene Feldpiloten auf der Wasserkuppe
    Zehntausende drängen sich anlässlich der feierlichen Einweihung des Fliegerdenkmals für die im Ersten Weltkrieg gefallenen Feldpiloten am Westhang der Wasserkuppe in der Rhön. ... »Details
  10. 23. September 1923: Separatistenunruhen im Rheinland
    In Wiesbaden führen die separatistischen Gruppierungen „Rheinische Volksvereinigung“ (RhVV) und „Vereinigte Rheinische Bewegung“ im Großen Saal des städtischen Kurhauses eine Kundgebung durch. Im Anschluss an die Veranstaltung, die von etwa 3.500 bis 4.000 Personen besucht wird, formiert sich ein Demonstrationszug, an dem sich rund 3.000 Menschen beteiligen. Am Rande der Demonstration ... »Details
  11. 26. September 1923: Ende des passiven Widerstandes gegen die Besatzungsmächte
    Reichspräsident Friedrich Ebert (1871–1925) und die Reichsregierung unter Führung von Gustav Stresemann (1878–1929) rufen die Bevölkerung im besetzten Rheinland, im Ruhrgebiet und im Reich auf, den passiven Widerstand gegen die Besatzungsmächte zu beenden.(OV) ... »Details
  12. 26. September 1923: Auflösung der NSDAP-Ortsgruppe Frankfurt
    Aufgrund der Reichsverordnung vom 26. September 1923 wird die NSDAP-Ortsgruppe in Frankfurt am Main aufgelöst. Die Nationalsozialisten finden sich bald im wiederbelebten „Deutschen Kampfbund zur Brechung der Zinsknechtschaft“ zusammen, der am 26. Mai 1922 geschlossen in die nationalsozialistische Partei eingetreten ist.(KR) ... »Details
  13. Oktober 1923: Erste Hausdurchsuchungen bei NSDAP-Mitgliedern im Kreis Hersfeld
    Im Oktober 1923, also noch vor dem Hitlerputsch vom 9. November 1923 in München, finden bei Mitgliedern der NSDAP im Kreis Hersfeld die ersten Hausdurchsuchungen statt. Ebenfalls im Oktober fahren drei Mitglieder der Ortsgruppe nach München, „um sich neues Rüstzeug zu holen“.(OV) ... »Details
  14. Oktober-Dezember 1923: Formierung der NSDAP in Kassel
    In Kassel findet eine Kerngruppe der NSDAP zusammen, der unter anderem Dr. Wilhelm Paulmann, Dr. Karl Schaumlöffel, Max Köhler, Fritz Lengemann, Rudolf Likus, Heinrich Messerschmidt und Heinrich Moog, die späteren Gauleiter Dr. Walter Schultz und Karl Weinrich (1887–1973) sowie der spätere Präsident des Volksgerichtshofs Dr. Roland Freisler (1893–1945) angehören.(OV) ... »Details
  15. 1. Oktober 1923: Gründung der „Rhein-Mainischen Volkszeitung“ in Frankfurt
    In Frankfurt am Main erscheint die „Rhein-Mainische Volkszeitung“. Das Blatt steht dem links-katholischen Flügel der Zentrumspartei nahe. An ihr arbeiten unter anderem Friedrich Dessauer (1881–1963), Walter Dirks (1901–1991) und Heinrich Scharp (1899–1977) mit.(OV) ... »Details
  16. 19. Oktober 1923: Übergriffe Arbeitsloser auf Lebensmittelgeschäfte
    In der Universitätsstadt Marburg kommt es zu Übergriffen von Arbeitslosen auf Lebensmittelgeschäfte.(OV) ... »Details
  17. 22. Oktober 1923: Ausrufung der Rheinischen Republik und Besetzung des Wiesbadener Rathauses
    In Wiesbaden besetzen bewaffnete Separatisten nach Ausrufung einer „Rheinischen Republik“ spätabends das Rathaus der Stadt und das Regierungspräsidium des Regierungsbezirks Wiesbaden.  ... »Details
  18. 24. Oktober 1923: Separatisten besetzen das Landratsamt in Rüdesheim
    Nachdem am 21. Oktober 1923 in Aachen die „Freie und unabhängige Republik Rheinland“ ausgerufen worden ist, besetzen in Rüdesheim Unterstützer der separatistischen Staatsgründung das dortige Kreishaus. Etwa 60 bewaffnete Anhänger des Wiesbadener Staatsanwalts und Separatistenführers Hans Adam Dorten (1880–1963), der bereits 1919 als treibende Kraft eines Putschversuches in Erscheinung ... »Details
  19. 24. Oktober 1923: „Ausgabe wertbeständiger Zahlungsmittel“ in Offenbach steht bevor
    Die „Offenbacher Zeitung“ meldet, „die Ausgabe größerer Mengen wertbeständiger Zahlungsmittel“ beginne in Offenbach am Main in den nächsten Tagen. Drei Tage später erscheint in der selben Zeitung eine Anzeige der beteiligten Druckerei, die mit dem Slogan wirbt: „Notgeld druckt prompt und sicher – Seiboldsche Buchdruckerei“.(OV) ... »Details
  20. 1. November 1923: Rheinische Separatisten in Langenschwalbach und Königstein
    Vertreter der am 21. Oktober ausgerufenen Rheinischen Republik besetzen verschiedene amtliche Gebäude in Langenschwalbach (Bad Schwalbach) und Königstein.(OV) ... »Details