Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen
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Hesse in the 19th and 20th Centuries

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  • 2000
  1. 9. August 1856: Bahnhof Rüdesheim in Betrieb genommen
    Am 9. August 1856 hält der erste Zug der Nassauischen Rheintalbahn, von Wiesbaden kommend, im Bahnhof von Rüdesheim am Rhein. ... »Details
  2. 1. September 1856: Erstes mittelrheinisches Musikfest in Darmstadt
    Im Jahr 1855 fanden sich Musikvereine aus Darmstadt, Mainz, Wiesbaden und Mannheim zusammen, um nach dem Vorbild des seit 1818 stattfindenden Niederrheinischen Musikfestes eine derartige Veranstaltung auch in ihrer Region zu organisieren.|Am 1. September 1856 versammeln sich daraufhin in Darmstadt ca. 1000 Sänger und Musiker aus diversen Gesangvereinen der Region, dirigiert vom Hofmusikdirektor ... »Details
  3. 16. September 1856: Modernisierung der Frankfurter Verfassung abgeschlossen
    Bereits am 20. Juni 1853 erhielt die Verfassung der Freien Stadt Frankfurt ein „organisches Gesetz“, welches Juden das aktive und passive Wahlrecht gewährte. Seit Jahren wurde Modernisierung der Verfassung gefordert, welche am 16. September 1856 vollendet wurde.(StH) ... »Details
  4. 24. September 1856: Einweihung der orthodoxen Synagoge in Mainz
    Die 1853 eingeweihte Hauptsynagoge an der damaligen Synagogenstraße in Mainz war nach den Plänen von Ignaz Opfermann (1799–1866) errichtet worden. Im selben Jahr erhielt sie eine Orgel aus der Werkstatt von Bernhard Dreymann (1788–1857), eine der ersten Synagogenorgeln in Deutschland. ... »Details
  5. 30. September 1856: In Bingen konstituiert sich die „Allgemeine Deutsche Kunstgenossenschaft“
    Initiiert durch ein Komitee von Düsseldorfer Künstlern um Hermann Becker (1817–1885) und Emanuel Leutze (1816–1868) erging 1856 ein Aufruf zur „ersten Versammlung deutscher bildender Künstler“ in Bingen am Rhein. Unter reger Beteiligung findet das mehrtägige Treffen vom 28. bis 30. September 1856 statt.  ... »Details
  6. 1857: Abriss der evangelischen Kirche in St. Goarshausen im Zuge des Baues der Nassauischen Rheintalbahn
    Im Verlauf des Baus der nassauischen Rheintalbahn wird 1857 die alte evangelische Kirche in St. Goarshausen abgerissen und die Kirche mit einer Zuwendung von 27.000 Gulden durch die Herzoglich Nassauische Regierung entschädigt.|Mit dieser Summe konnte der Bau der neuen Kirche an einer anderen Stelle finanziert werden. Die Pläne lieferte der nassauische Baurat Eduard Zais (1804–1895). Die ... »Details
  7. 1857: August Ravenstein propagiert die „Vierte Stadterweiterung“ für Frankfurt
    Angesichts der stetig anwachsenden Bevölkerung und der als unzureichend empfundenen Teilbebauungspläne der Stadt publiziert der Kartograph und Verleger August Ravenstein, der 1830 das „Geographische Institut“ in Frankfurt gegründet hatte, 1857 seine Broschüre „Die vierte Stadt-Erweiterung. Andeutungen zur Begründung ihrer Nothwendigkeit und Ausführbarkeit. Den Hohen Behörden und der ... »Details
  8. 18. Februar 1857: Veröffentlichung einer neuen Bergordnung in Nassau
    Im Großherzogtum Nassau wurde nicht nur am 18. Februar 1857 eine neue Bergordnung erlassen, sondern es begann auch der Bau einer Bergschule in Dillenburg. Die Errichtung der Schule wurde im Jahr 1858 abgeschlossen und eröffnet.(StH) ... »Details
  9. 31. März 1857: Nassauische Rhein- und Lahn-Eisenbahn-Gesellschaft erhält Konzession zum Bau der Lahntalbahn
    Im Jahr 1845 bat ein Konsortium aus Frankfurter Banken bei der Nassauischen Regierung um die Konzession für den Bau einer Eisenbahnstrecke durch das Lahntal. Dies wurde von der nassauischen Regierung zunächst jedoch abgelehnt, da man die Strecke als technisch schwierig und finanziell aufwendig einschätzte.|1849 legte der bei der Friedrich-Wilhelms-Nordbahn beschäftigte Eisenbahningenieur Frans ... »Details
  10. September 1857: Über hundert Dampfmaschinen arbeiten im Großherzogtum Hessen
    Im September 1857 veröffentlicht das „Gewerbeblatt“ die aktuelle Statistik bezüglich der Dampfmaschinen im Großherzogtum Hessen, welche 113 verzeichnete. Die Statistik berichtet von einem Anstieg von 26 auf 113 seit dem Revolutionsjahr 1848, wobei allein 23 Zulassungen seit 1856 erfolgt seien. In der Zeitspanne zwischen 1848 bis 1860 erhöhte sich die Zahl der Dampfmaschinen in Frankfurt am ... »Details
  11. 2. Oktober 1857: Urteilsverkündung im Schwurgerichtsprozess gegen Hanauer Teilnehmer am September-Aufstand 1848
    Am 18. September 1848 war es in Frankfurt am Main zu einem Aufstand gekommen, einem Barrikadenkampf zwischen revolutionären Arbeitern, Bauern und Handwerkern einerseits und dem preußischen und österreichischen Militär auf der anderen Seite. In diesem Zusammenhang waren die beiden Abgeordneten der Nationalversammlung Hans von Auerswald und Felix von Lichnowsky von Aufständischen getötet ... »Details
  12. 27. Oktober 1857: Gründung der Frankfurter Künstlergesellschaft
    Die Gründung von Künstlergesellschaften im 19. Jahrhundert war von den beruflichen Interessen der bildenden Künstler bestimmt. Initiiert von Düsseldorfer Künstlern wurde 1856 in Bingen am Rhein die überregionale „Allgemeine Deutsche Kunstgenossenschaft“ begründet. Ein Jahr später, am 27. Oktober 1857, konstituierte sich die Künstlergesellschaft in Frankfurt am Main, eine der ältesten ... »Details
  13. 18. November 1857: Explosion des Pulverturms in Mainz
    Am 18. November 1857 explodierte der ehemalige Martinsturm neben dem Gautor in Mainz, der damals als Pulvermagazin der seit 1825 bestehenden Bundesfestung genutzt wurde. ... »Details
  14. 1858: Friedrich Preller d. J. entdeckt das „Malerdorf“ Kleinsassen in der Rhön
    Seit den 1850er Jahren entdeckten deutsche Landschaftsmaler, die zunehmend in die freie Natur ausschwärmten, auch die Mittelgebirgslandschaft der Rhön und das am Fuße der Milseburg gelegene Dorf Kleinsassen. Als 1858 der von seinem Vater in Weimar ausgebildete junge Kunststudent Friedrich Preller d. J. (1838–1901) mit einem Freund nach Kleinsassen kam, notierte er beeindruckt in seinem ... »Details
  15. 1858: Gründung der Kronberger Malerkolonie
    Das kleine, ländliche Städtchen Kronberg, keine zwanzig Kilometer nordwestlich von Frankfurt am Main am Abhang des Taunus gelegen, war schon seit lange ein beliebter Ausflugsort für die Städter. Nachdem die Frankfurter Maler Anton Burger (1824–1905) und Jakob Fürchtegott Dielmann (1809–1885), der in den vierziger Jahren mehrfach die schon seit 1824 existierende Künstlerkolonie in ... »Details
  16. 1858: Hessische Auswanderer in Bremerhaven
    Viele hessische Auswanderer reisten über Bremerhaven aus. Nach der Fertigstellung der Main-Weser-Bahn von Frankfurt über Gießen und Marburg nach Kassel sowie der Fortführung der Strecke bis Hannoversch-Münden, konnte ab 1852 problemlos mit einem Schiff über die Weser Bremen erreicht werden. ... »Details
  17. 1858: Der Neubau der Chirurgischen Klinik Marburg wird eröffnet
    Auf Betreiben des Mediziners Wilhelm Roser (1817–1888) wurde in den Jahren 1853 bis 1858 als Ergänzung des alten Landkrankenhauses, des ab 1813 umgebauten Elisabethhospitals unweit der Elisabethkirche, die erste chirurgische Klinik der Philipps-Universität in Marburg errichtet. Die Pläne entwarf der Universitätsarchitekt Friedrich Lange (1811–1870). Das markante Gebäude aus rotem ... »Details
  18. 8. Mai 1858: Stiftung des Hausordens „Vom goldenen Löwen“
    Herzog Adolf von Nassau (1817–1905) stiftet am 8. Mai 1858 gemeinsam mit König Wilhelm III. der Niederlande (1817–1890) den Hausorden „Vom goldenen Löwen“.(StH) ... »Details
  19. 8. August 1858: Eröffnung des Zoologischen Gartens in Frankfurt
    Mit der Genehmigung der Finanzierung einer Aktiengesellschaft von 50.000 Gulden wird am 8. August 1858 ein Tierpark in der Bockenheimer Landstraße in Frankfurt am Main eröffnet. Bisher konnten Wildtiere nur in reisenden „Menagerien“ angeschaut werden, doch inspirierten die zoologischen Gärten in den Niederlanden und Belgien die Errichtung eines solchen in Frankfurt. Insgesamt fasste der ... »Details
  20. 6. September 1858: Gründung einer Gewerbebank in Gießen
    Am 6. September 1858 wird in Gießen die „Gewerbebank“ von Handwerkern und Kaufleuten gegründet. Sie hat anfangs 90 Mitglieder und wird später in „Handels- und Gewerbebank“ umbenannt. Vorsitzender der Gewerbebank war Jean Hanstein (1827–1892). Am 14. August 1862 entwickelte sich aus einem Darlehensverein in Darmstadt der „Vorschussverein für Darmstadt“, der seit 1870 als ... »Details
  21. 1. Oktober 1858: Die Leim- und Kunstdüngerfabrik von Heinrich Albert in Biebrich beginnt die Produktion
    Am 1. Oktober 1858 nimmt die "Landwirtschaftlich-Chemische und Leimfabrik" des Apothekers Heinrich Albert (1834–1908), einem Schüler von Justus von Liebig (1803–1873), in Biebrich die Produktion auf. 1859 trat Eugen Albert (1830–1879) als kaufmännischer Leiter ein. Die Firma widmete sich der Produktion von Dünger aus phosphat- und stickstoffhaltigen Schlachtabfällen. 1861 wurde der ... »Details
  22. 20. Oktober 1858: Einweihung des Gutenberg-Denkmals in Frankfurt
    Anlässlich der 400-Jahr-Feier der Erfindung der Buchdruckerkunst in Frankfurt am Main 1840 entwarf der Bildhauer Eduard Schmidt von der Launitz (1797–1869) als Festdekoration drei überlebensgroße Terrakotta-Statuen der an der Erfindung beteiligten historischen Persönlichkeiten Johannes Gensfleisch, genannt Gutenberg (1397–1468), Johannes Fust (1400–1466) und Peter Schöffer ... »Details
  23. 7. November 1858: Gründung des Ordens der Barmherzigen Brüder von Montabaur
    Gründer der neuen Gemeinschaft ist Bruder Ignatius Lötschert0=Ignatius Lötschert wurde 1820 in Höhr-Grenzhausen als Peter Lötschert geboren. Er starb 1866.. Er engagiert sich in der Krankenpflege, lässt sich beim Alexianerorden in Aachen ausbilden und bildet mit Gleichgesinnten eine religiöse Gemeinschaft. Bei den Dernbacher Schwestern (Armen Dienstmägde Jesu Christi) in Montabaur lassen ... »Details
  24. 15. November 1858: Gründung der „Hochheimer Actiengesellschaft“
    In Hochheim wird am 15. November 1858 die Gründung der „Hochheimer Actiengesellschaft zur Bereitung moussierender Weine“ von der nassauischen Regierung genehmigt. Der Gründer Carl Burgeff (1813–1871), wandelte damit die seit 1837 bestehende und somit älteste rheinische Sektkellerei „Burgeff & Schweickardt“ nach dem Ausscheiden von Ignaz Schweickardt (1811–1858) in eine ... »Details
  25. 19. November 1858: Einweihung des Elisabethenstifts in Darmstadt
    Am Namenstag der heiligen Elisabeth wird in Darmstadt das Diakonissenhaus als Stift und gleichzeitig als Krankenhaus nach knapp anderthalbjähriger Bauzeit – der Grundstein war am 9. Juni 1857 gelegt worden – eingeweiht. Ermöglicht wurde dies durch eine hohe Spende von Prinzessin Elisabeth von Hessen-Darmstadt (1815–1885), die auch das Protektorat über die Stiftung ausübt.0=Die Anregung ... »Details
  26. 27. Dezember 1858: Aufnahme des planmäßigen Verkehrs der Rhein-Main-Bahn
    Die zweite Strecke der Hessischen Ludwigs-Eisenbahngesellschaft führte von Mainz über Darmstadt nach Aschaffenburg und trat damit in Konkurrenz zu den nordmainischen Strecken der Taunus-Eisenbahn und der Frankfurt-Hanauer-Eisenbahn.|Die nötigen Vereinbarungen wurden zunächst im Staatsvertrag zwischen dem Großherzogtum Hessen und dem Königreich Bayern vom 28. März 1852 festgelegt. Nachdem ... »Details
  27. 31. Januar 1859: Städtische Verbindungsbahn in Frankfurt für den Verkehr freigegeben
    Die ersten Eisenbahnlinien, die Frankfurt am Main im 19. Jahrhundert erreichten (Taunus-Eisenbahn, Main-Neckar Eisenbahn und Main-Weser-Bahn), endeten zunächst jeweils in eigenen Kopfbahnhöfen am damaligen Stadtrand.  ... »Details
  28. 21. Juni 1859: Karl Braun bekennt sich zum preußisch geführten Nationalstaat in Frankfurt
    Am 16. September 1859 gründeten 150 demokratische und liberale Delegierte in Frankfurt am Main, inspiriert durch die italienische Einigung und dem Eisenacher Aufrufs, den „Deutschen Nationalverein“, dessen Ziel die Einigung Deutschlands unter der Frankfurter Reichsverfassung von 1849 war. Kassel und Darmstadt versuchten erfolglos Verbote durchzusetzen. Im Ausschuss befanden sich Friedrich ... »Details
  29. 16. September 1859: Gründung des „Deutschen Nationalvereins“
    Am 16. September 1859 gründen 150 demokratische und liberale Delegierte in Frankfurt am Main, inspiriert durch die italienische Einigung und den Eisenacher Aufruf, den „Deutschen Nationalverein“, dessen Ziel die Einigung Deutschlands unter der Frankfurter Reichsverfassung von 1849 war. Kassel und Darmstadt versuchten erfolglos Verbote durchzusetzen. Im Ausschuss befanden sich Friedrich Oetker ... »Details
  30. 22. September 1859: Generalversammlung der AG für Spinnerei und Weberei in Frankfurt
    Im September 1857 veröffentlicht das „Gewerbeblatt“ die aktuelle Statistik bezüglich der Dampfmaschinen im Großherzogtum Hessen, welche 113 verzeichnete. Die Statistik berichtet von einem Anstieg von 26 auf 113 seit dem Revolutionsjahr 1848, wobei allein 23 Zulassungen seit 1856 erfolgt seien. In der Zeitspanne zwischen 1848 bis 1860 erhöhte sich die Zahl der Dampfmaschinen in Frankfurt am ... »Details
  31. 10. November 1859: Gründung des Freien Deutschen Hochstifts in Frankfurt
    Im Zuge der nationalen Mobilisierungswelle und der deutschlandweiten Schillerfeiern initiiert 1859 der Dozent für Geologie und Mineralogie der Senckenbergischen Naturforschenden Gesellschaft Otto Volger (1822–1897) die Gründung des Freien Deutschen Hochstifts in Frankfurt am Main. Das Hochstift sollte eine nationale Akademie und eine freie bürgerliche Hochschule vereinen, um im Sinne einer ... »Details
  32. 1860: Stadtgärtner Sebastian Rinz beginnt mit der Anlage des „Nizza-Ufers“
    Nachdem um 1858 die Stadt Frankfurt am Main den „kleinen Main“ für den Bau der städtischen Verbindungsbahn zugeschüttet und damit die kleine Maininsel zum nördlichen Mainufer zugefügt hatte, beginnt der Stadtgärtner Sebastian Rinz (1782–1861) 1860 dort mit der Anlage einer Grünanlage, die den grünen Alleenring auf den ehemaligen Wallanlagen mit dem Main verbinden sollte. Die ... »Details
  33. 23. März 1860: Einweihung der Hauptsynagoge in Frankfurt
    Die Hauptsynagoge in der Judengasse (heute Börnestraße) in Frankfurt am Main war das Zentrum der liberalen jüdischen Reformbewegung in der Stadt. Auf demselben Grundstück hatten sich schon mehrere Vorgängerbauten befunden: die erste, 1462 eingeweihte Synagoge war 1711 beim Großen Judenbrand zerstört worden, aber unmittelbar danach wiedererrichtet worden. Sie war auch nach der Aufhebung des ... »Details
  34. 30. Mai 1860: Prüfung der Zwangsverfassung von 1852 in Kassel
    Am 21. Juni 1862 war Kurfürst Friedrich Wilhelm (1802–1875) durch preußische Truppen an hessischen Grenzen gezwungen, die liberale Verfassung von 1831 bis auf den Verfassungseid des Militärs wiederherzustellen, die durch die Herbstkrise von 1850 außer Kraft gesetzt worden war. Seit Jahren bestand ein kurhessischer Verfassungskonflikt. Im Jahr 1852 kam es durch den Kasseler reaktionären ... »Details
  35. 24. August 1860: Die „Frankfurter Latern“ von Friedrich Stoltze erscheint erstmalig
    Der Mundartdichter und VerlegerFriedrich Stoltze (1816–1891) veröffentlicht zusammen mit dem Zeichner und Karikaturisten Ernst Schalck (1827–1865) am 24. August 1860 in Frankfurt am Main die erste Ausgabe der „Frankfurter Latern“, einer politisch-satirischen Zeitschrift. Sie erschien ab November 1860 alle zehn Tage als „Illustrirtes-satyrisches, humoristisch-lyrisches, ... »Details
  36. 10. September 1860: Inbetriebnahme der Homburger Bahn
    Bereits 1850 gab es eine Pferdeomnibus-Linie, die im Stundentakt zwischen der Kur- und Badestadt Homburg vor der Höhe und Frankfurt am Main verkehrte. Der schon seit 1836 angedachte Eisenbahnbau war mehrfach an territorialen Streitpunkten gescheitert, da die Bahnlinie vier unabhängige Staaten querte. Neben der Landgrafschaft Hessen-Homburg waren es das Großherzogtum Hessen, des Herzogtum Nassau ... »Details
  37. 22. November 1860: Oskar Henschel wird Alleininhaber der Maschinenfabrik Henschel & Sohn in Kassel
    Nach dem Tod seines Vaters Carl Henschel (1810–1860) wird der 23-jährige Oskar Henschel (1837–1894) am 22. November 1860 alleiniger Eigentümer der Firma Henschel & Sohn. Die Kasseler Maschinenfabrik hatte sich seit der Auslieferung der ersten Lokomotive 1848 auf den Bau dieser allenthalben dringend benötigten Schienenfahrzeuge konzentriert. Schon ein Jahr zuvor war der Enkel von Anton ... »Details
  38. 27. November 1860: Gründung der „Frankfurter Gemeinnützigen Baugesellschaft“ genehmigt
    Im Jahr 1860 wird in Frankfurt am Main durch den engagierten Arzt und Kommunalpolitiker Georg Varrentrapp (1809–1886) die „Frankfurter Gemeinnützige Baugesellschaft“ als Aktiengesellschaft gegründet. Ab 1861 wurden von dieser die ersten 32 Doppelhäuser in der Mühlbruch-Siedlung in Sachsenhausen errichtet. ... »Details
  39. 28. Dezember 1860: Einrichtung der Zentralstelle für Landesstatistik in Darmstadt
    Die später als „Hessisches Landesstatistisches Amt“ bekannte Institution wird am 28. Dezember 1860 in Darmstadt als Großherzogliche Zentralstelle für Landesstatistik eingerichtet.(StH) ... »Details
  40. 1861: Loreley-Tunnel bei St. Goarshausen durchquert den Loreley-Hang
    Beim Bau der rechtsrheinischen Rheintalbahn zwischen Wiesbaden und Lahnstein musste zwischen 1859 und 1861 auch das Rheinknie mit dem Loreley-Hang bei Sankt Goarshausen durch einen Tunnelbau gequert werden.|Der zuständige Eisenbahningenieur der Nassauischen Staatsbahn Moritz Hilf (1819–1894) sorgte für den Bau der 367 m langen Tunnelröhre, während der für den Hochbau zuständige Architekt ... »Details
  41. 1861: Wiederherstellung der Kapelle auf dem alten Friedhof in Gießen durch Hugo von Ritgen
    Als die 1625 errichtete Kapelle auf dem Alten Friedhof in Gießen, die während der französischen Revolutionskriege als Schießpulverdepot genutzt worden war, um 1840 einzustürzen drohte, beauftragte man Hugo von Ritgen (1811–1889), der seit 1838 Baukunst an der Universität Gießen lehrte, mit der Wiederherstellung/Erneuerung des Gebäudes.  ... »Details
  42. 26. Oktober 1861: Vorstellung des Telefons von Philipp Reis in Frankfurt
    Im Senckenberg-Museum in Frankfurt am Main führt der in Gelnhausen geborene Philipp Reis (1834–1874) am 26. Oktober 1861 im Physikalischen Verein seine Erfindung des Telefons, den „Fernton“-Apparat in Form eines Experimentalvortrags vor. Die Töne werden auf den Stromfluss zur Empfangsstation des Gerätes übertragen, bestehend aus einem Kasten mit einer Membrane aus Schweinedarm, einem ... »Details
  43. 6. November 1861: Gründung des Frankfurter Arbeiterbildungsvereins
    Der Frankfurter Arbeiterbildungsverein wird am 6. November 1861 unter Leitung des Rechtsanwalts Johann Baptist von Schweitzer (1833–1875) gegründet.(StH) ... »Details
  44. 18. November 1861: Eröffnung des Saalbaus in Frankfurt mit einem Konzert
    Die im Winter 1858/59 in Frankfurt am Main gegründete „Saalbau-Actien-Gesellschaft“ hatte sich zum Ziel gesetzt, den Bau eines angemessenen Festsaals für kulturelle Festivitäten wie Konzerte, Empfänge und Versammlungen zu realisieren. 1859 konnte dafür ein Grundstück auf dem Areal des einstigen Junghofs erworben werden. Die ehemals abgeschlossene Fläche des Hofes sollte zur Neuen ... »Details
  45. 25. Dezember 1861: Stiftung der St. Johanneskirche in Erbach durch Prinzessin Marianne von Oranien-Nassau
    Noch am Abend des Todestages ihres Sohnes Johann Wilhelm, dem 25. Dezember 1861, stiftet Prinzessin Marianne von Oranien-Nassau (1810–1883) einen Betrag von 60.000 Gulden zum Bau einer Evangelischen Kirche mitsamt Pfarrhaus und Dotation einer Pfarrstelle in Eltville-Erbach auf ihrem eigenen Grund und Boden.|Damit sollte der katholische Rheingau erstmals eine evangelische Kirche erhalten, die ... »Details
  46. Februar 1862: Der Komponist Richard Wagner zieht nach Biebrich
    Nach der Vollendung der Dichtung der „Meistersinger von Nürnberg“ in Paris im Januar 1862 zog es den Komponisten Richard Wagner (1813–1883) wieder nach Deutschland zurück, um mit der Vertonung zu beginnen. Er suchte eine Wohnung in der Nähe seines Mainzer Verlegers Franz Schott (1811–1874) und bezog im Februar 1862 zwei Zimmer in der Biebricher Villa des Architekten Wilhelm Frickhöfer ... »Details
  47. 22. Februar 1862: Nassauische Rheintalbahn bis Lahnstein fertiggestellt
    Nachdem im Jahr 1840 die Taunus-Eisenbahn zwischen Frankfurt am Main und Wiesbaden den Betrieb aufgenommen hatte, entwickelten sich im Herzogtum Nassau Bestrebungen, auch andere Landesteile mit der Eisenbahn zu erschließen.|Die von der Wiesbadener Eisenbahngesellschaft seit 1852 projektierte und 1853 in Angriff genommene rechtsrheinische Rheintalbahn sollte vor allem dem Güterverkehr dienen. Die ... »Details
  48. 5. April 1862: Gründung der Handelskammer in Darmstadt
    Großherzog Ludwig III. (1806–1877) verfügt am 5. April 1862 die Gründung einer Handelskammer in Darmstadt, die für den „Flor des Handels und der Fabriken“ in Starkenburg sorgen soll. Die Wahl der sieben Mitglieder ist zunächst auf die zwanzig höchstbesteuerten Kaufleute und Industriellen in Darmstadt und Bessungen beschränkt. Erster Präsident der Kammer wird der Papierfabrikant Carl ... »Details
  49. 4. Juni 1862: Betriebsgenehmigung für die „Theerfarbenfabrik Meister, Lucius & Co.“ in Höchst
    Am 4. Juni 1862 wird der Bau der „Theerfarbenfabrik Meister, Lucius & Co.“ von dem Chemiker Dr. Eugen Lucius (1834–1903), dem Kaufmann Wilhelm Meister (1827–1895) und August Müller in Höchst am Main von der nassauischen Landesregierung genehmigt. Im Januar 1863 nimmt die Firma, deren Betriebsgelände direkt am Ufer des Mains liegt, die Produktion auf. Obwohl die Gründer Bürger der ... »Details
  50. 21. Juni 1862: Wiederherstellung der liberalen Verfassung von 1831 durch Kurfürst Friedrich Wilhelm
    Am 21. Juni 1862 wird Kurfürst Friedrich Wilhelm (1802–1875) durch preußische Truppen an hessischen Grenzen gezwungen, die liberale Verfassung von 1831 bis auf den Verfassungseid des Militärs wiederherzustellen, die durch die Herbstkrise von 1850 außer Kraft gesetzt worden war. Seit Jahren bestand ein kurhessischer Verfassungskonflikt. Im Jahr 1852 kam es durch den Kasseler reaktionären ... »Details