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Hesse in the 19th and 20th Centuries
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- 23. September 1933: Beginn der Arbeiten an der Reichsautobahn Frankfurt–Heidelberg
Am südlichen Mainufer nahe Frankfurt am Main beginnt mit ersten Arbeiten an der Strecke Frankfurt–Heidelberg der Bau des Streckennetzes der Reichsautobahnen. Der Festakt, an dem Adolf Hitler (1889–1945) persönlich teilnimmt und in dessen Rahmen er nach einer kurzen Ansprache den ersten Spatenstich vollzieht, steht unter der Losung „Arbeit und Frieden“. Hitler ruft den Autobahnarbeitern ... »Details - Oktober 1933: Korporationshäuser in Marburg werden zu Kameradschaftshäusern
Die Häuser der Marburger Korporationen werden in sogenannte Kameradschaftshäuser umgewandelt, um die politische, wissenschaftliche und körperliche Erziehung der Studenten mit einem genauen Dienstplan regeln zu können.(OV) ... »Details - 1. Oktober 1933: Erntedanktag und Winterhilfswerk
Im ganzen Deutschen Reich wird der „deutsche Erntedanktag“ als nationaler Feiertag begangen. Das Fest soll in Zukunft in jedem Jahr Ende September / Anfang Oktober gefeiert werden. Adolf Hitler (1889–1945) bezeichnet auf der Hauptveranstaltung auf dem Bückeberg bei Hameln den Bauern als „Repräsentant der deutschen Lebenskraft und damit auch der deutschen Zukunft“. ... »Details - 1. Oktober 1933: Einführung eines Staatlichen Arbeitsdienstes
Der bisherige Freiwillige Arbeitsdienst wird in einen staatlichen Arbeitsdienst umgewandelt, dem ab 1. Januar 1934 alle unterliegen werden, die in dem entsprechenden Jahr 19 Jahre alt werden.(OV) ... »Details - 4. Oktober 1933: Suspendierung des letzten jüdischen Rechtsanwalts in Marburg
Nach einer Mitteilung der „Oberhessischen Zeitung“ ist mit Dr. Ludwig Bachrach (1884–1942) der letzte jüdische Rechtsanwalt in Marburg durch Suspendierung aus dem Amt entfernt worden. Er betrieb seine Kanzlei in der Bahnhofstraße 13.(OV) ... »Details - 29. Oktober 1933: Hitler spricht zur „Reichstagswahl“ in Frankfurt
Im Rahmen einer Wahlkampf-Reise zur Reichstagswahl am 12. November 1933 spricht Adolf Hitler (1889–1945) am 29. Oktober um 18 Uhr in Frankfurt am Main. In seiner Rede betont er: ... »Details - November 1933: Kontroverse zwischen den Deutschen Christen und der Bekennenden Kirche
Zwischen den NS-nahen „Deutschen Christen“ und der entstehenden „Bekennenden Kirche“ kommt es zu einer heftigen Kontroverse. Die Vorstände der evangelischen Kirchengemeinden in Marburg betonen in einer öffentlichen Erklärung die unbedingte Geltung der unverkürzten Offenbarung Gottes im Alten und im Neuen Testament.(OV) ... »Details - 6. November 1933: Das Winterhilfswerk verteilt warmes Essen
Das Winterhilfswerk verteilt (in Marburg beim Roten Kreuz in der Deutschhausstraße) gegen Zahlung von zehn Pfennigen warmes Essen an Bedürftige.(OV) ... »Details - 12. November 1933: Wahlen zum Deutschen Reichstag und Volksabstimmung
Im Deutschen Reich finden Wahlen zum Reichstag statt. Die Wahlen sind verbunden mit einer Volksabstimmung über den von der Reichsregierung unter Adolf Hitler (1889–1945) am 15. Oktober vollzogenen Austritt des Reiches aus dem Völkerbund. ... »Details - 29. November 1933: Protestkundgebung von Studenten in Marburg gegen Hitler-Kritiker
Auf dem Marburger Marktplatz veranstalten rund tausend Studenten (etwa ein Viertel der Immatrikulierten) eine Protestveranstaltung gegen den Rechtswissenschaftler Prof. Alfred Manigk (1873–1942). Manigk hatte sich in seiner Vorlesung kritisch zu Adolf Hitler geäußert. ... »Details - Dezember 1933: Offizielle Zahl der Arbeitslosen in Marburg gesunken
In Marburg werden im Dezember nur noch 2176 Arbeitslose finanziell unterstützt, am 31. Januar 1933 (zur Machtübernahme Hitlers) waren es noch 5323. Der Rückgang ist vor allem auf Notstandmaßnahmen zurückzuführen sowie darauf, dass arbeitslose Jugendliche in den Freiwilligen Arbeitsdienst und die Landhilfe eingewiesen werden. Der städtische Zuschuss zu den „Wohlfahrtslasten“ macht mit ... »Details - 4. Dezember 1933: Erster authentischer Bericht über ein Konzentrationslager veröffentlicht
Dem früheren sozialdemokratischen Reichstagsabgeordneten Gerhart Seger (1896–1967), der im März 1933 von den Nationalsozialisten in Schutzhaft genommen worden war, gelingt als einem von wenigen die Flucht aus dem Konzentrationslager Oranienburg, wohin man ihn am 14. Juni 1933 gebracht hatte. Im Exil in Prag schreibt er einen „ersten authentischen Bericht“ über ein Konzentrationslager, der ... »Details - 15. Dezember 1933: Einführung des preußischen Gemeindeverfassungsgesetzes beseitigt Kommunalverfassung
Im Dezember 1933 verabschiedet das Preußische Staatsministerium ein Gemeindeverfassungsgesetz, mit dem 15 Gemeindeverfassungsgesetze in Preußen abgeschafft werden. Die bisherigen demokratischen Prinzipien der Kommunalverwaltung werden mit dem Satz beseitigt, dass für aus Wahlen hervorgegangene und beschließende Vertretungskörperschaften „nach Überwindung des Parteienstaates und angesichts ... »Details - 19. Dezember 1933: Eingliederung der evangelischen Jugendverbände in die Hitlerjugend
Ludwig Müller (1883–1945), seit 27. September Nachfolger des im Juni zurückgetretenen Theologen Friedrich von Bodelschwingh (1877–1946) im Amt des Reichsbischof der Deutschen Evangelischen Kirche (DEK), führende Kraft in der Bewegung der Deutschen Christen und Vertrauensmann Hitlers für Kirchenfragen, verfügt kraft eines mit Reichsjugendführer Baldur von Schirach (1907–1974) ... »Details - 12. Januar 1934: Oberlandesgericht in Frankfurt erklärt „Volksempfänger“ für unpfändbar
Das Oberlandesgericht in Frankfurt am Main erklärt in einem Beschluss das Radiogerät für unpfändbar. Zwar sei das Rundfunkempfangsgerät „in früheren Zeiten“ gemäß der in § 811 Ziffer 1 der Zivilprozessordnung enthaltenen Bestimmungen sehr wohl pfändbar gewesen. Jedoch sei „nach der Umgestaltung der politischen Verhältnisse durch den Nationalsozialismus“ von grundsätzlich ... »Details - 14. Januar 1934: Fußball-Länderspiel Deutschland - Ungarn in Frankfurt
Im dritten Länderspiel, das die deutsche Fußball-Nationalmannschaft in Frankfurt am Main bestreitet, gelingt ihr gegen Ungarn der erste Sieg. Unter der Leitung des belgischen Schiedsrichters Baert siegt die deutsche Mannschaft nach Toren von Hans Stubb (1906–1973; Eintracht Frankfurt, hier mit seinem einzigen Länderspieltor, das er aus sechzig Metern Entfernung erzielte), Ludwig Lachner ... »Details - 18. Januar 1934: Staatstheater in Kassel und Wiesbaden in der Zuständigkeit Görings
Durch das neue preußische Gesetz über die Neuordnung der Verwaltung der Staatstheater kommen auch die Staatstheater in Kassel und Wiesbaden in die Zuständigkeit des preußischen Ministerpräsidenten Hermann Göring (1893–1946).(OV) ... »Details - 21. Januar 1934: Deutsche Fußball-Nationalmannschaft gewinnt gegen Ungarn
Die deutsche Fußball-Nationalmannschaft gewinnt in einem im Waldstadion in Frankfurt am Main ausgetragenen Länderspiel gegen Ungarn mit 3:1. Politische Instrumentalisierung zur positiven Außendarstellung des Deutschen Reichs ... »Details - 22. Januar 1934: Opel-Werke stellen zusätzliche Arbeitskräfte ein
Die Opel-Werke in Rüsselsheim erweitern ihre Belegschaft um 1.000 neue Arbeiter. Im Werk wird an fünf Tagen pro Woche 7¾ Stunden gearbeitet (38¾ Stundenwoche).(OV) ... »Details - 2. Februar 1934: „Säuberung“ der hessischen Verwaltung durch Frühpensionierungen
Die Frühpensionierung von vier Provinzial- und Kreisdirektoren setzt die seit April 1933 laufende „Säuberung“ der hessischen Verwaltung fort.(OV) ... »Details - 6. Februar 1934: Reichsangehörigkeit löst Staatsangehörigkeit der Länder ab
Mit Inkrafttreten der von Reichsinnenminister Wilhelm Frick (1877–1946) am 5. Februar 1934 erlassenen „Verordnung über die deutsche Staatsangehörigkeit“ entfällt die eigenständige Staatsangehörigkeit in den einzelnen Gliedstaaten des Deutschen Reiches.1=§ 1 (1) Die Staatsangehörigkeit in den deutschen Ländern fällt fort. (2) Es gibt nur noch eine deutsche Staatsangehörigkeit ... »Details - 11. Februar 1934: Eröffnung der NS-Ausstellung „Kraft durch Freude“
Im Frankfurter Kunstverein wird die erste Ausstellung der NS-Gemeinschaft „Kraft durch Freude“ eröffnet.(OV) ... »Details - 14. Februar 1934: Uraufführung eines Stücks von William Butler Yeats in Frankfurt
In Frankfurt am Main wird das Drama „Gräfin Cathleen“ des irischen Autors William Butler Yeats (1865–1939) für Deutschland uraufgeführt. Das Stück war am 8. Mai 1899 in Dublin erstmals aufgeführt worden. Yeats erhält 1924 für sein literarisches Werk den Literatur-Nobelpreis.(OV) ... »Details - 21. Februar 1934: Gleichschaltung von Vereinen auch im Kreis Frankenberg
Der Kreisleiter der NSDAP im Kreis Frankenberg richtet ein Rundschreiben an die Vorsitzenden aller Vereine, die noch nicht dem Kampfbund für deutsche Kultur beigetreten sind: ... »Details - 2. März 1934: Erster Reichskongress der Handels- und Gewerbekammern in Kassel
In Kassel findet der erste Reichskongress der Handels- und Gewerbekammern statt.(OV) ... »Details - 8. März 1934: Bildung des evangelischen Pfarrernotbundes Nassau-Hessen
Die evangelischen Konvente Darmstadt, Frankfurt am Main, Gießen, Mainz, Limburg an der Lahn und Wiesbaden schließen sich gegen die von den „Deutschen Christen“ beherrschte Landeskirche zum Pfarrernotbund Nassau-Hessen zusammen.(OV) ... »Details - 15. März 1934: Sanierungsaktion für Rhön und Spessart durch den Reichsarbeitsdienst
Der Reichsarbeitsdienst (RAD) beginnt die Sanierungsaktion für Rhön und Spessart mit 1.000 Arbeitern. Für Wegebau, Aufforstungen und landwirtschaftliche Hilfsdienste sind insgesamt fünf Millionen Tagewerke veranschlagt.(OV) ... »Details - 17. März 1934: Konzentrationslager Breitenau wird wieder geschlossen
Das im Sommer 1933 eingerichtete Konzentrationslager im ehemaligen Kloster Breitenau wird wieder geschlossen. ... »Details - April-Mai 1934: SPD-Bericht über Korruptionsfälle in Frankfurt
Der Deutschland-Bericht des Exilvorstands der SPD gibt Meldungen über eine Reihe von Korruptionsfällen in Behörden und NSDAP-Parteiorganisationen wieder, darunter zwei aus Frankfurt: Der Geschäftsführer der nationalsozialisitischen Tageszeitung von Frankfurt/Main hat Beträge in einer Gesamthöhe von Mk. 60.000,- unterschlagen. – Dem städtischen Dezernenten für das Siedlungswesen wird ... »Details - April - Mai 1934: Berichte über Entwicklungen in der Rüstungsindustrie
Die Deutschland-Berichte des Exilvorstand der SPD geben Nachrichten über eine verstärkte Produktion für Rüstungszwecke wieder, darunter auch in Hessen: In der optischen Industrie in Hessen werden Feldstecher und Meßapparate für Heereslieferungen hergestellt. In Offenbach ist die Lederindustrie nur soweit beschäftigt, als es sich um Heereslieferungen handelt, sonst liegt sie nach wie vor ... »Details
