Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen
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Hesse in the 19th and 20th Centuries

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  • 1990
  • 2000
  1. 28. August 1848: Judenverfolgung in Langenselbold
    Langenselbold gehörte wie Alsfeld, Camberg, Hofgeismar und Rimbach zu den Orten, in denen es 1848 Ausschreitungen gegen jüdischen Besitz oder Personen gab. Während aus anderen Gemeinden belegt ist, dass Bürgergarde oder Nachbarschaft einschritten, um den Plünderungen ein Ende zu bereiten, war dieses in Langenselbold nicht der Fall. Der Langendiebacher Lehrer J. Matthes vermutete einen ... »Details
  2. 31. August 1848: Die Bürgerwehr in Gießen
    Zu den „Märzforderungen“ zählte auch der Wunsch nach einer Volksbewaffnung. Volks- oder Bürgerwehren sollten dem Volk als der höchsten Staatsgewalt unterstehen und Offiziere frei gewählt werden dürfen. Damit standen die Volkswehren im Gegensatz zum Militär, das dem Monarchen unterstand. Zudem war bisher der Besitz von Waffen nur Soldaten, Adligen und Studenten erlaubt. ... »Details
  3. 10. September 1848: Offizielle Streckeneröffnung der Frankfurt-Hanauer-Eisenbahn
    Nachdem 1840 die Strecke der Taunus-Eisenbahn flussabwärts des Mains bis nach Wiesbaden erfolgreich fertiggestellt worden war, war man in Frankfurt am Main bestrebt, eine Strecke flussaufwärts anzulegen. 1844 konstituierte sich zu diesem Zweck die Frankfurt-Hanauer-Eisenbahngesellschaft unter Führung des Frankfurter Bankhauses Bethmann, die schon am 28. Juli 1844 die Konzession zum Bau der ... »Details
  4. 18. September 1848: Septemberunruhen in Frankfurt
    Im September 1848 kommt es in Frankfurt am Main zu einem Aufstand. Der Auslöser war die Ratifizierung des Waffenstillstands von Malmö durch Preußen, der den Schleswig-Holsteinischen Krieg beenden sollte, jedoch die deutsch-nationalen Ansprüche außer Acht ließ. Preußen hatte dabei die Nationalversammlung übergangen und nicht informiert. Diese lehnte die Annahme des Waffenstillstands ... »Details
  5. 18. September 1848: Ermordung der Abgeordneten Auerswald und Lichnowsky
    Während des Aufstandes in Frankfurt am 18. September 1848 werden die beiden Abgeordneten der Nationalversammlung Hans von Auerswald (geb. 1792) und Felix von Lichnowsky (geb. 1814) von Aufständischen getötet. Der Theologe Gustav Schlosser (1826–1890), der sich während der Unruhen in Frankfurt aufhielt, schilderte den Tod der beiden Abgeordneten, die sich vor ihren Verfolgern zunächst in ein ... »Details
  6. 27. September 1848: Reaktionen aus Weilburg auf die Septemberunruhen in Frankfurt
    Am 18. September 1848 kam es in Frankfurt am Main zu gewalttätigen Ausschreitungen, nachdem die Nationalversammlung für die Annahme des Waffenstillstands von Malmö gestimmt hatte. ... »Details
  7. Oktober 1848: Das erste Heft der Bildsatire „Thaten und Meinungen des Herrn Piepmeyer, Abgeordneten zur constituierenden Nationalversammlung zu Frankfurt am Main“ erscheint
    Im Oktober 1848 erscheint in Frankfurt am Main im Verlag von Carl Jügel (1783–1869), der auch das „Album der deutschen Nationalversammlung“ mit Fotografien der Abgeordneten herausgab, das erste Heft der Bildergeschichte „Thaten und Meinungen des Herrn Piepmeyer, Abgeordneten zur constituirenden Nationalversammlung zu Frankfurt am Mayn“, gezeichnet von Adolph Schrödter (1805–1875) und ... »Details
  8. 5. Oktober 1848: Ankündigung der Herausgabe des „Albums der deutschen Nationalversammlung“
    Am 5. Oktober 1848 kündigen der Verleger Carl Jügel (1783–1869) und der Fotograf Jacob Seib (1812–1883) in Frankfurt am Main die Herausgabe eines „Albums der deutschen Nationalversammlung“ mit in lithografierten Porträts der Abgeordneten der seit dem 18. Mai in der Paulskirche tagenden Versammlung an. Sie beabsichtigten, „ein historisches Denkmal zu stiften nicht bloß dieser ... »Details
  9. 13. Oktober 1848: Erste kurhessische Lehrerversammlung (Landesschulsynode) in Kassel
    Die erste kurhessische Lehrerversammlung findet am 13. und 14. Oktober in Kassel statt. Alle 21 Kreisschulsynoden senden Vertreter nach Kassel, um über die Zukunft des kurhessischen Bildungswesens zu beraten. Beschlossen wird der Anschluss an den Allgemeinen deutschen Lehrerverein und eine Adresse an die Nationalversammlung in Frankfurt am Main. Als zentrale Forderungen werden formuliert: Alle ... »Details
  10. 16.-19. Oktober 1848: Erster deutscher Volksschullehrerkongress in Frankfurt
    In Frankfurt am Main tagt vom 16. bis 19. Oktober 1848 der erste deutsche Volksschullehrerkongress. Die Deputierten wollen die Grundzüge eines Schulgesetzes für ganz Deutschland entwerfen, in dem unter anderem die Trennung von Kirche und Staat fest verankert werden soll.(RKr) ... »Details
  11. 28. Oktober 1848: Gesuch von Hanauer Goldarbeitergehilfen um finanzielle Unterstützung zur Auswanderung
    Missernten in den Jahren 1845 und 1846 aufgrund schlechter Witterung und der Kartoffelfäule führten zu massiven Preissteigerungen und Lebensmittelknappheit. Die daraus resultierende Beschränkung der Ausgaben für Konsumartikel führte in Hanau vor allem in der Schmuckindustrie zu großen Problemen. Zwischen 1845 und 1847 verlor fast die Hälfte der dort Beschäftigten ihre Arbeit. ... »Details
  12. November 1848: Erinnerungsfeier für Robert Blum
    Nachdem am 9. November 1848 der Abgeordnete der Frankfurter Nationalversammlung Robert Blum (1807-1848) bei Wien zum Tode verurteilt und erschossen wurde, setzte ein regelrechter „Blum-Kult“ ein. Blum, der in Wien den dortigen Revolutionären eine Grußbotschaft der Nationalversammlung überbringen wollte und sich aktiv an den Kämpfen beteiligt hatte, die schließlich von den kaiserlichen ... »Details
  13. 18. Dezember 1848: Inkrafttreten des nassauischen Armenpflegeediktes
    Mit dem Edikt im Revolutionsjahr 1848 organisiert das Herzogtum Nassau die Armenpflege neu. Bis zu diesem Zeitpunkt waren die Heimatgemeinden der Menschen für die Armenfürsorge zuständig, die im Krankheitsfall ohne Einkommen waren, wie Dienstboten, Handwerksgesellen, Fabrikarbeiter, Tagelöhner, Gewerbegehilfe, für die sich der Begriff der „labouring poor“ etabliert. Das ... »Details
  14. 18. Dezember 1848: Staatliche Armenpflege im Herzogtum Nassau
    Vor dem Hintergrund der Einführung der kommunalen Selbstverwaltung im Herzogtum Nassau, die den Gemeinden das Recht gab, ihre Angelegenheiten eigenverantwortlich zu regeln, wurde im Dezember 1848 ein neues Gesetz zur Armenpflege erlassen. Bereits vorher hatte es Stimmen gegeben, die die Armenpflege bevorzugt durch die lokalen Behörden organisiert sehen wollten. Bis zu diesem Zeitpunkt waren die ... »Details
  15. Winter 1848: Der Frauen-Turnverein in Frankfurt
    Turnvereine spielten eine große Rolle innerhalb der nationalen Bewegung und hatten oft eine politische Ausrichtung, sie waren aber Männern vorbehalten. Eine Ausnahme bildete der Frankfurter Frauenturnverein, der im Winter 1848 gegründet wurde. Ziel des Vereins war auch, die Gleichstellung mit den Männern zu erlangen; die Frauen ergriffen nach eigener Aussage „muthig die Waffen gegen die ... »Details
  16. 1849: Eisenbahnbrücke über die Bauna in Guntershausen fertiggestellt
    1844 war in Kassel eine Aktiengesellschaft gegründet worden, die den Bau der ersten kurhessischen Eisenbahnstrecke, der Friedrich-Wilhelms-Nordbahn, finanzieren sollte.|Die Strecke folgte von Kassel aus zunächst der Fulda, die sie bei Guntershausen überquerte. Die dreizehnbogige Brücke über den Fluss und das Tal mit einer Spannweite von 238 m stellte seinerzeit eine große Herausforderung ... »Details
  17. 9. Januar 1849: Gründung des Zentralausschusses für die Innere Mission
    Auf dem ersten Evangelischen Kirchentag in Wittenberg fordert Johann Hinrich Wichern (1808–1881) die evangelischen Kirchen auf, sich den sozialen Herausforderungen der Zeit zu stellen. Er löst damit eine Veränderung des Konzepts der Inneren Mission aus, das bisher von einzelnen Personen und Einzelmaßnahmen geprägt war und vorrangig die Festigung des Glaubens erstrebte. Die Kirchen sollen nun ... »Details
  18. 26. Februar 1849: Moritz Carriére wird außerordentlicher Professor der Philosophie an der Universität Gießen
    Der aus eine Hugenottenfamilie stammende Sohn eines solmsischen Rentamtmanns Moritz Carrière (1817–1895) wird am 26. Februar 1849 zum außerordentlichen Professor an der Universität Gießen ernannt. Nach seinem Studium in Gießen, Göttingen und Berlin hatte er sich 1843 in Philosophie habilitiert und anschließend eine Tätigkeit als Privatdozent in Gießen aufgenommen. 1847 gehörte er dort ... »Details
  19. Frühjahr 1849: Märzverein und Bürgerwehr in Düdelsheim
    In Düdelsheim (Oberhessen) entstand 1849 ein sogenannter Märzverein, der dafür eintrat, dass die im März 1848 gemachten Zusagen umgesetzt wurden. In einer Petition an die Frankfurter Nationalversammlung drückten die Mitglieder „Erstaunen und Unwillen“ darüber aus, dass die Reichsverfassung nicht in allen Staaten angenommen wurde. Als es im Mai 1849 in Teilen Deutschlands zu Aufständen ... »Details
  20. 21. April 1849: Der Mediziner und Naturforscher Ernst Dieffenbach wird Privatdozent an der Universität Gießen
    Da sich Ernst Dieffenbach (1811–1855) während seiner Studienzeit in Gießen der Demokratiebewegung der Burschenschaften angeschlossen hatte, hatte er 1833 aus Deutschland fliehen müssen. Nach dem Abschluss seines Medizinstudiums in Zürich und einem Gefängnisaufenthalt ging er 1836 nach London, wo er erste medizinische Publikationen vorlegte. Im Frühjahr 1839 wurde er von der New Zealand ... »Details
  21. 28. April 1849: Friedrich Wilhelm IV. von Preußen lehnt die Erbkaiserwürde ab
    Nach der Ablehnung des Angebots der Erbkaiserwürde der Nationalversammlung, also der Kaiserkrone, am 28. April 1849 von König Friedrich Wilhelm IV. von Preußen (1795–1861) entsteht die letzte Revolutionskarikatur des Frankfurter Zeichners Ernst Schalck (1827–1865), welcher später für die „Frankfurter Latern“ arbeitete. Der „Deutsche Michel“ hustet stark durch die Kaiserpfeife, ... »Details
  22. 28. April 1849: Die Reichsverfassungskampagne
    Am 28. April 1849 lehnte der preußische König Friedrich Wilhelm IV. (1795-1861) endgültig die Kaiserwürde ab. Damit begannen oftmals bewaffnete Auseinandersetzungen um die Anerkennung der Verfassung, die die Frankfurter Nationalversammlung ausgearbeitet hatte. In Hanau kam es zu einem gemeinsamen Aufruf aller politischer Vereine zum Aufbau einer Freischar für einen bewaffneten Kampf. Es blieb ... »Details
  23. Mai 1849: Schließung der Spielbank in Homburg
    Zum 1. Mai 1849 wurde in der Frankfurter Nationalversammlung ein Gesetz verabschiedet, das öffentlichen Spielbanken den Betrieb untersagte. Glücksspiel galt als „Mittel zur Beförderung des Volkselends“, ein Verbot als wirksame Maßnahme gegen die Spielsucht. ... »Details
  24. Mai 1849: Der Künstler Karl (Charles) Nahl wandert nach Amerika aus
    Mitte Mai 1849 schiffen sich der einer angesehenen Kasseler Künstlerfamilie entstammende Carl Nahl (1818–1878) und sein Halbruder Hugo Arthur Nahl (1833–1889) von Le Havre nach New York ein, wo sie Ende Juni ankommen. Neben Mutter und Geschwistern begleitete sie auch Friedrich August Wenderoth (um 1819–1884), der ebenso wie sie an der Akademie in Kassel ausgebildet worden war. Zusammen mit ... »Details
  25. 23. Mai 1849: Volksversammlungen in Erbach und Ober-Laudenbach
    Ende April 1849 hatte der preußische König Friedrich Wilhelm IV. (1795–1861) endgültig die Kaiserkrone abgelehnt. Nachdem einige Staaten des Deutschen Bundes die von der Nationalversammlung ausgearbeitete Verfassung nicht angenommen hatten, kam es zu Aufständen. Radikale Gruppen versuchten mit Waffengewalt, die Verfassung durchzusetzen. Baden war der Hauptschauplatz der Auseinandersetzung, ... »Details
  26. 26. Mai 1849: Gründung des neuen Hospitals in Fritzlar
    Seit dem Mittelalter besteht ein Armenhospital der Stadt in Fritzlar nahe an der Spitalsbrücke am Mühlgraben. Mit der Säkularisation erhält dieses Heilig-Geist-Hospital das nahe gelegene Gebäude des Franziskanerklosters und Besitzanteile des Petrus-Stiftes überwiesen. Der Stadtrat vereinigt damit die alte Hospitalstiftung mit der Armenstiftung. Zu Beginn des 19. Jahrhunderts leben elf arme ... »Details
  27. 2. Juni 1849: Zustoß zu den Badischen Aufständen durch die Hanauer Turnerwehr
    In Erbach beschlossen 6.000 Odenwälder bei einer Volksversammlung am 23. Mai 1849 für die Frankfurter Reichsverfassung in Baden teils bewaffnet zu kämpfen.  ... »Details
  28. 7. Juni 1849: Rücktritt von August Hergenhahn und Ende der nassauischen März-Regierung
    Da Preußen den Widerruf der Reichsverfassung, welche in der Frankfurter Nationalversammlung beschlossen wurde, erzwingt, tritt am 7. Juni 1849 der nassauische Ministerpräsident August Hergerhahn (1804–1874) zurück. Sein Nachfolger wird der Konservative Freiherr Friedrich von Wintzingerode (1799–1870). Daraufhin flohen Anfang Juli Karl Vogt (1817–1895) und Wilhelm Schulz (1797–1860) mit ... »Details
  29. 10. September 1849: Inbetriebnahme des Fürstenbahnhofs Hanau-Wilhelmsbad
    Am 10. September 1849 wird der Bahnhof Wilhelmsbad bei Hanau im Zusammenhang mit der Eröffnung der Bahnstrecke der Frankfurt-Hanauer-Eisenbahn in Betrieb genommen. ... »Details
  30. 19.Dezember 1849: Einweihung des Bahnhofs Guntershausen als kurhessischer Eisenbahnknotenpunkt
    Unweit der im gleichen Jahr fertiggestellten Eisenbahnbrücke über die Bauna befindet sich der Bahnhof Guntershausen, seinerzeit der erste Bahnknotenpunkt in Kurhessen. Hier wurden die west-östliche verlaufende Friedrich-Wilhelms-Nordbahn und die nord-südliche verlaufende Main-Weser-Bahn zusammengeführt. Bis zur Fertigstellung der direkten Linie Frankfurt-Bebra im Jahr 1868 wurde der gesamte ... »Details
  31. 29. Dezember 1849: Der Bahnhof Wahlershausen (Wilhelmshöhe) wird in Betrieb genommen
    Als Bahnstation für die kurfürstliche Familie besaß das Empfangsgebäude in Wahlershausen (heute Kassel-Wilhelmshöhe) eine besondere Bedeutung. Es lag unterhalb des Schlossparks Wilhelmshöhe südlich des Kreuzungspunktes von Bahntrasse und Wilhelmshöher Allee ungefähr dort, wo sich heute der moderne Fernbahnhof Wilhelmshöhe befindet.|Der Direktor der kurhessischen Staatsbahnen Julius Eugen ... »Details
  32. 1850: Julius Eugen Ruhl wird erster Generaldirektor der Staatseisenbahnen in Kurhessen
    Am 5. Juli 1850 ernennt Kurfürst Friedrich Wilhelm I. (1802–1875) den Kasseler Hofbaudirektor Julius Eugen Ruhl (1796–1871), der schon seit 1846 als Referent für Eisenbahnangelegenheiten tätig war, zum Generaldirektor für die hessischen Staatseisenbahnen.|Zahlreiche repräsentative Empfangsgebäude im Kurfürstentum Hessen wurden von ihm geplant. Entlang der Friedrich-Wilhelms-Nordbahn ... »Details
  33. 1850: Gründung des Evangelischen Vereins für Innere Mission in Nassau
    1850 gründet sich EVIM, der Evangelische Verein für Innere Mission in Nassau, um der christlichen kirchlichen Sozialarbeit einen organisatorischen Rahmen zu geben. Er besteht noch heute und bietet für Kinder und Jugendliche, Kranke, Alte und Arme soziale Hilfen und Unterstützung an. Im 19. Jahrhundert werden in sogenannten Rettungshäusern Kinder und Jugendliche aufgenommen, um ihnen eine ... »Details
  34. 1850: Carl Morgenstern malt im Auftrag des Frankfurter Senats eine Stadtansicht von der Mainseite
    1850 erhält der Maler Carl Morgenstern (1811–1893) vom Rat der Stadt Frankfurt am Main den Auftrag, eine Ansicht der Stadt von der Mainseite anzufertigen. Das 162 cm breite Bild, für das er 1.000 Gulden erhält, wird zu seinem berühmtesten Werk, das er aufgrund des Erfolges noch in zahlreichen weiteren Versionen anfertigte.|Carl Morgenstern entstammte einer seit mehreren Generationen in ... »Details
  35. 1850: Anzeigen von Auswanderungsagenten
    Für Auswanderungsagenten boten Zeitungsannoncen eine gute Möglichkeit, ihre Dienste anzupreisen. Um die Mitte des 19. Jahrhunderts fanden sich fast täglich Anzeigen in den hessischen Zeitungen. Die Angebote beschränkten sich auf eine Auswanderung nach Übersee, wer innerhalb Deutschlands oder Europas eine neue Zukunft suchte, musste in der Regel seine Reise alleine organisieren.(StF) ... »Details
  36. Februar 1850: Ludwig Emil Grimm verfasst die „Schweinerolle“
    Als Geschenk für seine Tochter Friederike (1833–1914) verfasst Ludwig Emil Grimm (1790–1863), jüngster Bruder von Jacob (1785–1863) und Wilhelm Grimm (1786–1859) und Professor für Zeichenkunst an der Akademie in Kassel, im Februar 1850 die „Kurze Lebensbeschreibung einer merkwürdigen und liebevollen Sau, geboren in Ihringshausen 1849“, eine 810 cm lange und 10,5 cm hohe ... »Details
  37. Februar 1850: Die Sektkellerei Kupferberg beginnt die Produktion in Mainz
    Im Februar 1850 siedelt sich Christian Adalbert Kupferberg (1824–1876) mit einer eigenen Sektkellerei in Mainz-Laubenheim an. Bereits zwei Jahre nach Firmengründung wird die Marke „Kupferberg Gold“ eingetragen und zählt damit zu den ältesten deutschen Marken. ... »Details
  38. 10. Februar 1850: Erster Bezirkstag der geeinten Arbeitervereine in Offenbach
    Am 10. Februar 1850 versammeln sich die durch die „Arbeiterverbrüderung“ geeinten Arbeitervereine des Rhein-Main-Gebiets zum ersten Bezirkstag in Offenbach am Main.(StH) ... »Details
  39. 23. Februar 1850: Ludwig Hassenpflug wird zum zweiten Mal Regierungschef in Kassel
    Am 23. Februar 1850 ersetzt Kurfürst Friedrich Wilhelm I. (1802–1875) in Kassel den infolge des „Hanauer Ultimatums“ von 1848 eingesetzten Innenminister Bernhard Eberhard (1795–1860) durch Ludwig Hassenpflug (1794–1862), der bereits zwischen 1832 und 1837 faktisch als kurhessischer Ministerpräsident amtiert hatte.  ... »Details
  40. 4. März 1850: Inbetriebnahme des Bahnhofs Kirchhain
    Zeitgleich mit der Inbetriebnahme der Teilstrecke von Kirchhain nach Marburg der Main-Weser-Bahn wurde am 5. April 1850 das Stationsgebäude in der 12 km östlich von Marburg gelegenen Kleinstadt Kirchhain eröffnet.|Der Kasseler Architekt Julius Eugen Ruhl (1796–1871) konzipierte einen variierten Typenbau aus rotem Backstein im zeittypischen Rundbogenstil. Der durch einen erhöhten ... »Details
  41. 12. Juni 1850: Auflösung der kurhessischen Ständeversammlung
    Nachdem Kurfürst Friedrich Wilhelm I. (1802–1875) im Februar 1850 den allgemein unbeliebten Ludwig Hassenpflug (1794–1862) wieder als Staatsminister eingesetzt hatte, kam es zu Protesten und Auseinandersetzungen mit der Ständeversammlung in Kassel. Der Landtag verweigerte die Zustimmung zu dem vorgelegten Landeshaushalt mit den vorgesehenen Steuererhebungen. Daraufhin wird der Landtag am 12. ... »Details
  42. 30. Juni 1850: Entlassung von Staatsminister Carl Jaup in Darmstadt
    Großherzog Ludwig III. (1806–1877) ernennt nach der Entlassung von Carl Jaup (1781–1860) Freiherr Carl Friedrich Reinhard von Dalwigk (1802–1880) in Darmstadt zum Direktor des Ministeriums des Innern und damit zum Chef der Regierung. Mithilfe des konservativen Politikers schmiedete der Großherzog konkrete Pläne, die nachrevolutionären Unruhen in Kurhessen zu einer Vereinigung beider ... »Details
  43. 8. August 1850: Enthüllung des Denkmals der „Hygieia“ in Wiesbaden
    Am 8. August 1850 wird in Wiesbaden die von dem in Rom bei Bertel Thorvaldsen (1770–1844) ausgebildeten Bildhauer Karl Hoffmann (1816–1872) aus Carrara-Marmor angefertigte Figurengruppe der „Hygieia“ festlich enthüllt. Sie zeigte die griechische Göttin der Gesundheit, begleitet von zwei kindlichen Schutzbefohlenen und befand sich damals direkt neben dem 1823 neu gefassten Kochbrunnen. ... »Details
  44. 28. August 1850: Weihe der katholischen Kirche St. Mariae Namen in Hanau
    Der Bau einer ersten Kirche für die katholische Gemeinde in Hanau, die zu Beginn des 19. Jahrhunderts nur über einen kleinen Betsaal verfügte, wurde lange geplant. In den 1830er Jahren begannen schließlich die konkreten Planungen für den von der kurhessischen Regierung zur Verfügung gestellten Bauplatz im Bangert, dem ehemaligen gräflichen Baumgarten zwischen der Alt- und Neustadt in Hanau. ... »Details
  45. 31. August 1850: Vollendung des Rosental-Viadukts bei Friedberg
    Das 275 m lange Rosentalviadukt, eine Eisenbahnbrücke der Main-Weser-Bahn überspannt das Tal der Usa zwischen Friedberg und Bad Nauheim. Erbaut wurde sie zwischen 1847 und 1850 nach den Plänen des Eisenbahningenieurs Peter Hochgesand (1818–1896), der damals Sektionsingenieur in Friedberg war. ... »Details
  46. 1. September 1850: Neueröffnung des Bundestags
    Der 1848 aus dem Dienst enthobene Bundestag wird am 9. September 1850 in Frankfurt am Main neu eröffnet.(StH) ... »Details
  47. 7. September 1850: Ausnahmezustand in Kurhessen
    Nachdem Kurfürst Friedrich Wilhelm I. (1802–1875) den Staatsminister Bernhard Eberhard (1795–1860) durch den allgemein unbeliebten Ludwig Hassenpflug (1794–1862) ersetzt hatte, kam es zu Protesten und wiederholten Auseinandersetzungen mit der Ständeversammlung in Kassel.  ... »Details
  48. 7. Oktober 1850: Einberufung einer „außerordentlichen Ständeversammlung“ in Darmstadt
    Reinhard Freiherr von Dalwigk (1802–1880), 1848 von Großherzog Ludwig III. (1806–1877) in Darmstadt zum Direktor des Ministeriums des Innern ernannt, setzt am 7. Oktober 1850 mit einer Verordnung das geltende Wahlrecht außer Kraft und verordnet eine an den vorrevolutionären Zuständen orientierte Wahlordnung für eine „außerordentliche“ Ständeversammlung. Diese hob die Entscheidungen ... »Details
  49. 10. Oktober 1850: Kurhessische Offiziere reagieren auf gewaltsame Regierungspolitik nicht
    Am 10. Oktober 1850 verweigern kurhessische Offiziere unter Berufung auf den Verfassungseid die gewaltsame Umsetzung der Regierungspolitik. Dabei verlangen 241 der 277 Offiziere den Abschied. Aufgrund der kurhessischen Verfassungskrise hatte der Frankfurter Bundestag eine Bundesexekution beschlossen, bestehend aus bayerisch-österreichischen Truppen von 10 000 Mann, die am 1. November 1850 in ... »Details
  50. 1. November 1850: Bayerisch-österreichische Truppen dringen in Kurhessen ein
    Am 10. Oktober 1850 verweigern kurhessische Offiziere unter Berufung auf den Verfassungseid die gewaltsame Umsetzung der Regierungspolitik. Dabei verlangten 241 der 277 Offiziere ihren Abschied. Aufgrund der kurhessischen Verfassungskrise beschloss der Frankfurter Bundestag eine Bundesexekution, bestehend aus bayerisch-österreichischen Truppen von 10.000 Mann, die am 1. November 1850 in Kurhessen ... »Details