Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen
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Hesse in the 19th and 20th Centuries

  • 1900
  • 1910
  • 1920
  • 1930
  • 1940
  • 1950
  • 1960
  • 1970
  • 1980
  • 1990
  • 2000
  1. 26. März 1968: Planfeststellungsbeschluss für die Erweiterung des Frankfurter Flughafens
    Der Hessische Minister für Wirtschaft und Verkehr Rudi Arndt (1927–2004; SPD) erlässt mit Zustimmung des Bundesverkehrsministers im luftverkehrsrechtlichen Verfahren zum Bau einer Startbahn auf dem Frankfurter Flughafen einen Planfeststellungsbeschluss. Der Beschluss wird durch den Hessischen Verwaltungsgerichtshof wieder aufgehoben.(OV) ... »Details
  2. 2. April 1968: Brandanschläge auf Frankfurter Kaufhäuser
    Unter dem Eindruck der Erschießung des West-Berliner Studenten Benno Ohnesorg (1940–1967) und aus Protest gegen die politischen und gesellschaftlichen Verhältnisse in der Bundesrepublik Deutschland setzen vier radikalisierte Anhänger der Außerparlamentarischen Oppositon (APO) zwei Kaufhäuser an der Zeil in Frankfurt am Main in Brand. Es entsteht Sachschaden in Höhe von mehr als zwei ... »Details
  3. 11.-16. April 1968: Modellversuch mit „fliegendem Notarztwagen“ der Bundeswehr in Frankfurt
    Von Gründonnerstag bis zum Dienstag nach Ostern 1968 steht ein großer Rettungshubschrauber der Bundeswehr als „fliegender Notarztwagen“ zur Luftrettung bei Verkehrsunfällen am berufsgenossenschaftlichen Unfallkrankenhaus in Frankfurt bereit. Mit dem Fluggerät soll die Praxistauglichkeit eines Luftrettungssystems bei Straßenverkehrsunfällen unter Beweis gestellt werden. Der Drehflügler ... »Details
  4. 13. April 1968: „Osterunruhen“ in Frankfurt
    Nach dem Attentat auf Rudi Dutschke (1940–1979) kommt es über Ostern zu schweren Unruhen in Frankfurt am Main. Dutschke war am 11. April 1968 von dem 23-Jährigen Josef Erwin Bachmann (1944–1970) durch drei Schüsse verletzt worden. In einer sieben Stunden dauernden Operation werden die Projektile aus dem Körper entfernt. Tausende von Demonstranten, angeführt vom Sozialistischen Deutschen ... »Details
  5. 17. April 1968: „Marburger Manifest“ gegen studentische Mitbestimmung an den hessischen Universitäten
    35 Hochschullehrer der Philipps-Universität in Marburg wenden sich im sogenannten Marburger Manifest gegen die Übertragung des parlamentarischen Proporzsystems (Verhältniswahlrecht unter Einbeziehung studentischer Vertreter) auf die Universitäten.Das Manifest als dezidierte Meinung gegen den „gefährlichen Weg vermeintlicher Demokratisierung“ ... »Details
  6. 24. April 1968: Regierungsbezirk Wiesbaden dem Regierungsbezirk Darmstadt angegliedert
    Der Hessische Landtag beschließt das „Gesetz über die Grenzen der Regierungsbezirke und den Dienstsitz der Regierungspräsidenten“. Damit wird, als erster Schritt einer umfassenden Verwaltungsreform, der Regierungsbezirk Wiesbaden aufgelöst und dem Regierungsbezirk Darmstadt angegliedert.(OV) ... »Details
  7. 25. April 1968: Ministerpräsident Zinn ruft zum Dialog mit der Außerparlamentarische Opposition auf
    Nach den Osterunruhen ruft Ministerpräsident Georg August Zinn (1901–1976; SPD) vor dem Landtag zum Gespräch mit der Jugend und zu differenzierter Betrachtung auf.(OV) ... »Details
  8. 25. April 1968: Staatsvertrag über einen Gebietsaustausch mit Niedersachsen
    Der Hessische Landtag stimmt in einem Gesetz dem „Staatsvertrag zwischen dem Lande Hessen und dem Lande Niedersachsen über Änderungen der gemeinsamen Landesgrenze (Grenzänderungsvertrag)“ zu. Niedersächsisch werden Grundstücke und Flächen aus den Gemarkungen Karlshafen, Lippoldsberg, aus dem Forstgutsbezirk Reinhardswald, Gemarkung Oberförsterei Gahrenberg, und aus der Gemarkung ... »Details
  9. 26. April 1968: Gesetz über die Unvereinbarkeit von Amt und Mandat
    Der Hessische Landtag verabschiedet das „Erste Gesetz über die Unvereinbarkeit von Amt und Mandat“. Damit werden die Hessische Gemeindeordnung vom 1. Juli 1960 (zuletzt geändert am 4. Juli 1966) und die Hessische Landkreisordnung vom 1. Juli 1960 (zuletzt geändert durch Gesetz vom 4. Juli 1966) in der Weise geändert, dass hauptamtliche Beamte und Angestellte der Gemeinde oder einer ... »Details
  10. Mai-Juni 1968: Minensprengungen an der Grenze
    In der Nähe von Philippsthal werden die von den DDR-Grenztruppen verlegten Minen, die ein Hochwasser der Werra weggespült hatte, nach dem Einsammeln gesprengt. In Bündeln von je 10 Minen lassen die DDR-Grenztruppen am südlichen Werraufer, nur 120 Meter vom nächstgelegenen Wohngebäude in Weidenhain entfernt, die Minen detonieren. Nach Aussagen der Bewohner ist die Sprengung in ihrer Wirkung ... »Details
  11. 4. Mai 1968: Verleihung des Leonce-und-Lena-Preises für Lyrik
    Erstmals wird in Darmstadt der mit 1.000 DM dotierte Leonce-und-Lena-Preis für Lyrik vergeben. Der Leonce-und-Lena-Preis würdigt Autoren, die noch keine Buchveröffentlichung vorweisen können. Er ist der einzige Literaturpreis, der nicht von der seit 1949 bestehenden Akademie für Sprache und Dichtung vergeben wird. Als erste Preisträger erhält der Frankfurter Wolf Wondratschek (geb. 1943), ... »Details
  12. 9. Mai 1968: Grundsteinlegung für die Deutsche Klinik für Diagnostik in Wiesbaden
    Im Aukammtal der Stadt Wiesbaden wird von Ministerpräsident Georg August Zinn (1901–1976; SPD) der Grundstein für die Deutsche Klinik für Diagnostik AG gelegt.0=Vgl. Frankfurter Allgemeine Zeitung, 10.5.1968, S. 9: Die deutsche „Mayo-Klinik“. Nach Vorbild der amerikanischen Mayo-Klinik in Rochester soll an der „Deutschen Klinik für Diagnostik“ mit Spezialisten aus unterschiedlichen ... »Details
  13. 17. Mai 1968: Der erste europäische Satellit ESRO 2B wird in eine Erdumlaufbahn gebracht
    Vom amerikanischen Raketenversuchsgelände Vandenberg in Kalifornien aus wird der europäische Forschungssatellit ESRO 2B an Bord einer Scout-Trägerrakete in eine polnahe Erdumlaufbahn geschossen. Der kleine Strahlenforschungssatellit mit einem Gewicht von 89 Kilogramm ist der erste europäische Satellit, der erfolgreich in den Weltraum startet. Seine Aufgabe besteht in der Messung der ... »Details
  14. 21. Mai 1968: Trümmerbeseitigungsgesetz wird aufgehoben
    Der Hessische Landtag hebt das Trümmerbeseitigungsgesetz vom 21. Dezember 1949 auf. Damit ist die Phase der Trümmerbeseitigung und des Wiederaufbaus in Hessen nach 23 Jahren formal abgeschlossen. (OV) ... »Details
  15. 27. Mai 1968: Kundgebung des DGB gegen die Notstandsgesetzgebung dem dem Frankfurter Römerberg
    Eröffnet wird die Veranstaltung des Deutschen Gewerkschaftsbundes von dessen Kreisvorsitzenden Willi Reis, dem Redner aus den Landes- und Bundeskader folgen. Die Forderung sich gegen die Notstandsgesetzgebung zu positionieren wird ebenso skandiert wie die nach einem Generalstreik. Auch der Bundesvorsitzende des Sozialistischen Deutschen Studentenbundes (SDS), Hans-Jürgen Krahl (1943–1970), ... »Details
  16. 2. Juni 1968: Jürgen Habermas kritisiert Politik des SDS
    Auf dem in der Mensa der Frankfurter Universität stattfindenden Pfingstkongress des Verbandes Deutscher Studentenschaften (VDS) trägt Jürgen Habermas (1929–2026) fünf Thesen vor, in denen er die ideologischen Überzeugungen und die sich daran orientierenden Agitationsformen der neuen Protestbewegung der Schüler- und Studenten kritisiert.0=Vgl. Die Linke antwortet Jürgen Habermas, Frankfurt ... »Details
  17. 6. Juni 1968: Beisetzung von Ludwig Prinz von Hessen und bei Rhein in Darmstadt
    Der am 30. Mai 1968 verstorbene Ludwig Hermann Alexander Chlodwig Prinz von Hessen und bei Rhein (geb. 20. November 1908) wird am Nachmittag auf der Rosenhöhe in Darmstadt beigesetzt. Ludwig war der jüngere Sohn des letzten regierenden Großherzogs Ernst Ludwig von Hessen und bei Rhein (1868–1937) und dessen zweiter Gemahlin Prinzessin Eleonore zu Solms-Hohensolms-Lich (1871–1937). Der ... »Details
  18. 10. Juni 1968: Gründung der Hindemith-Stiftung in der Schweiz vollzogen
    Die Einrichtung einer Hindemith-Stiftung geht zurück auf eine am 4. Dezember 1966 geschlossene testamentarische Verfügung der am 13. März 1967 in Vervey (Schweiz) verstorbenen Witwe des Frankfurter Musikers und Komponisten Paul Hindemith (1895–1963), Gertrud Hindemith (1900–1967). Vier Jahre zuvor war bereits Hindemith selbst in Frankfurt verstorben. Nach dem letzten Willen von Gertrud ... »Details
  19. 26. Juni 1968: Eklat bei der eröffnenden Pressekonferenz zur documenta IV in Kassel
    Im Magistratssaal des Kasseler Rathauses kommt es bei der eröffnenden Pressekonferenz zur documenta IV zum Eklat, als eine Gruppe von Personen, unter ihnen der Happening- und Fluxus-Pionier Wolf Vostell (1932–1998), der Aktionskünstler und APO-Anhänger Jörg Immendorff (1945–2007; Aktionsprojekt „LIDL“) und der Maler und Grafiker Werner Schreib (1925–1969), die Veranstaltung zur ... »Details
  20. 27. Juni 1968: Eröffnung der documenta IV in Kassel
    Zum vierten mal seit 1955 wird die documenta in Kassel eröffnet. Sie ist die deutschlandweit (und darüber hinaus) bedeutendste Ausstellungsreihe für zeitgenössische Kunst. Eine bedeutende organisatorische Neuerung ist die Einführung eines 24-köpfigen Gremiums, dass über die Teilnahme der einzelnen Künstler bzw. ihrer Kunstwerke abstimmt. Die entsprechenden Vorschläge werden von ... »Details
  21. 28.-30. Juni 1968: 8. Hessentag wird während Viernheimer Tulpenfest gefeiert
    Als lokale Komponente wird der Ende Juni im südhessischen Viernheim stattfindende Hessentag mit dem im April begonnenen Heimatfest, dem sogenannten Tulpenfest verbunden. Hierfür wurden rund 250.000 Tulpenzwiebeln gesteckt, die den Blütenschmuck der Stadt während des Hessentages liefern und die in der Stadt aufgehängten 1.200 Fahnen für die rund 150.000 Besucher stimmungsvoll ergänzen ... »Details
  22. 29. Juni 1968: Demonstrierende Studenten verhindern Wahl des Rektors an der Marburger Universität
    Etwa 150 Studenten verhindern durch eine Aktion die Sitzung des Großen Senats der Marburger Philipps-Universität, sodass es nicht zur Wahl eines Rektors kommt. Von der Universität und den Professoren wird dies als Hausfriedensbruch und Verstoß gegen die demokratische Grundordnung der Universität betrachtet.(OV) ... »Details
  23. Juli 1968: Hersfelder Stiftsruine erhält Überdachung des Zuschauerraumes
    Konstruiert wurde das aus Trevira gefertigte 1.400 Quadratmeter große Dach vom Stuttgarter Professor und Gründer des Instituts für Leichte Flächentragwerke an der Universität Stuttgart Frei Otto, der bereits für nationale und internationale Projekte planerisch tätig war. Hierzu gehörte die Überdachung der Münchner Olympiahalle oder der deutsche Pavillon auf der Weltausstellung in ... »Details
  24. 9. Juli 1968: 1.500 Hochschullehrer treten mit „Marburger Manifest“ an die Öffentlichkeit
    Eine später als „Marburger Manifest“ bekannt gewordene Erklärung zur Politisierung und Demokratisierung der Hochschulen, ursprünglich von 35 Marburger Ordinarien verfasst, und in der Folge von etwa 1.500 Professoren und Dozenten aus dem eher konservativen Spektrum der deutschen Hochschulen unterzeichnet, wird als spendenfinanzierte Anzeige in der Zeitung „Die Welt“ veröffentlicht. Das ... »Details
  25. 1. September 1968: Wiesbaden erste Stadt mit separaten Busspuren
    Zur Entlastung und Verbesserung des innerstädtischen Verkehrsflusses wird zwischen der Wiesbadener Louisenstraße und der Friedrichstraße auf zweieinhalb Kilometern Länge eine Busspur eingerichtet. Diese befindet sich in beiden Richtungen auf der jeweils rechten Fahrspur und wird an den Ampeln durch eine eigene Schaltung ergänzt. In einzelnen Fahrabschnitten werden die Busspuren von 50 Bussen ... »Details
  26. 13. September 1968: „The Doors“ spielen auf dem Frankfurter Römerberg
    Im Rahmen ihrer Europa-Tournee tritt die 1965 in Kalifornien gegründete Rockband „The Doors“ auf dem Frankfurter Römerberg auf. Jim Morrison (1943–1971, Gesang), Robby Krieger (geb. 1946, Gitarre), John Densmore (geb. 1944, Schlagzeug) und Ray Manzarek (1939–2013, Keyboard-Bass/Elektronische Orgel) spielen für Aufnahmen der ZDF-Fernsehsendung „4-3-2-1 Hot & Sweet“ zwei ihrer ... »Details
  27. 20. September 1968: Demonstration gegen Friedenspreis-Verleihung an Sedar Senghor
    Vor der Frankfurter Paulskirche versuchen 2.000 Demonstranten, die Verleihung des Friedenspreises des Deutschen Buchhandels an den senegalesischen Präsidenten Léopold Sédar Senghor (1906–2001) zu stören. Senghor ist in ihren Augen ein „Kollaborateur“ der früheren französischen Kolonialmacht. Dabei kommt es zu schweren Zusammenstößen zwischen der Polizei und den Demonstranten, die ... »Details
  28. 25. September 1968: Hessischer Landtag verabschiedet das Hessische Architektengesetz
    Der Hessische Landtag beschließt das „Hessische Architektengesetz“. Es regelt den Schutz der Berufsbezeichnung, beschreibt die Berufsaufgaben von Architekten, die Architektenliste und regelt die Errichtung einer Architektenkammer in Hessen sowie deren Aufgaben und Organe. (OV) ... »Details
  29. 27. September 1968: Darmstadt wird Sitz des Kunstrats
    Der Darmstädter Oberbürgermeister Ludwig Engel (1906–1975; SPD) übergibt am 27. September 1968 das von Joseph Maria Olbrich (1867–1908) erbaute und jüngst von der Stadt Darmstadt restaurierte Glückerthauses stellvertretend an Paul Luchtenberg (1890–1973), den Präsidenten des Deutschen Kunstrates.0=Vgl. Deppert, Wiederaufbau und neue Ziele, S. 518; Frankfurter Allgemeine Zeitung, ... »Details
  30. 30. September 1968: Beschluss eines Ausbaus und der Modernisierung der Fulda als Binnenschifffahrtsweg
    In Wiesbaden unterzeichnen Vertreter des Bundes, der Länder Hessen, Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen, Bremen und der Stadt Kassel ein Abkommen zum Ausbau und zur Modernisierung der unteren Fulda zwischen Hannoversch Münden und Kassel. Um die Befahrbarkeit der Wasserstraße auch mit größeren Schiffen (bis zu 1.000 Tonnen) zu ermöglichen und die Verkehrssicherheit auf dem Fluss zu ... »Details
  31. 4. Oktober 1968: Eröffnung der U-Bahn in Frankfurt
    Nach fünfjähriger Bauzeit wird in Frankfurt am Main, nach Berlin und Hamburg, die dritte U-Bahn der Bundesrepublik eröffnet. In den Schulen machen die Frankfurter Verkehrsbetriebe mit einem zur Eröffnung herausgegebenen Bastelbogen auf das neue Verkehrsmittel aufmerksam. Mit einer Länge von 8,2 Kilometern wird die erste Teilstrecke zwischen Hauptwache und Nordweststadt unter Anwesenheit von ... »Details
  32. 4. Oktober 1968: Vertragsunterzeichnung zu Finanzierung und Bau der S-Bahn im Frankfurter Stadtgebiet
    Im Limpurgsaal des Frankfurter Römers wird die zwischen der Deutschen Bundesbahn, der Stadt Frankfurt am Main und dem Land Hessen getroffene Vereinbarung über die Finanzierung und den Bau der S-Bahn im Frankfurter Stadtgebiet unterzeichnet. Anwesend sind Frankfurts Oberbürgermeister Willi Brundert (1912–1970; SPD), der hessische Ministerpräsident Georg-August Zinn (1901–1976; SPD), ... »Details
  33. 6. Oktober 1968: Documenta IV in Kassel beendet
    Die „documenta IV“ des Jahres 1968 schließt in Kassel nach 100 Tagen ihre Pforten. Die seit dem 27. Juni gezeigte Kunstschau, die den Anspruch vertritt, sich dem Publikum als eine umfängliche Ausstellungsplattform zur zeitgenössischen Kunst zu präsentieren, stand in diesem Jahr aufgrund des Ausschlusses fortschrittlicher zeitgenössischer Kunstformen wie Happening und Fluxus im Kreuzfeuer ... »Details
  34. 20. Oktober 1968: Kommunalwahlen in Hessen
    Bei den Kommunalwahlen in Hessen erleidet die SPD minimale Verluste, während die CDU leichte Gewinne verbuchen kann, Einbußen müssen FDP und NPD hinnehmen. Neben Hessen finden auch in anderen Bundesländern, unter anderem in Niedersachsen, Saarland und Rheinland-Pfalz Kommunalwahlen statt.0=Vgl. Frankfurter Allgemeine Zeitung, 4.1.1968, S. 5: Neuerungen bei den Kommunalwahlen. Der Hessische ... »Details
  35. 26. Oktober 1968: Georg-Büchner-Preis an Golo Mann
    Die Deutsche Akademie für Sprache und Dichtung verleiht den diesjährigen Georg-Büchner-Preis an den Historiker und Essayist Golo Mann (1909–1994). Der Sohn des Literaturpreisträgers Thomas Mann (1875–1955) wird von der Akademie mit den Worten geehrt: „an Golo Mann, der mit historischer Forschung eine seltene Ausgewogenheit des Urteils und Meisterschaft der Darstellung verbindet. ... »Details
  36. 31. Oktober 1968: Urteile im Frankfurter Kaufhausbrand-Prozess
    Der am 14. Oktober 1968 begonnene Prozess gegen die mutmaßlichen Kaufhaus-Brandstifter und späteren Aktivisten der „Rote Armee Fraktion“ Andreas Baader und Gudrun Ensslin, die zusammen mit Thorwald Proll und Horst Söhnlein (beide in der Außerparlamentarischen Opposition aktiv) am 2. April 1968 mit selbstgebauten Brandsätzen Anschläge auf die Kaufhäuser Schneider und Kaufhof an der ... »Details
  37. Dezember 1968: Streitigkeiten um die Bewerbung der Stadt Gelnhausen für den Hessentag 1970
    Zum 800-jährigen Jubiläum der Stadt Gelnhausen soll – nach Bestreben des Magistrats – auch der Hessentag nach Gelnhausen geholt werden. Zur Vorbereitung der Feierlichkeiten ist neben einem Ausschuss zur Vorbereitung des Stadtjubiläums auch ein Bürgerverein gegründet worden, dem bereits 162 Personen beigetreten sind.1=Vgl. Frankfurter Allgemeine Zeitung, 10.12.1968, S. 27: 800-Jahr-Feier ... »Details
  38. 12. Dezember 1968: Hessischer Landtag verabschiedet Haushaltsgesetz 1969/1970
    Der Hessische Landtag verabschiedet erstmals ein Haushaltsgesetz für zwei Jahre. Dabei schließt der geplante Haushalt für das Jahr 1969 mit Einnahmen und Ausgaben von 6,4036198 Milliarden DM ab. Die Einnahmen und Ausgaben für das Jahr 1970 liegen mit 6,7042615 Milliarden DM um 4,7 Prozent höher. (OV) ... »Details
  39. 13. Dezember 1968: Umbenennung der ersten jüdischen Schule
    Zwei Jahre nach der Wiedereröffnung wird die „Grundschule der jüdischen Gemeinde Frankfurt am Main“ anlässlich des ersten Todestages des Landesrabbiners und Mitinitiators der Schule, in Isaak Emil Lichtigfeld-Schule umbenannt. Im Rahmen eines Festaktes wird unter Teilnahme von Vertretern der Jüdischen Gemeinde und der Stadt Frankfurt eine Gedenktafel aus Marmor, die in goldenen Buchstaben ... »Details
  40. 3. Januar 1969: Bundesverfassungsgericht entscheidet im hessischen Schulgebetsstreit
    Das Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe befasst sich mit dem hessischen Streit über das in den Schulen obligatorische Schulgebet. Ein Schüler hatte vor längerer Zet geklagt, dass seine Gewissensfreiheit durch die Abhaltung des Schulgebet, an dem er nicht teilnehmen wollen, verletzt werde. Dieser Klage hatte der Hessische Staatsgerichtshof stattgegeben und entschieden, wenn ein Schüler dem ... »Details
  41. 31. Januar 1969: Uraufführung eines Handke-Stücks in Frankfurt
    Im Theater am Turm (TAT) in Frankfurt am Main wird das Pantomime-Stück „Das Mündel will Vormund sein“ des österreichisches Autors Peter Handke (geb. 1942) uraufgeführt. Es ist bereits die dritte Uraufführung eines Werkes aus der Feder Handkes, die von dem 1953 als „Landesbühne Rhein-Main“ durch den Frankfurter Bund für Volksbildung gegründeten städtischen Theater im ehemaligen ... »Details
  42. Februar 1969: Opel verleiht erstmals Wanderpreis für Mitarbeitervorschläge an einzelne Abteilungen
    Der Automobilhersteller Adam Opel AG verleiht für das abgelaufene Jahr 1968 erstmals einen Wanderpreis für Verbesserungsvorschläge der Mitarbeiter. Die Auszeichnung wird in Form einer großen Stahltafel der Abteilung übergeben, aus deren Reihen die meisten Verbesserungsvorschläge eingereicht worden sind. Darüber hinaus honoriert das Unternehmen die Vorschläge im einzelnen seit Januar 1964 ... »Details
  43. 13. Februar 1969: Ankündigung der Gründung des „Verlags der Autoren“ in Frankfurt
    Karlheinz Braun (geb. 1932), bisheriger Lektor des Theaterverlages im Suhrkamp Verlag und seit 1961 Sekretär der Deutschen Akademie der darstellenden Künste, verbreitet eine Mitteilung an die Presse, nach der eine Gruppe von Autoren beschlossen hat, im April 1969 in Frankfurt am Main den ersten deutschen Verlag auf genossenschaftlicher Basis zu gründen. Die an der Gründung beteiligten Autoren ... »Details
  44. März 1969: Erster Kurs des Marburger Mitteleuropa-Kollegs abgeschlossen
    Der erste vom Heimvolkshochschulwerk mit Sitz in Friedrichsdorf durchgeführte viermonatige Aufbaukurs ist mit 27 TeilnehmerInnen am Marburger Mitteleuropa-Kolleg zu Ende gegangen. Die 15 Absolventen der Abschlussprüfung erhielten von Gustav Hacker die Zeugnisse überreicht. Das 1968 gegründete Mitteleuropa-Kolleg bietet für Berufstätige Kurse besonders in historisch-politischen Fächern sowie ... »Details
  45. 8. März 1969: Gründung der Otto-Hahn-Stiftung in Frankfurt
    Die Stadt Frankfurt am Main gründet zu Ehren des im letzten Jahr verstorbenen deutschen Radiochemie-Pioniers und Nobelpreisträgers Otto Hahn (1879–1968) die Otto-Hahn-Stiftung zur Förderung junger Wissenschaftler. Der in Frankfurt geborene Hahn wäre am heutigen Tag 90 Jahre alt geworden. Zur Erinnerung an den als „Vater der Kernchemie“ geltenden Gründer und ersten Präsidenten der ... »Details
  46. 10. März 1969: 100 Jahre Palmengarten Frankfurt
    Mit einem Festakt und der bis zum 15. September 1969 angesetzten Ausstellung „100 Jahre Palmengarten“ beginnt am 7. März 1969 das Jubiläumsjahr des Frankfurter Palmengartens. Weitere Attraktionen von speziellen Blumenschauen über den öffentlichen Jubiläumsball am 3. Mai mit Feuerwerk und den Sommerkonzerten werden den BesucherInnen des Palmengartens offeriert.0=Vgl. Frankfurter Allgemeine ... »Details
  47. 11. März 1969: Sprengstoffanschlag auf äthiopisches Passagierflugzeug in Frankfurt
    Bei einem Sprengstoffanschlag der marxistisch geprägten, für die staatliche Unabhängigkeit der äthiopischen Provinz Eritrea kämpfenden „Eritreischen Befreiungsfront“ auf eine vierstrahlige Düsenmaschine vom Typ Boeing 707 der Ethiopian Airlines werden auf dem Rhein-Main-Flughafen in Frankfurt am Main acht Personen verletzt.Drei Explosionen bei der Reinigung des Passagierraums ... »Details
  48. 24. März 1969: Willy Brandt distanziert sich von hessischer Forderung nach DDR-Anerkennung
    Der Bundesvorsitzende der SPD, Willy Brandt (1913–1992), distanziert sich vom Beschluss des Bezirksparteitages der SPD Hessen-Süd vom 21. März, der die Anerkennung der DDR gefordert hat. Der sozialdemokratische Pressedienst erklärt dazu, die Politik der SPD werde von der Partei insgesamt bestimmt und die habe mehrfach geäußert, „niemand könne von einem Sozialdemokraten verlangen, den ... »Details
  49. 26. März 1969: Verabschiedung des Schulreform-Pakets im Hessischen Landtag
    Der Hessische Landtag verabschiedet mit den Stimmen von SPD und FDP das Schulreform-Paket, das eine Öffnung der einzelnen Schultypen zum Ziel hat und die Durchlässigkeit zwischen den einzelnen Schultypen erhöhen soll. Mit der Einführung des Schultyps „Gesamtschule“, die Haupt- und Realschule sowie eine gymnasialen Zweig bis zur 10. Klasse umfasst und der „additiven Gesamtschule“, die ... »Details
  50. 18. April 1969: Bundesbahn und Flughafen AG beschließen den Bau einer S-Bahn zwischen Flughafen und Hauptbahnhof
    Die Flughafen Frankfurt/Main AG und die Deutsche Bundesbahn unterzeichnen einen Vertrag über Bau und Finanzierung einer S-Bahn-Anbindung des Flughafens an das Bahnnetz („Flughafenbahn“). Sie soll von 1972/73 an den Rhein-Main-Airport mit der U-Bahn und dem Streckennetz der Bundesbahn verbinden. Die vorgesehene Fahrzeit zum Hauptbahnhof wird neun, zur Hauptwache zwölf und nach Mainz 25 ... »Details