Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen
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Hesse in the 19th and 20th Centuries

  • 1900
  • 1910
  • 1920
  • 1930
  • 1940
  • 1950
  • 1960
  • 1970
  • 1980
  • 1990
  • 2000
  1. 28. Dezember 1965: Antrag auf Baugenehmigung einer neuen Startbahn auf dem Frankfurter Flughafen
    Die Frankfurter Flughafen-Gesellschaft beantragt beim Hessischen Minister für Wirtschaft und Verkehr den Neubau einer Startbahn nach Süden.Mit dem Antrag wird ein langjähriger Planungs- und Bauprozess mit erheblichen Bürgerprotesten und heftigen Auseinandersetzungen eingeleitet. Erst 1984 ist die umstrittene Startbahn 18 West für den Start einer ersten Maschine fertiggestellt.Siehe 26. März ... »Details
  2. 1966: Einrichtung einer Gartenbauschule in Wiesbaden
    Für den Bau der neuen Gartenbauschule im Wiesbadener Stadtteil Klarenthal stehen rund zwei Millionen DM zur Verfügung, erklärte der Vorsitzende des Landesverbands Hessen-Süd des Gemüse-, Obst- und Gartenbaus Wilhelm Wollrab. Sobald die Schule ihren Betrieb aufgenommen hat, sollen im Gebiet des Landesverbandes Hessen-Süd des Gemüse-, Obst- und Gartenbaues ausschließlich Gärtner den ... »Details
  3. 1966: 100-jähriges Jubiläum der Landwirtschaftsschule Darmstadt
    Die heutige Landwirtschaftsschule in Darmstadt wurde im Jahr 1866 als Ackerbauschule vom landwirtschaftlichen Verein für Starkenburg gegründet. Träger der Einrichtung ist die Land- und Forstwirtschaftskammer Hessen-Nassau. Erst zwei Jahre zuvor erfolgte fand die Verlegung des Standortes von Groß-Gerau nach Darmstadt.0=Frankfurter Allgemeine Zeitung, 23.11.1966, S. 20, Seit hundert Jahren; ... »Details
  4. 1. Januar 1966: Der Hessische Rundfunk dehnt die Ausstrahlung seines Programms auf fünf Wochentage aus
    Der Hessische Rundfunk dehnt die Ausstrahlung seines Fernsehprogramms auf fünf Wochentage aus. Insgesamt wird 1966 ein Jahresvolumen von 598 Sendestunden erreicht, 378 Stunden davon sind Eigenproduktionen. Gegenüber dem Vorjahr sinken die durchschnittlichen Produktionskosten pro Sendeminute von 462 DM auf 333 DM, da vermehrt Fernsehproduktionen vom Bayerischen Rundfunk und vom Norddeutschen ... »Details
  5. 1. Januar 1966: Protest gegen Schließung des Darmstädter Kennedy-Hauses
    Proteste einer Gruppe Darmstädter Bürger haben die bekannt gewordenen Schließungsvorhaben einiger Amerika-Häuser in Hessen durch die Washingtoner Regierung ausgelöst. Zum kommenden Jahr sollen die Haushaltsmittel des amerikanischen Informationsdienst (USIS), das gemeinsam mit dem Bund, dem Land Hessen und der Stadt Darmstadt Träger des Darmstädter Amerika-Hauses ist, deutlich gekürzt ... »Details
  6. 25. Januar 1966: Frankfurter Magistrat beschließt zeitweiligen Abriss der Hauptwache
    Aufgrund des Beschlusses des Frankfurter Magistrats, alle Anlagen rund um den Bau der U- und S-Bahn in einem Zeitfenster zu bauen und dem Risiko des durch die unter der Hauptwache geplanten Bauarbeiten für die Errichtung einer Einkaufspassage, wird die Hauptwache zeitweilig entfernt. Während die Frontseite dem Vorverkaufskiosk der Städtischen Bühnen Frankfurt für die Zeit der Bauarbeiten zur ... »Details
  7. 30. Januar 1966: 46 Tote bei Absturz eines Lufthansa-Passagierflugzeugs auf dem Flug Frankfurt-Bremen
    Beim Absturz eines zweimotorigen Passagierflugzeugs der Deutschen Lufthansa in der Nähe des Flughafens Bremen sterben alle 46 Insassen, 42 Passagiere und vier Besatzungsmitglieder. Die Maschine vom Typ Convair CV 440 Metropolitan1=Die Lufthansa beschaffte ab 1957 insgesamt sieben Exemplare dieses Typs und nutzte sie bis 1968. Die Convair CV 440 ist ein von zwei Kolbenmotoren angetriebenes ... »Details
  8. 17. Februar 1966: Tarifkonflikt in der Metallindustrie bringt 40-Stunden-Woche
    Der Gewerkschaftsvorsitzende der IG Metall, Otto Brenner (1907–1972), hatte letztmalig Ende 1965 für die insgesamt 3,6 Millionen Beschäftigten in der Bundesrepublik die Einführung der 40-Stunden-Woche bis spätestens zur Jahresmitte 1966 gefordert.1=Vgl. Frankfurter Allgemeine Zeitung, 4.12.1965, S. 4: Brenner besteht auf 40-Stunden-Woche. Als Stichtag für die Umsetzung der verkürzten ... »Details
  9. 24. Februar 1966: Studentische Demonstration in Frankfurt gegen den Vietnamkrieg
    Auf dem Frankfurter Opernplatz beginnt eine Demonstration gegen den Krieg in Vietnam, die vom Sozialistischen Deutschen Studentenbund (SDS), dem Liberalen Studentenbund Deutschlands (LSB), dem Sozialdemokratischen Hochschulbund (SHB), der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW), der Gewerkschaftlichen Arbeitsgemeinschaft (GAG) und der Humanistischen Studenten-Union (HSU) veranstaltet wird. ... »Details
  10. 1. März 1966: Erstes Satellitenfoto beim Deutschen Wetterdienst ausgewertet
    Das Zentralamt des Deutschen Wetterdienstes (DWD) in Offenbach am Main empfängt zum ersten Mal eine fotografische Aufnahme der Erdoberfläche des amerikanischen Wettersatelliten „ESSA-2“0=ESSA ist die Abkürzung der 1965 gegründeten amerikanischen Betreiberbehörde Environmental Science Services Administration, vgl. Wikipedia (eng.): Environmental Science Services Administration (eingesehen ... »Details
  11. 18. März 1966: Vorschläge der DDR zu Verhandlungen über die Atmosphäre an der innerdeutschen Grenze
    Joachim Herrmann (1928–1992), Staatssekretär für Gesamtdeutsche Angelegenheiten der DDR, schlägt in einem Schreiben die SPD-Fraktionsvorsitzenden in Bayern, Hessen und Niedersachsen vor, sich bei der Bundesregierung und ihren Landesregierungen für Verhandlungen zwischen beiden deutschen Staaten einzusetzen, um die Lage in den westdeutschen Kreisen an der ehemaligen Zonengrenze zu verbessern. ... »Details
  12. Frühjahr 1966: Hessen gibt den Bezug von DDR-Zeitungen frei
    So wie die Freie und Hansestadt Hamburg (am 20. April) gibt auch Hessen den Bezug von Zeitungen und anderen politischen Publikationen aus der DDR frei, der nach § 93,1 des Strafgesetzbuches (siehe unten) bislang verboten war. Nach den Worten des Sprechers der Bundesregierung, Staatssekretär Karl-Günther von Hase (1917–2021), bedauert die Bundesregierung den Schritt Hamburgs (und Hessens), die ... »Details
  13. 30. März 1966: Hessischer Landtag beschließt das Hessische Stiftungsgesetz
    Der Hessische Landtag verabschiedet das Hessische Stiftungsgesetz, das für rechtsfähige Stiftungen des bürgerlichen Rechts und des öffentlichen Rechts gilt, die ihren Sitz in Hessen haben. Im Gesetz werden unter anderem die Genehmigungen für Stiftungen des bürgerlichen Rechts (§ 3), der Inhalt der Verfassung (§ 4), die Verwaltung der Stiftung (§ 5), das Stiftungsvermögen (§ 6), die ... »Details
  14. 31. März 1966: Treffen von Vertretern der LDP der DDR mit der FDP in Bad Homburg
    In Bad Homburg treffen die drei Vertreter der Liberaldemokratischen Partei in der DDR und Mitglieder der Nationalen Front im Bezirksausschuss in Erfurt, Reinhold Heinicke (geb. 1925), Gerhard Kalmring (geb. 1919) und Joachim Radecker (geb. 1928), mit Vertretern der hessischen FDP zu einem öffentlichen Gespräch zusammen. Auf Seiten der FDP nehmen daran Wolfgang Mischnick (1921–2002), der ... »Details
  15. 6. April 1966: Erster Start eines C-141 Transportflugzeugs der US-Luftwaffe mit Kranken und Verletzten in Frankfurt
    Mit 37 Soldaten an Bord, die einer medizinischen Spezialbehandlung bedürfen oder einen Genesungsurlaub in den Vereinigten Staaten antreten, startet ein als „fliegendes Lazarett“ ausgerüstetes Transportflugzeug vom Typ Lockheed C-141 „Starlifter“ des Military Airlift Command (MAC) der US-Luftwaffe (US Air Force) vom militärischen Teil des Frankfurter Flughafens, der Rhein Main Air Base. ... »Details
  16. 18. April 1966: Eröffnung der ersten jüdischen Schule in Frankfurt
    Die erste jüdische Schule in der Bundesrepublik nach dem Zweiten Weltkrieg wird in Frankfurt am Main eröffnet. Die „Grundschule der jüdischen Gemeinde Frankfurt“ hat ihren Schulbetrieb in den Räumen der Hauptsynagoge zunächst mit 30 Schülern der ersten und zweiten Klasse, darunter vier nichtjüdische Kinder, unter der Leitung von der Lehrerin Ruth Moritz aufgenommen.0=Vgl. Webpräsenz ... »Details
  17. 8.-15. Mai 1966: Ausstellung der Deutschen Landwirtschafts-Gesellschaft in Frankfurt
    Auf dem Messegelände in Frankfurt am Main findet unter dem Titel „49. DLG-Ausstellung – Internationale Landwirtschaftsschau“ eine Ausstellung der 1885 gegründeten Deutschen Landwirtschafts-Gesellschaft (DLG) statt. Die Mainmetropole Frankfurt war im Frühsommer 1887 bereits Veranstaltungsort der allerersten DLG-Ausstellung. Zur der Premiere der damals als Wanderausstellung konzipierten ... »Details
  18. 16. Mai 1966: Hessischer Landtag verabschiedet ein neues Hochschulgesetz
    Der Hessische Landtag verabschiedet das „Gesetz über die wissenschaftlichen Hochschulen des Landes Hessen (Hochschulgesetz)“, das einheitliche Rechtsgrundlagen für die vier hessischen Hochschulen bei Wahrung ihrer Selbstverwaltungskompetenzen sichert. Das Gesetz bildet als Landeshochschulgesetz des Landes Hessen ab 1966 einen landesweit einheitlich für alle hessischen Hochschulen gültigen, ... »Details
  19. 22. Mai 1966: Studentendemonstration gegen den Vietnam-Krieg in Frankfurt
    An der Universität Frankfurt am Main findet ein vom Sozialistischen Deutschen Studentenbund (SDS) veranstalteter Kongress „Vietnam – Analyse eines Exempels“ statt. 2.200 Teilnehmer diskutieren in Arbeitsgruppen Fragen und Aspekte des Vietnamkriegs. Zum Kongress sprechen unter anderem Wolfgang Abendroth (1906–1985), Jürgen Habermas (1929–2026), Oskar Negt (1934–2024) und Helmut ... »Details
  20. 8. Juni 1966: Uraufführung des Handke-Stück „Publikumsbeschimpfung“ in Frankfurt
    Das im Rahmen der Experimenta-Woche im Frankfurter Theater am Turm unter der Regie von Claus Peymann (1937–2025) uraufgeführte Stück erfährt hohe Resonanz und wurde gemeinsam mit zwei weiteren Stücken Handkes bereits in 15 europäischen Häusern zur Aufführung, darunter Paris und London, angenommen.1=Vgl. Frankfurter Allgemeine Zeitung, 2.1.1967, S. 8: Kulturelle Nachrichten; Frankfurter ... »Details
  21. 10.-12. Juni 1966: 6. Hessentag in der Wetterau ausgerichtet
    Zeitgleich mit der Ausrichtung der 750 Jahr-Feier der Stadt Friedberg wird ebendort vom 10. bis 12. Juni 1966 der sechste Hessentag ausgerichtet. Daneben wird eine Ausstellung unter dem Titel „Oberhessen-Schau“ gezeigt, die Beiträge aus den Bereichen Landwirtschaft, Industrie, Handwerk und Handel auf einer Fläche von 10.000 Quadratmeter präsentiert. Das Engagement der Bürger zum Hessentag ... »Details
  22. 29. Juni 1966: Hessischer Landtag verabschiedet Hessisches Verwaltungsvollstreckungsgesetz
    Der Hessische Landtag verabschiedet das Hessische Verwaltungsvollstreckungsgesetz (HessVwVG). Darin werden unter anderem die Vollstreckung von Verwaltungsakten, mit denen eine Geldleistung gefordert wird (Zweiter Abschnitt), die Forderungen des bürgerlichen Rechts (Dritter Abschnitt) sowie die Vollstreckung von Verwaltungsakten, mit denen eine Handlung mit Ausnahme einer Geldleistung oder eine ... »Details
  23. 29. Juni 1966: Landtag beschließt Eingemeindung gemeindefreier Grundstücke im Regierungsbezirk Darmstadt
    Der Hessische Landtag verabschiedet das „Gesetz über die Eingemeindung gemeindefreier Grundstücke im Regierungsbezirk Darmstadt“. Das Gesetz betrifft bisher gemeindefreie Grundstücke und Gemarkungsteile in den Landkreisen Alsfeld, Büdingen, Erbach, Gießen, Lauterbach, Offenbach und Dieburg.(OV) ... »Details
  24. 1. Juli 1966: Industriegemeinde Baunatal erhält Stadtrechte
    Die nordhessische Gemeinde Baunatal in der Nähe von Kassel gelegen, erhält Stadtrechte. Nach der Übernahme des ehemaligen Flugmotorenwerks der Firma Henschel 1957 in Altenbauna durch die Volkswagen AG, der Errichtung eines Zweigwerkes und der Ansiedlung mehrerer tausend Werksarbeiter, expandierte die heute jüngste Stadt Hessens. Zu dem 1963 erfolgten Zusammenschluss der Orte Altenbauna, ... »Details
  25. 11. Juli 1966: Erlass der Landeswahlordnung
    Der Hessische Innenminister Heinrich Schneider (1905–1980; SPD) macht eine umfangreiche „Landeswahlordnung (LWO)“ bekannt. Die Wahlordnung ist in fünf Teile gegliedert: I. Vorbereitung der Wahl, II. Wahlhandlung, III. Feststellung des Wahlergebnisses, IV. Nachwahlen, Wiederholungswahlen und Ersatzwahlen und V. Allgemeine Schlußvorschriften. Am gleichen Tag wird eine „Verordnung über die ... »Details
  26. 12. Juli 1966: Angaben zur Anzahl der „Gastarbeiter“ in Hessen
    Die Bundesanstalt für Arbeitsvermittlung und die Arbeitslosenversicherung geben aktuelle Zahlen zur Beschäftigung von Gastarbeitern in Deutschland bekannt. Danach waren Ende Juni 1966 in der Bundesrepublik (einschließlich West-Berlin) insgesamt 1.314.000 ausländische Arbeitnehmer beschäftigt, darunter 25,3 % Frauen. Von allen Gastarbeitern sind zu diesem Zeitpunkt 30,4 % Italiener, 14,9 % ... »Details
  27. 19. Juli 1966: Bundesverfassungsgericht gibt hessischer Klage gegen Parteienfinanzierung statt
    Der Klage des Landes Hessen gegen die Finanzierung der Parteien durch die Bundesregierung wird vom Karlsruher Bundesverfassungsgericht stattgegeben. Bereits Mitte des Vorjahres war die Klage in Karlsruhe eingereicht worden. Der hessische Ministerpräsident Georg August Zinn (1901–1976; SPD) betont, dass er aufgrund der finanziellen Abhängigkeit der Parteien vom Staat er dessen politische ... »Details
  28. 25. Juli 1966: Schweres Busunglück auf der Autobahn bei Limburg
    Bei einem schweren Busunglück auf der Autobahn Frankfurt am Main-Köln zwischen Camberg und Limburg bei Niederbrechen stürzt ein mit 43 Personen besetzter belgischer Reisebus aus Brüssel in den frühen Morgenstunden des 25. Juli 1966 über eine Straßenbrücke zehn Meter in die Tiefe. Der Bus mit Reisenden des „Jugend-Ferienwerks“ war auf der Rückreise aus der Steiermark. Zehn der 43 ... »Details
  29. 31. Juli 1966: Deutsche Fußball-Nationalmannschaft als Vizeweltmeister empfangen
    Nach Rückkehr aus dem Gastgeberland der Fußball-Weltmeisterschaft England wird die deutsche Nationalmannschaft in der Bonner Villa Hammerschmidt zur Überreichung der Auszeichnung das „Silberne Loorbeerblatt“ empfangen. Von den 22 Kadermitgliedern des gegen England mit 4:2 unterlegenen Vizeweltmeisters können drei Fußballspieler aufgrund von Verletzungen oder Verpflichtungen in ihren ... »Details
  30. 10. September 1966: Karl Mildenberger unterliegt Boxweltmeister Muhammad Ali
    Im ersten Boxweltmeisterschaftskampf im Schwergewicht auf deutschem Boden unterliegt Karl Mildenberger (1937–2018) im Frankfurter Waldstadion vor 30.000 Zuschauern dem Weltmeister Muhammad Ali (1942–2016; bis 1965: Cassius Clay) durch K.O. in der zwölften Runde.(OV) ... »Details
  31. 17. September 1966: Kuratorium „Notstand der Demokratie“ in Frankfurt gegründet
    Das Kuratorium „Notstand der Demokratie“ wird am 17. September 1966 in Frankfurt am Main gegründet. Das Kuratorium setzt sich aus rund zwei Dutzend Professoren, mehreren Literaten, Gewerkschaftern, Politikern und Persönlichkeiten zusammen. Zu den Mitglieder gehören unter anderen der Bundestagsabgeordnete William Borm (1895–1987), der Präsident der evangelischen Kirche Martin Niemöller ... »Details
  32. 23. September 1966: Eröffnung des „Intimen Theaters“ in Wiesbaden
    In Wiesbaden wird das „Intime Theater“ eröffnet.(OV) ... »Details
  33. 11. Oktober 1966: Amtsentbindung eines evangelischen Pfarrers wegen Propagierung von Verhütungsmitteln
    Die Leitung der evangelischen Kirche in Hessen und Nassau entbindet den Pfarrer Wilhelm Reinmuth mit sofortiger Wirkung von seinem Amt, weil er seiner Gemeinde in der Frankfurter Nordweststadt im Gottesdienst den Sinn von Verhütungsmitteln verdeutlichte. Beim Gottesdienst zum Erntedanksonntag zwei Tage zuvor hatte der junge Geistliche eine Anti-Baby-Pille auf den Altar gelegt, was in der Gemeinde ... »Details
  34. 15. Oktober 1966: Georg-Büchner-Preis an Wolfgang Hildesheimer
    Wolfgang Hildesheimer (1916–1991) erhält im Rahmen der Herbsttagung der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung in Darmstadt den Georg-Büchner-Preis. Der mit 10.000 DM dotierte Preis wird in der Otto-Berndt-Halle der Technischen Hochschule Darmstadt verliehen, eine Laudatio hält der Literaturhistoriker Walter Jens (1923–2013).0=Frankfurter Allgemeine Zeitung, 21.9.1966, S. 24: ... »Details
  35. 16. Oktober 1966: Scheitern des Volksbegehrens „Briefwahl auch in Hessen“
    Das Volksbegehren „Briefwahl auch in Hessen“ scheitert. Hessen bleibt damit vorerst das einzige Bundesland, das die Briefwahl nur bei Wahlen zum Deutschen Bundestag kennt. ... »Details
  36. 30. Oktober 1966: Kongress „Notstand der Demokratie“ in Frankfurt ausgerichtet
    Für den am 30. Oktober 1966 vom im September in Frankfurt am Main gegründeten Kuratorium „Notstand der Demokratie“ ausgerichteten Kongress, rechnen die Veranstalter mit einer Teilnahme von rund 3.000 Personen. Eine Absage erhielten sie vom stellvertretenden SPD-Vorsitzenden Herbert Wehner (1906–1990).0=Vgl. Frankfurter Allgemeine Zeitung, 18.10.1966, S. 5: Wehner sagt ab. Finanziert wird ... »Details
  37. 6. November 1966: Wahl zum Hessischen Landtag
    Bei den Landtagswahlen erreicht die SPD mit 51 % wieder die absolute Mehrheit der Stimmen. Von 48 Wahlkreisen erringen die Sozialdemokraten 44, die Christdemokraten siegen in vier Wahlkreisen. Die CDU verliert 2,4 Prozentpunkte und kommt auf 26,4 % der Stimmen, die FDP verliert leicht und erhält 10,4 % der Stimmen, während die Gesamtdeutsche Partei nur noch 4,3 % (1962: 6,3 %) verbuchen kann und ... »Details
  38. 6. November 1966: Landtagswahl in Hessen bringt Einzug der NPD in den Landtag
    Die 1964 wesentlich aus der Deutschen Reichspartei (DRP), aber auch aus anderen Parteien und Gruppierungen (Deutsche Partei, Vaterländische Union und andere) hervorgegangene rechtsextreme Nationaldemokratische Partei Deutschlands (NPD) schafft mit dem Ergebnis der Wahl zum 6. Hessischen Landtag mit einem Stimmenanteil von 7,94 % erstmals den Einzug in ein deutsches Landesparlament. Die NPD ... »Details
  39. 1. Dezember 1966: Ausscheiden von Lauritz Lauritzen aus dem Kabinett Zinn
    Der bisherige hessische Minister für Justiz und Bundesangelegenheiten, Dr. Lauritz Lauritzen (1910–1980; SPD), scheidet aus dem Kabinett von Georg August Zinn (1901–1976; SPD) aus und steht für eine neue Landesregierung nicht zur Verfügung, nachdem er im Oktober in der von der Großen Koalition getragenen Bundesregierung das Amt des Bundesministers für Wohnungsbau übernommen hat.(OV) ... »Details
  40. 2. Dezember 1966: 150 Jahre Städelsche Kunststiftung in Frankfurt
    Mit dem Ableben des Stifters der Städelschen Kunststiftung, des Handelsmanns Johann Friedrich Städel am 2. Dezember 1816 ging dessen Besitz an Gemälden, Handzeichnungen, Kupferstichen, Kunstsachen und Büchern in die Kunststiftung über.1=Vgl. Webpräsenz der Stadt Frankfurt: Städel Museum, Stand: 31.8.2015. Zur Feier des Kunstmuseums erschienen mehr als tausend Gäste aus dem deutschen und ... »Details
  41. 14. Dezember 1966: Zwanzigjähriges Bestehen des VdK in Frankfurt
    Der am 14. Dezember 1946 von Abraham Sauer (1871–1959) und Adam Rembser (geb. 1892) gegründete und durch Oskar Müller (1896–1970; KPD) bzw. der amerikanischen Militärregierung genehmigte Verband für Kriegsbeschädigte, Arbeitsinvaliden und Hinterbliebene für Groß-Hessen mit Verbandssitz in Frankfurt am Main feiert zwanzigjähriges Bestehen.0=Vgl. Verband der Kriegs- und Wehrdienstopfer, ... »Details
  42. 8. Januar 1967: Hessische Sportler siegen bei Deutschen Eiskunstlaufmeisterschaften
    Bei den Deutschen Eiskunstlaufmeisterschaften im Berliner Sportpalast siegt der für Bad Nauheim startende Bundeswehrsoldat Peter Krick (geb. 1944) im Einzelwettbewerb der Herren und wird damit erneut Deutscher Meister. Kricks Stärken liegen vor allem im Pflichtbereich, sodass er den Wettbewerb vor seinem stärksten Konkurrenten, dem aus der DDR geflüchteten Eiskunstläufer Ralph Borghard (geb. ... »Details
  43. 13. Januar 1967: Prominente Mitglieder der GDP wechseln zur SPD
    Nachdem die Gesamtdeutsche Partei/BHE seit den Landtagswahlen vom 6. November 1966 nicht mehr im Hessischen Landtag vertreten ist, wechseln mehrere Landesvorstandsmitglieder, wie auf dem Landesparteitag im Dezember 1966 angekündigt, zur hessischen SPD. Zu ihnen gehört der letzte Fraktionsvorsitzende der GDP im Hessischen Landtag, Frank Seitboth (1912–1994), der bei der laufenden ... »Details
  44. 15. Januar 1967: Gesamtdeutsche Partei in Hessen will Parteiarbeit weiterführen
    Trotz des Austritts zahlreicher prominenter Mitglieder will die seit der Landtagswahl vom 6. November 1966 nicht mehr im Hessischen Landtag vertretene Gesamtdeutsche Partei / BHE ihre politische Arbeit weiterführen. Der Landesvorsitzende der GDP, der frühere Landtagsabgeordnete Walter Preißler (1915–2005) weist auf einem Kreisparteitag in Heppenheim das „Gerede von Zerfallserscheinungen“ ... »Details
  45. 16. Januar 1967: Südhessische SPD begrüßt Berufung von Hildegard Hamm-Brücher zur Staatssekretärin
    Der Vorsitzende der südhessischen SPD, Sozialminister Heinrich Hemsath (1902–1978) begrüßt die Empfehlung des Landesvorstands seiner Partei und der sozialdemokratischen Landtagsfraktion, die bekannte Kulturpolitikerin Hildegard Hamm-Brücher (1921–2016; FDP) aus München zur Staatssekretärin im Hessischen Kultusministerium zu ernennen und bezeichnet diese Überlegung „fast ... »Details
  46. 18. Januar 1967: NATO-Großmanöver „Panthersprung“ geht mit Übung bei Treysa zu Ende
    Nach drei Tagen geht das NATO-Großmanöver „Panthersprung“ in Hessen mit einem simulierten Panzerangriff der 2. Panzergrenadier-Division im Gebiet von Treysa zu Ende. An der Übung beteiligten sich rund 60.000 Bundeswehrsoldaten des III. Korps.1=Das III. Korps mit Stabssitz in Koblenz bestand von 1957 bis 1994. Es war einer von insgesamt drei militärischen Großverbänden („Korps“) des ... »Details
  47. 19. Januar 1967: Vereidigung des fünften Kabinetts von Ministerpräsident Georg August Zinn
    Im Hessischen Landtag in Wiesbaden wird das fünfte und letzte Kabinett von Ministerpräsident Georg August Zinn (1901–1976) vereidigt. Es ist zum ersten Mal seit 1955 wieder allein aus Ministern der SPD gebildet. Die Ernennung der Minister ist tags zuvor durchgeführt worden.  ... »Details
  48. 24. Januar 1967: Hamm-Brücher erklärt sich bereit, Staatssekretärin in Hessen zu werden
    Kultusminister Ernst Schütte (1904–1972; SPD) berichtet dem hessischen Kabinett von seinem Gespräch mit der FDP-Kulturpolitikerin Hildegard Hamm-Brücher (1921–2016). Frau Hamm-Brücher, mit der er in bildungs- und kulturpolitischen Fragen weitgehend übereinstimme, sei bereit, das Amt einer Staatssekretärin im Hessischen Kultusministerium zu übernehmen. Schütte wird vom Kabinett ... »Details
  49. 26. Januar 1967: Erste deutsche „Frischdienst Tag- und Nacht“-Verkaufsstelle in Offenbach
    Die erste „Frischdienst Tag- und Nacht“-Verkaufsstelle der Bundesrepublik wird in Offenbach am Main eröffnet. In einem Laden in der Innenstadt werden in Automaten, die von der Firma Acker Verkaufsautomaten GmbH aus Obertshausen entwickelt wurden, Frischwaren bereitgehalten, sodass für „Berufstätige, Eilige und Sparkäufer“ ein Einkauf Tag und Nacht sowie an Wochenenden möglich ist. Die ... »Details
  50. Februar 1967: Die deutsch/deutsche Grenze zwischen Hessen und Thüringen - Erinnerung anhand von Denkmälern
    Wohl keine andere Stadt an der innerdeutschen Grenze zwischen Hessen und Thüringen liegt so im Zentrum öffentlicher Aufmerksamkeit, wie das hessische Philippsthal. In der Stadt an der Werra liegt in unmittelbarer Nähe die Grenze zum thüringischen Vacha. Die Grenzziehung und Teilung Deutschlands hat alte, lang bestehende Beziehungen zwischen den Orten zerstört. Um die Bevölkerung ... »Details