Hesse in the 19th and 20th Centuries

Private Werksschulen, 14. August 1876
Vor allem größere Unternehmen werden auf dem Gebiet der Arbeiterfürsorge aktiv. Dazu gehörte zum Beispiel die Schaffung von Krankenkassen oder Sparkassen für die Beschäftigten, aber auch die Einrichtung von Kindergärten und Schulen.
Die Farbwerke in Höchst richteten eine „Haushaltungsschule“ ein, die nach dem Schulabschluss die Möglichkeit bot, Fähigkeiten zu erlernen, die einer „Frau des Arbeiter- oder Kleinbürgerstandes not thun“, wie etwa Kochen und Nähen. Einen Kindergarten gab es bei den Farbwerken nicht, da die meisten Frauen nicht außerhalb des Hauses tätig waren und daher aus der Sicht des Unternehmens kein Bedarf bestand.
Neben Weiterbildungsmaßnahmen gab es auch Werksschulen, in denen die Kinder der Betriebsangehörigen ihre schulische Ausbildung erhielten. Eine Kontrolle der Schule der Aktiengesellschaft für Spinnerei und Weberei auf der Hohen Mark bei Oberursel durch die Schulbehörden ergab jedoch, dass diese nicht dem vorgeschriebenen Standard entsprach. Ein Teil des Schulraums wurde als Speisesaal genutzt, Lehrmaterialien fehlten und die Leistungen der Kinder waren ungenügend.
(StF)
- Additional Information
- [Bericht über die Einrichtung der Haushaltungsschule der Farbwerke Höchst; Entwurf des Architekten Heinrich Kutt für die Haushaltungsschule der Farbwerke Höchst; Bericht der Regierung zu Wiesbaden an den Landrat des Obertaunuskreises vom 14. August 1876 über die Schule der Aktiengesellschaft für Spinnerei und Weberei auf der Hohen Mark bei Oberursel]
- Recommended Citation
- „Private Werksschulen, 14. August 1876“, in: Zeitgeschichte in Hessen <https://www.lagis-hessen.de/en/subjects/idrec/sn/edbx/id/7474> (Stand: 19.11.2025)
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