Hesse in the 19th and 20th Centuries

Gründung der Handelskammer in Darmstadt, 5. April 1862
Großherzog Ludwig III. (1806–1877) verfügt am 5. April 1862 die Gründung einer Handelskammer in Darmstadt, die für den „Flor des Handels und der Fabriken“ in Starkenburg sorgen soll. Die Wahl der sieben Mitglieder ist zunächst auf die zwanzig höchstbesteuerten Kaufleute und Industriellen in Darmstadt und Bessungen beschränkt. Erster Präsident der Kammer wird der Papierfabrikant Carl August Hemmerde (1812–1885). Eine Umwandlung der Höheren Gewerbeschule zu einer polytechnischen Schule, zählt zu den ersten Zielen und wurde 1868 umgesetzt.1 Ab 1821 gab es eine Handelskammer in Offenbach am Main. Ein nassauisches Gesetz über die Einrichtung von Handelskammern wurde am 17. Oktober 1863 verabschiedet, welches die Bildung von solchen in Dillenburg, Limburg und Wiesbaden ermöglichte, jedoch „Handelsfrauen“ explizit ausschloss.
(StH)
- Vorbild war das im Jahr 1865 zur Technischen Hochschule erhobene Polytechnikum in Karlsruhe. Vgl. Wikipedia: Karlsruher Institut für Technologie: Geschichte der Universität Karlsruhe (eingesehen am 5.4.2024). ↑
- Records
- Franz/Wagner (Bearb.), Darmstädter Kalender. Daten zur Geschichte unserer Stadt, Darmstadt 1994, S. 128 f.
- Eckhart G. Franz (Hrsg.), Die Chronik Hessens, Dortmund 1991, S. 251 f.
- Additional Information
- Wikipedia: IHK Limburg (eingesehen am 22.2.2022)
- Recommended Citation
- „Gründung der Handelskammer in Darmstadt, 5. April 1862“, in: Zeitgeschichte in Hessen <https://www.lagis-hessen.de/en/subjects/idrec/sn/edbx/id/6474> (Stand: 12.11.2025)
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