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Hesse in the 19th and 20th Centuries

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Gründung der Kongregation der Schwestern von der göttlichen Vorsehung in Mainz, 1851

1851 wird die Niederlassung der Kongregation der Schwestern von der göttlichen Vorsehung in Finthen bei Mainz mit Förderung durch Bischof von Ketteler (1811–1877) gegründet. Die Schwestern widmen sich der schulischen Erziehung der Kinder, besonders der Mädchen auf dem Lande und der Krankenversorgung. Von Mainz aus werden 24 Niederlassungen im Großherzogtum Hessen, weitere im Herzogtum Nassau, im Kurfürstentum Hessen-Kassel, in Frankfurt und seit 1856 in den USA gegründet. Der Orden unterhält Schulen, Krankenhäuser, Kindergärten und Altenheime. In ordenseigenen Bildungseinrichtungen wird der Nachwuchs ausgebildet (Krankenpflegeschulen, Akademien). Bis zum Beginn des Kulturkampfes werden 26 Krankenstationen überwiegend im ländlichen Raum im Bistum Mainz durch Schwestern betreut; dazu kommen Koch-, Näh-, Strick- und Haushaltsschulen; nach dem Kulturkampf gelingt zwischen 1874 und 1914 die Neugründung von 66 Niederlassungen (Kindergärten und -krippen, Schulen, Waisenhäuser, Ambulanzen, Alten- und Mädchenheime) auf dem Gebiet des heutigen Bundeslandes Hessen.

1883 wird die Anerkennung der Konstitutionen des Ordens beim Papst beantragt. 1884 wünscht die Kurie in Rom eine Veränderung des Namens in „Mainzer Schwestern von der göttlichen Vorsehung“, um den Orden von anderen zu unterscheiden und ordnet eine Veränderung der Organisation an. Die einzelnen Niederlassungen werden einer Provinzleitung unterstellt. 1925 erfolgt die endgültige Approbation, die Niederlassungen in Mainz-Finthen (St. Martin), Bad Homburg vor der Höhe (St. Bonifatius) und Offenbach am Main (St. Paul) werden als Provinzialhäuser eingerichtet, der Name des Ordens in „Schwestern von der göttlichen Vorsehung“ geändert.

Nach 2000 existieren im Bistum Mainz Stationen in Darmstadt, Offenbach und Bad Nauheim.
(RKr)

Records
Additional Information
Recommended Citation
„Gründung der Kongregation der Schwestern von der göttlichen Vorsehung in Mainz, 1851“, in: Zeitgeschichte in Hessen <https://www.lagis-hessen.de/en/subjects/idrec/sn/edbx/id/6403> (Stand: 15.8.2024)
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