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Hesse in the 19th and 20th Centuries

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Eröffnung der ersten jüdischen Schule in Frankfurt, 18. April 1966

Die erste jüdische Schule in der Bundesrepublik nach dem Zweiten Weltkrieg wird in Frankfurt am Main eröffnet. Die „Grundschule der jüdischen Gemeinde Frankfurt“ hat ihren Schulbetrieb in den Räumen der Hauptsynagoge zunächst mit 30 Schülern der ersten und zweiten Klasse, darunter vier nichtjüdische Kinder, unter der Leitung von der Lehrerin Ruth Moritz aufgenommen.1 Die Fertigstellung des Umbaus für den Schulbetrieb kostete 75.000 DM, weitere 50.000 DM wurden vom jüdischen Gemeinderat für den Schulbetrieb bewilligt.2 Einen wesentlichen Unterrichtsbereich bildet die Vermittlung jüdischen Glaubens und Kultur sowie der Erwerb hebräischer Sprachfertigkeiten, die für alle SchülerInnen verpflichtend sind.3 Für die pädagogische Vermittlung der Religions- und Hebräischunterrichts stellt die jüdische Gemeinde Amàlia Bürger, die als zweite Lehrerin an der Schule tätig ist.4 Mit der Wiederaufnahme des Schulbetriebs knüpft die jüdische Gemeinde Frankfurt an ihre seit 1804 bestehende Tradition der pädagogischen Schulausbildung durch das Philanthropin an.5
(FW)


  1. Vgl. Webpräsenz der Lichtigfeld-Schule: Geschichte, eingesehen am 19.8.2015; Markhoff, Die Vollblut-Pädagogin, in: Jüdische Allgemeine, 24.7.2014; Frankfurter Allgemeine Zeitung, 19.4.1966, S. 18, ohne Titel; Frankfurter Allgemeine Zeitung, 30.3.1966, S. 31: Die erste jüdische Schule.
  2. Vgl. Frankfurter Allgemeine Zeitung, 30.3.1966, S. 31: Die erste jüdische Schule, 17.8.2015.
  3. Vgl. Frankfurter Allgemeine Zeitung, 2.9.1966, S. 31: Erste Erfahrungen.
  4. Vgl. Frankfurter Allgemeine Zeitung, 30.3.1966, S. 31: Die erste jüdische Schule, 17.8.2015.
  5. Vgl. Webpräsenz der Lichtigfeld-Schule: Geschichte, eingesehen am 19.8.2015.
Records
Additional Information
Recommended Citation
„Eröffnung der ersten jüdischen Schule in Frankfurt, 18. April 1966“, in: Zeitgeschichte in Hessen <https://www.lagis-hessen.de/en/subjects/idrec/sn/edbx/id/2746> (Stand: 16.8.2024)
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