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Hesse in the 19th and 20th Centuries

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Wiedereröffnung des „Steinernen Hauses“ in Frankfurt mit einer Munch-Ausstellung, 8. November 1962

Nach seinem Umbau zum repräsentativen Ausstellungshaus wird das „Steinerne Haus“ in Frankfurt am Main mit einer großen Ausstellung von Gemälden und Grafiken des norwegischen Künstlers Edvard Munch (1863–1944) und einer kleinen Ausstellung zur Geschichte des Steinernen Hauses eröffnet.

Bei einer festlichen Stunde um 17 Uhr sprechen Frankfurts Oberbürgermeister Werner Bockelmann (1907–1968; SPD), der stellvertretende Stadtverordnetenvorsteher Max Flesch-Thebesius (1889–1983; CDU) und der norwegische Botschafter in Bonn, Svend Borchmann Hersleb Vogt (1912–1999) Grußworte. Der Kustos der Städtischen Kunstsammlungen Oslo („Oslo kommunes kunstsamlinger“), Johan Henrik Langaard (1899–1988) hält einen Vortrag „Über den Maler Edvard Munch“. Begleitende Rahmenveranstaltungen der Ausstellung finden am 11. November im Steinernen Haus mit einem Vortrag des norwegischen Kunstkritikers Reidar Revold (1918–1973) zu „Edvard Munch und Friedrich Nietzsche“, am 15. November im Festsaal des Zoologischen Gartens mit einem Konzert der Osloer Philharmoniker und am 16. November wiederum im Steinernen Haus mit einer Lesung „Skandinavische Literatur um 1900“ statt.

Das Steinerne Haus, ein Steinbau im Stil der niederrheinischen Gotik und der letzte noch existierende bürgerliche Profanbau diese Typs in Frankfurt, wurde 1464 (Grundsteinlegung) von dem Patrizier Johann von Melem (1433–1484) erbaut. Am 22. März 1944 zerstörte ein Brand bei dem Fliegerangriff dieser Nacht das Haus im Inneren, am 24. März fiel schließlich auch die Fassade einem Volltreffer durch eine Sprengbombe zum Opfer.

Von 1959 bis 1962 wurde das Steinerne Haus für einen Betrag von 2,4 Millionen DM wiederaufgebaut – als damals einziger historischer Bürgerbau in der Altstadt neben dem Goethe-Haus. Die Rekonstruktion der Fassade orientierte sich sehr stark am Original, während die Innenräume in zeitgenössischen Zweckformen errichtet wurden. Das Steinerne Haus, seit 1898 in städtischem Besitz, wurde anschließend wiederum dem Kunstverein zur Verfügung gestellt, der das Haus bereits seit 1906 nutzen darf.
(KU)

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„Wiedereröffnung des „Steinernen Hauses“ in Frankfurt mit einer Munch-Ausstellung, 8. November 1962“, in: Zeitgeschichte in Hessen <https://www.lagis-hessen.de/en/subjects/idrec/sn/edbx/id/1155> (Stand: 8.11.2024)
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