Hesse in the 19th and 20th Centuries

Ausschreitungen in Arolsen, 14. April 1848
Am 14. April 1848 kommt es in Arolsen zu Ausschreitungen. Bereits für den Vortrag waren Demonstrationen in der Stadt angekündigt, weshalb Militär und Bürgerwehr in Bereitschaft standen. Am 14. April treffen bis zu 800 Bauern aus der Umgebung in der Stadt ein, am Nachmittag kommt es zu Angriffen auf Beamte und deren Häuser. Carl Wilhelm von Stockhausen (1804–1889), Direktor der waldeckischen Regierung, schaffte es, die „Aufrührer“ zum Rückzug zu bewegen, es kam aber dennoch in den nächsten Tagen immer wieder zu Unruhen. Die Regierung griff hart durch und stellte die Verantwortlichen vor Gericht.
Am 4. November 1848 wurde ein Gesetz erlassen, das den Schadenersatz bei solchen Übergriffen regelte. Damit galten alle Einwohner einer Gemeinde als schuldig und zu Schadensersatz verpflichtet, Ausnahmen gab es nur, wenn nachgewiesen werden konnte, dass nachweislich der entstandene Schaden nicht verhindert werden konnte.
(StF)
- Records
- Additional Information
- [Bericht über die Ausschreitungen in Arolsen im April 1848, aus der Biographie des Direktors der waldeckischen Regierung, Carl Wilhelm von Stockhausen, verfasst von seinem Sohn; „Gesetz über den Ersatz des bei Zusammenrottungen entstehenden Schadens“ vom 4. November 1848]
- Wikipedia: Carl von Stockhausen (eingesehen am 14.4.2025)
- Recommended Citation
- „Ausschreitungen in Arolsen, 14. April 1848“, in: Zeitgeschichte in Hessen <https://www.lagis-hessen.de/en/subjects/idrec/sn/edbx/id/7191> (Stand: 21.10.2025)
