Hesse in the 19th and 20th Centuries

Zugeständnisse des Kurfürsten von Hessen, 6. März 1848
Die treibenden Kräfte hinter der Revolution im Kurfürstentum Hessen wirkten nicht in der Residenzstadt Kassel, sondern hauptsächlich in Hanau. Nach dem Eintreffen der ersten Delegationen aus Hanau und Marburg in Kassel mit Forderungen an Kurfürst Friedrich Wilhelm I. von Hessen (1802–1875) reagierte dieser zunächst zurückhaltend. Am 6. März ließ der Kurfürst verlautbaren, dass er die „Bitten und Anträge“ der Ständeversammlung zur Beratung vorlegen würde, die er zur Aussprache über ein neues Pressegesetz einberufen hatte. Einen Tag später verkündete er, dass er „stets bemüht“ gewesen sei, das Wohl seines „geliebten Volkes“ zu fördern und daher auch dessen Wünsche gewähren wolle. Sein Entgegenkommen blieb jedoch weit hinter den Forderungen zurück. Erst nach den offenen Drohungen, die im „Hanauer Ultimatum“ ausgesprochen wurden, kam es auch im Kurfürstentum zu weitreichenden Zugeständnissen. Die Flugblätter vom 6., 7. und 11. März 1848 zeigen diese Entwicklung.
(StF)
- Additional Information
- [Antwort Kurfürst Friedrich Wilhelms I. auf die ihm überreichten Petitionen, veröffentlicht am 6. März 1848 als Flugblatt; Die Abschaffung der Zensur im Kurfürstentum Hessen, veröffentlicht am 7. März 1848 als Flugblatt; Zusagen Kurfürst Friedrich Wilhelms I., veröffentlich am 11. März 1848 als Flugblatt]
- Recommended Citation
- „Zugeständnisse des Kurfürsten von Hessen, 6. März 1848“, in: Zeitgeschichte in Hessen <https://www.lagis-hessen.de/en/subjects/idrec/sn/edbx/id/7318> (Stand: 12.9.2024)
