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Hesse in the 19th and 20th Centuries

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Bildhauer Christian Daniel Rauch aus Arolsen erhält Stipendium für Studienaufenthalt in Rom, 29. Juli 1804

Am 29. Juli 1804 genehmigt König Friedrich Wilhelm III. von Preußen dem jungen, aus Arolsen stammenden Bildhauer Christian Daniel Rauch (1777–1857) ein sechsjähriges Stipendium für einen Studienaufenthalt in Italien. In Begleitung des Grafen Karl von Sandreczky reist er im August desselben Jahres von Dresden nach Rom. Die Eindrücke dieser Reise hielt er in einem Tagebuch fest1. Die Reise führte ihn über das Rhonetal zu Schiff nach Genua und dann über Mailand, Parma, Modena und Bologna nach Rom.

Dort lernte er Wilhelm von Humboldt (1767–1835) kennen, den preußischen Gesandten beim Vatikan, in dessen Haus sich ein Kreis von Künstlern, Dichtern und Gelehrten traf. Vor allem die Begegnung mit den beiden klassizistischen Bildhauern Antonio Canova (1757–1822) und Bertel Thorvaldsen (1770–1844), die ihn beide kollegial aufnahmen und förderten, prägten seine künstlerische Entwicklung.

1811 reiste Rauch wieder nach Berlin, um in Zusammenarbeit mit Karl Friedrich Schinkel (1781–1841) das Grabmal für die 1810 verstorbenen Königin Luise zu entwerfen, deren Liegefigur er dann direkt in den Marmorwerkstätten von Carrara ausführte. Obschon Rauch seit 1815 eine ständige Werkstatt in Berlin unterhielt, reiste er noch mehrfach nach Italien, wo er bis 1819 in Carrara eine eigene Werkstatt unterhielt.
(UH)


  1. Bad Arolsen, Christian Daniel Rauch-Museum
Records
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Recommended Citation
„Bildhauer Christian Daniel Rauch aus Arolsen erhält Stipendium für Studienaufenthalt in Rom, 29. Juli 1804“, in: Zeitgeschichte in Hessen <https://www.lagis-hessen.de/en/subjects/idrec/sn/edbx/id/6030> (Stand: 30.9.2025)
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