Hesse in the 19th and 20th Centuries

In Hersfeld wird die Bürgerschule eingeweiht, 11. April 1836
Am 11. April 1836 wird die städtische Bürgerschule in Hersfeld eingeweiht. Das rückseitig an die Stadtmauer grenzende Schulgebäude hatte Landbaumeister Leonhard Müller (1799-1878), der in Hersfeld eine Vielzahl von Bauten verantwortete und auch denkmalpflegerisch tätig war, ab 1829 (mit einer längeren Unterbrechung zwischen 1830 und 1834) in der damals als kostensparend propagierten, neuen Bauweise aus gebrannten Lehmziegeln über einem Werksteinsockel und einem in Teilen älteren Gewölbekeller errichten lassen.
Der zweigeschossige, klassizistische Bau wird bekrönt von einem Dachreiter mit Arkadenöffnungen. Das ursprünglich bleigedeckte Türmchen war in Müllers ersten Entwürfen nicht vorgesehen und wurde Ende 1834 dem bereits fertiggestellten Rohbau aufgesetzt. Während im Untergeschoss die Klassenräume untergebracht waren, lagen im Obergeschoss die Lehrerwohnungen. Schon früh dachte man über eine Aufstockung des Gebäudes nach. 1913 erhielt die Bürgerschule einen Neubau und in das alte Gebäude zog die Höhere Töchterschule (seit 1910 Luisenschule) ein.
Seit den 1960er Jahren nicht mehr als Schule genutzt, wurde das Gebäude zwischen 1996 und 1998 saniert und für eine Nutzung durch Gastronomie, Geschäfte und Büros hergerichtet.
(UH)
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- Recommended Citation
- „In Hersfeld wird die Bürgerschule eingeweiht, 11. April 1836“, in: Zeitgeschichte in Hessen <https://www.lagis-hessen.de/en/subjects/idrec/sn/edbx/id/6273> (Stand: 11.4.2026)
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