Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen
Bitte beachten Sie: LAGIS hat eine neue Adresse: lagis.hessen.de. Für eine Übergangszeit stehen Ihnen ausgewählte Module über die bekannte Oberfläche zur Verfügung. Alle anderen sind über die neue Version des Informationssystems zugänglich. Bestehende Permalinks behalten ihre Gültigkeit und leiten bereits jetzt oder nach Abschluss aller Migrationsarbeiten automatisch auf das neue System um.

Hesse in the 19th and 20th Centuries

Go to hit #
 

Die berufliche Emanzipation der Juden, 1832-1833

Die Bemühungen von staatlicher als auch jüdischer Seite, „bürgerliche“ Berufe für die Juden zu öffnen, wurden innerhalb jüdischer Kreise als wichtiger Schritt zu einer vollständigen rechtlichen Gleichstellung gesehen.

Der Marburger Provinzialrabbiner Moses Salomon Gosen (1780-1864) berichtete 1832 in einem Leserbrief an die Zeitschrift Sulamith von den bisher erreichten positiven Entwicklungen im Kurfürstentum Hessen. Auch der Kasseler Publizist Jakob Pinhas (1788-1861) unterstrich in einer an die Landstände des Kurfürstentums gerichteten Schrift die Fortschritte, machte aber auch deutlich, dass es für die Juden noch zahlreiche Einschränkungen gab.

Wie entscheidend die Berufswahl war, machte das Gesetz vom 29. Oktober 1833 deutlich, mit dem die Juden im Kurfürstentum die Gleichberechtigung erlangten. Die jüdischen Nothändler, die mit dem Hausier- und Trödelhandel ihren Lebensunterhalt verdienten, waren ausdrücklich von den Rechten ausgenommen.
(StF)

Additional Information
Recommended Citation
„Die berufliche Emanzipation der Juden, 1832-1833“, in: Zeitgeschichte in Hessen <https://www.lagis-hessen.de/en/subjects/idrec/sn/edbx/id/7265> (Stand: 16.4.2025)
Events in December 1831 | January 1832 | March 1832
SunMonTueWedThuFriSatSunMonTueWedThuFriSatSunMonTueWedThuFriSatSunMonTueWedThuFriSatSunMonTue
1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20 21 22 23 24 25 26 27 28 29 30 31