Hesse in the 19th and 20th Centuries

Einweihung der restaurierten Marienbasilika in Wilhelmshausen, 20. Dezember 1893
Die Marienbasilika – die ehemalige romanische Klosterkirche des Zisterzienserklosters Wahlshausen, aus dem später der Ort Wilhelmshausen entstand – hatte bereits im 16. Jahrhundert ihre Seitenschiffe und Nebenapsiden verloren. Die im Laufe der Jahre unternommenen restauratorischen Bemühungen erwiesen sich als ungenügend und nach den Maßstäben der sich neu entwickelnden Kunst- und Baudenkmalpflege nicht akzeptabel. Nach einem Brand des Dachstuhls im Jahre 1891 wurde eine denkmalpflegerisch orientierte Wiederherstellung des alten Kirchenbaus möglich, mit der der Kasseler Architekt Louis Angermann (1861–1892) beauftragt wurde. Die Rekonstruktion der basilikalen Anlage mit neuen Seitenschiffen, Apsiden und Turm führte nach dessen Tod der Kasseler Konsistorialbaumeister Gustav Schönermark (1854–1910) fort. Das vom hessischen Bezirkskonservator Ludwig Bickell (1838–1901) im Auftrag der Regierung erstellte Schlussgutachten konstatierte, dass „die Kirche in durchaus würdiger und im Wesentlichen stylgerechter Weise hergestellt“ sei.1
Am 20. Dezember 1893 kann die restaurierte Kirche durch den Generalsuperintendenten Wilhelm Lohr (1839–1906) eingeweiht werden.
(UH)
- Zitiert nach Böker, Neugotik, S. 68. ↑
- Records
- Additional Information
- Ehemalige Klosterkirche Sankt Maria & Evangelische Kirche, Fotos
- Wikipedia: Kloster Wahlshausen (eingesehen am 24.1.2025)
- Recommended Citation
- „Einweihung der restaurierten Marienbasilika in Wilhelmshausen, 20. Dezember 1893“, in: Zeitgeschichte in Hessen <https://www.lagis-hessen.de/en/subjects/idrec/sn/edbx/id/7676> (Stand: 12.2.2025)
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