Hesse in the 19th and 20th Centuries

Gründung des „Frankfurter Frauenvereins für wohltätige Zwecke“, 2. Februar 1814
Am 2. Februar 1814 konstituiert sich in Frankfurt am Main der im Herbst 1813 von Antonia Brentano (1780–1869) und Rosette Städel (1782–1845) begründete „Frauenverein für wohltätige Zwecke“, eine der frühesten Vereinsgründungen in Frankfurt. Den Vorstand bilden Frauen und Töchter des wohlhabenden Bürgertums.
Ursprünglich zur Krankenpflege in den Lazaretten und zur Linderung der durch den Krieg eingetretenen Not geschaffen, wandte sich der Verein noch im ersten Jahr seines Bestehens allgemeinen wohltätigen Zwecken zu, vor allem der Armen-, Kranken- und Wöchnerinnenfürsorge. Auf Rosette Städels Initiative entstand zudem die im Frühjahr 1815 eröffnete Schule des Frauenvereins, die erste Fortbildungsschule für Mädchen in Frankfurt, deren Leitung sie übernahm Nachdem sie nach drei Jahren als Vereinsvorstand ausgeschieden war, amtierte sie ab 1817 als „Schulpflegerin“. Unter ihrer Leitung erhielt die Frauenvereins-Schule dank einer großzügigen Schenkung von 20.000 Gulden der Philipp Heinrich Fleck’schen Stiftung (1817) ein eigenes neues Gebäude am Börneplatz. Am 16. August 1818 wurde das Schulhaus eingeweiht (1921 aufgegeben).
1847 wurde mit ähnlicher Zielsetzung der „Israelitische Frauenverein“ gegründet, dessen langjährige Vorsitzende die in Frankfurt vielfältig engagierte Stifterin Louise von Rothschild (1820-1894) war.
(UH)
- Records
- Wofgang Schmidt-Scharff, Geschichte des Frankfurter Frauenvereins 1813–1913, Frankfurt am Main 1913
- Additional Information
- Recommended Citation
- „Gründung des „Frankfurter Frauenvereins für wohltätige Zwecke“, 2. Februar 1814“, in: Zeitgeschichte in Hessen <https://www.lagis-hessen.de/en/subjects/idrec/sn/edbx/id/6906> (Stand: 2.2.2025)
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