Hesse in the 19th and 20th Centuries

Geständnis von Johannes Bückler „Schinderhannes“ in Frankfurt, 14. Juni 1802
Johannes Bückler (1777–1803) gesteht im Untersuchungsgericht in Frankfurt am Main, der landesweit bekannte „Schinderhannes“ zu sein. Der ehemalige Scharfrichtergehilfe wurde am 8. Juni 1802 als „Rekrut Jakob Schweikards“ im „Weberhaus“ in Limburg an der Lahn verhaftet und über Wiesbaden in das Rekruten-Zentraldepot in Frankfurt gebracht. Nach dem Prozess wird Bückler mit zwei Komplizen am 16. Juni 1802 sowie deren „Weibern“ nach Mainz überführt. Seine Hinrichtung mit 19 Spießgesellen erfolgte am 21. November 1803 durch die Guillotine. Bekannt war der Räuberhauptmann durch seine Überfälle am Rhein und im Hunsrück, wobei sich die Taten der Räuber mehrfach gegen Franzosen und jüdische Händler richtete. Aufgrund dieser Taten wurde er auch von der Landesbevölkerung als „edler Räuber“ bekannt.
(StH)
- Records
- Eckhart G. Franz (Hrsg.), Die Chronik Hessens, Dortmund 1991, S. 196 f.
- Additional Information
- Wikipedia: Johannes Bückler (eingesehen am 8.3.2021)
- Forschungsportal Schinderhannes, Johannes Gutenberg-Universität Mainz (eingesehen am 14.6.2024)
- Recommended Citation
- „Geständnis von Johannes Bückler „Schinderhannes“ in Frankfurt, 14. Juni 1802“, in: Zeitgeschichte in Hessen <https://www.lagis-hessen.de/en/subjects/idrec/sn/edbx/id/6006> (Stand: 16.8.2024)
