Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen
Bitte beachten Sie: LAGIS hat eine neue Adresse: lagis.hessen.de. Für eine Übergangszeit stehen Ihnen ausgewählte Module über die bekannte Oberfläche zur Verfügung. Alle anderen sind über die neue Version des Informationssystems zugänglich. Bestehende Permalinks behalten ihre Gültigkeit und leiten bereits jetzt oder nach Abschluss aller Migrationsarbeiten automatisch auf das neue System um.

Hessische Biografie

Portrait

Nikolaus Vogler
(1876–1942)

Symbol: Anzeigemodus umschalten Symbol: Anzeigemodus umschalten Symbol: Druckansicht

Vogler, Nikolaus [ID = 16978]

* 8.7.1876 Bornheim (heute Frankfurt am Main), † 1.2.1942 Köppern, katholisch; dissidentisch; unitarisch-freireligiös
Malermeister, Weißbindermeister, Kommunalpolitiker
Andere Namen | Wirken | Familie | Nachweise | Leben | Zitierweise
Wirken ↑

Werdegang:

  • Besuch der Volksschule
  • Malerlehre, anschließend Wanderschaft über die Schweiz nach Italien
  • 1905 Gründung eines eigenen Maler- und Weißbindergeschäfts
  • 1909 Meisterprüfung
  • 1914-1918 Kriegsteilnahme
  • 1924 Wahl zum Abgeordneten der Reichspartei des Deutschen Mittelstandes (Wirtschaftspartei) in das Frankfurter Stadtparlament, dort Mitglied im Hochbau-Ausschuss, Ältestenausschuss, Hauptausschuss und verschiedenen Deputationen
  • 1928 und 1929 Wiederwahl
  • 1928-1933 Fraktionsvorsitzender der Wirtschaftspartei
  • aktiver Einsatz für die wirtschaftlichen Interessen des Mittelstandes
  • bekannt für seine Neigung zu verbaler und körperlicher Aggressivität im Parlament
  • 1933 erfolgreiche Kandidatur bei den preußischen Kommunalwahlen für das Frankfurter Stadtparlament auf der Liste „Haus- und Grundbesitz Groß-Frankfurt“
  • Mitglied des Bauausschusses und der Baudeputation
  • nach Auflösung seiner Partei weiter Mitglied des Parlaments, möglicherweise als fraktionsloser Stadtverordneter oder als Hospitant der NSDAP
  • nach dem zum 1.1.1934 erlassenen neuen Gemeindeverfassungsgesetz keine Berufung in einen Fachausschuss für Abgeordnete ohne Angehörigkeit zur NSDAP, SA oder SS, daher Ende der Amtszeit am 31.12.1933
  • 1935 Übergabe des Geschäfts an seinen Sohn Rolf, Verlegung nach Ginnheim
  • 1939 Stilllegung des Geschäfts durch Kriegsteilnahme des Sohnes
  • 1942 Tod infolge eines Schlaganfalls
  • 1949 nach Rückkehr von Rolf Vogler aus russischer Kriegsgefangenschaft erneute Öffnung des Malerbetriebs, Bestand bis heute

Funktion:

  • Frankfurt am Main, Stadtverordnetenversammlung, Mitglied (Reichspartei des deutschen Mittelstandes), 1924-1933

Lebensorte:

  • Frankfurt am Main
Familie ↑

Vater:

Vogler, Anton, 1840-1893, Tagelöhner

Mutter:

Wollstadt, Elisabeth, * Hattersheim 28.2.1848, † Frankfurt am Main 29.3.1909, Tochter des Adam Philipp Wollstadt, Händler, und der Christine Dorothea Klinger

Partner:

  • Kirchgeßner, Margareta Katharina, (⚭ Frankfurt am Main 28.8.1906) * Gochsheim (Bayern) 17.10.1881, Tochter des Andreas Kirchgeßner, Fünfer, und der Elisabetha Grötsch

Verwandte:

  • Vogler, Hermann Nikolaus <Sohn>, * Frankfurt am Main 8.2.1907,
  • Vogler, Rolf Gerald <Sohn>, * Frankfurt am Main 11.2.1908, † Frankfurt am Main 23.3.1968
  • Vogler, Theo <Sohn>, * Frankfurt am Main 20.3.1910
Nachweise ↑

Quellen:

Literatur:

Zitierweise ↑
„Vogler, Nikolaus“, in: Hessische Biografie <https://www.lagis-hessen.de/de/subjects/idrec/sn/bio/id/16978> (Stand: 8.7.2026)