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Hessische Biografie
Weitere Informationen
GND-Nummer
117018953
Michel, Max Friedrich [ID = 4977]
- * 22.10.1888 Frankfurt am Main, † 11.9.1941 New York, jüdisch
Dr. jur. – Jurist, Stadtrat - Wirken ↑
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Werdegang:
- Besuch des Philanthropins und der Musterschule in Frankfurt am Main, 1906 Reifeprüfung
- 1906-1909 Jura- und Volkswirtschaftsstudium an den Universitäten Lausanne, München, Berlin und Marburg
- 1909 Referendarexamen am Oberlandesgericht Kassel
- 1909/10 Referent am Amtsgericht Langenschwalbach und am Landgericht Frankfurt am Main
- 1910 Promotion zum Dr. jur. an der Universität Marburg (bei Prof. Walther Schücking)
- bis 1913 Gerichtsassessor am Landgericht Frankfurt am Main
- 1914 Eintritt in die Frankfurter Stadtverwaltung Frankfurt am Main, dort 1919 Magistratsassessor, 1921 Magistratsrat und 1922/23 Magistratskommissar im Wohnungsamt
- Teilnehmer am Ersten Weltkrieg, 1916 Verleihung des Eisernen Kreuzes
- 1923 Dozent an der Akademie der Arbeit in Frankfurt am Main
- 1925 Eintritt in die SPD und Mitglied des Wohlfahrts- und des Sozialpolitischen Ausschusses des Deutschen Städtetages
- 25.10.1927 Wahl zum hauptamtlicher Stadtrat, Leiter des Kultur-, Personal- und Revisionsamtes, Initiator der Römerberg-Festspiele und maßgeblich beteiligt an der Gestaltung des Goethe-Jahres 1932
- 1931-1933 Dozent an der Universität Frankfurt am Main, Vorlesungen über Arbeitsrecht und Sozialpolitik
- 1932 verantwortlich für das Goethe-Gedenkjahr
- Frühjahr 1933 Beurlaubung, 10.1933 Entzug des Lehrauftrages
- 1936-1938 Referent beim „Hilfsverein der deutschen Juden“ in Berlin
- 10.1938 Emigration in die USA
- 1939 Engagement in der „Peace Group“ der Weltausstellung
- 1940 Mitbegründer der „Blue Card“-Organisation, einer jüdischen sozialen Selbsthilfeeinrichtung
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Werke:
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Lebensorte:
- Frankfurt am Main; Lausanne; München; Berlin; Marburg
- Familie ↑
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Vater:
Michel, Ferdinand, GND, 1853–1929, Dr., Professor, Oberlehrer am Philantropin in Frankfurt am Main, jüdisch, Sohn des Lehmann Michel, aus Freilingen, Lehrer in Frankfurt am Main, und der Eva Adler
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Mutter:
Wertheimer, Emma, geboren Eichstetten (Kaiserstuhl) 9.6.1863, jüdisch
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Partner:
- Hepner, Lorre* Johanna J. („Loschka“), geboren Bziunkau/Oberschlesien 19.8.1902, Heirat 27.9.1921, 1938 Emigration in die USA, Inhaberin eines Party-Service-Unternehmens in New York, jüdisch
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Verwandte:
- Michel, Franz (Frank) <Sohn>, geboren Frankfurt am Main 1.2.1923
- Michel, Heinz* Ludwig (Henry) <Sohn>, geboren Frankfurt am Main 18.6.1924, Ingenieur, Emigration in die USA
- Michel, Hedwig <Schwester>, geboren Frankfurt am Main 1892, gestorben Estero (Florida/USA) 1982, Mitarbeiterin der Städtischen Bühnen und am „Neuen Theater“ In Frankfurt am Main, nach Emigration in die USA Mitglied und später Präsidentin der lebensreformerischen „Koreshan Unity“, jüdisch
- Nachweise ↑
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Quellen:
- HStAM Bestand 903 Nr. 8803 (Standesregister Stadt Frankfurt, Geburtsnebenregister, 1853, Nr. 923)
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Literatur:
- Heuer/Wolf (Hrsg.), Die Juden der Frankfurter Universität, Frankfurt am Main/New York 1997, S. 271-273
- Frankfurter Biographie, Bd. 2, Frankfurt am Main 1996, S. 53 f. (Reinhard Frost)
- Arnsberg, Die Geschichte der Frankfurter Juden seit der Französischen Revolution, Bd. 3, Darmstadt 1983, S. 310 f., 536
- Bermejo, Die Opfer der Diktatur. Frankfurter Stadtverordnete und Magistratsmitglieder als Verfolgte des NS-Staates, Frankfurt am Main 2006, S. 262-269
- Beier, Arbeiterbewegung in Hessen, Frankfurt am Main 1984, S. 499
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Bildquelle:
Frankfurter Biographie, Bd. 2, Frankfurt am Main 1996, S. 53
- Zitierweise ↑
- „Michel, Max Friedrich“, in: Hessische Biografie <https://www.lagis-hessen.de/pnd/117018953> (Stand: 22.10.2025)
