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Hessische Biografie

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Portrait

Ludwig Otto Blumenthal
(1876–1944)

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Blumenthal, Ludwig Otto [ID = 10719]

* 20.7.1876 Frankfurt am Main, † 13.11.1944 Theresienstadt, jüdisch; evangelisch
Prof. Dr. – Mathematiker
Andere Namen | Wirken | Familie | Nachweise | Leben | Zitierweise
Wirken

Werdegang:

  • 1894-1895 Studium an den Universitäten Göttingen, München unter anderem bei David Hilbert, Felix Klein und Arnold Sommerfeld
  • seit 1894 evangelisch
  • 1898 Promotion an der Universität Göttingen
  • 1899-1900 Studium in Paris
  • 1904-1905 Professor der Mathematik in Marburg
  • 1905-1933 Professor in Aachen
  • 1914-1915 Kriegsteilnehmer
  • 1924 Vorsitzender der Deutschen Mathematiker-Vereinigung
  • 1924-1933 Mitglied im Vorstand und Mitredakteur der „Jahresberichte“ der Deutschen Mathematiker-Vereinigung
  • Kirchenvorsteher
  • 1933 aus der Professur entlassen
  • 1934 Vorträge in Delft, Leiden, Utrecht, Zürich
  • 1935 Vorträge in Brüssel, russische Vorlesungen über Integralgleichungen in Sofia
  • 1938 Ausschluss aus der Redaktion der „Mathematischen Annalen“ und Ausschluß von der Mitarbeit bei der „Zeitschrift für angewandte Mathematik“
  • 1939 Flucht zu Kollegen nach Holland
  • Deportation

Studium:

  • 1894-1895 Studium an den Universitäten Göttingen und München

Netzwerk:

  • Hilbert, David <Lehrer>, GND, * Königsberg (Preußen) 23.1.1862, † Göttingen 14.2.1943, Mathematiker, Professor
  • Klein, Felix <Lehrer>, DB, Mathematiker, geb. 25.4.1849 Düsseldorf, gest. 22.6.1925 Göttingen, evangelisch
  • Sommerfeld, *Arnold Wilhelm Johannes <Lehrer>, DB, Physiker, geb. 5. 12. 1868 Königsberg (Preußen), gest. 26. 4. 1951 München, evangelisch

Akademische Qualifikation:

  • 1898 Promotion an der Universität Göttingen

Akademische Vita:

  • Universität Marburg // Professor / Mathematik / 1904-1905
  • Universität Aachen // Professor // 1905-1933

Lebensorte:

  • Göttingen; München; Paris; Marburg
Familie

Vater:

Blumenthal, Ernst, GND, geboren Frankfurt am Main 13.9.1846, gestorben Frankfurt am Main 9.12.1910, Dr. med., praktischer Arzt, Sohn des Louis Blumenthal, Kaufmann in Frankfurt am Main, und der Hannchen Lotmar

Mutter:

Posen, Eugenie, geboren Offenbach am Main 22.5.1854, gestorben Frankfurt am Main 24.12.1911, Heirat Frankfurt am Main 9.8.1875, Tochter des Jacob Posen, Kaufmann in Olten (Kanton Solothurn/Schweiz), und der Sophie Schnapper

Partner:

  • Ebstein, Mali, † 1940 nach der Besetzung Hollands in einem Sammellager, Tochter des Wilhelm Ebstein, GND, 1836-1912, Professor der Inneren Medizin in Göttingen
Nachweise

Quellen:

Literatur:

Zitierweise
„Blumenthal, Ludwig Otto“, in: Hessische Biografie <https://www.lagis-hessen.de/pnd/116209623> (Stand: 20.7.2026)