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Portrait

Sophia Gräfin von Waldeck
(um 1266–nach 12.8.1331, vor 18.6.1340)

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Weitere Informationen

GND-Nummer

1111131988

Waldeck, Sophia Gräfin von [ID = 2387]

* um 1266, † nach 12.8.1331, vor 18.6.1340, Begräbnisort: Netze (?), Kloster, katholisch
Biografischer Text

Sophia war die älteste Tochter aus Landgraf Heinrichs I. erster Ehe mit Herzogin Adelheid von Braunschweig. Sie wurde wohl nach ihrer Großmutter Sophie von Brabant benannt. Am 31. März 1271 hatten sich die Grafen Adolf, Gottfried und Otto von Waldeck darauf geeinigt, dass derjenige von ihnen, der die Landgrafen-Tochter Sophia heiraten würde, alleiniger Herr von Waldeck sein sollte. Am 24. November 1276 verfügte Sophia mit Gräfin Mechthild von Waldeck und deren Kindern, darunter Sophias Gatten Graf Otto (I.), über Familieneigentum zugunsten des Klosters Berich. Sophia selbst wird darin als comitissa Sophia, filia domini Landgravii bezeichnet, war also zu diesem Zeitpunkt schon mit Graf Otto von Waldeck vermählt. Die Ehe wurde jedoch wohl erst 1281 vollzogen. Ihr Mann war zeitweilig mainzischer Oberamtmann in Hessen. Von adligen Feinden des Mainzer Erzstifts gefangengenommen, wurde Graf Otto am 11. November 1305 in der Haft erdrosselt. Aus der Ehe gingen neun Kinder hervor. Rommel hat Sophia darum als die „Stammmutter des Hauses Waldeck“ bezeichnet. Schon in einer Urkunde von 1290 werden sieben Kinder genannt. Eine Tochter Mechthild verzichtete am 11. Mai 1311 mit ihrem Mann, Eberhard Herrn von Breuberg, den Geschwistern und der Mutter Sophia auf alle Ansprüche an das Erbe ihres verstorbenen Großvaters, Landgraf Heinrichs I. Sophia starb nach mehr als 25-jährigen Witwenschaft nach dem 12. August 1331 und wurde wohl an der Seite ihres Mannes in Kloster Netze, der Grablege der Waldecker Grafen, bestattet. Ein Grab ist nicht erhalten.

Otto Volk

(Text identisch mit: Franz, Das Haus Hessen, S. 18)


Literatur