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Hessische Biografie
Weitere Informationen
GND-Nummer
122702964
Heidenheim, Benjamin Wolf [ID = 18349]
- * 1757 Heidenheim (bei Würzburg), † 23.2.1832 Rödelheim (heute Frankfurt am Main), Begräbnisort: Rödelheim alter jüdischer Friedhof Rödelheim, jüdisch
Buchdrucker, Grammatiker, Exeget, Gelehrter, Übersetzer - Andere Namen ↑
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Weitere Namen:
- Haidenhaim, Ṿolf b.R. Shimʿon ben ish
- Heidenheim, Benjamin Wolf ben Simson
- Heydenheym, Ṿolf ben Shimshon
- ha-Raṿah
- ha-Rawa
- Raṿah
- Rawa
- Wirken ↑
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Werdegang:
- 1782 Übersiedlung nach Frankfurt am Main, Studium der talmudischen Wissenschaften bei Rabbi Nathan Adler
- 1788 Eheschließung mit der Tochter von Götz Anschel aus Wetzlar
- 1788-1798 sesshaft in Offenbach am Main
- Niederlassung in Rödelheim, gemeinsam mit Baruch Baschwitz Erhalt einer Genehmigung zur Errichtung einer hebräischen Druckerei vom Reichsgrafen Vollrath von Solms-Rödelheim und Assenheim
- 1799 Eröffnung einer „orientalische[n] und okzidentalische[n] Buchdruckerei“ (Arnsberg 1983, S. 179) (später Firma S. Lehrberger und Verlag M. Lehrberger/Kauffmann-Verlag in Frankfurt am Main), Herausgeber von Gebetsbüchern und Spezialausgaben von liturgischen Gebeten (alles mit deutschen Übersetzungen)
- 1807 Bezeichnet den Oberrabbiner Hirsch Zwi (Halevi) Horovitz als seinen „geliebten Seelenfreund“ (Arnsberg 1983, S. 180), gelockerte Beziehungen zu Heidenheim seit 1814
- 1832 Trauerrede von Dr. Jakob Weil (aus Bockenheim) am Grab von Heidenheim
- 1893 anlässlich des 60. Todestages Erneuerung des Grabsteines durch die Initiative von Professor Dr. Abraham Berliner (1833-1915) (hebräischer Literaturhistoriker am Rabbiner-Seminar von Rabbiner Dr. Hildesheimer (1820-1899) in Berlin) und dem Frankfurter Rabbiner Dr. Markus Horovitz (1844-1910)
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Netzwerk:
- Adler, Nathan <Lehrer>, geboren Frankfurt am Main 16.12.1741, gestorben Frankfurt am Main 17.9.1800, Rabbiner, Kabbalist
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Werke:
- Oden auf den Grafen Solms, auf Napoleon, Dahlberg usw. in hebräisch und deutscher Sprache
- Siddur Sefat emeth (Sprache der Wahrheit)
- Moznayim, 1791
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Lebensorte:
- Frankfurt am Main; Wetzlar; Offenbach am Main; Rödelheim
- Familie ↑
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Vater:
Heidenheim, Simson
- Nachweise ↑
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Literatur:
- Allgemeine deutsche Biographie, Bd. 11, Leipzig 1880, S. 300 f. (Seligmann Baer)
- Neue deutsche Biographie, Bd. 8, Berlin 1969, S. 248 f. (Heinz Mosche Graupe)
- Frankfurter Biographie, Bd. 1, Frankfurt am Main 1994, S. 311 f.
- Arnsberg, Die Geschichte der Frankfurter Juden seit der Französischen Revolution, Bd. 3, Darmstadt 1983, S. 178-181
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Bildquelle:
Anonym, Wolf Heidenheim, beschnitten, CC0 1.0
- Leben ↑
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Viele Arbeiten Heidenheims befinden sich heute noch unveröffentlicht in der Bodleian Library in Oxford.1
S. Kritten
- Vgl. Arnsberg 1983, S. 181. ↑
- Zitierweise ↑
- „Heidenheim, Benjamin Wolf“, in: Hessische Biografie <https://www.lagis-hessen.de/pnd/122702964> (Stand: 23.2.2026)
