Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen
Bitte beachten Sie: LAGIS hat eine neue Adresse: lagis.hessen.de. Für eine Übergangszeit stehen Ihnen ausgewählte Module über die bekannte Oberfläche zur Verfügung. Alle anderen sind über die neue Version des Informationssystems zugänglich. Bestehende Permalinks behalten ihre Gültigkeit und leiten bereits jetzt oder nach Abschluss aller Migrationsarbeiten automatisch auf das neue System um.

Hessische Biografie

Neue Suche
 
Portrait

David Möllinger
(1709–1786)

Symbol: Anzeigemodus umschalten Symbol: Anzeigemodus umschalten Symbol: Druckansicht

GND-Nummer

140306854

Möllinger, David [ID = 3415]

* 24.1.1709 Dühren bei Sinsheim (Elsenz), † 3.5.1786 Monsheim, mennonitisch
Ökonom
Andere Namen | Wirken | Familie | Nachweise | Leben | Zitierweise
Wirken ↑

Werdegang:

  • Temporalbeständer in Gronau
  • Ökonom auf dem Nonnenhof bei Bobenheim
  • 1744 Übernahme des großen Gutshofs in Monsheim, den er durch Einführung der Düngung als landwirtschaftlichen Musterbetrieb weiterentwickelte
  • auch in Mutterstadt wirkend

Lebensorte:

  • Gronau; Mutterstadt (Pfalz)
Familie ↑

Vater:

Möllinger Vincenz, 1668–1748, Temporalbeständer auf dem Nonnenhof bei Bobenheim, 1718 in Mutterstadt, Sohn des Ulrich Möllinger, aus dem Berner Oberland, Täufer-Emigrant in Guntersblum, dann in Kirschgartshäuserhof

Mutter:

Magelin, Veronica, 1674-1751, aus Dühren bei Sinsheim (Elsenz)

Partner:

  • Kündig (Kindig), Maria, (⚭ Immelshäuserhof bei Sinsheim 8.2.1732) * Immelshäuserhof, † Mutterstadt 24.5.1787

Verwandte:

  • Möllinger, Christian <Sohn>, 1750, Erbbeständer in Monsheim
  • Möllinger, Johannes <Enkel>, 1789-1864, Erbbeständer in Monsheim
  • Möllinger, David <Enkel>, übernahm 1791 den Gutshof (Möllingerhof) in Pfeddersheim, erweiterte ihn von 32 auf 240 Morgen
Nachweise ↑

Literatur:

Bildquelle:

Unknown authorUnknown author, Möllinger, David (1709-1786), als gemeinfrei gekennzeichnet, Details auf Wikimedia Commons (beschnitten)

Leben ↑

David Möllinger gilt als der „Vater des pfälzischen Ackerbaus“ bzw. als der „profilierteste Vertreter der pfälzer Agrarmennoniten“.1

Durch die Einführung der Düngung wurde Möllinger Hoflieferant der Grafen von Leiningen-Dachsberg-Falkenberg. Aus Heidelberg bezog er hierfür gipshaltiges Gestein, daß er in der Rossmühle zerkleinerte und auf die Felder aufbrachte. Auch die Jauche aus seinem Stall verwandte er als Düngung. Zudem führte er als Ruhephase für den Boden den Kleeanbau ein.

Dem landwirtschaftlichen Betrieb gliederte Möllinger auch eine Schnapsfabrik, eine Brauerei und eine Essigfabrik an.

Anläßlich seines 300. Geburtstags wurde in Monsheim am 24. Januar 2009 an der Fassade des Hauses Hauptstraße 30 eine Gedenktafel angebracht.

Lupold von Lehsten


  1. Erich Heer, in: Pfälzer Lebensbilder 1, 68 und 80. ↑
Zitierweise ↑
„Möllinger, David“, in: Hessische Biografie <https://www.lagis-hessen.de/pnd/140306854> (Stand: 24.1.2026)