Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen
Bitte beachten Sie: LAGIS hat eine neue Adresse: lagis.hessen.de. Für eine Übergangszeit stehen Ihnen ausgewählte Module über die bekannte Oberfläche zur Verfügung. Alle anderen sind über die neue Version des Informationssystems zugänglich. Bestehende Permalinks behalten ihre Gültigkeit und leiten bereits jetzt oder nach Abschluss aller Migrationsarbeiten automatisch auf das neue System um.

Hessische Biografie

Neue Suche
 
Portrait

Marie Herzogin von Sachsen-Meiningen
(1804–1888)

Symbol: Anzeigemodus umschalten Symbol: Anzeigemodus umschalten Symbol: Druckansicht

GND-Nummer

1225360730

Sachsen-Meiningen, Marie Herzogin von [ID = 15881]

* 6.9.1804 Hanau, † 1.1.1888 Meiningen
Biografischer Text

Die jüngere Tochter des Kasseler Kurprinzen-Paares wurde während der Kriegsjahre 1806/13 im Berliner Exil wie nach der Rückkehr in Kassel – schon vor der offiziellen Trennung der Eltern – vorwiegend von der Mutter erzogen. Die im März 1825, nur eine Woche nach der offiziellen Verlobung, gefeierte Hochzeit mit Herzog Bernhard von Sachsen-Meiningen war das letzte gemeinsam begangene Familienfest. Der nach dem frühen Tod seines Vaters zunächst unter der Regentschaft der Mutter, seit 1821 selbstständig regierende Herzog hat sein Territorium, das nach dem Aussterben der Linie Sachsen-Gotha-Altenburg durch den Teilungsvertrag vom 12. November 1826 mehr als verdoppelt wurde, mit modernen konstitutionellen Ideen regiert – bestärkt durch die dynastische Verbindung mit England, wo seine Schwester Adelheid (1792–1849) mit dem 1830/37 regierenden König Wilhelm IV. verheiratet war. Herzog Bernhard, der sich im Krieg 1866 auf die Seite Österreichs schlug, musste anschließend auf preußischen Druck abdanken. Das Fürstenpaar lebte jedoch auch unter der Regierung des Sohnes, Herzog Georgs II. (1826–1914), des sogenannten „Meininger Theater-Herzogs“, weiterhin in der kulturell geprägten südthüringischen Residenzstadt, in der sich die kunstsinnige und karitativ engagierte Herzogin beim Volk großer Beliebtheit erfreute.

Andrea Pühringer

(Text identisch mit: Franz, Das Haus Hessen, S. 168 f.)


Literatur